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16.01.2007 WM 2007/Nationalmannschaft

Kieler Nachrichten: Andersson: "Viertelfinale ist Endstation"

Aus den Kieler Nachrichten vom 16.01.2007:

Neuss - Deutschlands Handballer träumen vom Titel bei der Heim-WM, doch für viele Experten ist das Team von Bundestrainer Heiner Brand nur Außenseiter. Von den 18 Bundesliga-Trainern glauben nur drei an einen "sicheren Triumph" des Gastgebers. Die restlichen 15 Coaches übten sich in einer Umfrage des Sport-Informations-Dienstes (sid) in vornehmer Zurückhaltung.
"Für Deutschland ist im Viertelfinale Endstation. Der Kader ist nicht stark genug", sagt Kent-Harry Andersson von der SG Flensburg-Handewitt. In eine ähnliche Richtung wie der Meistertrainer von 2004 denken Ola Lindgren (Nordhorn) und Velimir Petkovic (Göppingen), die dem Gastgeber allenfalls den Sprung ins Halbfinale zutrauen.

Bei insgesamt zehn Coaches steht der Gastgeber höchstens als Mitfavorit oder sogar nur als Außenseiter auf dem Zettel. "Wichtig wäre, dass sich endlich die Verletztenmisere entkrampft", meinte Noka Serdarusic. Wie zahlreiche seiner Kollegen will sich auch der Trainer des THW Kiel nicht auf einen Titelkandidaten festlegen. "Die Weltspitze ist zu ausgeglichen." Weltmeister Spanien, Europameister Frankreich und Olympiasieger Kroatien sind die "üblichen Verdächtigen", die insgesamt neun Trainer auf der Rechnung haben.

Außenseiterchancen werden Island, Russland, Tschechien, Tunesien und Dänemark zugeschrieben. Flensburgs Schwede Andersson, dessen Heimatland sensationell die WM-Teilnahme verpasst hatte, setzt als einziger auf die Dänen als Weltmeister. Keine Kompromisse machen Richard Ratka (Minden), Rolf Brack (Balingen) und Wolfgang Klimpke (Wetzlar). Für das Trio kann der Weltmeister nur Deutschland heißen. "Ich bin überzeugt davon, dass wir es schaffen, weil der Heimvorteil von unschätzbarem Wert ist. Das sieht man in jedem Champions-League-Spiel", meint Brack.

(Aus den Kieler Nachrichten vom 16.01.2007)


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