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01./02.08.2013 - Letzte Aktualisierung: 02.08.2013 Vorbereitung

THW Kiel reist ins Trainingslager nach Dänemark

Vier Testspiele gegen dänische Erstligisten in zehn Tagen

Update #1 KN-Bericht ergänzt ...

Für die "Zebras" geht es am Samstag auf nach Dänemark.
Klicken Sie zum Vergrößern! Für die "Zebras" geht es am Samstag auf nach Dänemark.
Sonnabend beginnt für die Spieler des deutschen Rekordmeisters THW Kiel die wohl anstrengendste Zeit des Jahres: Nach dem Vorbereitungsspiel beim Zweitligisten VfL Bad Schwartau am Freitag (19 Uhr, Hansehalle Lübeck) werden bei den "Zebras" Koffer und Sporttaschen gepackt. Für zehn Tage geht es dann in die "dänische Südsee". Doch ein Erholungsurlaub werden diese zehn Tage bestimmt nicht - im Trainingslager in Faaborg erwartet die Spieler vielmehr ein umfangreiches Programm aus anstrengenden Übungseinheiten und gleich vier Testspielen gegen dänische Erstligisten.
Rund zweieinhalb Stunden von Kiel entfernt liegt die malerische dänische 7000-Einwohner-Kleinstadt Faaborg direkt am nach ihr benannten Fjord. Ein kleiner Hafen, Sandstrände und Restaurants machen den Ort im Südosten der Insel Fünen zu einem beliebten Urlaubsziel für Touristen. Diese begeben sich nicht zuletzt auf die Spuren des berühmten dänischen Autors Hans Christian Andersen, der viele seiner Geschichten in Faaborg und Umgebung geschrieben hat. Entspannung finden die THW-Spieler um den Neu-Kapitän Filip Jicha, die am ersten Wochenende zudem gemeinsam mit der U23 des THW Kiel trainieren werden, in einem Hotel am Faaborgfjord mit Blick auf die Ostsee.
Ideale Voraussetzungen
Malerisches Ambiente für eine harte Woche: Direkt am  Faaborgfjord erarbeiten sich die Kieler Handballer die  Grundlagen für eine lange Saison.
Klicken Sie zum Vergrößern! Malerisches Ambiente für eine harte Woche: Direkt am Faaborgfjord erarbeiten sich die Kieler Handballer die Grundlagen für eine lange Saison.
Die Vorzüge der "dänischen Südsee" werden die Kieler Handballer indes kaum genießen können. Trainer Alfred Gislason und Athletikcoach Hinrich Brockmann haben für die "Zebras" ein intensives Trainingsprogramm entworfen, um den deutschen Rekordmeister fit für eine lange, intensive Saison zu machen. Täglich stehen mindestens zwei mehrstündige Einheiten auf dem Plan. Kraft, Ausdauer und Beweglichkeit werden dabei genauso erarbeitet wie Spielzüge im taktischen Training. Die Stadt Faaborg stellt den "Zebras" dafür das kommunale Sportzentrum zur Verfügung, in dem die Kieler Handballer mit zwei Trainingshallen, einem Fitnesscenter, zahlreichen Ausdauer-Geräten und Laufstrecken um einen kleinen See ideale Voraussetzungen vorfinden werden.
Vier Testspiele und ein Medien-Tag
Ideale Voraussetzungen: Die Stadt Faaborg stellt den  THW-Stars ihr kommunales Sportzentrum zur Verfügung.
Klicken Sie zum Vergrößern! Ideale Voraussetzungen: Die Stadt Faaborg stellt den THW-Stars ihr kommunales Sportzentrum zur Verfügung.
In vier Testspielen gegen dänische Erstligisten soll zudem das Zusammenspiel der neuformierten Kieler Mannschaft, in die mit Johan Sjöstrand, Rasmus Lauge und Wael Jallouz ein Torhüter und zwei Rückraumspieler integriert werden müssen, fördern. THW-Fans und Dänemark-Urlauber können die "Zebras" dabei unterstützen: Am Dienstag, dem 6. August, geht es in Gudme gegen das junge, hochmotivierte Team von GOG (Anpfiff: 20 Uhr). Zwei Tage später trifft der THW im Vejen Idraetscenter auf Ribe-Esbjerg, am 11. August geht es in Sonderborg gegen Sonderjyske Elitesport (Anwurf: 16.30 Uhr), bevor sich die "Zebras" am 12. August auf der Rückfahrt aus dem Trainingslager noch in Kolding mit dem dänischen Vizemeister KIF Kolding-Kopenhagen um das Ex-"Zebra" Kim Andersson messen (Anwurf: 18.30 Uhr). Zwischendurch haben die Kieler Handballer am "Medien-Tag" noch einen besonderen Marathon zu absolvieren: Zahlreiche Fernsehteams aus Dänemark und Deutschland haben wie Zeitungsjournalisten und Radio-Reporter ihren Besuch im THW-Trainingslager angekündigt und sind gespannt darauf, was die "Zebras" ihnen zu sagen haben.

 

Aus den Kieler Nachrichten vom 02.08.2013:

Neue Wege: THW Kiel schwitzt am Faaborgfjord

Handballmeister bezieht Trainingslager in Dänemark
Kiel. Heute Abend ist der THW Kiel in einem Testspiel beim Zweitligisten VfL Bad Schwartau (19 Uhr) in Lübeck zu Gast, am Morgen danach verabschiedet sich der Handballmeister in die dänische Kleinstadt Faaborg. Im Süden der Insel Fünen beziehen die Zebras bis zum 12. August Quartier im Hotel "Faaborg Fjord". Die Stadtväter haben den prominenten Gästen zudem ihr kommunales Sportzentrum zur Verfügung gestellt.

"Die Voraussetzungen sind hervorragend", sagt Trainer Alfred Gislason, der nicht ausschließt, dass Faaborg in der Vorbereitung auf eine neue Saison zu einer festen Adresse für den THW werden könnte. Ein Pluspunkt für ihn sind die starken Testspielgegner. Mit Gudme (6. August/20 Uhr), Esbjerg (8. August/20 Uhr), Sonderjyske (11. August/16.30 Uhr) und KIF Kolding-Kopenhagen (12. August, 18.30 Uhr) stehen zu Übungszwecken jeweils dänische Erstligisten zur Verfügung. Das Motto der Faaborg-Tage ist klar: Nach dem großen Umbruch geht es beim Double-Sieger nun darum, sich mit den Neuzugängen Johan Sjöstrand, Wael Jallouz und Rasmus Lauge möglichst flott einzuspielen.

Ein erster Härtetest erwartet die Kieler aber noch vor dem Dänemark-Trip. Mehr als 1000 Zuschauer werden heute in die Hansehalle pilgern, um den THW zu sehen. Geht es nach VfL-Trainer Torge Greve, sollten die Fans seiner Mannschaft mit eher gedämpften Erwartungen ihre Plätze einnehmen. Der Traditionsverein, der zuletzt erneut in große Finanznot geraten war, musste massiv abspecken. "Den fünften Platz aus dem Vorjahr werden wir niemals wiederholen können", sagt Greve, der lediglich 13 Spieler im Kader hat. "Für uns geht es nur um den Klassenerhalt." Sein Wunsch für den Kiel-Test? "Keine Wunderdinge erwarten, der THW wird uns gnadenlos die Grenzen aufzeigen." Besonders hart traf Greve der Abschied von Routinier Adrian Wagner (Karriereende) und Torhüter Tobias Mahncke (Tarp). "Mit ihm und Ariel Panzer hatten wir ein richtig tolles Gespann", sagt Greve. "Aber beide konnten wir uns nicht mehr leisten."

Der Kieler hält die Zweite Liga mit ihren 20 Vereinen grundsätzlich für reformbedürftig. "Sie ist völlig aufgebläht", sagt der 37-Jährige, der auch schon den TSV Altenholz trainierte. "Wir, die wir mit Halbprofis antreten, haben mehr Pflichtspiele als ein Erstligist, der nicht am Europapokal teilnimmt - das ist absurd."

(von Wolf Paarmann, aus den Kieler Nachrichten vom 02.08.2013)


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