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24.12.2006 Bundesliga

THW reist am zweiten Weihnachtsfeiertag nach Nordhorn

DSF überträgt live

Das Team der HSG Nordhorn.
Klicken Sie für weitere Infos! Das Team der HSG Nordhorn.
Wenn andere noch besinnlich vor dem Weihnachtsbaum sitzen und ein weiteres Festtagsmenü einnehmen, wird es für die Handballer des THW Kiel wieder richtig ernst: Ab 20 Uhr erwartet sie mit der HSG Nordhorn der Tabellendritte der Bundesliga - ein weiteres Spitzenspiel, das am Dienstag ab 19.45 Uhr live vom DSF übertragen wird.
Das Team der HSG Nordhorn kann in dieser Spielzeit als Überraschungsteam bezeichnet werden. Zwar spielten die Mannen aus der Grafschaft Bentheim auch in den vergangenen Spielzeiten oft um die Europapokalplätze mit, dass nach 17 Spieltagen sogar die Meisterschaft noch in Reichweite ist, ist aber neu. Dabei begann die Saison alles anderes als gut für die HSG, im heimischen Euregium unterlag man gleich im ersten Spiel dem HSV Hamburg
Starker Rückhalt: Peter Gentzel
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mit 26:27 - damals sahen die Handball-Experten im HSV einen ernsthaften Meisterschaftsanwärter und in der HSG ein Team für die Plätze vier bis sechs. Fünf HSG-Siege später ließ das sichere 29:24 gegen den SC Magdeburg erstmals Zweifel an dieser Kategorisierung aufkommen, die auch durch die klare 27:32-Niederlage in Flensburg und die knappe 25:26-Heimniederlage gegen Großwallstadt nicht vollends weggewischt werden konnten. Als am Nikolaustag der VfL Gummersbach ein 31:42-Debakel im Euregium erlebte und zehn Tage später auch der TBV Lemgo mit einer 33:38-Niederlage auf die Heimreise aus der Grafschaft geschickt wurde, fand sich die HSG urplötzlich mit nur sechs Minuspunkten auf Platz drei der Bundesligatabelle wieder. Diesen Platz verteidigte Nordhorn am Samstag durch einen ungefährdeten 34:27-Sieg bei Frisch Auf Göppingen - in der Halle, wo die HSG in der vergangenen Saison die Europapokal am letzten Spieltag verspielte. So ist man weietr auf Tuchfühlung zu den beiden schleswig-holsteinischen Vereinen und könnte sogar mit einem Sieg am Dienstag über den THW - zumindest für 24 Stunden - die Tabellenführung ergattern (siehe auch Gegnerkurve Nordhorn und Tabelle).

Laboriert an Brüchen: Holger Glandorf
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Solch einen Triumphzug durch die erste Halbserie hatten den Grafschaftern vor Saisonbeginn die Wenigsten zugetraut. Musste Trainer Ola Lindgren doch mit Ljubomir Vranjes seinen Spielgestalter und topgesetzten Mann auf der Mittelposition gen Flensburg ziehen lassen. Zudem verabschiedeten sich mit den Kreisläufern Robert Arrhenius (zu CA Aragon in Spanien) und Iwan Ursic (zum HSV Hamburg) zwei weitere Leistungsträger - ein Aderlass, der schwer zu verkraften hätte sein müssen. Doch Lindgren gelang es einmal mehr, die entstandenen Lücken zu füllen und den Kader weiter zu entwickeln - und das trotz des Verletzungspechs, das auch die HSG in dieser Spielzeit wie selten zuvor heimsuchte. Für die vakante Kreisposition kamen Bjarte Myrhol vom kommenden THW-Champions-League-Gegner MKB Veszprem und Rasto Stojkovic vom VfL Pfullingen, zudem konnte die HSG mit Daniel Kubes vom TuS N-Lübbecke wurfkräftige Unterstützung für Piotr Przybecki auf der halblinken Position verpflichten. Auf der Mittelposition zieht nunmehr der aus dem dänischen Aalborg gekommene norwegische Nationalspieler Börge Lund gemeinsam mit Maik Machulla und dem jungen Machiel Schepers (kam aus dem niederländischen Emmen) die Fäden. Mit den "etablierten" schwedischen Torhütern Gentzel und Larsson kann die HSG zudem auf einen starken Rückhalt bauen, der die wieselflinken Außen Jan Filip (mit 96 Toren auch zweitbester HSG Torschütze) und Mathias Franzen sowie dem während der Saison aus Melsungen nach Nordhorn gewechselten Goran Sprem ein ums andere Mal auf ihre schnelle Reise schicken kann. Ob allerdings der Star und mit 104 Treffern Toptorjäger des Teams, Nationalspieler Holger Glandorf, gegen den THW auflaufen wird können, entscheidet sich wegen einer Verletzung wohl erst am Spieltag. Definitiv ausfallen werden allerdings Piotr Przybecki (Meniskusanriss im linken Knie) und Mathias Franzen (Bandscheibenvorfall) (siehe auch Gegnerkader Nordhorn).

Jan Filip beim Sprungwurf
Klicken Sie zum Vergrößern! Jan Filip beim Sprungwurf
Für den THW Kiel gilt es, den Erfolg gegen Flensburg durch einen Sieg in der schwer einnehmbaren und am Dienstag ausverkauften "Festung Euregium" zu verdedeln. In bisher 15 Begegnungen der beiden Teams gegeneinander hatte der THW Kiel in zehn Spielen das Siegerlächeln auf den Lippen, zweimal trennte man sich unentschieden, dreimal gewann die HSG. Die letzte Kieler Niederlage in Nordhorn datiert vom 19.12.2001. Dennoch: Die Partien zwischen Nordhorn und dem THW waren immer hart umkämpft, zwei der letzten vier Spiele bei den Grafschaftern gewannen die Zebras lediglich mit einem Tor. In der letzten Spielzeit gewannen die Kieler im Euregium aufgrund einer furiosen ersten Halbzeit trotz eines ebenso furiosen HSG-Endspurtes mit 31:28, zuvor hatte der THW die HSG in der Ostseehalle mit 42:31 deklassiert (siehe auch Gegnerdaten Nordhorn).

Die Unparteiischen bei der Partie am Dienstag sind Lars Geipel (Steuden) und Marcus Helbig (Landsberg).

(Christian Robohm)

 

Lesen Sie auch den KN-Vorbericht.

Dieser Vorbericht wird wie gewohnt ständig aktualisiert...

 

Aus den Kieler Nachrichten vom 23.12.2006:

Zebras treffen unter dem Weihnachtsbaum die HSG Nordhorn

Drei Tage nach dem Derby wartet der nächste schwere Gegner auf den THW Kiel
Lars Krogh Jeppesen hofft, dass sich der Magdeburg-Blackout (24:39) nicht wiederholen wird. "Als das Spiel kippte, hat jeder für sich gespielt und keiner mehr an das Konzept gedacht", meint Jeppesen, der wie alle THW-Spieler nur ein verkürztes Weihnachtsfest erleben wird. Bereits am Montagnachmittag treffen sich die Zebras in der Trainingshalle. Anlass ist das Auswärtsspiel bei der HSG Nordhorn am Dienstag (20 Uhr, live im DSF).

Der Tabellendritte fegte bereits Magdeburg (29:24), Lemgo (38:33) und Gummersbach (42:31) aus dem knapp 5000 Zuschauer fassenden Euregium, das gegen Kiel ausverkauft sein wird. Möglicherweise wird dann auch Holger Glandorf wieder mitspielen. Der beste Schütze der Liga (104 Tore) zog sich vor einer Woche kleinere Brüche im Jochbein und der Stirnhöhle zu. "Das Risiko, dass etwas kaputt geht, ist zu groß", meinte Glandorf zwar, der auf keinen Fall die WM-Teilnahme verspielen will. Zumal ihm das Regelwerk den Einsatz einer schützenden Maske verbietet. Doch Ola Lindgren weiß, wie sein Linkshänder tickt. "Er wird gegen Kiel wahrscheinlich fehlen", sagt der HSG-Trainer. Wahrscheinlich.

(Von Wolf Paarmann, aus den Kieler Nachrichten vom 23.12.2006)

 

 


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  • DSF-Logo TV: DSF, Di., ab 19.45 Uhr: HSG Nordhorn - THW Kiel (live)

  • NDR 1 Welle Nord-Logo Radio: NDR 1 Welle Nord:
    Di., ab 20.00: Liveeinblendungen HSG Nordhorn - THW Kiel
    (geplante Einblendungen um 20.00, 20.30, 21.00 und in der Schlussphase gegen 21.30)
    Tip: Welle Nord kann man auch im Internet live hören!
     
  • Internet: Die Webseite der HSG Nordhorn bietet unter www.hsg-nordhorn.de/ einen Live-Ticker an.
  • Eine Übersicht über verschiedene Live-Ticker finden Sie auf unserer Live-Ticker-Seite.


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