Heinrich "Hein" Dahlinger. |
"Er hat mit seinen Wurfvarianten und Kabinettstückchen die Freude am Spiel zelebriert", beschrieb ihn der ehemalige THW-Manager und heutige Bundesliga-Chef Heinz Jacobsen treffend. Und die "Süddeutsche Zeitung" urteilte 1954 nach einem Länderspiel vor 42000 Zuschauern in Augsburg (32:16 gegen Österreich): "Hein Dahlingers Handball-Kunst überstrahlte alles."
Zahlreiche Titel hat der ehemalige Holzhändler gewonnen, so 1952 und 1955 die Weltmeisterschaft im Feldhandball. In 38 Länderspielen traf er 110 Mal, für den THW war er in 1871 Einsätzen 5423 Mal erfolgreich. "Hein, Daddel los", hat ihm mal ein Zuschauer zugerufen und seitdem ist sein Spitzname "Hein Daddel" - vor wenigen Jahren wurde so auch das THW-Maskottchen getauft.
Herzlichen Glückwunsch, Hein Dahlinger!
Mehr über Hein Dahlinger erfahren Sie auf seiner Porträt-Seite...
Neben Blumen und Wein gab es aber auch jede Menge nette Worte für jenen Mann, über den LSV-Vizepräsident Heinz Jacobsen sagte, die Bezeichung Idol werde im Sport nur ganz wenigen zuteil. Hein Dahlinger, das Kieler Handball-Idol, sei, so Oberbürgermeister Norbert Gansel, längst Volkseigentum geworden. Der Höhepunkt der Popularität sei erreicht, wenn man ihn nicht mit "Herr Dahlinger" anrede, sondern mit "Hein, nun sag' mal".
Sogar von Johannes Rau aus Berlin kamen Glückwünsche, was "Hein Daddel" beeindruckte. "Der Bundespräsident hat mir mit sehr viel Kenntnis gratuliert", freute sich der Jubilar, der viele Mitstreiter aus den Meisterjahren 1962 und 1963 begrüßen konnte. Aus dieser Zeit stammt auch die schönste Anekdote, die das damalige Talent und heutige THW-Gesellschafter Georg Wegener gestern zum besten gab: "Wir waren als Deutscher Meister nach Jever eingeladen. Jeder Spieler erhielt für die Übernachtung einen Gastgeber. Um Hein kümmerte sich nach der Feier am Abend ein Möbelhändler, vor desses Geschäft am nächsten Morgen eine Menschentraube stand, denn im Schaufenster schlief ein Mann auf einem Sofa." Dabei handelte es sich im Übrigen nicht um den Möbelhändler...
(Von Gerhard Müller, aus den Kieler Nachrichten vom 31.10.2002)
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