19./20.08.2013 - Letzte Aktualisierung: 20.08.2013 | Verein |
Update #1 | KN-Bericht ergänzt ... |
Stefan Adam. |
"Ich habe mich vor rund einem Jahr dazu entschieden, die Aufgabe als Geschäftsführer beim THW Kiel zu übernehmen. Es waren sieben bewegte Monate, in denen ich Erfahrungen als 'Zebra' sammeln konnte. Eine besondere Ehre war für mich, an dem Double-Gewinn des Teams 2013 hinter den Kulissen mitwirken zu dürfen", erklärt Adam. "Leider haben wir bei einigen wegweisenden Themen unterschiedliche Auffassungen vertreten, so dass die Konsequenz nur die einvernehmliche Trennung zuließ", fügt der Geschäftsführer hinzu. "Ich bedanke mich bei allen Beteiligten und wünsche dem THW Kiel und seinen fantastischen Fans eine weiterhin erfolgreiche Zukunft."
Stefan Adam bleibt dem Profisport treu. Er wird sich zukünftig wieder mehr auf seine Aufgabe beim aktuellen Deutschen Basketball-Meister Brose Baskets konzentrieren, bei dem er seit 2006 im Aufsichtsrat tätig ist.
Aus den Kieler Nachrichten vom 20.08.2013:
Die offizielle Floskel sprach von einer einvernehmlichen Trennung, vermutet wird, dass Adam keinen Raum zur Entfaltung hatte. "Nach mehreren Gesprächen sind wir gemeinsam zu dem Ergebnis gekommen, dass unsere Vorstellungen bezüglich der zukünftigen Weichenstellungen des THW Kiel zu weit auseinanderliegen. Aus diesem Grund haben wir uns entschlossen, in Zukunft getrennte Wege zu gehen", erklärte der THW-Aufsichtsratsvorsitzende Klaus-Hinrich Vater. Auch wenn die Trennung nach außen hin unerwartet kam, so sei es laut Vater doch eine Entscheidung nach einem "längeren Prozess" gewesen, die der Aufsichtsrat einstimmig gefällt hätte.
Auch Adam hielt diese Linie: "Leider haben wir bei einigen wegweisenden Themen unterschiedliche Auffassungen vertreten, so dass die Konsequenz nur die einvernehmliche Trennung zuließ." Konkretisieren wollten weder Vater noch Adam den Trennungsgrund. Verfehlungen soll es aber nicht gegeben haben.
Stefan Adam war im Januar vom Bergischen HC (am Sonnabend Bundesliga-Gegner des THW) nach Kiel gewechselt. Beim BHC hatte er sieben Jahre die alleinige Geschäftsführung inne. In den unterschiedlichen Kompetenzbefugnissen dürfte ein Grund für die Trennung zu finden sein. Während der ehemalige Erstliga-Spieler beim BHC hauptverantwortlich die Richtung des Handball-Teams vorgab, das gerade den Wiederaufstieg in die Bundesliga geschafft hat, musste er sich beim THW in das Korsett eines Geschäftsführer-Doppels und eines Aufsichtsrats einpassen. Und der ehrenamtliche Aufsichtsrat ist ein mächtiges Gremium.
Bei der Pressekonferenz zur Saisoneröffnung am vergangenen Mittwoch hatte Adam neben Spielern und Vertretern des Aufsichtsrates gesessen. Nur vage gab es danach am Rande ein paar Zwischentöne, dass er bisher keine großen Fußspuren hinterlassen habe und die Vermarktung des VIP-Raums Dänemark in der Sparkassen-Arena nicht wunschgemäß verlaufe.
Nun beginnt für den THW erneut die Suche, um den Geschäftsführungsbereich zu komplettieren. Erst im Sommer 2011 war Ulrich Derad als Nachfolger von Uwe Schwenker aus dem Management ausgeschieden. Klaus Elwardt ist seither für den Sport zuständig. Die Bereiche Marketing und Finanzen werden nicht verwaist bleiben. "Diese Aufgaben sind da, und sie sollen neu besetzt werden. Wir haben aber noch keine Gespräche geführt", sagte Vater.
(von Ralf Abratis, aus den Kieler Nachrichten vom 20.08.2013)
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