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15.06.2005 Presse / Interview

handball-magazin-Interview mit Florian Wisotzki

Wisotzki schreibt mit Wacker Geschichte - Nationalligist Thun gelingt der erste internationale Titel eines Schweizer Teams

Aus dem handball-magazin 6/2005:

Mit dem THW Kiel gewann er 2002 die Meisterschaft, aber weil ihm Spielzeiten fehlten, wechselte Florian Wisotzki Anfang 2004 in die Schweiz zu Wacker Thun. Mit dem Nationalligisten eroberte er den Challenge Cup (siehe Bericht) und damit den ersten internationalen Titel für eine eidgenössische Mannschaft. Ab der kommenden Saison spielt Wisotzki für den Zweitligisten Dormagen (siehe Bericht). Das "handball-magazin" sprach mit dem gebürtigen Flensburger.
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handball-magazin:
Sind Sie und Ihre Mitspieler zu Personen der Zeitgeschichte aufgerückt?
Florian Wisotzki:
Dass wir Geschichte geschrieben haben, war in den letzten Wochen bei vielen Ansprachen ein Thema. Aber ich fühle mich nicht anders als vorher. Stolz bin ich allerdings, ein Teil des Erfolgs zu sein.
handball-magazin:
Wie ist das nationale Echo auf den EC-Sieg ausgefallen?
Florian Wisotzki:
Sehr positiv. Handball hat in der Schweiz einen geringeren Stellenwert als in Deutschland, aber das Fernsehen und die anderen Medien haben hier recht großen Anteil genommen. Hoffentlich kann Wacker das nutzen und vielleicht auch im EHF-Cup überraschen.
handball-magazin:
Hebt der Thuner Erfolg das Selbstwertgefühl der Schweizer Klubs?
Florian Wisotzki:
Der Challenge Cup ist ohne Teams aus den großen Ligen nicht so attraktiv. Einen Schub hat es gegeben, aber was der bringt, wird man erst in der nächsten Saison sehen.
handball-magazin:
Hat Wacker gezeigt, dass bei der EM in der Schweiz mit den Gastgebern zu rechnen ist?
Florian Wisotzki:
Ich hoffe, dass viele Zuschauer in die Hallen strömen, um die Begeisterung zu erleben, die Handball bringen kann. Mit den Emotionen im eigenen Land kann die Schweiz in die Hauptrunde kommen - und vielleicht noch weiter.
handball-magazin:
Sie selbst gehen zum TSV Bayer Dormagen. Ist der Schritt von einem Europapokalsieger zu einem Zweitligisten ein sportlicher Aufstieg?
Florian Wisotzki:
Ja, Dormagen hat super Perspektiven mit vielen jungen deutschen Spielern - in die Mannschaft passe ich mit meinen 24 Jahren optimal. Wir wollen in die 1. Liga aufsteigen. Ich gehe zu einem Verein, der in Zukunft Erfolg haben wird.
handball-magazin:
Allerdings müssen Sie auf die nächsten Europapokalreisen wahrscheinlich länger warten.
Florian Wisotzki:
Das steckt man nicht so locker weg, aber ich bin noch jung - einige Reisen werde ich bestimmt noch erleben.
(Das Gespräch führte Tim Oliver Kalle, aus dem handball-magazin 6/2005)


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