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22.-24.08.2013 - Letzte Aktualisierung: 24.08.2013 Bundesliga

Bundesligastart am Samstag: THW empfängt Aufsteiger Bergischer HC

Wiedersehen mit Viktor Szilagyi

Update #2 Informationen zu Fanartikeln und KN-Vorbericht ergänzt ...

Das Team des Bergischen HC.
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Die Bundesliga-freie Zeit nimmt endlich ihr Ende: 77 Tage nach der rauschenden Meisterfeier auf dem Kieler Rathausplatz greift die neu formierte Mannschaft von Alfred Gislason in der DKB Handball-Bundesliga wieder an. Zum Auftakt empfangen die "Zebras" am Samstag den Zweitligameister Bergischer HC mit dem ehemaligen Kieler Spielmacher Viktor Szilagyi. Die Partie in der Sparkassen-Arena wird um 19.00 Uhr angepfiffen, im Vorverkauf sind noch wenige Tickets erhältlich.
Wieder zurück in der ersten Liga: Ex-"Zebra" Viktor Szilagyi.
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Endlich wieder Bundesliga-Handball, endlich wieder Stimmung in der Handball-Kathedrale: Mit dem Auftaktspiel gegen den Aufsteiger Bergischer HC startet der deutsche Rekordmeister am Samstag in eine der wohl spannendsten Spielzeiten der vergangenen Jahre. Viele junge Spieler prägen dabei das Gesicht des "neuen" THW Kiel, in dessen Kader nur noch sechs Spieler aus der "Überflieger"-Saison 2011/2012 stehen. Keine Frage: Die "Zebras" erleben den größten Umbruch des vergangenen Jahrzehnts. "Wir sind in diesem Jahr nicht der haushohe Favorit", sagt deshalb THW-Manager Klaus Elwardt. "Aber zu sagen, wir wollen nur um Platz fünf oder sechs mitspielen, wäre nicht Kiel-typisch. Natürlich ist es unser Ziel, auch in diesem Jahr um Titel mitzuspielen!" Doch den Druck des Favoritendaseins verspürt Elwardt in diesem Jahr nicht. "Jetzt sind andere Teams wie Flensburg und die Rhein-Neckar Löwen in der Pflicht." THW-Trainer Alfred Gislason baut daher als Unterstützung der jungen Mannschaft auch auf die vielen THW-Fans in der Sparkassen-Arena und bei den Auswärtsspielen. "Unsere Fans müssen uns bestimmt häufiger helfen als in den vergangenen Jahren, denn meine Mannschaft wird mehr Schwankungen haben als zuletzt." Das Ziel sei trotzdem klar definiert: "Wenn wir jetzt den Umbruch schaffen, haben wir wieder eine Mannschaft, die über Jahre um Titel mitspielen wird." Zum Saisonauftakt gegen den Aufsteiger Bergischer HC sind dennoch die ersten zwei Punkte das erklärte Ziel.
BHC: Mit Szilagyi zum direkten Wiederaufstieg
Ein isländischer Nationalspieler auf Rechtsaußen: Arnor Thor Gunnarsson.
Ein isländischer Nationalspieler auf Rechtsaußen: Arnor Thor Gunnarsson.
Vor zwei Jahren war das "Abenteuer erste Liga" für den Bergischen HC nach nur einer Saison wieder beendet. Mit sechs Punkten Rückstand auf den ersten Nichtabstiegs-Platz ging es damals wieder zurück in die zweite Liga. Doch anders als bei unzähligen Beispielen anderer Vereine, die nach dem Gang ins Unterhaus mit Problemen zu kämpfen hatten, war der Abstieg für den BHC so etwas wie der Aufbruch in eine neue Zukunft. Mit Spielmacher Viktor Szilagyi (kam aus Flensburg), dem isländischen Linkshänder Arnor Thor Gunnarsson aus Bittenfeld und dem erfahrenen Ex-Nationalspieler Michael Hegemann zog der Bergische HC prominente Neuzugänge für die Mission "Wiederaufstieg" an Land. Zudem blieben mit Rückraumspieler Alexander Oelze, der Flügelzange Christian Hoße und Richard Wöss sowie den starken Torhütern Jan Stochl und Mario Huhnstock einige Stützen aus der vorherigen Saison erhalten. Trotz einer kleinen sportlichen Krise im vergangenen Dezember - auch bedingt durch eine Verletzungsmisere - wurde der BHC seiner Favoritenrolle letztlich gerecht: Die Mannschaft von Trainer Sebastian Hinze sicherte sich sechs Spieltage vor dem Saisonende vorzeitig die Rückkehr ins Oberhaus und am Ende sogar die erstmals ausgegebene Schale für die Zweitliga-Meisterschaft.
Torhüter Gustavsson als Transfer-Coup
Noch ein Isländer: Torhüter Gustavsson kam aus Magdeburg.
Noch ein Isländer: Torhüter Gustavsson kam aus Magdeburg.
Auch wenn das "Unternehmen erste Liga" am Samstag für den BHC offiziell beginnt, starteten die Vorbereitungen für die DKB Handball-Bundesliga bei den Bergischen schon vor geraumer Zeit. Bereits im Januar wurden die personellen Weichen für die DKB Handball-Bundesliga gestellt. Mit Fabian Gutbrod wurde ein bundesligaerfahrener Rückraumspieler von HBW Balingen-Weilstetten verpflichtet. Der 25-jährige Rechtshänder, 2009 Junioren-Weltmeister, soll für die so genannten einfachen Tore sorgen. Für noch mehr Aufsehen auf dem Transfermarkt sorgten die Bergischen aber mit der Verpflichtung des 130-fachen isländischen Nationalspielers Björgvin Pall Gustavsson. Der Torhüter, der den nach Erlangen gewechselten Mannschaftskapitän Jan Stochl ersetzen wird, spielte zuvor im Kasten des SC Magdeburg. "Er ist ein Hochkaräter, um den wir uns intensiv bemüht haben", freute sich BHC-Geschäftsführer Jörg Föste über den gelungenen Transfer-Coup: "Björgvin zählt zur internationalen Spitzenklasse. Mit seiner spektakulären und emotionalen Interpretation der Torwartposition wird er uns viel Freude bereiten." Gustavsson selbst möchte beim BHC seinem Ziel näher kommen, einer der fünf besten Torhüter der Welt zu sein. "Dafür arbeite ich jeden Tag hart. Jetzt möchte ich mit meiner Mannschaft gleich von Beginn an alles für den Klassenerhalt tun, denn der Verein hat das Potenzial, sich in den nächsten Jahren in der ersten Liga zu etablieren und weiterzuentwickeln."

Auch am Kreis hat sich der BHC verstärkt: Mit dem 22-jährigen Benjamin Meschke sicherte sich der Aufsteiger die Dienste eines vielfachen Junioren-Nationalspielers, der mit seinem wuchtigen Körper für Stabilität in der Deckung sorgen soll. "Benjamin ist ein Spieler, den man sich nur im eigenen Team wünscht", so BHC-Cheftrainer Sebastian Hinze vieldeutig.

Zwei neue Kräfte im rechten Rückraum
Fabian Gutbrod spielte zuletzt in Balingen. Der Rückraumspieler absolvierte bereits fünf Länderspiele.
Fabian Gutbrod spielte zuletzt in Balingen. Der Rückraumspieler absolvierte bereits fünf Länderspiele.
Als vierten Neuzugang präsentierten die Bergischen den österreichischen Nationalspieler Maximilian Hermann. Der rechte Rückraumspieler soll die Lücke schließen, die Jiri Vitek (ging nach Coburg) gerissen hat. Allerdings: Der 21-Jährige wird dem BHC nach einer Schulter-Operation wohl erst im Laufe der Saison zur Verfügung stehen. Deshalb wurde der Aufsteiger unlängst noch einmal aktiv auf dem Transfermarkt: Vom Mitaufsteiger ThSV Eisenach verpflichteten die Bergischen den aus Kroatien stammenden Duje Miljak. Der 2,02 Meter große Linkshänder soll Christian Nippes im rechten Rückraum entlasten. "Wir geben Maximilian Hermann damit die Zeit, die Reha nach seiner Wurfschulter-Operation in Ruhe erfolgreich zu Ende führen zu können", erklärte Föste die Hintergründe des kurzfristig vollzogenen Transfers. "Unsere Neuzugänge sind alles gute Jungs mit Perspektive", ist Sebastian Hinze, jüngster Trainer der Liga, überzeugt: "Sie werden uns weiterhelfen."
Schlüsselspieler Viktor Szilagyi
Mit jungen, hungrigen Spielern und einigen erfahrenen Akteuren soll nun der Klassenerhalt geschafft werden. Anführer des "Löwen-Rudels" ist Ex-"Zebra" Viktor Szilagyi. "Ohne ihn wären wir nicht aufgestiegen", erklärt Hinze. "Er hat bei uns menschlich und sportlich sofort eingeschlagen." Jetzt soll Szilagyi eine der Schlüsselfiguren für das Projekt Nichtabstieg werden. Hinze: "Mit seiner Routine und Erfahrung ist er eine wichtige Stütze." Das Ziel ist bei den Bergischen klar definiert: "Unser Ziel ist es, in der ersten Liga zu bleiben." Man wolle sich mittelfristig in der Beletage des deutschen Handballs etablieren, so Hinze. "Der Aufstieg kam nach dem großen Umbruch vor der vergangenen Saison doch eher überraschend, aber wir wollen jetzt den eingeschlagenen Weg weiter gehen."
THW klarer Favorit
Trotz des großen Umbruchs, der Baustellen in Angriff und Abwehr und der 26:29-Niederlage im Super Cup gegen die SG Flensburg-Handewitt geht der THW Kiel als klarer Favorit in den Saisonauftakt gegen den Zweitligameister. In der "Überflieger"-Spielzeit 2011/12 setzten sich die "Zebras" gegen den Bergischen HC zweimal deutlich mit 34:18 und 34:21 durch.

Die Schiedsrichter am Samstagabend in der Sparkassen-Arena sind Martin Harms und Jörg Mahlich

Dieser Vorbericht wird wie gewohnt ständig aktualisiert...

 

Aktualisierung vom 23.08.

Im Foyer der Sparkassen-Arena (Seite Europaplatz) gibt es zum Saison-Auftakt Fanartikel zu Sonderpreisen: So werden beispielsweise verschiedene Modelle der Eventshirts zu je 10 Euro angeboten, außerdem gibt es das schwarze Trikot der Vorsaison ebenfalls für 10 Euro (nur Größe 2 XL). Die Fleecedecke wird für 15 und das Kids-Shirt für 5 Euro verkauft. Außerdem wurde eine Schal-Sonderedition zur Saison 2013/2014 aufgelegt, die am Sonnabend exklusiv für 15 Euro in der Arena verkauft wird.

 

Lesen Sie bitte auch

 

Aus den Kieler Nachrichten vom 24.08.2013:

Gislason will nichts von dankbarem Auftakt wissen

Viktor Szilagyi kehrt heute mit Bundesliga-Aufsteiger Bergischer HC zum THW zurück
Kiel. Das Vorgeplänkel ist beendet: Test- und Showspiele sind gespielt, die Niederlage im Supercup ist Geschichte, heute um 19 Uhr kehrt die Bundesliga in die Kieler Handball-Arena zurück. Zum Saisonstart empfängt Double-Sieger THW Kiel die Zweitligameister vom Bergischen HC.

Und so mischt sich in die Premieren-Stimmung zur Saison 2013/14 auch Comeback-Atmosphäre. Denn der BHC kehrt nach einem Jahr Abwesenheit in die Bundesliga zurück und wird angeführt vom ehemaligen Kieler Viktor Szilagyi.

Mit dem letzten Test beim 45:33-Sieg in Rostock hat THW-Trainer Alfred Gislason sein Team auf den Ligastart eingestimmt. Dafür wurde noch einmal besonderes Augenmerk auf die Abwehr gelegt, die von Gislason eine zufriedenstellende Note bekam ("Das war okay"). Die Wurfausbeute müsse aber noch verbessert werden. "Gut war allerdings, dass wir uns viele Chancen erarbeitet haben", so Gislason.

Von einem vermeintlich dankbaren Auftakt gegen einen Aufsteiger will er nichts wissen: "Es macht gar keinen Unterschied gegen wen wir spielen. Wir müssen unsere Leistung abrufen. Und der BHC kommt mit erfahrenen Spielern nach Kiel." Gemeint ist neben dem isländischen Nationaltorwart Björgvin Gustavsson und dem deutschen Nationalspieler Michael Hegemann vor allem Viktor Szilagyi. Von 2005 bis 2008 trug Szilagyi das Zebra-Trikot, wurde deutscher Meister, Pokal- und Champions-League-Sieger. Zudem holte er später mit Gummersbach (2010) und der SG Flensburg-Handewitt (2012) den Europapokal der Pokalsieger.

Dennoch verschlug es ihn vor einem Jahr in die Zweite Liga: "Das war schon ein schwerer Gang, das muss ich zugeben. Als ich beim Bergischen HC unterschrieben hatte, dachte ich, dass er den Klassenerhalt schaffen würde", erzählt der 34-Jährige. Doch er führte die Westfalen zurück ins Oberhaus: "Das war eine sehr gute Erfahrung. Ich bin überzeugt vom Konzept des BHC, und dass er durch die Verbundenheit mit seinen Fans und dem Umfeld in die Bundesliga gehört."

Der BHC gilt zwar als der stärkste Aufsteiger, hat mit dem Auftakt in Kiel und eine Woche später in eigener Halle gegen den HSV aber eine schwere Startphase erwischt. Für Szilagyi kein Grund zur Verzweiflung: "Die Erwartungshaltung ist natürlich nicht hoch. Aber wenn wir uns in diesen Spielen überraschend gut schlagen, dann kann das einen Riesenschub geben. Wichtig ist, dass wir über das Kollektiv und den Kampfgeist kommen und eine gute Abwehr- und Torhüterleistung bieten."

Auf die Rückkehr in die Sparkassen-Arena freut sich der Ex-Kieler besonders: "Ich war schon zum Abschiedsspiel von Marcus Ahlm da. Es ist immer ein großes Erlebnis, denn man wird vom Publikum freundlich empfangen." Überrascht zeigte er sich indes vom Trubel im THW-Umfeld, als Geschäftsführer Stefan Adam in dieser Woche freigestellt wurde. "Das war eine plötzliche Nachricht, zu der man die Hintergründe nicht kennt. Aber nach so kurzer Zusammenarbeit ist das sicherlich unerwartet." Adam hatte Szilagyi vor eineinhalb Jahren zum BHC gelotst. "Wenn man jemanden so gut kennt, dann ist so eine Nachricht besonders schade. Ich weiß nicht, ob er zum Spiel in der Halle sein wird." Die Frage kann beantwortet werden: Adam, der noch in Kiel weilt, verzichtet auf einen Besuch.

(von Ralf Abratis, aus den Kieler Nachrichten vom 24.08.2013)

 

Kurzumfrage:

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    (geplante Einblendungen um 19.20, 19.50 Uhr, 20.10 Uhr und in der Schlussphase gegen 20.30 Uhr (jeweils in Konferenz mit Minden vs. Flensburg); am Sonntag Berichte und Stimmen der Beteiligten in den Frühnachrichten und im Sportblock um 14.30 Uhr; Reporter vor Ort ist Stefan Eilts)
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