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13.-15.05.2004 - Letzte Aktualisierung: 15.05.2004 Bundesliga

Abstiegskampf: Stralsund hofft auf Punkte gegen den THW

Update #2 Aktualisierung vom 15.05. und vom 14.05...

Am Sonntag Gegner des THW Kiel: Der Stralsunder HV.
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Am kommenden Sonntag muss der THW beim abstiegsbedrohten Stralsunder HV antreten. Anwurf in der seit Monaten ausverkauften Vogelsanghalle ist um 15 Uhr, www.kiel-liveticker.de berichtet vom Spiel.
Am vergangenen Wochenende gastierte der Stralsunder HV bei Frisch Auf Göppingen und verlor mit 26:35 (13:16). Es war für den SHV die 17. Niederlage im 17. und letzten Auswärtsspiel der Saison (siehe Kurve Stralsund). Leichtes Spiel für den THW am kommenden Sonntag, könnte man meinen, doch in der kleinen, engen, nur 1050 Zuschauer fassenden Stralsunder Vogelsanghalle mussten schon einige Mannschaften Federn lassen. Dort verloren nicht nur die Tabellen-Nachbarn, sondern mit Magdeburg (31:30-Sieg von Stralsund im März) und Wallau (25:25 im April) ließen auch Top-Teams ihre Punkte am Strelasund. Der nordostdeutsche Verein kann mit 17:13 Punkten eine positive und beachtliche Heimbilanz vorweisen, durch die sich Trainer Norbert Henke bei nun 17:47 Punkten und Platz 17 durchaus noch Chancen zumindest auf den Relegationsplatz 16 ausrechnet (siehe Tabelle und Restprogramm Abstiegskandidaten). "Wir haben noch zwei Heimspiele gegen Kiel und Wetzlar. Da setze ich drauf", sagt SHV-Trainer Norbert Henke zu NDR-Online.

"Für Kiel ist die Saison eigentlich beendet. Dagegen geht es für uns noch um alles", sagt Rückraumspieler Tobias Skerka gegenüber der Ostsee-Zeitung. "Wir brauchen einen Punkt gegen Kiel", fordert der verletzte Rechtsaußen Danny Anclais in der Ostsee-Zeitung. "Wir wollen den hohen Favoriten ärgern und zeigen, dass der Heimsieg gegen Magdeburg keine Eintagsfliege war", erklärt SHV-Manager Thomas Haack in der Ostsee-Zeitung. Skerka weiß: "Kiel ist eine ganz ausgefuchste Truppe", da müssten alle über sich hinauswachsen und 150 Prozent Leistung bringen.

Nico Kibat verlässt Stralsund zum Ende der Saison.
Nico Kibat verlässt Stralsund zum Ende der Saison.
Sollte der SHV absteigen, wäre es für Trainer Henke kein Beinbruch: "Auch dann geht hier nichts kaputt. Ich gehe zwar nicht vom Abstieg aus, aber wenn es uns erwischt, peilen wir sofort den Wiederaufstieg an. Wir haben uns ja bereits für die nächste Spielzeit verstärkt". Ein Umbruch steht beim Stralsunder HV mit oder ohne Abstieg bevor. Viele Verträge werden nicht verlängert (Ex-THWer Nico Kibat wechselt zum Süd-Zweitligisten TSG Friesenheim - wir berichteten). Zur neuen Saison wurden Michael Jahns (TV Großwallstadt) und der ehemalige Nationalspieler Jörn Schläger (Grashoppers Zürich) verpflichtet.

Im Hinspiel in der Ostseehalle unterlag Stralsund dem THW klar mit 22:36 (8:19). Die Mannschaft des Stralsunder HV stellten wir bereits im Vorbericht zum Hinspiel ausführlich vor. Beste Schützen beim SHV sind derzeit Tomislav Farkas (83, LA/RL), Danny Anclais (83/32, RA, seit Dezember mit Kreuzbandriss außer Gefecht), Nico Kibat (74/26, RM), Tobias Skerka (73/16, RL) und Jan Einar "Faxe" Jörgensen (63/11, RR).

Schiedsrichter der Partie sind Becker / Hack (Halberstadt).

Aktualisierung vom 14.5.

Stralsund will in den beiden verbleibenden Heimspielen zumindest den Relegationsplatz 16 erreichen. "Wir müssen die Kirche im Dorf lassen. Wie sind ein kleiner Aufsteiger, Kiel eine Weltklasse-Mannschaft, die zurzeit richtig gut drauf ist", sagt SHV-Coach Norbert Henke NDR-Online und macht damit klar, dass er hauptsächlich auf das letzte Spiel gegen Wetzlar setzt. Kampflos will Stralsund dennoch die Punkte nicht abgeben: "Wir werden mit Einsatz, Laufbereitschaft und Kampfkraft dagegen halten", so Henke gegenüber NDR-Online. Größte Sorgen bereitet Henke derzeit eine Baummuskelverletzung seines Keepers Igor Levchine. Der Russe konnte schon gegen Göppingen nicht eingesetzt werden. Gut möglich, dass der Torhüter auch gegen den THW aussetzt, um im vielleicht entscheidenden Spiel gegen Wetzlar fit zu sein. Verletzungsprobleme haben auch Pavel Procopec (Wadenverletzung) und Stefan Strack (Fuß).

Aktualisierung vom 15.5.

Lesen Sie auch den Vorbericht der Kieler Nachrichten...

Dieser Vorbericht wird wie gewohnt laufend aktualisiert...

 

 


Aus den Kieler Nachrichten vom 15.5.2004:

Flensburg ist bereit für die große Meisterparty

Nach Nordhorn-Spiel macht es plopp - THW: In Stralsund nichts zu verschenken
Kiel/Flensburg - Zwei Spieltage bis zum Halali in der Handball-Bundesliga, vier Punkte und 33 Tore Rückstand auf die SG Flensburg-Handewitt - theoretisch könnte sich der Kieler Rathausplatz am 23. Mai zwar noch für eine Meistersause herausputzen, praktisch findet diese aber bereits morgen nach dem Spiel der SG gegen Nordhorn auf dem Gelände der Campushalle statt.

Trainer Kent-Harry Andersson tritt auf die Euphorie-Bremse und fordert gegen seinen ehemaligen Klub "volle Konzentration, wir müssen schließlich erst spielen". Dass die SG morgen ab 15 Uhr die Ernte einer prallen Saison problemlos einfahren wird, daran zweifelt allerdings niemand mehr in der feierwilligen Stadt.

Schon seit Wochen ist das finale Heimspiel mit 6000 Zuschauern bis unters Dach ausverkauft. Vor der "Schampushalle" erwartet Manager Thorsten Storm weitere 6000 Fans. Alle führen zwei Dinge zusammen: die Schale und die große Meisterparty. Eine zehn Mal zehn Meter große Leinwand soll das Geschehen in der Halle draußen ablichten, außerdem wird eine Showbühne errichtet. Es ist angerichtet für den Showdown. "Bei uns herrscht gespannte Ruhe", sagt der ehemalige THW-Marketingmann Storm, "eine ganze Region wartet nur darauf, dass es endlich plopp macht."

Mit "null Chance", beziffert auch THW-Trainer Noka Serdarusic die Möglichkeit, dass der nördliche Nachbar patzt, "da passiert nichts mehr." Seine Zebras spielen zum Saisonende im Abstiegskampf Zünglein an der Waage: Morgen um 15 Uhr beim Vorletzten Stralsunder HV, am nächsten Sonntag in Kiel gegen Schlusslicht Kronau-Östringen. "Bisher haben wir kein Spiel gegen Außenseiter verloren, und ich möchte, dass das auch so bleibt", fordert Serdarusic. Gütige Hilfe darf Aufsteiger Stralsund von seiner Kieler Partnerstadt also nicht erwarten. Man werde alles versuchen, beteuert Trainer Norbert Henke, "aber normal haben wir gegen diese Mannschaft mit Weltklassespielern keine Chance". Viel wichtiger sei das Spiel eine Woche später gegen Wetzlar. "Natürlich sind wir klarer Außenseiter", weiß auch Ex-Zebra Nico Kibat, der seine Zelte nach zwei Jahren an der Ostsee abbrechen und zum Süd-Zweitligisten Ludwigshafen-Friesenheim wechseln wird. "Ich hatte eine tolle Zeit und will etwas Neues erleben."

Beim THW wird Stefan Lövgren von Beginn an dabei sein. Der Bänderriss im Knöchel schmerzt zwar noch, "aber es wird gehen." Geholfen hätten die vier trainingsfreien Tage nach dem Magdeburg-Spiel. Das habe die Mannschaft sehr genossen, sagt der THW-Kapitän, "wir werden noch mal richtig Gas geben."

(Von Reimer Plöhn, aus den Kieler Nachrichten vom 15.05.2004)

 

 

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