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31.05.2007 Bundesliga

Kieler Nachrichten: HSV-Boss verspricht Geschenk

Titel-Entscheidung am Sonnabend: Andreas Rudolph will Nordhorn vor dem Kiel-Spiel zusätzlich motivieren

Aus den Kieler Nachrichten vom 31.05.2007:

Kiel - Gewinnt der THW Kiel am Sonnabend (15 Uhr, live im NDR Fernsehen) sein Heimspiel gegen die HSG Nordhorn, den Tabellen-Fünften der Handball-Bundesliga, dann ist die 13. Meisterschaft der Zebras perfekt. Aber wie sicher ist es denn, dass die Mannschaft im Anschluss an das Nordhorn-Spiel mit voraussichtlich mehr als 20 000 Fans auf dem Rathausplatz das "Triple" feiern kann? Spurensuche der Kieler Nachrichten:
Champions League:
Nordhorn kann auch bei einem Sieg in Kiel den vierten Platz und die damit verbundene Qualifikation für die Champions League nur erreichen, wenn der punktgleiche VfL Gummersbach (49:17/Torverhältnis plus 24) sein Heimspiel gegen die HSG Düsseldorf verliert. Tendenz: Unwahrscheinlich.
Die HSG-Formkurve:
Auswärts konnte das Team von Ola Lindgren bei den "Großen" bislang nur zweimal punkten (26:26 in Lemgo/ 30:30 in Magdeburg). Nach der peinlichen Auswärtsniederlage in Hildesheim im April (32:38) beeindruckte die HSG mit einer Serie von zuletzt 18:4 Punkten. Prunkstück ist die Abwehr um den schwedischen Ausnahme-Torwart Peter Gentzel (37).
Die HSG-Stimmung:
"Super", sagt Piotr Przybecki, der einst auch in Kiel spielte. "Wir haben uns mit richtig guten Typen verstärkt und im Training immer großen Spaß. Das überträgt sich auch auf das Spielfeld."
Die Neuzugänge
Daniel Kubes (wechselt nach Magdeburg), Bjarte Myrhol und Börge Lund - an dem Norweger sind angeblich die SG Flensburg und auch der THW interessiert - erwiesen sich alle als Volltreffer.
Die Bilanz:
In den letzten zehn Spielen gegen Nordhorn gab Kiel nur einen Punkt ab. Die letzte Niederlage in der Ostseehalle kassierte der THW am 13. April 2000 (29:30). Damals endete eine Serie von 36 Heimspielen ohne Niederlage. Mit dem derzeit verletzten Kapitän Stefan Lövgren hat nur ein einziger THW-Spieler aus dem aktuellen Kader schon einmal zu Hause gegen Nordhorn verloren.
Der Spielverderber:
Erwischt Holger Glandorf einen guten Tag, dann ist für die HSG alles möglich. Der Linkshänder ist mit 212 Saisontoren hinter dem Hamburger Kyung-Shin Yoon (236) zweitbester Schütze der Liga. "Wir werden alles versuchen, um in Kiel zu gewinnen", sagt der Weltmeister (Vertrag bis 2008), der im November mit HSV-Sportchef Christian Fitzek seine Zukunft besprach. "Hamburg ist eine Option für mich."
Die Konkurrenz:
Der punktgleiche HSV Hamburg hat zwar das klar schlechtere Torverhältnis (minus 96), aber den deutlich leichteren Gegner. Der HSV spielt beim Tabellen-Zehnten FA Göppingen, der sich auch mit einem Sieg nicht mehr für den EHF-Cup qualifizieren kann. Tendenz: Auswärtssieg für Hamburg, obwohl sie in der vergangenen Saison bei den Schwaben mit 26:33 verloren. Um Nordhorn zu beflügeln, versprach HSV-Boss und Millionär Andreas Rudolph der HSG "ein schönes Geschenk", falls sein Klub erstmals Meister werden würde.
Fazit:
Die Zahlen sprechen für die Kieler, die seit 21 Pflichtspielen zu Hause ungeschlagen sind. Zumal das "Endspiel" gegen Nordhorn Pokalcharakter hat - und gegen deutsche Gegner hat der THW im Pokal seit dem 21. November 1990 (15:25 gegen Essen) zu Hause nicht mehr verloren.

(Von Wolf Paarmann, aus den Kieler Nachrichten vom 29.05.2007)


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