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20./21.12.2004 - Letzte Aktualisierung: 21.12.2004 Bundesliga

THW spielt am Dienstag bei der launischen Diva vom TUSEM Essen

Das DSF überträgt live aus der Arena in Oberhausen

Update #1 KN-Vorbericht ergänzt...

Das Team des TUSEM Essen.
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Nur zwei Tage nach dem Heimsieg über Tabellenschlusslicht Post Schwerin steht das nächste Bundesligaspiel des THW auf dem Plan. Am Dienstagabend müssen die Zebras bei dem wohl momentan am unkonstantesten spielenden Team der Liga antreten: TUSEM Essen zieht für diesen Klassiker um in die 10.300 Zuschauer fassende König-Pilsener-Arena in Oberhausen. Das DSF überträgt ab 19.45 Uhr live, Anwurf ist um 20 Uhr.
Bei dem aktuellen Tabellenachten der Handball-Bundesliga wissen Gegner und Publikum oftmals nie so recht, was sie erwartet. Symptomatisch dafür die beiden Spiele des TUSEM Essen in der vergangenen Woche. Gegen das auswärts noch sieglose Kellerkind GWD Minden mühten sich die Essener in eigener Halle zu einem hart erkämpften 33:31-Erfolg und bleiben damit in dieser Saison zuhause mit nunmehr 13:1 Punkten aus sieben Spielen ungeschlagen. Allerdings traf TUSEM daheim bisher nur auf ein einziges Team aus der oberen Tabellenhälfte: Gegen Wallau-Massenheim gaben sie auch den einzigen Heimpunkt ab. Dass Essen aber an guten Tagen jeden Verein schlagen kann, zeigte die Mannschaft neben dem Auswärtssieg in Magdeburg am 6. Spieltag auch am vergangenen Samstag in der Campushalle in Flensburg: Nach mäßigem Start brachten die Handballer aus der Ruhrmetropole den amtierenden Deutschen Meister an den Rande einer Niederlage und verloren unglücklich und dank eines starken Dan Beutler im Flensburger Tor mit 24:27. Mit 18:12 Punkten hat TUSEM Kontakt zum fünften Platz, der zur erneuten Teilnahme Essens am EHF-Pokal berechtigen würde (siehe auch Kurve Essen).
Oleg Velyky ist seit diesem Jahr Deutscher.
Oleg Velyky ist seit diesem Jahr Deutscher.

Kopf der Essener Mannschaft ist seit vier Jahren der gebürtige Ukrainer Oleg Velyky, der mittlerweile aber für die deutsche Nationalmannschaft spielberechtigt ist. Velyky, mit 94 Toren auch in dieser Saison bereits wieder der mit Abstand gefährlichste Angreifer, ist zugleich Denker und Lenker im Aufbauspiel der Mannen aus dem Ruhrgebiet. Mit dem Isländer Gudjon Valur Sigurdsson, der den Verein zur nächsten Saison Richtung Gummersbach verlassen wird, und dem Holländer Mark Schmetz ist TUSEM bei den Außen mit Nationalspielern besetzt.

Christian Rose wechselte von Wallau zu TUSEM Essen
Christian Rose wechselte von Wallau zu TUSEM Essen
Nach den Abgängen von Lauritzen (Lübbecke), Caillat (Wetzlar) und Cazal hat sich Essen im Rückraum mit den bereits in Eisenach gut kombinierenden Spielern Casanova (ESP) und Klesniks (LAT) verstärkt. Der größte Coup gelang dem Verein aber mit der Verpflichtung des deutschen Nationalspielers Christian Rose von Wallau-Massenheim. Zudem hofft Trainer Chevzov, im Tor wieder auf den 19-fachen deutschen Nationalspieler Chrischa Hannawald zurückgreifen zu können. Mit dem zu Saisonbeginn aus Zagreb verpflichteten Kroaten Kelentric steht aber auch ein starker zweiter Torhüter im Kader von TUSEM - sein Können stellte dieser am vergangenen Samstag in Flensburg unter Beweis, als er gegen den deutschen Meister unter anderem 5 Siebenmeter entschärfen konnte (siehe auch Kader Essen).

Schon längst hat der THW keine Angst mehr, sondern nur noch Respekt, wenn der Verein auswärts gegen TUSEM antreten muss. Erst im 16. Anlauf gelang den Zebras in der Saison 93/94 der erste Sieg in der Essener Grugahalle, nachdem gegen eines der dominantesten Teams der 80er Jahre auswärts lange nichts zu holen war. Mittlerweile folgten 5 weitere Triumphe in der Ruhrmetropole, zuletzt gab es einen hauchdünnen 28:27-Sieg der Zebras. Das letzte Spiel in der Arena in Oberhausen jedoch gewann der TUSEM Essen in der Saison 2002/2003 in einem ebenfalls hart erkämpften Match mit 27:25 (siehe auch Daten Essen).

Schiedsrichter der Partie am Dienstag sind Geipel (Steuden)/ Helbig (Raguhn).

(Sascha Krokowski)

Lesen Sie auch den Vorbericht der Kieler Nachrichten.

Dieser Vorbericht wird wie gewohnt ständig aktualisiert...

 

Aus den Kieler Nachrichten vom 21.12.2004:

Vertragsverlängerung vor THW-Schlüsselspiel in Essen

Neuer Ein-Jahres-Vertrag mit Frode Hagen - TuSEM ohne Torgowanow?
Kiel - Wie THW-Familien Weihnachten und Silvester feiern? Irgendwie nebenbei. Bei den Zebras rollt der Ball buchstäblich unter den Tannenbaum. Heute starten die "Festtage" mit der Auswärtspartie bei TuSEM Essen (20 Uhr, Arena Oberhausen, live im DSF), am Zweiten Weihnachtstag ist der THW Gast in Großwallstadt, der 29. Dezember ist als Heimspieltag für die HSG Düsseldorf reserviert, und bevor es in die WM-Pause geht, legt am 2. Januar der TBV Lemgo seine Visitenkarte am Ostseehalleneingang vor.

Mit stillen Tagen wird es also nichts. Und Uwe Schwenker prophezeit auch für künftige Jahre unruhige Weihnachten. Persönlich habe er zwar Probleme mit diesen Terminen, aber der Kalender sei eng und Alternativen seien kaum in Sicht, sagt Kiels Manager. "Außerdem ist das für viele Klubs finanziell sehr lukrativ, weil die Leute aus den Wohnzimmern flüchten und die Hallen füllen."

Die Partie in Oberhausen ist ein weiteres Schlüsselspiel. Auswärts ließ TuSEM zwar schon sieben Punkte liegen, in heimischen Gefilden aber ist das Team von Trainer Juri Schewzow unbesiegt. "Wir sind voll im Plan", sagt der Weißrusse, der sich auf den THW freut. "Spiele gegen Kiel sind immer etwas Besonderes und machen unsere Halle voll." 8000 Zuschauer werden heute erwartet. Während THW-Trainer Noka Serdarusic alle Mann an Deck hat, muss sein Essener Kollege voraussichtlich auf Kreisläufer Dimitri Torgowanow verzichten, der sich beim 24:27 in Flensburg an der Schulter verletzt hatte. "Das wird wohl nichts" befürchtet Schewzow.

Der THW-Tross brach bereits gestern Mittag Richtung Westen auf. Mit einem gut gelaunten Frode Hagen an Bord. Vor der Abfahrt hatte der Norweger schnell einen Abstecher in der THW-Geschäftsstelle gemacht und seinen auslaufenden Ein-Jahres-Vertrag um ein weiteres Jahr bis zum 30. Juni 2006 verlängert. Die Unterschrift war nur noch Vollzug einer vor Tagen ausgemachten Einigung. Schwenkers Angebot für einen Kontrakt über zwei Jahre schlug Hagen allerdings aus. "Ein Jahr ist perfekt", sagte der 30-jährige Rückraumspieler, der im Juli 2004 vom FC Barcelona gekommen war und auf Anhieb zum Leistungsträger avancierte. Er fühle sich sehr wohl in Kiel und im Kreise der Mannschaft. "Daher denke ich überhaupt nicht an eine Rückkehr in meine Heimat. Ich habe mich zunächst für ein Jahr entschieden, weil ich mir immer alle Optionen offen halten möchte." Laufe es für beide Seiten weiter gut, so Hagen, stünde einer erneuten Verlängerung nichts im Wege.

Ab Juli 2005 muss der Norweger seine Position mit dem 20-jährigen Neuzugang Nikola Karabatic teilen. Kein Problem für ihn. "Nikola ist kein Konkurrent, sondern eine Super-Verpflichtung und eine weitere gute Alternative. Das macht die Mannschaft noch stärker." Noka Serdarusic begrüßte die Entscheidung Hagens pro Kiel. "Dass wir weiter machen, bedeutet auch, dass wir mit ihm sehr zufrieden sind - als Mensch und als Spieler." Auch die Entscheidung für einen erneuten Kurzzeit-Vertrag findet die Unterstützung des THW-Trainers: "Das habe ich als Spieler auch so gehalten."

(Von Reimer Plöhn, aus den Kieler Nachrichten vom 21.12.2004)

 


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