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07.08.2010 Mannschaft

Kieler Nachrichten: Alfred Gislason: "Absurd, was verlangt wird"

Aus den Kieler Nachrichten vom 07.08.2010:

Alfred Gislason.
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Kiel. Kiels Trainer Alfred Gislason hat eine Entzerrung des Wettkampfkalenders gefordert. "Es ist langsam völlig absurd, was von den Spielern verlangt wird", sagte der Isländer dem "Handballmagazin". Vor allem mit dem Weltverband IHF und dem europäischen Verband EHF ging er hart ins Gericht.
"Mein Eindruck ist, dass IHF und EHF nur an sich und ihre Fernsehgelder denken - aber die Spieler interessieren sie einen Scheißdreck. Jeder versucht, das Beste für sich herauszuholen, aber es wird zu viel gespielt, und die Saison ist zu lang", monierte der Coach. Die Worte Gislasons fanden gestern Abend durch die schwere Knieverletzung von Daniel Narcisse eine tragische Bestätigung.

Gislasons Vorschlag: Welt- und Europameisterschaften sollten nur noch im Vierjahresrhythmus stattfinden und nicht wie jetzt alle zwei Jahre. "Dann hätte man einen humaneren Rhythmus." Jetzt absolvieren die Handballer jedes Jahr mindestens ein großes Turnier. "Es heißt, man könnte das erst 2016 ändern. Die Spieler werden dann eh völlig kaputt sein", erklärte Gislason. Für seine weitere Trainerlaufbahn hat der 50-Jährige, der beim THW noch bis 30. Juni 2014 unter Vertrag steht, ganz konkrete Vorstellungen. "Ich möchte gern in der Liga bleiben, bis ich 60 bin", meinte Gislason. Mit 60 wolle er dann ein Nationalteam übernehmen: "Das ist der Plan."

(Aus den Kieler Nachrichten vom 07.08.2010)


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