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23./24.08.2010 - Letzte Aktualisierung: 24.08.2010 Super Cup

THW und Hamburg bestreiten Super Cup am Dienstag

Update #1 KN-Vorbericht ergänzt ...

Das Team des HSV Hamburg.
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Das lange Warten hat ein Ende: Exakt 80 Tage nach der erfolgreichen Verteidigung des Meistertitels bestreitet der THW Kiel am Dienstag in der Münchner Olympiahalle das erste Pflichtspiel der Saison 2010/11. Traditionell treffen beim offiziellen Saisonauftakt der HBL, dem Super Cup, Meister und Pokalsieger aufeinander - die "Zebras" spielen somit wie im Vorjahr gegen Vizemeister HSV Hamburg. Die Partie wird am Dienstag um 20.15 Uhr angepfiffen, Sport1 überträgt ab 19.45 Uhr live.
Wegen Umbauarbeiten in der Münchner Olympiahalle musste die HBL im vergangenen Jahr nach Nürnberg umziehen. Doch in diesem Jahr kehrt der seit 1994 ausgetragene Super Cup in die bayrische Hauptstadt zurück, wo er seit 2005 sein Zuhause hat. Von den bislang 16 Austragungen verpasste der THW Kiel bislang nur vier, die Bilanz der zwölf bisherigen Super Cups ist allerdings negativ: Fünfmal (1995, 1998, 2005, 2007 und 2008) gewannen die "Zebras" nach der Meisterschaft auch diesen Titel, siebenmal ließen sie ihrem Gegner den Vorrang. Keine Frage: Während andere Vereine mit einem Sieg beim Super Cup den eigenen Briefkopf verzieren, sieht man diese Partie an der Kieler Förde vielmehr als allerletztes Testspiel vor dem Bundesligastart an. Dass der Ausgang des Duells zwischen Meister und Pokalsieger nur begrenzte Aussagekraft über die bevorstehende Spielzeit hat, zeigen besonders die Jahre 2006 und 2009: Beide Male unterlagen die "Zebras" dem HSV Hamburg deutlich, 2006 mit 35:39 und 2009 sogar mit 28:35. Während man daraufhin in der Hansestadt jeweils auf die große Wachablösung im deutschen Handball hoffte, triumphierte der THW kein Dreivierteljahr später erst in der Champions League und verteidigte anschließend auch den Meistertitel. Dennoch sind sich natürlich alle Kieler Spieler einig: Verlieren möchte man die Partie gegen den HSV Hamburg am Dienstag nicht.

Michael Kraus ist der einzige Neuzugang beim HSV Hamburg.
Michael Kraus ist der einzige Neuzugang beim HSV Hamburg.
Ähnlich wie der THW Kiel hielt man sich auch in Hamburg in diesem Sommer merklich zurück, was Neuzugänge betraf. Wollte Präsident Andreas Rudolph zunächst seinen Kader gar nicht aufstocken, verpflichtete der Verein nach endlos langen Verhandlungen letztlich mit Nationalspieler Michael Kraus vom TBV Lemgo einen weiteren Weltmeister von 2007. Mit dem Rückraumspieler, der für eine Ablöse von rund 300.000 Euro an die Elbe wechselte, kann die Mannschaft von Trainer Martin Schwalb im Rückraum noch variabler agieren. "Daher befinden sie sich auf Augenhöhe mit uns und wir müssen uns noch mehr steigern, um Hamburg erneut hinter uns zu lassen", blickte Alfred Gislason auf die Bundesliga voraus. Bei den Hanseaten, die ab der Saison 2011/12 einen neuen Trainer bekommen werden, da Schwalb dann Geschäftsführer der Betriebsgesellschaft wird, fehlt Linkshänder Krzystof Lijewski. Der polnische Nationalspieler wurde vor einigen Tagen an der Schulter seines Wurfarms operiert und fällt circa drei Monate aus. Gislason muss hingegen weiterhin auf die Langzeitveretzten Daniel Narcisse und Kim Andersson verzichten, Christian Sprenger könnte hingegen nach seiner am 14. August in Ehingen zugezogenen Sprunggelenksverletzung wieder zum Kader stoßen.

Beim Super Cup 2010 in der Münchener Olympiahalle erwartet die Fans am Dienstag eine Weltpremiere. Die TOYOTA Handball-Bundesliga, auch als stärkste Liga der Welt bekannt, präsentiert vor dem Spiel die Pokale dreier europäischer Wettbewerbe in der Olympiahalle. Neben dem Champions-League-Pokal des THW Kiel werden also auch der Pokal der Pokalsieger des VfL Gummersbach und der EHF-Cup des TBV Lemgo zu bewundern sein. Hinzu kommen natürlich die Meisterschale des THW Kiel und der DHB-Pokal, den der HSV Hamburg nach einem packenden Finalsieg über die Rhein-Neckar Löwen gewannen.

Als Schiedsrichter werden Colin Hartmann und Stefan Schneider das Spiel leiten. Dies gab Peter Rauchfuß, Schiedsrichterwart des Deutschen Handballbundes (DHB), am vergangenen Donnerstag bekannt. Das Gespann aus Magdeburg hat bisher 320 Begegnungen für den DHB geleitet. Hartmann und Schneider sind seit 1993 als Schiedsrichter aktiv. "Wir freuen uns auf München und sehen es als Ehre und Auszeichnung an, an der Vergabe des ersten Titels der Saison beteiligt zu sein. Wir wissen auch um die Verantwortung der Aufgabe, dass erste Saisonspiel zwischen dem THW Kiel und dem HSV Hamburg zu pfeifen", so Stefan Schneider.

(Sascha Krokowski)

 

Dieser Vorbericht wird wie gewohnt ständig aktualisiert...

 

 

Aus den Kieler Nachrichten vom 24.08.2010:

Teil eins: THW gegen HSV

Die beiden Spitzenteams der Handball-Bundesliga treffen heute im Supercup aufeinander
München. Vorhang auf für die 34. Saison der Handball-Bundesliga: Mit dem Supercup zwischen dem THW Kiel und dem HSV Handball, der heute in München (20.15 Uhr, live bei Sport1) ausgetragen wird, endet die Vorbereitung. Morgen geht es zwischen der SG Flensburg und der HSG Wetzlar erstmals um Punkte.

Ganz ausverkauft wird die Olympiahalle mit rund 9000 Zuschauern nicht sein. "Wir sind trotzdem zufrieden", sagt Frank Bohmann, Geschäftsführer der Handball-Bundesliga GmbH (HBL), die den Supercup zwischen dem Meister und dem Pokalsieger der vergangenen Spielzeit ausrichtet. "Uns geht es bei diesem Spiel nicht darum, Geld zu verdienen. Wir wollen vielmehr mit einem Kracher in die Saison starten." Beide Clubs erhalten laut Bohmann rund 30 000 Euro Antrittsgage, der HBL bliebe eine "schwarze Null".

In der vergangenen Saison gewann der HSV Handball den Supercup (35:28), der damals in Nürnberg ausgetragen werden musste, weil die Olympiahalle umgebaut wurde. Zwei Jahre zuvor hatte der THW Kiel in München die Hamburger besiegt (33:28). Rückschlüsse für den Saisonverlauf ließen sich daraus nicht ablesen, schließlich wurden die Kieler jeweils Erster, der HSV Zweiter.

Als eine "Standortbestimmung" ordnet Alfred Gislason das vierte Supercup-Duell gegen die Hamburger ein. Die beeindruckenden Zahlen der vergangenen Wochen, in der die "Zebras" namhafte Gegner wie Montpellier, Zagreb und Kielce demontierten, will der THW-Trainer nicht überbewerten. "Man weiß nie, in welcher Phase der Vorbereitung die anderen Vereine gesteckt haben." Jetzt sehen Kiel und Hamburg klarer, ist der Supercup doch die Generalprobe für den Saisonstart, der Kiel am Sonntag ein Heimspiel gegen Aufsteiger Friesenheim (15 Uhr) beschert.

"Nicht der Supercup ist wichtig, sondern vielmehr das Gefühl, wie man danach in die Saison startet", erklärte Hamburgs Trainer Martin Schwalb, der auf die verletzten Linkshänder Kristof Lijewski und Stefan Schröder verzichten muss. Ein gutes Gefühl wird der Vizemeister brauchen, erwartet ihn doch am Sonnabend bei FA Göppingen gleich ein undankbarer Auftakt in die neue Spielzeit.

In München werden die Kieler ein Wiedersehen mit Michael Kraus feiern, der aus Lemgo an die Elbe wechselte. Als Ostwestfale war der eigenwillige Nationalspieler den Kielern ein Dorn im Auge. So warf er in der vergangenen Saison 18 Tore gegen den THW, klaute dem Meister drei Punkte. Wie gefährlich ist er als Hamburger? Heute gibt es eine Antwort. Eine erste.

(von Wolf Paarmann, aus den Kieler Nachrichten vom 24.08.2010)

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    Di., ab 19.45 Uhr: THW Kiel - HSV Hamburg
    live aus der Olympiahalle in München

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    Eine Übersicht über verschiedene Live-Ticker finden Sie auf unserer Live-Ticker-Seite.


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