THW-Logo
08.10.2006 Mannschaft / Medien

"Handball-Woche": "Mini" in der neuen Welt

Die "Handball-Woche".
Klicken Sie für weitere Infos! Die "Handball-Woche".
Aus der "Handball-Woche" 38/2006:

Es war ein steiler Weg. Immer bergauf. Vor allem sportlich. Vom beschaulichen Städtchen Obernburg ins moderne Kiel, vom TuSpo zum THW. Für Dominik Klein ist ein Traum wahr geworden. Der pfeilschnelle Linksaußen spielt beim Branchenprimus, steht in der Nationalmannschaft und damit direkt vor dem WM 2007. Die HW traf den sympathischen Handballer zu einer Auszeit und sprach mit ihm über die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.
Angekommen in einer völlig neuen Welt, aber verloren fühlt sich Dominik Klein beim THW Kiel dennoch nicht: "Jeder, der hierher kommt, weiß, worum es hier geht. Um Erfolg, gepaart mit Disziplin." Was sich ein wenig nüchtern anhört, sind Kleins eigene Worte, die keiner Doktrin eines PR-Beraters oder eines persönlichen Managers entsprungen sind. Dominik Klein lebt Handball.

Und deswegen war sein Wechsel zum THW Kiel auch nur konsequent. Spätestens als der dynamische Linksaußen am 5. Juni 2005 sein Länderspieldebüt gegen Israel feierte, war klar: Dieser Klein, der kommt noch ganz groß raus. Es folgte ein Jahr beim TV Großwallstadt, ehe es Dominik Klein in den hohen Norden zog. Ein Schritt, den er nicht bereut hat: "Bisher läuft es top. Ich fühle mich sehr, sehr wohl in Kiel, ja ich bin stolz hier dabei zu sein und sehr glücklich."

Der 22-Jährige, dessen Karriereweg bislang nur eine Richtung kannte - nämlich steil bergauf - beschreibt sein Befinden nicht nur aufgrund seiner Leistungen auf dem Spielfeld als "rundum glücklich". Denn um sich wirklich wohl zu fühlen, bedarf es für ihn mehr als eine Handvoll verwerteter Kontertore pro Spiel. "Auch das drumherum passt super, ich bin ein familiärer Typ", sagt Klein. Da trifft es sich gut, dass THW-Coach Noka Serdarusic seinen "Zebras" nach dem deutlichen Sieg in Minden vier Tage freigegeben hat. Während er zunächst einige medizinische Untersuchungen im Kreise der Nationalmannschaft über sich ergehen lassen musste, nutzte "Mini" die restliche Zeit, um seine Familie in der Heimat zu besuchen.

"Meine Freundin Isabell, meine gesamte Familie und viele Freunde haben mich schon in Kiel besucht. Jetzt bin ich froh, mal wieder 'richtig daheim' zu sein." Der Kontakt in die Heimat ist nachwievor sehr intensiv. Mit seinem fünf Jahre älteren Bruder Marcel lief er einst zusammen für Tuspo Obernburg auf - was nicht immer einfach war, "weil ich ein kleiner Hitzkopf war und noch dazu auf der gleichen Position wie Marcel gespielt habe." Mittlerweile hat sein Bruder den Handball an den Nagel gehängt, konzentriert sich auf Job und Familie. Das kommt bei Dominik gut an: "Ich finde das absolut bewundernswert, wie er das alles parallel durchgezogen hat. Er war schon immer mein Vorbild; auf und neben dem Spielfeld."

Ziel: Fernstudium
Wie genau seine eigene berufliche Karriere später aussehen soll, weiß er noch nicht. In zwei Jahren will Klein sein Fernstudium in Darmstadt abgeschlossen haben. "Langfristige Pläne habe ich jetzt noch nicht", sagt er, "aber ich möchte eine Stufe nach der anderen nehmen und mich ständig weiterentwickeln." Die Stufe "THW Kiel" sei schon sehr extrem - na klar, schließlich ist Dominik Klein auch angekommen, in einer völlig neuen Welt.

(Von M. Deppisch, aus der "Handball-Woche" 38/2006)

Auszeit

Wahr oder falsch?
Tore per Trickwurf sind am schönsten?
Wahr!
Ich beende mein Studium eher als meine Hadnballkarriere
Das will ich doch hoffen - also sag ich mal "wahr".
Immer wenn ich online bin, gehe ich auf meine Homepage
Wahr, meine Fans sind wichtig.
Entweder oder?
Champions League-Sieg oder Deutscher Meister?
Beides!
Segeln oder Wandern?
Weder noch.
Frühaufsteher oder Langschläfer?
Frühaufsteher, das macht mir nichts aus.
Eins aus drei
Meine sportlichen Ziele sind
  • [ ] Kapitän beim THW
  • [ ] Weltmeister 2007
  • [ ] Torschützenkönig in der Liga
"Puuh, alles drei sehr schöne Dinge. Ich kann mich nicht entscheiden."
Weihnachten 2006
  • [X] habe ich Training
  • [X] fahre ich zu meinen Eltern
  • [X] verbringe ich mit meiner Freundin
"Wir werden trainieren, danach feiere ich mit meinen Eltern und meiner Freudin"
Der beste Fußballer beim THW ist
"Da gibt es nur einen: Franz Beckenbauer alias Henning Fritz"


(08.10.2006) Ihre Meinung im Fan-Forum? Zur Newsübersicht Zur Hauptseite