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17.-19.04.2004 - Letzte Aktualisierung: 19.04.2004 EHF-Pokal

EHF-Pokal-Finale: THW holt in Altea einen Vier-Tore-Polster fürs Rückspiel in Kiel

EHF-Pokal, Finale, Hinspiel: 17.04.2004, Sa., 19.00: BM Altea (ESP) - THW Kiel: 28:32 (10:17)
Update #6 Spielbericht der KN, weitere EC-Ergebnisse, spanische Pressestimmen, Fotos und Stimmen ergänzt...

Der THW hat aus Altea einen Vier-Tore-Vorsprung mitgebracht.
Der THW hat aus Altea einen Vier-Tore-Vorsprung mitgebracht.
Kann der THW den Sekt schon kalt stellen? Mit einem 32:28 (17:10)-Sieg trumpfte der THW am Sonnabend Abend an der Costa Blanca beim spanischen Spitzenklub BM Altea auf und kann daher mit einem beruhigenden Vier-Tore-Polster in das Rückspiel am kommenden Sonnabend in der Ostseehalle (16.10 Uhr, live im NDR-TV) gehen.
Altea, das ohne seinen verletzten Halbrechten Milan Vucicevic antreten musste, ging durch Mijail Joukov vom Kreis mit 1:0 in Führung. Doch dann zeigte sich, dass sich die Zebras einiges für das Hinspiel vorgenommen hatten: Christian Zeitz fing einen Ball in der Deckung ab, besorgte das 1:1 (3.) und Johan Pettersson besorgte per Konter das 2:1 (3.).

Eine Minute nachdem Adrian Wagner in Unterzahl von Außen zum 3:2 (7.) getroffen hatte, sah man dann aber Entsetzen auf der THW-Bank und bei den mitgereisten Kieler Fans: Wagner lief einen Gegenstoß, wurde aber von Lars Jörgensen brutal aus der Luft geholt. Der Kieler Linksaußen schlug auf dem harten Hallenboden mit dem Knie auf und musste vom Feld getragen werden. Für ihn besetzte nun Piotr Przybecki die linke Außenbahn. Der Pole war es auch, der nach dem verwandelten Siebenmeter von Pettersson (4:2 (7.)) zum 5:3 (9.) traf. Marcus Ahlm erhöhte auf 6:3 (9.).

Die mitgereisten Fans sahen in der ersten Halbzeit einen sehr konzentrierten THW.
Die mitgereisten Fans sahen in der ersten Halbzeit einen sehr konzentrierten THW.
Inzwischen hatte Henning Fritz, der hinter einer sicheren Abwehr stand, bereits die fünfte Parade vorzuweisen. Und vorne lief es für den THW ebenfalls sehr gut: Demetrio Lozano, Ahlm und Pettersson bauten die Führung auf 9:3 (15.) aus. Im mit 1000 Zuschauern nicht ganz ausverkauften Pabellon Municipal de Garganes war es nun merklich ruhiger geworden.

Der THW kontrollierte jetzt klar das Spiel. Zwei fast ansatzlose Unterarmwürfe von Zeitz zum 10:4 (16.) und 12:6 (19.) schockten die Spanier, die ihr Heil nun mit einer 5:1-Abwehr und Manndeckung gegen Stefan Lövgren versuchten. Bis auf 9:14 kam Altea in der 25. Minute heran, dann traf bis kurz vor der Pausensirene nur noch der THW: Preiß vom Kreis zum 15:9, Lozano und Pettersson per Konter zum 16:9 und 17:9. Victor Alvarez konnte per Tempogegenstoß in der 30. Minute immerhin zum 10:17 verkürzen.

In der 40. Minute wurde es noch einmal eng: Claus Möller Jakobsen traf zum 16:19.
Klicken Sie zum Vergrößern! In der 40. Minute wurde es noch einmal eng: Claus Möller Jakobsen traf zum 16:19.
In den ersten Minuten der zweiten Halbzeit war Johan Pettersson zweimal von Rechtsaußen erfolgreich (19:11, 33.), doch dann herrschte Torflaute bei den Zebras. Tor um Tor kam Altea heran. Nachdem Claus Möller Jakobsen auf 16:19 verkürzt hatte (40.), erhielt Martin Boquist eine Zeitstrafe. Das war bitter, weil sein Kapitän sich eine Minute zuvor schon auf die Strafbank hatte setzen müssen. Doch die Spanier konnten kein Kapital aus der doppelten Überzahl schlagen. Sattdessen trafen Pettersson (von Außen, 20:16, 41.) und Lozano (Konter, 21:16, 41.) und brachten den THW aus der Gefahrenzone.

Noch einmal eng wurde es, als Juan Pedro Jiminez per Gegenstoß das 18:21 (45.) erzielte. Doch wieder hatte die Mannschaft von Trainer Noka Serdarusic die richtige Antwort parat: Ahlm und Wagner - in Halbzeit zwei wieder dabei - trafen zum 23:18 (45.), Pettersson und Lövgren bauten den Vorsprung auf 25:18 (46.) aus.

Nachdem Sebastian Preiß in der 54. Minute per Konter zum 28:22 getroffen hatte, war abzusehen, dass der THW mit einem angenehmen Ergebnis im Gepäck zurück nach Hamburg fliegen würde. Zwar führten die Zebras eineinhalb Minuten vor dem Ende sogar noch mit 32:26 (59.), aber auch das 32:28-Endergebnis sollte eine sehr beruhigende Ausgangsposition für das Rückspiel in der Ostseehalle bilden.

Beim THW waren Pettersson (8/2) und Zeitz (7) die besten Werfer, Henning Fritz parierte 17 Bälle, darunter einen Siebenmeter. Bei Altea war Victor Alvarez der beste Schütze mit 9/5 Toren.

Lesen Sie auch das Live-Ticker-Protokoll...

 

Flensburg verliert in Celje

Im Finale der Champions League hat die SG Flensburg-Handewitt am Sonntag bei Pivovarna Lasko (SLO) mit 28:34 (13:17) verloren. Das Rückspiel findet am Sonnabend, den 24.04, um 14.05 statt (live im ZDF).

 

Stimmen zum Spiel:

THW-Trainer Noka Serdarusic:
[Frage: Sind Sie zufrieden?]
Ein Trainer der zufrieden ist, hat nichts mehr zu tun...

In der ersten Halbzeit haben wir sehr gut gespielt - auch taktisch. In der zweiten Halbzeit haben wir die gleichen Fehler gemacht, wie Altea in der ersten. In der ersten Halbzeit hat Altea mit sehr viel Herz gespielt und ist gegen eine Wand gelaufen - daher waren sie zur Pause sieben Tore zurück. In der zweiten Halbzeit haben sie klug und lang gespielt und auf ihre Chancen gewartet.

THW-Manager Uwe Schwenker:
Die Grundlage haben wir in der ersten Viertelstunde gelegt. Wir waren sehr konzentriert, haben schnell geführt, standen ordentlich in der Deckung, konnten Gegenstöße laufen. In der zweiten Halbzeit kam beim Stand von 19:16 und doppelter Unterzahl noch etwas Hektik auf, aber wir machten durch individuelle Leistungen unsere Tore. Altea hatte in der ersten Halbzeit wohl zu großen Respekt.

Natürlich sind wir nun Favorit, wir sollten uns den Pokal nicht mehr nehmen lassen. Wenn wir konzentriert auftreten, holen wir den EHF-Pokal. Die Halle am Sonnabend wird ausverkauft sein, es gibt noch 200 Restkarten...

Alteas Trainer Javier Cabanas Lopez:
In der ersten Halbzeit haben wir zu viele Fehler gemacht und Ballverluste gehabt. Das wurde durch das Gegenstoßverhalten von Kiel bestraft. Es war nicht das beste Spiel, das wir gemacht haben. Wir hoffen, in Kiel besser aufzutreten. Das Spiel hat Kiel bestimmt und der Sieg geht in Ordnung. Vor dem Spiel habe ich gesagt, unsere Chance auf den EHF-Pokal-Gewinn ist 40:60, nun denke ich 20:80.
THW-Kapitän Stefan Lövgren:
Stefan Lövgren.
Stefan Lövgren.
Man hat heute gesehen: Wenn man nicht richtig in der Abwehr steht und ein paar Bälle verschießt, kann es sehr schnell gehen. Aber trotzdem haben wir das gut gemacht und wir müssen das nun einfach schaffen...

TV-Tip:

  • TV: ZDF: Sa., ab 23.00, "Aktuelles Sportstudio": Kurzberichterstattung vom Spiel in Altea

Kurzumfrage:

Wer gewinnt den EHF-Pokal?
THW 95.7%
Altea 4.3%
Anzahl Stimmen: 1029

EHF-Pokal, Finale, Hinspiel: 17.04.04, Sa., 19.00: BM Altea (ESP) - THW Kiel: 28:32 (10:17)

Logo BM Altea (ESP Flagge ESP):
Asmussen (1.-60., 15 Paraden), Oliva (bei einem 7m, 1 Parade); Möller Jakobsen (4/1), Parro, Alvarez (9/5), Jiminez 5/1), J. Fernandez (n.e.), Jörgensen (2), Riise (4), Joukov (2), M. Fernandez (2), Navarro (n.e.), Bartolome, Gonzalez-Albo (n.e.); Trainer: Cabanas
Logo THW Kiel:
Fritz (1.-54. und bei zwei 7m, 17 Paraden), Andersson (54.-60. und bei einem 7m, 2 Paraden); Preiß (3), Pettersson (8/2), Przybecki (1), Lozano (5), Petersen, Lövgren (3), Wagner (2), Ahlm (3), Boquist, Zeitz (7); Trainer: Serdarusic
Schiedsrichter:
Oie/Togstad (Norwegen)
Zeitstrafen:
Altea: 2 (Jörgensen (7.), Möller Jakobsen (38.));
THW: 5 (zweimal Zeitz (6., 30.), Lövgren (39.) Boquist (40.), Ahlm (57.))
Siebenmeter:
Altea: 8/6 (Alvarez scheitert an Fritz (52.), Jiminez wirft gegen Fritz an die Latte (55.));
THW: 3/2 (Pettersson scheitert an Oliva (50.))
Spielfilm:
1. Hz.: 1:0, 1:2 (3.), 2:2, 2:4 (7.), 3:4, 3:9 (15.), 4:9, 4:10, 5:10, 5:11, 6:11, 6:12 (19.), 7:12, 7:13, 8:13, 8:14, 9:14, 9:15 (26.), 9:17 (27.), 10:17;
2. Hz.: 10:18, 11:18, 11:19, 12:19 (33.), 16:19 (40.), 16:21 (41.), 18:21 (43.), 18:25 (46.), 19:25, 19:26, 20:26, 20:27, 22:27 (53.), 22:28, 23:28, 23:29, 24:29, 24:30, 25:30, 25:31 (57.), 26:31, 26:32 (59.), 28:32
Zuschauer:
1000 (Pabellon Municipal de Garganes, Altea (ESP))

Live-Ticker-Protokoll:

Zeit Spiel-
minute
Spielstand
ALT-THW
Bemerkung
20:32 Endstand 28:32 Der letzte Wurf von Altea wird geblockt.
Mit diesem Vier-Tore-Vorsprung kann der THW beruhigt in das Rückspiel am kommenden Sonnabend in Kiel (16.10 Uhr, live im NDR-TV) gehen.
Ein ausführlicher Spielbericht folgt ab ca. 21.30 Uhr auf dieser Homepage.
Das war der letzte Ticker, den ich gemacht habe - ich verabschiede mich hiermit und wünsche wie immer noch einen schönen Abend! Ihr Thorsten Drewes
20:32 60. 28:32 Lövgren erhöht auf 32:26. Riise trift zum 27:32 (59.). M. Fernandez verkürzt auf 28:32 (60.). Noch eine Sekunde...
20:30 58. 26:31 Alvarez macht per Konter das 23:28 (55.). Jiminez wirft gegen Fritz (für den 7m drin) den 7m an die Latte (55.). Zeitz macht das 29:23 (56.). Möller Jakobsen trifft zum 24:29 (56.) per 7m gegen Fritz (für den 7m drin). Lövgren erzielt as 30:24 (57.). Alvarez trifft zum 25:30 (57.). Zeitz erhöht für den THW auf 31:25 (57.) Zeitstrafe gegen Ahlm (58.). M. Fernandez erzielt as 31:26 (58.).
20:25 54. 22:28 Joukov trifft zum 22:27 (53.). Preiß macht per Konter das 28:22 (54.). Nun kommt Andersson für Fritz ins Kieler Tor.
20:22 53. 21:27 Zeitz macht das 27:20 (51.). Alvarez scheitert per 7m an Fritz (52.). Jiminez bezwingt per 7m Fritz zum 21:27 (53.).
20:15 47. 20:26 Möller Jakobsen zum 19:25 (47.). Lozano macht das 26:19 (48.). Pettersson scheitert per 7m an Oliva (für den 7m drin, 50.).
20:13 45. 18:25 Pettersson von Rechtsaußen zum 20:16 (41.), Lozano per Konter zum 21:16 (41.). Alvarez per 7m gegen Fritz zum 17:21 (42.). Jiminez per Konter zum 18:21 (43.). Dann Treffer von Ahlm zum 22:18 (45.). Konter von Wagne rzum 23:18 (45.). Pettersson macht per 7m gegen Asmussen das 24:18 (45.). Lövgren erhöht auf 25:18 (46.).
20:07 41. 16:19 Möller Jakobsen macht das 16:19 (40.) Und dann völlig unklar, warum auch Boquist eine Zeitstrafe erhält (41.).
20:05 40. 15:19 Riise per Konter zum 14:19 (37.). Zeitstrafe gegen Möller Jakobsen (38.). Dann Zeitstrafe gegen Lövgren (39.) und Alvarez verwandelt den folgenden 7m gegen Fritz zum 15:19 (39.). Alarm! Die Halle wacht auf!
19:59 36. 13:19 Pettersson von Rechtaußen zum 18:10 (31.), Riise von Linksaußen zum 11:18 (32.), wieder Pettersson wieder von Rechtaußen zum 19:11 (33.). Jiminez macht das 12:19 (33.) und Alvarez verkürzt per 7m gegen Andersson (für den 7m drin) zum 13:19. Gute Nachricht: Wagner spielt wieder.
19:46 Halbzeit 10:17 Bisher ein starker Auftritt der Zebras. Sorge bereitet nur, dass Zeitz bereits mit zwei Zeitstrafen belastet ist und Wagner mit getaptem Knie bisher nicht wieder gespielt hat.
Halbzeitstatistik:
Altea: Asmussen (1.-30., 5 Paraden), Oliva; Möller Jakobsen (1), Parro, Alvarez (3/2), Jiminez (2), J. Fernandez, Jörgensen (2), Riise (1), Joukov (1), M. Fernandez, Navarro, Bartolome, Gonzalez-Albo; Trainer: Cabanas
THW: Fritz (1.-30., 10 Paraden), Andersson; Preiß (2), Pettersson (4/1), Przybecki (1), Lozano (3), Petersen, Lövgren, Wagner (1), Ahlm (2), Boquist, Zeitz (4); Trainer: Serdarusic
Zeitstrafen: Altea: 1 (Jörgensen); THW: 2 (zweimal Zeitz)
Siebemeter: Altea: 2/2; THW: 1/1
Spielfilm: 1:0, 1:2 (3.), 2:2, 2:4 (7.), 3:4, 3:9 (15.), 4:9, 4:10, 5:10, 5:11, 6:11, 6:12 (19.), 7:12, 7:13, 8:13, 8:14, 9:14, 9:15 (26.), 9:17 (27.), 10:17
19:39 Halbzeit 10:17 Alvarez trifft per Konter zum 10:17 (30.). Noch 7 Sekunden, Freiwurf für Altea. Zeitz hat die zweite Zeitstrafe erhalten. Fritz pariert. Halbzeit.
19:35 27. 9:17 Zeitz macht das 14:8 (25.). Alvarez trifft per 7m gegen Fritz zum 9:14 (25.). Preiß trifft vom Kreis zum 15:9 826.). Zwei Konter für den THW bedeuten das 17:9: Erst trifft Lozano (26.), dann fischt Zeitz den Ball weg und Pettersson trifft (27.). Boquist ist nun für Lozano im Spiel.
19:30 24. 8:13 Preiß, seit der 21. Minute im Spiel, macht vom Kreis das 13:7 (22.), Jiminez trifft zum 8:13 (24.).
19:28 22. 7:12 Jörgensen macht das 4:9 (15.). Zeitz trifft auf der Gegenseite per Unterarmwurf zum 10:4 (16.). Jiminez ist zum 5:10 erfolgreich, doch sein Landsmann in Diensten des THW, Lozano, trifft ebenfalls: 11:5 (18.). Möller Jakobsen trifft zum 6:11 (18.). Erneut ein Unterarmwurf von Zeitz aus der Mitte: 12:6 (19.). Riise trifft von Außen zum 7:12 (19.). Altea hat inzwischen die Deckung auf 5:1 mit Manndeckung gegen Lövgren umgestellt. Ramussen pariert einen Konter des THW, aber Fritz pariert auf der Gegenseite gegen Jörgensen.
19:21 15. 3:9 Es ist in der Halle sehr ruhig geworden. In der 11. Minute trifft Lozano zum 7:3, Ahlm erhöht vom Kreis zum 8:3 (14.). Der Schwede scheint einen Magneten in der Hand zu haben, der Ball war kaum zu bekommen... In der 15. Minute pariert Asmussen, aber Lövgren springt in den Kreis und legt in der Luft artistisch auf Pettersson ab, der macht eiskalt das 9:3 (15.). In der Halle sieht man ein Plakat "Vamos THW - Fanclub Hein Dahlinger".
19:18 11. 3:6 Alvarez macht per Strafwurf das 3:4 (8.), aber Przybecki trifft von Linksaußen zum 5:3 (9.) In der gleichen Minute macht Ahlm vom Kreis das 6:3. Henning Fritz kann bereits fünf Paraden vorweisen!
19:15 7. 2:4 Wagner ist draußen, oberhalb seines Knies wird nun gekühlt, für Wagner ist Przybecki drin. Für das Foul hat Jörgensen eine Zeitstrafe erhalten und Pettersson verwandelt den fälligen Siebenmeter zum 4:2 (7).
19:12 7. 2:3 Wagner trifft von Linksaußen zum 3:2 (7.). Nun Gegenstoß Wagner, aber der wird brutal aus der Luft geholt, knallt mit dem Knie auf den harten Hallenboden und krümt sich...
19:10 6. 2:2 Asmussen pariert, aber Zeitz fängt den Ball clever ab, stürmt nach vorn und macht das 1:1 (3.). Pettersson erhöht per Konter auf 2:1 (3.). Jörgensen gleicht zum 2:2 (5.) aus dem Rückraum aus - Fritz ist machtlos, der Ball war abgefälscht. Dann Zeitstrafe gegen Zeitz (6.), für ihn kommt Boquist in den rechten Rückraum, der Kreis geht dafür raus.
19:07 1. 1:0 Joukov trifft vom Kreis für Altea (1.).
19:06 -. --:-- Die Anfangsaufstellungen:
Altea: Asmussen; Möller Jakobsen, Jiminez, Jörgensen, Riise, Joukov, M. Fernandez,
Fritz; Pettersson, Lozano, Petersen (D), Lövgren (A), Wagner, Ahlm, Zeitz
18:39 -. --:-- Die Aufstellungen:
Altea: Asmussen, Oliva; Möller Jakobsen, Parro, Alvarez, Jiminez, J. Fernandez, Jörgensen, Riise, Joukov, M. Fernandez, Navarro, Bartolome, Gonzalez-Albo; Trainer: Cabanas
THW: Fritz, Andersson; Preiß, Pettersson, Przybecki, Lozano, Petersen, Lövgren, Wagner, Ahlm, Boquist, Zeitz; Trainer: Serdarusic
18:37 -. --:-- Die Schiedsrichter sind die Norweger Oie/Togstad. Der Pabellon Municipal de Garganes fasst eigentlich nur 1300 Zuschauer, ist für diese Partie aber extra auf 2000 Zuschauer aufgestockt worden und wird ausverkauft sein.
18:23 -. --:-- In unserer Berichterstattung verlassen wir uns diesmal auf Welle Nord und unsere Berichterstatterin Gitta. NDR-Radio Welle Nord berichtet um ca. 19.20, 19.40, 20.10 und um ca. 20.40 in der Schlussphase.
18:23 -. --:-- In eigener Sache: Dies wird der letzte Live-Ticker in dieser Form sein. Ich beende mein Engagement für die THW-Internet-Seiten zum 30. Juni und bin ab Ende April nur eingeschränkt verfügbar. Aller Voraussicht nach wird es aber noch zu den Auswärtsspielen in Eisenach und Stralsund einen Live-Ticker ähnlicher Art geben - dies gebe ich in den entsprechenden Vorberichten rechtzeitig bekannt.
Dennoch: Viel Spaß heute Abend mit dem "letzten Live-Ticker" wünscht Ihnen Ihr Thorsten Drewes.
18:23 -. --:-- Herzlich Willkommen zum Live-Ticker des Hinspiels im EHF-Pokal-Finale BM Altea (ESP) - THW Kiel. Anwurf im Pabellon Municipal de Garganes ist um 19.00 Uhr. Einen ausführlichen Vorbericht gibt's unter http://www.thw-provinzial.de/thw/04041411.htm auf der Homepage.

 

Aus den Kieler Nachrichten vom 19.04.2004:

THW hat mindestens eine Hand am "Pott"

32:28-Triumph im Europacupfinale bei BM Altea sorgt für viel Entspannung
Altea - Die Spieler des THW Kiel sahen nach dem ersten Akt im Europacupfinale bei BM Altea sehr entspannt aus. Sie wussten: Nur ein ganz schlechter Tag kann den dritten Triumph im EHF-Pokal nach 1998 und 2002 noch verhindern. Am Sonnabend siegten die Zebras beim spanischen Tabellensechsten 32:28 (17:11) und sind im Bückspiel kommenden Sonnabend in Kiel (16.10 Uhr) hoher Titelfavorit.

Auf nur noch 20 Prozent beziffert Alteas Trainer Javier Ca-banas die Chancen seines Teams. "Vor dem Spiel glaubte ich an eine 40:60-Möglichkeit, jetzt sieht es ziemlich schlecht aus." Der starke Auftritt der Zebras hatte auch die sonst heißblütigen Zuschauer auf den engen Sitztribünen des Pabellon Garganes auf mitteleuropäisches Temperament runtergekühlt. Kiel überzeugte vor allem in den ersten 3.0 Minuten mit einer beweglichen Abwehr, hinter der ein guter Henning Fritz schon vor dem Wechsel elf Bälle entschärfte. Zudem nutzte der Bundesligist seine Chancen im Angriff mit hoher Erfolgsquote. Johan Pettersson (8), Christian Zeitz (7) und Demetrio Lozano (5) taten sich besonders hervor.

Wachgerüttelt wurde die Mannschaft von Trainer Noka Serdarusic früh durch eine rüde Attacke des Dänen Lars Jörgensen, der Adrian Wagner nach einem Tempogegenstoß beim Torwurf brutal zu Fall brachte und eine schwere Verletzung billigend in Kauf nahm. Wagner wurde mit einer Kniescheibenprellung vom Parkett geholt, fand nach ärztlicher Pflege aber Mitte der zweiten Hälfte ins Spiel zurück. Die Schiedsrichter ahndeten Jörgensens Attacke statt mit der fälligen Roten Karte mit einer Zwei-Minuten-Hinausstellung. Das Abstrafen übernahmen die Gäste selbst: Aus dem 3:2 machte Kiel nach 16 Minuten ein 10:4, kurz vor der Halbzeit stand es 17:9, den Gastgebern drohte ein Debakel.

Dass es halbwegs erträglich blieb, lag an Torhüter Kristian Asmussen und daran, dass BM Altea endlich den übergroßen Respekt ablegte. Zwischenzeitlich hatten die Spanier den Abstand gar auf drei Tore reduziert, doch gerade als die Fans sich anschickten, ihre kleine Sporthalle zur Radaubude zu machen, war Johan Pettersson bei Kieler 4:6-Unterzahl mit einem ganz frechen Dreher zur Stelle - der Auftakt zum zweiten THW- Zwischenspurt und zur Vorentscheidung.

Noka Serdarusic attestierte seinem Team, beide Halbzeiten zusammen addiert, ein normales Niveau. "Wir können noch besser spielen", erklärte er den erstaunten einheimischen Journalisten. Den Propheten wollte Serdarusic allerdings nicht geben. Wie es in Kiel ausgehen werde, wisse er nicht, sagte der 53-Jährige. "Ich bin nur Trainer und kein Wahrsager." Im Jahre des 100-jährigen THW-Bestehens habe er allerdings nichts dagegen, schon bald den ersten Saisontitel fest zu machen, "dann könnten wir weitere Ziele entspannter angehen." Mit der fast schon ausverkauften Ostseehalle im Rücken sei der Triumph greifbar nahe, glaubt auch Kreisläufer Sebastian Preiß. Henning Fritz mahnt zur Vorsicht ("vier Tore sind schnell aufgebraucht"), weiß aber, "dass wir uns nur noch selber schlagen können." Pflichtgemäß erklärte Gästecoach Javier Cabanas, dass man sich noch nicht aufgegeben habe. "Wir fahren keineswegs als Touristen nach Kiel." Alteas Trainer wirkte bei seinen Worten ebenfalls sehr entspannt - wohl aus anderen Gründen.

(Von Reimer Plöhn, aus den Kieler Nachrichten vom 19.04.2004)

Zebra-Splitter

  • Zuschauer: Mit knapp 1000 Zuschauern war das Final-Hinspiel nicht ganz ausverkauft, obwohl eine großflächige Plakatierung auf den Handball-Hit aufmerksam gemacht hatte. 1100 soll die Sporthalle am Stadtrand von Altea fassen. Für Kieler Verhältnisse Peanuts, BMA feierte Saisonrekord. In Punktspielen der Liga Asobal kommen bisweilen nur 150 bis 300 Fans zum Handball. Hallenwart Senor Paolo Martin erzählt, dass viele erst nach dem Halbzeitpfiff hinzustoßen - dann kostet's nichts mehr.
  • Hauptsponsor: Von den geringen Zuschauereinnahmen kann BM Altea nicht existieren. Verantwortlich für den überwiegenden Anteil am 700 000-Euro-Etat ist Pascal Moragues Riera, ein örtlicher Baulöwe. Natürlich ist der noble Sponsor Präsident des Klubs. Wie in Spanien üblich, steuert auch die Gemeinde ein Teil zum Jahres-Budget bei.
  • THW-Fans: Rund 80 THW-Fans hatten sich auf die ca. 2200 Kilometer weite Reise nach Südspanien gemacht. Unterstützung erhielten die Zebras zudem von einigen einheimischen Deutschen, die ihr Domizil an der Costa Bianca aufgeschlagen haben - und der kleinsten THW-Fangemeinde der Republik, dem Wunsch-Fanklub aus Hamm/Westf., der aus fünf Mitgliedern besteht und die Zebras oft begleitet. Schwarz-Weiß war in der Sporthalle Garganes nicht zu übersehen.
  • Badewetter: Hatte sich die Sonne an der Costa Blanca am Donnerstag und Freitag noch rar gemacht, wurden die Zebras am Sonnabend mit einem Badewettertag im April entschädigt. Petrus zeigte sich in Hochform und weckte Vorfreude auf den deutschen Sommer.
(Von Reimer Plöhn, aus den Kieler Nachrichten vom 19.04.2004)

 

Spanische Pressestimmen

Unser Mitarbeiter Dr. Oliver Schulz wirft nach dem THW-Sieg einen Blick in die spanische Sportpresse:

Am Tag nach dem Final-Hinspiel vermutet "Marca", Altea habe sich sehr wahrscheinlich aus dem Rennen um seinen ersten europäischen Titel zu verabschieden.

Der übermächtige THW habe seine bessere spielerische Qualität und größere Erfahrung ausgespielt. Mit dieser Hypothek werde es für die Alicantiner fast unmöglich, sich im Rückspiel noch durchzusetzen.

Schon früh habe Henning Fritz der Mannschaft Sicherheit verliehen, die gerade zu Beginn sehr konzentriert in Abwehr und Angriff zu Werke gegangen sei. Und auch gegen Ende der Partie habe der praktisch unbezwingbare Torhüter - zusammen mit den Treffern von Zeitz - die Bemühungen Alteas ausgebremst, die Tordifferenz noch zu verringern.

(Von Dr. Oliver Schulz)


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