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05.05.2007 Mannschaft

Zebra: Ehemalige Zebras: Hammarby steht in Schweden wieder im Finale

Aus dem offiziellen THW-Bundesliga-Magazin "zebra", von living sports:

Der härteste Trainer der Elitserie: Ex-Zebra Staffan Olsson.
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Es ist bereits eine gute Tradition, dass das Zebra-Magazin zum Ende jeder Saison den Blick über die Grenzen Deutschlands hebt und schaut, wo die Spieler stehen, die nicht mehr der aktuellen Zebraherde angehören. Heute: Schweden.
Die Bundesliga biegt langsam aber sicher auf die Zielgerade ein, der Schlussspurt ist eingeläutet. Auch in Schweden, dem Exportland Nummer eins für Kieler Zebras, ist das Saisonende zum Greifen nahe. Eine gute Gelegenheit einmal zu schauen, wie es den schwedischen THW-Spielern erging, die ihre Karriere in der Heimat ausklingen lassen.
Treffen der "alten Schweden"
Die Meisterschaftsrunde der schwedischen ersten Liga, der Elitserie, ist in vollem Gange und bei den teilnehmenden Mannschaften findet sich das ein oder andere ehemalige Zebra wieder. Im Halbfinale der schwedischen Meisterschaft gab es ein Aufeinandertreffen zweier, die vor ein paar Jahren noch zusammen mit dem THW Kiel etliche Erfolge feiern konnten und den Spitznamen "die alten Schweden" trugen. Staffan Olsson, 43, der seit seiner Rückkehr in die Heimat Trainer beim Stockholmer Vorstadtclub Hammarby IF ist, traf auf seinen gleichaltrigen Weggefährten Magnus Wislander, der seit ein paar Jahren bei RIK Göteborg den Co-Trainerposten inne hat. Hammarby, der amtierende schwedische Meister, setzte sich in drei Spielen deutlich gegen den Göteborger Traditionsverein durch und steht damit, wie im vergangenen Jahr, im Finalspiel um den nationalen Titel. Für Redbergslid, das in den letzten Jahren immer wieder mit finanziellen Problemen zu kämpfen hatte, war bereits der Einzug ins Halbfinale ein Erfolg. Der schwedische Rekordmeister verlor zwar alle drei Spiele gegen Hammarby, kann aber mit der eigenen Leistung größtenteils zufrieden sein. Magnus Wislander sah es ebenso: "Über die gesamte Saison betrachtet war das trotz der drei Niederlagen ein klares Plus im Zeugnis" Im Stockholmer Globen, also direkt vor der eigenen Haustür, steigt genau heute das alles entscheidende Match der laufenden Saison: Der Gegner für Hammarby ist dann entweder der IK Sävehof, der ehemalige Verein vom Kieler Rückraum-Shooter Kim Andersson, oder IFK Skövde (Das Ergebnis dieses Halbfinales stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest.)
Allstar-Team
Staffan Olsson hatte neben diesem Erfolg noch einen Grund zum Freuen. Tobias Karlsson, der dem THW Kiel in dieser Saison über die erste Welle der Verletztenmisere hinweghalf, wurde in das Allstar-Team der Elitserie gewählt. Das schwedische Internetportal www.heh.nu veranstaltet zum Ende jeder Saison eine Wahl, in der die Besucher der Internetseiten die ihrer Meinung nach besten Spieler der Saison auserwählen können. Tobias "Tobbe" Karlsson ist nach Meinung des Publikums der beste Halblinke der Spielzeit 2006/07. Neben Tobias Karlsson kamen noch Linksaußen Rasmus Wremer (Skövde), Mittelmann Lukas Karlsson (Hammarby), Kreisläufer Henrik Dreyer (Lugi), der rechte Rückraumspieler Oscar Carlen (Ystad) sowie Rechtsaußen Aleksander Svitlica (Guif) zu Allstar-Ehren.
"Allsvenskan", die zweite Liga
Auch in der zweiten schwedischen Liga, der "Allsvenskan", ist ein ehemaliges Zebra zu Hause. Johan Petersson, der 2005 einen tränenreichen Abschied aus Kiel feierte, ist der Star der Mannschaft von Hallby IF. Beim THW Kiel war der Linkshänder für seine trickreichen Würfe von Rechtsaußen bekannt, bei Hallby spielt er auf der Mitte und ist gleichzeitig Spielertrainer des Zweitligisten. Der Verein spielt seit Peterssons Verpflichtung immer um die oberen Plätze in der zweiten Liga mit, doch reichte es bislang nicht für den Aufstieg in die Elitserie. Sowohl im vergangenen als auch in diesem Jahr war es für Johan und sein Team denkbar knapp, man verpasste den Aufstieg nur um Haaresbreite. Vor kurzem wurde ihm aber eine andere große Ehre zuteil. Die Stadt Jönköping machte den 34-Jährigen zum Botschafter der Stadt. Als Begründung dafür hieß es, Petersson habe sich sehr für seinen Verein Hallby IF engagiert und sei positiv für die Stadt. Der 288-malige schwedische Nationalspieler war sehr überrascht von der Auszeichnung, freute sich aber sehr über diese Ehre.

Die Zweitliga-Saison in Schweden ist zwar seit kurzem beendet, doch schnürt sich Johan momentan weiterhin die Handballstiefel. Der spanische Erstligist Ciudad de Logrono hat ihn von Mitte April bis zum Saisonende ausgeliehen, um den Klassenerhalt in der spanischen Liga vielleicht doch noch zu schaffen. Zurzeit steht man auf dem drittletzten Rang, hat aber noch alle Chancen, in den verbleibenden sechs Partien den Klassenerhalt zu schaffen. Petersson bildet bei den Spaniern mit dem norwegischen Nationalspieler Havard Tvedten das Außenduo, das mit vielen Toren für den Klassenerhalt sorgen soll. Gegen den Topclub Portland San Antonio verlor man zwar deutlich, Petersson traf aber einmal für seinen derzeitigen Club. Nach Saisonende geht der zweifache Vater wieder nach Schweden zurück und setzt seine Karriere bei Hallby fort.

(Aus dem offiziellen THW-Bundesliga-Magazin "zebra", von living sports)


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