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29./30.04.2004 - Letzte Aktualisierung: 30.04.2004 DHB-Pokal

Final-Four: Spannung wie nie - THW ohne Lövgren

Update #1 Aktualisierung vom 30.04....


Zum sechsten Mal tritt der THW am kommenden Wochenende (1./2. Mai) beim DHB-Pokal-"Final Four" an. Doch die Bürde des Favoriten lastet nicht auf den Zebras, die wohl ohne ihren Kapitän Stefan Lövgren antreten müssen (siehe Bericht), sondern auf dem "Fast-Meister" SG Flensburg-Handewitt, der Halbfinal-Gegner des THW am Samstag (16.15 Uhr, live im NDR) ist. Das zweite Halbfinale in der mit 13000 Zuschauern seit Wochen ausverkauften Colorline-Arena in Hamburg (14.10 Uhr, 2. Hz. live im NDR/MDR) bestreiten der SC Magdeburg und der HSV Hamburg. Die ersten drei Mannschaften der Tabelle und der fünftplatzierte Gastgeber - dieses Starterfeld dürfte nicht mehr zu toppen sein.
Eine bessere Besetzung könne er sich kaum vorstellen, sagte HBL-Vorsitzender Heinz Jacobsen bei der Pokal-Pressekonferenz in der Colorline Arena, sie sei "nicht mehr zu toppen". "Drei absolute Topmannschaften und der Lokalmatador, was will man mehr? Da werden wir sicher großen Handball haben. Daher überrascht es auch nicht, dass das Turnier seit Wochen ausverkauft ist." Die Halle ist an beiden Tagen mit jeweils 12917 Zuschauern ausverkauft. "Wir hätten auch die AOL-Arena füllen können", meinte Liga-Geschäftsführer Frank Bohmann, weil "allein die SG Flensburg-Handewitt und der THW Kiel jeweils 10000 Karten an den Mann hätten bringen können". Zudem sind über über 130 Journalisten akkreditiert.

Den teilnehmenden Klubs versprach Jacobsen einen satten Gewinn. "Ich gehe davon aus, dass zwischen 90 und 100000 Euro für jeden Verein herausspringen werden." Bis mindestens 2007 wird die Colorline Arena Spielort des Pokalfinales bleiben. "Wir haben den Vertrag mit den Hallenbetreibern gerade um zwei Jahre verlängert", so Jacobsen. Hamburg sei der ideale Standort.

Neben Bundestrainer Heiner Brand werden die Präsidenten des Internationalen Handball-Verbandes (IHF), Hassan Moustafa, und der Europäischen Handball-Föderation (EHF), Staffan Holmqvist, auf der Tribüne Platz nehmen. Natürlich ist auch die schleswig-holsteinische Ministerpräsidentin Heide Simons mit von der Partie. "Das zeigt welch hohen Stellenwert und Interesse das Final Four hat und weckt", sagte Jacobsen. Die vier Mannschaften werden am Freitag zu einem Empfang erwartet im Hamburger Senat erwartet, bevor am Sonnabend die Halbfinals steigen.

Im ersten Halbfinale treffen um 14.10 Uhr der SC Magdeburg und der HSV Hamburg aufeinander. "Wir haben wie der THW große Verletzungssorgen und wollen versuchen, das beste daraus zu machen. Wir wollen Spaß haben und die Tage in Hamburg genießen", sagte Gislason in der Pokal-Pressekonferenz. SCM-Manager Bernd-Uwe Hildebrandt sieht sein Team bei diesen Verletzungssorgen als Underdog: Es "müsste bei uns schon alles zusammenpassen, um überhaupt ins Finale zu gelangen." Das sieht auch Steffen Stiebler so: In der Volksstimme sagte der SCM-Kapitän: "In der Champions League und der Meisterschaft hat's nicht mit einem Titel geklappt. In Hamburg haben wir also die letzte Chance, einen Wettbewerb zu gewinnen. Auch wenn wir nur krasser Außenseiter sind, werden wir alles versuchen, das Unmögliche möglich zu machen." Auch Gislason weist auf die Verletzungsprobleme des SCM hin: "Jede Mannschaft kann das Turnier gewinnen, aber auf Grund unserer Verletztenliste haben wir die schlechteste Ausgangssituation in diesem Klassefeld." Immerhin: In der Bundesliga gewann der SCM gegen Hamburg beide Partien. Wichtig wird für Magdeburg sein, wie fit Stefan Kretzschmar ist. Der National-Linksaußen, der durch ein großes Hämatom am Oberschenkel gehandicapt ist, konnte zehn Tage lang nicht trainieren und will Hamburg mit der Hilfe von Schmerztabletten durchstehen. Auf einen Favoriten will sich "Kretzsche" in einem Interview mit der Welt nicht festlegen: "Jede Mannschaft hat ihre Vorzüge. Bei uns ist es die Unberechenbarkeit, Hamburg hat den Heimvorteil, Flensburg will nach dem Scheitern im Champions-League-Finale sicher einiges gutmachen, und Kiel ist wohl die momentan stärkste Mannschaft." Nach dem Erfolg im EHF-Cup und der Euphorie habe Kiel aber seiner Meinung nach auf jeden Fall beste Chancen. Eins weiß Kretzsche jedenfalls ganz genau: "Hamburg ist unsere letzte Chance." (Siehe auch Infos Magdeburg)

Der HSV Hamburg, bei dem wieder einmal Gerüchte um die finanzielle Situation aufgekommen sind, wird fast in Bestbesetzung antreten. Jon Belaustegi hat seine Knieverletzung auskuriert, Goran Stojanovc, der sich vor zweieinhalb Wochen seinen kleinen Finger der rechten Hand gebrochen hatte, wird mit schmerzstillenden Spritzen auflaufen. Mit dabei wird definitiv auch Hamburgs Rückraumstar Pascal Hens sein. Dies verriet Trainer Bob Hanning Sport1. "Pascal ist beim Final Four dabei." Mit ihm habe der HSV mehr Möglichkeiten im Spiel. Zudem sei die Mannschaft erleichtert. "Pascal setzt damit auch ein Signal für das Team", so Hanning, der in der Presse vollmundig versprochen hat: "Der Pokal bleibt hier." Doch wie stark die Gegner sind, weiß auch der Hamburger Trainer: "Es ist schön, wenn man in seinem Wohnzimmer solche Gäste begrüßen kann." Als Vorteil für seinen HSV sieht Hanning, dass sein Team ausgeruhter in das Final Four gehe. "Es macht richtig Spaß, dieses Turnier zu spielen. Die Stimmung ist Weltklasse", freut sich Europameister Pascal Hens bei Sport1 auf das Handball-Fest. Mit dem HSV will der Nationalspieler den Pokal gewinnen: "Wir wollen unseren Heimvorteil nutzen." (Siehe auch Infos Hamburg)

Im zweiten Semifinale messen sich die SG Flensburg-Handewitt und der THW Kiel (16.15, live im NDR). SG-Manager Thorsten Storm betonte noch einmal, dass für ihn nur die Meisterschaft zähle, "ein möglicher Pokalsieg wäre nur schmückendes Beiwerk." Die Partie gegen den THW sieht Storm als vorgezogenes Endspiel. Auch SG-Trainer Kent-Harry Andersson hätte lieber einen anderen Semifinal-Gegner als die Zebras gehabt: "Hamburg wäre der Wunschgegner gewesen", so Andersson, der sagt: das Final Four in Hamburg "ist immer ein Erlebnis und dieses Jahr angesichts des Feldes erst recht." Sein Kreisspieler Jonny Jensen will einfach "viel Spaß haben". (Siehe auch Infos Flensburg)

Beim THW sieht THW-Manager Uwe Schwenker die Flensburger als Favoriten auf den Titel, auch wenn der THW nach dem EHF-Pokalsieg "natürlich Appetit auf mehr" habe. "Unser Verletzten-Lazarett spricht eher dafür, dass es sehr schwer wird. Einen Titel haben wir schon, wir können hier nur gewinnen", so Schwenker. Auch THW-Trainer Noka Serdarusic sieht die Verletzungsliste mit Sorge: "Uns fehlen mit Stefan Lövgren, Nikolaj Jacobsen und Roman Pungartnik drei Weltklassespieler und damit Qualität. Das ist so, als wenn man den Garten umgraben soll ohne Spaten, nur mit bloßen Händen. Da hat man nicht so große Chancen." Dennoch freut sich Noka Serdarsic auf das Halbfinale, "denn mit Flensburg haben wir noch eine Rechnung offen. Und wenn man den Pokal gewinnen will, dann muss man jeden schlagen." In dieser Saison hat der THW beide Bundesligapartien gegen Flensburg verloren. Im Hinspiel in der Ostseehalle unterlagen die Zebras im November mit 29:31 (13:16), im Rückspiel am Osterwochende verlor der THW in Flensburg mit 27:32 (12:17). Die letzten fünf Partien hat der THW gegen die SG verloren (siehe Daten Flensburg). (Siehe auch Infos THW Kiel)

Aktualisierung vom 30.4.

Die Spieler des HSV sind heiss auf das Final Four. "Das wird ein Fest, das wird richtig geil", freut sich der Franzose Bertrand Gille im Hamburger Abendblatt, HSV-Kapitän Thomas Knorr sagt: "Dieser Titel ist mehr Wert als mancher Europapokalsieg."

"Wir sind alles andere als Favorit, wir kriechen auf dem Zahnfleisch", sagt SCM-Star Stefan Kretzschmar Sport1. Es sei "das letzte Aufgebot. Die Bestbesetzung sieht anders aus. Uns fehlt die Durchschlagskraft aus dem Rückraum." Joel Abati sagt der Magdeburger Volksstimme: "Mit uns rechnen jetzt selbst die kühnsten Optimisten nicht mehr. Aber ich habe den Glauben an uns noch nicht verloren. Es ist die letzte Chance, diese Saison einen Titel zu holen. Ich werde dafür wie ein Löwe kämpfen." Frustriert ist dagegen Magdeburgs Rückraumspieler Grzegorz Tkaczyk, der verletzt ausfällt: "Jetzt, wo so viel auf dem Spiel steht, bin ich verletzt. Das ist die Höchststrafe. Aber ich denke, wir haben eine kleine Chance, wenn wir im Angriff konzentriert zu Werke gehen", sagt der Pole der Volksstimme. Ihn soll Nenad Perunicic ersetzen: "Die Sehne in der lädierten Schulter ist wieder entzündet. Als ich mein einziges Tor gegen Göppingen erzielt hatte, dachte ich, mir sei der Arm weggeflogen. Aber gegen Hamburg bin ich dabei. Mit ein paar Spritzen geht es schon." Siehe auch KN-Bericht zu Perunicic.

Lesen Sie auch den ersten Vorbericht der Kieler Nachrichten...

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Die Sport1-Tipps Prognose:

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Magdeburg - Hamburg
Der HSV hat den Heimvorteil auf seiner Seite. Keiner kennt die Color Line Arena so gut wie das Team von Bob Hanning. Zudem dürfte die Rückkehr von Pascal Hens für einen psychologischen Schub sorgen.

Magdeburg hingegen hat den HSV bereits zweimal das Fürchten gelehrt. "Kretzsche" & Co. sind es gewohnt, vor großen Kulissen zu spielen. Das motiviert. Und schaut man auf die Bundesliga-Ergebnisse, sieht man, dass die Gladiators gerade gegen die Top-Teams der Liga gut aussehen. Daher: Magdeburg in der Favoritenrolle.

Flensburg - THW
Unvergessen das Pokal-Finale am 2. April 2000, als der THW die SG nach Verlängerung 26:25 niederkämpfte. Zuletzte gewann die SG das Duell der Erzrivalen jedoch fünf Mal in Folge.

Die SG steht vor dem Gewinn der Meisterschaft und spielt die beste Saison der Vereinsgeschichte. Einige Spieler gehen wegen der hohen Belastung zwar auf dem Zahnfleisch. Dennoch verfügt der Titelverteidiger über das beste "Kollektiv" der Liga. Beim THW hingegen könnte der Ausfall von Kapitän Stefan Lövgren zum großen Problem werden. Daher: Flensburg im Vorteil.

Die Schlüsselduele laut Sport1:

  • Jan Holpert gegen Henning Fritz
    Ex-Nationaltorhüter gegen die aktuelle deutsche Nummer eins. Die beiden besten Torhüter der Bundesliga im Augenblick. Holpert brilliert durch sein Stellenspiel, Fritz durch unglaubliche Reflexe.
  • Sören Stryger gegen Johan Pettersson
    Das Duell der Rechtsaußen. "Mr. 100 Prozent" auf Flensburger Seite gegen den impulsiven Schweden vom THW Kiel. Beide brillieren vor allem beim Tempogegenstoß. Kommen sie in Fahrt, können sie entscheidende Akzente setzen. Stryger entschied zuletzt das Duell gegen Lemgo mit elf Treffern, Pettersson (6) traf für Kiel am besten in Eisenach.

 

Der Spielplan

Samstag, 1. Mai - Halbfinals
Begegnungen:
01.05.04, Sa. 14.10 SC Magdeburg - HSV Hamburg : --:-- (--:--) live im NDR/MDR
01.05.04, Sa. 16.15 SG Flensburg-Handewitt - THW Kiel : --:-- (--:--) live im NDR
Sonntag, 2. Mai - Finale
02.05.02, So. 14.15 Sieger 1. Halbfinale - Sieger 2. Halbfinale : --:-- (--:--) live im NDR

 

Die beteiligten Teams:


 

SC Magdeburg

Der SC Magdeburg.
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Der SC Magdeburg ist in der Champions League im Halbfinale gegen Flensburg ausgeschieden und auch die Meisterschaft hat sich Flensburg so gut wie gesichert. So setzt der SCM-Anhang auf das Final Four als letzte Titelchance. Zuletzt zeigte sich Magdeburg beim 24:24 (13:10)-Heimremis gegen Göppingen allerdings nicht in starker Form.
Der Kader:
Der Kader des SC Magdeburg.
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Die Pokal-Bilanz:
DHB-Pokalsieger 1996, DHV-Pokalsieger 1970, 1977, 1978, 1984 und 1990. Im vergangenen Jahr in der 3. Hauptrunde an der SG Flensburg-Handewitt gescheitert. 2001/2002 Vizepokalsieger nach Finale-Niederlage gegen Lemgo.
Der Weg in die Endrunde:
2. Runde HSG Augustdorf/Hövelhof -SC Magdeburg :24:34(14:15)
3. Runde TV Großwallstadt -SC Magdeburg :23:30(7:15)
Achtelfinale SC Magdeburg -SG Wallau-Massenheim:37:32(17:17)
Viertelfinale SC Magdeburg -HSG Tarp-Wanderup:45:24(19:7)
Spiele des THW gegen den SCM in dieser Saison:
06.12.2003 BL: 15. Spieltag  SC Magdeburg - THW Kiel   30:31 (16:15)  G Bericht
Links:

HSV Hamburg

Der HSV Hamburg.
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Der HSV Hamburg hat zwar die ersehnte Qualifikation für die CL wohl verpasst, aber sich immerhin mindestens für den EHF-Pokal qualifiziert. Das Final Four stellt für den HSV die letzte Titelchance dar. Zuletzt schlug Hamburg in der Bundesliga in eigener Halle die formschwache HSG Nordhorn souverän mit 33:23 (18:9).
Der Kader:
Der Kader des HSV Hamburg.
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Die Pokal-Bilanz:
Schied in der 2002/2003 mit einer Heimniederlage gegen den THW in der 3. Hauptrunde aus.
Der Weg in die Endrunde:
2. Runde VfL Fredenbeck -HSV Hamburg :24:33(13:15)
3. Runde TV Hüttenberg -HSV Hamburg :30:40(16:20)
Achtelfinale HSV Hamburg -TBV Lemgo :25:22(16:15)
Viertelfinale Wilhelmshavener HV -HSV Hamburg:25:30(12:14)
Spiele des THW gegen den HSV in dieser Saison:
26.10.2003 BL: 11. Spieltag  THW Kiel - HSV Hamburg   31:28 (15:13)  G Bericht
27.03.2004 BL: 27. Spieltag  HSV Hamburg - THW Kiel   30:33 (16:18)  G Bericht
Links:

 

 

SG Flensburg-Handewitt

Die SG Flensburg-Handewitt.
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Die SG Flensburg-Handewitt, im Champions League-Finale an Celje gescheitert, ist nach dem 31:25-Liga-Sieg über Lemgo praktisch schon Meister. Zwei Punkte fehlen Flensburg noch zur lang ersehnten ersten Meisterschaft. Der Pokalsieg wäre nur "Dekoration", so Manager Storm, aber eine, die man sicher gerne hätte...
Der Kader:
Der Kader der SG Flensburg-Handewitt.
Klicken Sie für weitere Infos! Der Kader der SG Flensburg-Handewitt.
Die Pokal-Bilanz:
Im vergangenen Jahr holte die SG Flensburg-Handewitt mit einem 31:30 Finalsieg über TUSEM Essen mit dem DHB-Pokal den ersten nationalen Titel. Ein Jahr zuvor war Flensburg im Achtelfinale noch in Magdeburg ausgeschieden. Das Achtelfinale war auch in der Saison 2000/2001 Endstation für die SG, die damals in Minden verlor. Die Hand am Pott hatte die SG in den Jahren 1994 und 2000. 1994 verlor die SG das Finale gegen Wallau, 2000 ging das Finale gegen den THW (siehe Spielbericht) verloren.
Der Weg in die Endrunde:
2. Runde SG Flensburg-Handewitt -HSG Nordhorn:31:26(19:15)
3. Runde SG Flensburg-Handewitt -TUSEM Essen:32:29(17:12)
Achtelfinale SG Flensburg-Handewitt -TuS N-Lübbecke:33:24(18:17)
Viertelfinale SG Flensburg-Handewitt -VfL Gummersbach:30:22(16:11)
Spiele des THW gegen die SG in dieser Saison:
18.11.2003 BL: 12. Spieltag  THW Kiel - SG Flensburg-Handewitt   29:31 (13:16)  V Bericht
10.04.2004 BL: 29. Spieltag  SG Flensburg-Handewitt - THW Kiel   32:27 (17:12)  V Bericht
Links:

 

THW Kiel

Der THW Kiel.
Der THW Kiel.
Die Pokal-Bilanz:
Pokalsieger 1998, 1999 und 2000. In der vergangenen Saison im Viertelfinale an der SG Flensburg-Handewitt gescheitert. In der Saison 2000/2001 im Halbfinale gegen Lemgo ausgeschieden.
Der Weg in die Endrunde:
2. Runde MTV Obernkirchen -THW Kiel :19:40(5:20) Spielbericht
3. Runde HG 85 Köthen -THW Kiel :22:36(11:20) Spielbericht
Achtelfinale THW Kiel -SV Post Schwerin :36:28(18:13) Spielbericht
Viertelfinale HSG Düsseldorf -THW Kiel :24:30(9:14) Spielbericht
 

 

Kurzumfrage:

Wer gewinnt den DHB-Pokal?
THW 47.9%
Flensburg 40.0%
Hamburg 6.4%
Magdeburg 5.7%
Anzahl Stimmen: 140

 

TV-, Radio- und Internet-Tips:

  • NDR/MDR, Sa., ab 15.00: Magdeburg - Hamburg (2. Hz. live)
    Experte im NDR "Sportclub aktuell" ist Bundestrainer Heiner Brand, Moderation Konstantin Sauer
  • NDR, Sa., ab 16.00: Flensburg - THW (live)
    Experte im NDR "Sportclub live" ist Bundestrainer Heiner Brand, Reportage Peter Carstens
  • NDR, Sa., ab 14.15: Finale (live)
  • ARD, Sa., ab 18.08: Berichterstattung in der Sportschau
  • ZDF, So., 17.10: Bericht vom Finale
  • NDR, So., 22.30: Berichte vom FinalFour, ein Studiogast vom Sieger
     
  • Radio: NDR 1 Welle Nord:
    NDR 1 Welle Nord-Logo Sa./So.: Live-Einblendungen
    Tip: Welle Nord kann man auch im Internet live hören!
     
  • Internet: Live-Ticker auf www.handball-bundesliga.de
  • Internet: Knapper Live-Ticker bei Live-Message

 

Aus den Kieler Nachrichten vom 30.04.2004:

FINAL FOUR IN HAMBURG: Ungewohnte THW-Rolle: Außenseiter

Gegen Flensburg droht sechste Niederlage
Hamburg - Dem HSV Hamburg geht das Geld aus, dem THW Kiel das Personal. So unterschiedlich können die Sorgen zweier Klubs sein, die am Wochenende mit der SG Flensburg und dem SC Magdeburg das Final Four in der Hamburger Color Line Arena bestreiten.

Seit zwei Jahren hat der THW nicht mehr gegen Flensburg gewonnen. Die Chance, dass die Serie von fünf Niederlagen beim Halbfinale am Sonnabend endet, ist gering: Stefan Lövgren riss sich beim 24:19-Sieg in Eisenach ein Außenband im rechten Knöchel und fällt aus.

Nach Angaben von Mannschaftsarzt Dr. Detlev Brandecker könnte der THW-Kapitän frühestens beim Heimspiel gegen den SC Magdeburg am 8. Mai wieder mitwirken. Deshalb schiebt THW-Coach Noka Serdarusic die Favoritenrolle auch weit von sich. Schließlich würden ihm mit Nikolaj Jacobsen und Roman Pungartnik zwei weitere Weltklassespieler fehlen. "Das ist so, als ob man den Garten ohne Spaten umgraben soll. Da hat man nicht so große Chancen."

Skeptisch gab sich auch Nationaltorhüter Henning Fritz. "Der Ausfall von Lövgren ist für uns schwer zu kompensieren. Mit der Leistung, die wir in Eisenach gezeigt haben, gewinnen wir nichts Großes."

Ganz andere Probleme plagen derzeit den HSV, der das zweite Halbfinale gegen den SC Magdeburg bestreitet. Neben Pascal Hens (Handbruch) meldeten sich zwar Goran Stojanovic, der seinen gebrochenen Finger mit einer Spritze "heilte", und Jon Belaustegui, der nach einer Knieoperation monatelang ausfiel, wieder zurück. Allerdings sorgen die hartnäckigen Gerüche um die anhaltende Finanzkrise des HSV weiter für Unruhe. Demnach sollen den Klub, der im Sommer 2002 von Bad Schwartau in die Hansestadt umzog, noch Altlasten in siebenstelliger Höhe belasten. Berichte über verspätete Gehaltszahlungen an die Spieler, die in Hamburg noch mit Schecks bezahlt werden, und ausstehende Mietzahlungen an die Color Line Arena in Höhe von 180000 werden von den HSV-Verantwortlichen nicht kommentiert, aber auch nicht dementiert.

"Die Zukunft des Projekts HSV Hamburg ist noch nicht gesichert", räumte Berater Dierk Schmäschke ein. Geschäftsführer Winfried M. Klimek gab an, dass "Korrekturen in der Planung erforderlich" sein. Deshalb musste bereits in der laufenden Saison der Etat von 4,8 auf 3,8 Millionen Euro reduziert werden. "Die Kosten sind zu hoch, die Einnahmen zu gering." Der HSV-Boss, der sich derzeit in den USA aufhält, kündigte an, in der nächsten Woche "alles aufklären" zu wollen. Angeblich will sich ein namhafter Großsponsor beim HSV engagieren. Vielleicht klärt sich dann auch die Zukunft der HSV-Spitzenspieler Torsten Jansen, Pascal Hens sowie Bertrand und Guillaume Gille. Während Hens und Jansen auf der Wunschliste des THW Kiel stehen, buhlt der VfL Gummersbach um die Gebrüder Gille. "Wir haben großes Interesse und eine enge Bindung zu den beiden", meinte VfL-Manager Carsten Sauer, der auf KN-Anfrage ein anderes Gerücht als "völlig absurd" bezeichnete: HSV-Coach Bob Hanning kommt mit den Gille-Brüdern im Paket und wird neuer Trainer beim VfL.

(Von Wolf Paarmann, aus den Kieler Nachrichten vom 30.04.2004)

"Peru" nur als Wurfmaschine interessant

Magdeburg - Gute Chancen, 2004 wenigstens einen Titel nach Magdeburg zu holen, sieht der Ex-Kieler Nenad Perunicic. Trotz der Verletztenmisere im Team glaubt er an den Triumph im DHB-Pokal. "Die Mannschaft hat eine super Saison gespielt und ist für mich die Überraschung", sagt der 2,03-Meter-Hüne. Perunicic war fast ständig verletzt ("eine Katastrophensaison"). Eine Schulteroperation warf ihn fünf Monate zurück. Seit 14 Tagen ist er wieder dabei, bisher allerdings nur als Abwehrspieler: "Die Schmerzen waren so stark, dass ich nicht werfen konnte."

In Hamburg nimmt er sich in die Pflicht. Die einzige Rückraumgefahr Grzegorz Tkaczyk fällt bis Saisonende aus. "Er kann uns nicht helfen, also werde ich auf die Zähne beißen und auch im Angriff spielen", verspricht Perunicic, dessen Vertrag am Saisonende nach drei Jahren nicht verlängert wird. Ein neuer Klub steht nicht fest. Verhandelt habe er auch mit Flensburg, eine Einigung mit der SG erscheint aber schwierig. "Die wollten, dass ich bis Ende April werfen kann, aber ein Ultimatum lasse ich mir nicht aufdrücken", sagt er. Er habe ohnehin vier Wochen früher angefangen als vorgesehen.

Zwei bis drei Jahre wolle er noch spielen, betont der 32-jährige Montenegriner, "deswegen darf ich meine Gesundheit nicht gefährden. Denn: Keiner will mich als Abwehrmann, alle wollen nur Perunicic als Wurfmaschine."

(Von Reimer Plöhn, aus den Kieler Nachrichten vom 30.04.2004)


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