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05./06.06.2011 - Letzte Aktualisierung: 06.06.2011 Bundesliga

TV Hüttenberg kehrt in die Bundesliga zurück

Update #1 KN-Bericht ergänzt ...

Am späten Sonntagnachmittag ist die letzte Entscheidung der Bundesliga-Saison 2010/2011 gefallen: Der TV Hüttenberg kehrt nach dem Relegationserfolg gegen das favorisierte GWD Minden nach 26-jähriger Abstinenz in die erste Bundesliga zurück. Die Mittelhessen komplettieren das dreiköpfige Aufsteigerfeld um die Zweitliga-Meister Eintracht Hildesheim und Bergischer HC (siehe Extra-Bericht), während die HSG Ahlen-Hamm und die TSG Ludwigshafen-Friesenheim sportlich und der DHC Rheinland wirtschaftlich den Gang nach unten antreten müssen.
Nicht nur wegen des aus Leon verpflichteten Spielmachers Dalibor Doder galt GWD Minden vor Beginn der Saison als klarer Favorit auf die Meisterschaft in der 2. Bundesliga Nord und den direkten Wiederaufstieg. Doch nachdem die Ostwestfalen in der Punktrunde knapp der Eintracht aus Hildesheim den Vorzug lassen mussten, scheiterten sie nun auch in der Relegation am Süd-Zweiten TV Hüttenberg. Die Vorentscheidung fiel bereits am vergangenen Wochenende, als die Mittelhessen - wie Minden und der THW ein Gründungsmitglied der eingleisigen Bundesliga 1977 - das Hinspiel in eigener Halle deutlich mit 30:19 für sich entschieden. Das Rückspiel in Minden verlor die Mannschaft von Trainer Jan Gorr zwar mit 25:29 (12:16), geriet aber dabei nie in Gefahr, den Elf-Tore-Vorsprung noch aus der Hand zu geben. Während GWD Minden in der nächsten Spielzeit in der dann eingleisigen zweiten Bundesliga - dann weiter verstärkt durch den slowenischen Rückraumspieler Nenad Bilbija aus Valladolid - einen neuen Anlauf wagen wird, kehrt der TV Hüttenberg nach dem Bundesliga-Abstieg 1985 nach 26 langen Jahren in die höchste Spielklasse des Handballs zurück.

Mit einer homogenen Mannschaft, in deren Kader mit Ausnahme des polnischen Rückraumspielers Tomasz Jezewski nur deutsche Spieler stehen, spielte der TV Hüttenberg wie schon in der Vorsaison groß auf, musste durch eine knappe Niederlage in Saarlouis aber am letzten Spieltag dem Bergischen HC den Vortritt lassen und damit in die Verlängerung. Beste Torschützen in dieser Saison waren der 22-jährige Rechtsaußen Florian Billek (180/40 Tore) sowie Sven Pausch (138/74) und Spielmacher Florian Laudt (114). Mit Rückraumspieler Timm Schneider und Kreisläufer Sebastian Weber wechselten zu dieser Saison zwei weitere Spieler von der HSG Wetzlar nach Hüttenberg, insgesamt stehen damit fünf ehemalige Wetzlarer im Kader. Keine zehn Kilometer trennen die beiden Vereine auf der Landkarte, in den gemeinsamen Zweitligazeiten standen sie sich in legendären Derbys gegenüber. In der kommenden Saison 2011/2012 stehen diese Duelle nun also endlich erstmals in der TOYOTA Handball-Bundesliga an.

(Sascha Krokowski)

 

Aus den Kieler Nachrichten vom 06.06.2011:

Hüttenberg ist aufgestiegen

Minden. Der TV Hüttenberg kehrt nach 26-jähriger Abwesenheit in die Handball-Bundesliga zurück. Im Relegations-Rückspielspiel bei GWD Minden setzte sich der Zweite der 2. Liga Süd gestern trotz der 25:29 (12:16)-Niederlage vor 4051 Zuschauern in Minden gegen den Nord-Zweiten durch.

Das Hinspiel hatte das Team von Trainer Jan Gorr vor acht Tagen mit 30:19 in Hüttenberg gewonnen. Hüttenberg nimmt kampflos den Bundesliga-Platz des DHC Rheinland ein, der wegen Insolvenz dritter Absteiger neben den sportlich gescheiterten TSG Friesenheim und HSG Ahlen-Hamm ist.

(aus den Kieler Nachrichten vom 06.06.2011)


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