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29.04.2003 Mannschaft

Kieler Nachrichten: Zurück aus dem Tal der Tränen

Lozano wieder im Mannschaftstraining

Demetrio Lozano:  Kann er im letzten Saisonspiel schon wieder auflaufen?
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Das Viertelfinal-Aus in der Champions League traf den THW Kiel am 9. März nach dem Heim-26:28 gegen Prule Ljubljana ins Mark. Hinzu kam der erneute Ausfall des nach acht Monaten Rekonvaleszenz gerade ins Team zurück gekehrten Demetrio Lozano. Kiels spanisches Rückraum-Ass verabschiedete sich mit einer Knorpelstauchung im linken Knie für Wochen in den Verletztenstand. Die Prognose der behandelnden Ärzte zu diesem Zeitpunkt: Saisonende.
Zuletzt rackerte der 27-Jährige drei Wochen in Barcelona an seiner Genesung, aus Kiel erreichten ihn schlechte sportliche Nachrichten. Ausgerechnet beim 36:27-Triumph seiner Zebras am Sonntag über Nordhorn und der Rückkehr aus dem Tal der Tränen saß der Spanier wieder in der Ostseehalle. Er strahlte. Auch wegen des eigenen positiven Heilungsverlaufes. "Ich kann fast alles machen, mein Knie hält", erzählte er. Mannschaftsarzt Dr. Brandecker bestätigte den Pechvogel. Die Verletzung sei im Grunde gut ausgeheilt, es mangele Lozano nur noch an Trainingsrückstand und Spielpraxis. Vielleicht, so Dr. Brandecker, bestehe sogar Hoffnung auf einen Einsatz im Saisonabschlussspiel am 24. Mai bei der SG Willstätt/Schutterwald.

Eine weitere gute Nachricht erreichte Kiels Spieler gestern: Ab dem 5. Mai haben die Zebras eine ständige Trainingshalle. Wie berichtet, ist die neue Sporthalle in Russee am Wochenende ihrer Bestimmung übergeben worden; der THW zieht als Dauergast ein. Kapitän Stefan Lövgren nahm die Neuigkeit mit Freude zur Kenntnis. Damit habe das Hin und Her von einer Trainingsstätte zur nächsten endlich ein Ende, sagt der Schwede. "Es ist schön, eine feste und dazu noch neue Halle zu haben." Die bisherigen Zustände glichen einer Farce und waren der erfolgreichsten deutschen Vereinsmannschaft der letzten zehn Jahre unwürdig. Krafttraining fand in Schönkirchen statt, das Mannschaftstraining mit täglichem Wechsel in Wellingdorf, Holtenau, Russee oder in der Wriedthalle. Ob der THW in seiner neuen Heimstätte auch einen Gemeinschafts- und Videoraum beziehen kann, steht indes noch in den Sternen. "Wir verhandeln noch", sagt Manager Uwe Schwenker.

Diesbezüglich hat Kiels Nordrivale, die SG Flensburg-Handewitt die Nase weit voraus. Trainer Erik Veje Rasmussen stehen am TSB-Sportplatz an der Eckener Straße drei Sportplätze, die Duborghalle, ein Fitnesscenter, Videoraum, eigene Spinde und eine dazu gehörige Gastronomie zur Verfügung. Außerdem ist die SG Geschäftsstelle integriert. "Fast Zustände wie bei Bayern München an der Säbener Straße", schwärmt SG-Geschäftsführer Thorsten Storm.


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