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28.05.2010 Handball international

Kieler Nachrichten: EHF und die Vereine gehen beim Final4 aufeinander zu

Aus den Kieler Nachrichten vom 28.05.2010:

Köln. Im jahrelangen Streit zwischen der Europäischen Handball-Föderation (EHF) und den Vereinen über die Gestaltung der internationalen Terminpläne sowie die Vermarktung stehen die Clubs offenbar vor einem wichtigen Punktsieg. Nach Informationen des Internetanbieters sport.zdf.de soll am Rande des Final4-Turniers in Köln ein Durchbruch gelingen.
Installiert wird offenbar ein "Professional Handball Board" (PHC), in dem alle Interessenvertreter (Clubs, Spieler, Ligen, Nationalmannschaften) sitzen und entscheiden sollen. "Erstmals werden die Klubs echter Teil der EHF-Struktur. Wir haben in unseren Gesprächen mit der EHF großes gegenseitiges Verständnis entwickelt", sagte Dierk Schmäschke, Funktionär der Group Club Handball (GCH). Dies ist die Vereinigung der 18 bedeutendsten europäischen Klubs. Der GCH gehören unter anderem sechs Bundesligisten an.

In einem von den Vereinen erstellten "Memorandum of Understanding" ist unter anderem eine angemessene Entschädigung der Clubs für die Abstellung der Spieler vorgesehen. Zudem sollen Regelungen in Sachen Spielkalender, TV-Vermarktung und Werbebandenvermarktung beschlossen werden.

Sollten die Präsidenten der EHF-Verbände und die Mitglieder des Forum Club Handball (FCH), in dem über 50 europäische Clubs vereinigt sind, diesem Entwurf zustimmen, wäre der Dachverband zudem eine seiner größten Sorgen los. In diesem Fall würde die GCH ihre 2009 eingereichte Wettbewerbsklage vor der EU-Kommission in Brüssel zurückziehen. "Wird das alles wie besprochen beschlossen, ist die Klage vom Tisch", sagte GCH-Geschäftsführer Gerd Butzeck.

(Aus den Kieler Nachrichten vom 28.05.2010)


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