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11.12.2006 Mannschaft

Zebra: Dominik Klein - Talent und viel Arbeit

Aus dem offiziellen THW-Bundesliga-Magazin "zebra", von living sports:

Mit drei Jahren packte ihn die Leidenschaft. Als jüngster Spross einer handballbegeisterten Familie warf und fing auch Dominik Klein beim TuSpo Obernburg die ersten Bälle. 19 Jahre später ist der einstige Bambino-Handballer zum Nationalspieler gereift. Im Juni 2005 durfte Klein sich zum ersten Mal das Deutschland-Trikot überstreifen. Gegen Israel gab er sein Debüt in der Auswahl von Bundestrainer Heiner Brand. Die Experten sind sich seitdem einig, dass Handball-Deutschland in "Mini", wie ihn seine Fans liebevoll nennen, einen neuen Hoffnungsträger auf Linksaußen gefunden hat.
Die Karriere des heute 22-Jährigen hatte nach den ersten Bundesliga-Lehrjahren in Großwallstadt und Wallau/Massenheim einen vorläufigen Höhepunkt erreicht. Mit dem Wechsel zum THW Kiel ging es in diesem Sommer noch einmal weiter nach oben. Dass Klein die in ihn gesetzten hohen Erwartungen erfüllen kann, beweist er gerade im neuen Trikot. Nach 16 Einsätzen als Zebra stehen 69 Tore auf seinem Konto. "Trotzdem bin ich nie mit mir zufrieden - ich will mehr", sagt der 1,90m große Athlet und gibt sich kämpferisch. Beim THW Kiel habe er gelernt, immer mehr aus sich herausholen zu wollen. "Das, was ich mir erhofft hatte, ist auch eingetreten: Ich entwickle mich weiter und sammle kräftig Erfahrungen. Für mich ist es wichtig, stetig neues zu lernen und an mir zu arbeiten."

Großen Druck auf seinen Schultern spürt Klein trotz der Ansprüche beim Deutschen Meister nicht. "Für mich ist es Motivation, vor so großem Publikum wie in der Ostseehalle zu spielen", meint der 24-malige Nationalspieler. Sicherlich liege die Messlatte beim THW enorm hoch, doch das sporne ihn nur noch mehr an. Mit Talent allein sei die abverlangte Leistung in solch einer Spitzenmannschaft jedoch nicht zu erbringen. "Es ist zwar schön und es ehrt mich, als Talent zu gelten. Doch um erfolgreich mit dem THW Kiel zu spielen, muss man neben dem erforderlichen Herzblut auch jede Menge Arbeit in seinen Sport stecken", ist Klein überzeugt. "Ich habe sicherlich das Glück, von meiner Familie eine Menge Talent mit in die Wiege gelegt bekommen zu haben. Aber um mein Leistungsniveau zu halten und vor allem um mich noch steigern zu können, arbeite ich jeden Tag", stellt Dominik Klein klar.

Er ruhe sich nicht auf den Lorbeeren aus, denn er wisse, dass nichts von alleine kommt - der bereits zweimal von den Fans zum "Spieler des Monats" gewählte Youngster ist auf dem Boden geblieben. "Das haben mir meine Eltern schon von klein auf an beigebracht. Und selbst wenn, dann wären meine Familie und meine Freundin schon da und würden mich ganz schnell wieder auf den Boden der Tatsachen zurückholen", ist sich Klein sicher. Einzig seine emotionale Art Tore zu zelebrieren, lässt ihn mitunter schweben. Doch darauf will auch das Ostseehallen-Publikum nicht verzichten. In Dominik Klein brennt noch immer die ursprüngliche Handball-Leidenschaft.

(Aus dem offiziellen THW-Bundesliga-Magazin "zebra", von living sports)


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