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28./29.02.2004 - Letzte Aktualisierung: 29.02.2004 Bundesliga

THW bei der HSG Wetzlar: "Eine schöne Aufgabe"

Update #2 Aktualisierung vom 29.2. und vom 28.2...

Kann der THW endlich einmal das Team von Wetzlar in eigener Halle schlagen?
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Noch nie hat der THW bei der HSG D/M Wetzlar gewinnen können. Am Sonntag nimmt der THW in der Gießener "Ost-Sporthalle", in die die HSG extra für die DSF-Live-Übertragung umgezogen ist, seinen sechsten Anlauf. THW-Manager Uwe Schwenker sieht das Spiel bei den Hessen als eine "schöne Aufgabe". Anpfiff in Gießen ist um 15.00 Uhr (live im DSF ab 14.45 Uhr).
Die Bilanz des THW bei der HSG D/M Wetzlar ist wenig vielversprechend: Beim ersten Spiel in Dutenhofen 1998/99 gab es ein 24:24-Unentschieden, danach verlor der THW dreimal: im Dezember 1999 mit 21:23 in Gießen, im März 2001 mit 23:29 in Dutenhofen und im Oktober des letzten Jahres mit 28:33 ebenfalls in Dutenhofen. Ein zweites Unentschieden gelang mit dem 22:22 im Oktober 2001. Kein Wunder, dass der THW bei der HSG D/M endlich einmal zwei Punkte entführen will, denn Wetzlar ist neben Aufsteiger Stralsund und dem HSV dass einzige Team, bei dem die Zebras noch nie gewinnen konnten. THW-Manager Uwe Schwenker sagte nach dem Heimsieg gegen Göppingen: "Eine schöne Aufgabe liegt vor uns: Wir wollen endlich einmal in Wetzlar punkten. Auf diese Aufgabe freue ich mich." Das Hinspiel in der Ostseehalle im September gewannen die Zebras jedenfalls klar mit 38:27 (19:11) - doch das will für das Rückspiel wenig heißen.

Ob Umberto Brajkovic gegen den THW spielen kann, ist ungewiss.
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Die HSG D/M Wetzlar liegt mit 19:25 Punkten derzeit im unteren Mittelfeld der Tabelle auf Platz 11. Die letzten doppelten Punktgewinne gabs im Dezember beim Heimsieg über Stralsund und beim Erfolg bei der SG Kronau/Östringen. Danach musste die HSG in eigener Halle ein Unentschieden hinnehmen, verlor in Großwallstadt und spielte nach klarer Halbzeitführung in Göppingen unentschieden (siehe Kurve Wetzlar). Richtig bitter stieß der Wetzlarer Führung die 22:25-Heimniederlage gegen TUSEM Essen vom Mittwoch auf. "Nach so einer Vorstellung wie gegen Essen dürfen wir nicht zur Tagesordnung übergehen,", sagte HSG-Macher Rainer Dotzauer gegenüber der "Wetzlarer Neue Zeitung" und meinte damit, dass der Sieg durch eigene Fehler verschenkt wurde, wie auch der überragende Halbrechte Umberto Brajkovic erklärte, Brajkovic zog sich gegen Essen 20 Minuten vor dem Ende einen Muskelfaserriss im Adduktorenbereich zu und wird möglicherweise vier Wochen ausfallen. Da Wetzlar dann allerdings nur noch drei Rückraumspieler für das Spiel gegen Kiel bleiben würden, schließt Brajkovic einen Einsatz derzeit noch nicht aus.
Axel Geerkens starke Leistung gegen Essen reichte  Wetzlar nicht.
Klicken Sie zum Vergrößern! Axel Geerkens starke Leistung gegen Essen reichte Wetzlar nicht.
Der ehemalige THW-Keeper und HSG-Kapitän Axel Geerken, mit 14 Paraden einer der Besten, ergänzte zur Heimniederlage gegen Essen in der WNZ: "Wer so viele frei Würfe vergibt, der darf sich am Ende nicht wundern, mit leeren Händen dazustehen." Sieben Minuten vor Schluss stand es noch 21:21, dann aber gaben die vielen HSG-Fehler den Ausschlag für TUSEM.

"Es kann alles passieren, nur 0:6-Punkte aus unseren drei aufeinanderfolgenden Heimspielen dürfen es nicht werden", will Dotzauer gegenüber der WNZ sein Team gegen THW unbedingt siegen sehen, denn "wenn wir nicht bald mal punkten, wird der Druck zu groß". HSG-Coach Velimir Petkovic, in der kommenden Saison für Frisch Auf Göppingen aktiv, sah die Ursache gegenüber der WNZ in der großen Belastung der kleinen HSG-Truppe: "Unser Kader ist einfach zu dünn besetzt, um ständig an der Leistungsgrenze agieren zu können."

Doch das Heimspiel gegen den THW weckt nicht nur Ängste, sondern hat auch seine positiven Seiten für die Dutenhofener. Zum dritten Mal in der Geschichte der Spielgemeinschaft berichtet das DSF live von einem Heimspiel. Um eine Übertragung zu ermöglichen, ist die HSG in die 2800 Zuschauer fassende Sporthalle Ost nach Gießen umgezogen. Einen weiteren Umzug wird es im März 2005 geben, denn dann soll die neue HSG-Heimstätte, die 5500 Zuschauer fassende "Wetzlar Arena" fertig gestellt sein. "Dem Umzug können wir uns angesichts der werblichen Möglichkeiten aber nicht verschließen" sagt Geschäftsstellenleiter Wolf-Rüdiger Blöhsz gegenüber den Kieler Nachrichten. "Wollen wir die Erste Liga halten, müssen wir uns verändern."

Wetzlars Topscorer: Nebojsa Golic.
Klicken Sie zum Vergrößern! Wetzlars Topscorer: Nebojsa Golic.
Das Wetzlarer Team stellten wir bereits im Vorbericht zum Hinspiel ausführlich vor. Bester Schütze in der Liga ist Spielmacher und Goalgetter Nebojsa Golic mit 130/53 Toren, gefolgt von Ghenadij Khalepo (80), dem verletzten Umberto Brajkovic (72) und dem finnischen Rechtsaußen Björn Monnberg (64/15).

Das Spiel wird geleitet von den Unparteiischen Ehrmann (Riedstadt) / Künzig (Karlsruhe).

Aktualisierung vom 28.2...

Wetzlar muss auf Björn Monnberg (Kapsel- und Bänderriss an der Wurfhand), Andreas Klimpke und Mario Allendörfer verzichten. Ob Umberto Brajokvic spielen kann, ist mehr als ungewiss. Beim THW sind Demetrio Lozano (Oberschenkelzerrung) und Klaus-Dieter Petersen (Handverletzung) angeschlagen. Die Langzeitverletzten Jacobsen und Pungartnik fallen aus.

Lesen Sie den Vorbericht der Kieler Nachrichten zum Spiel...

Aktualisierung vom 29.2...

"Serien sind dazu da, dass sie irgendwann einmal zu Ende gehen", zeigt sich Noka Serdarusic gegenüber der "Wetzlarer Neue Zeitung". "Die Spieler, die schon länger bei uns sind, haben die Ergebnisse der Vergangenheit natürlich auch im Kopf. Aber wir machen uns Gedanken, wie wir die Sache für uns umdrehen", erklärt Serdarusic in der WNZ.

Für Wetzlar kommt das Spiel in der "schlimmsten Zeit für uns", so HSG-Trainer Velimir Petkovic gegenüber der WNZ. Dass Umberto Brajkovic (Muskelfaserriss) nicht spielen, ist wahrscheinlich. Auch Mario Allendörfer (Schulter) fällt definitv aus. Damit stehen Petkovic mit Khalepo, Golic und Viktorsson nur drei gesunde Rückraumspieler zur Verfügung. So denkt der HSG-Coach in der WNZ über seine Optionen nach: "Gunnar Berg Viktorsson muss eiInfach ie Ruhe bewahren. Vielleicht bringe ich Kai Kieselhorst nicht nur in der Abwehr, sondern auch im Angriff. Vielleicht hat Markus Schmidt die Kraft für Kurzeinsätze in der Deckung. Auch Andi Klimpkes Zustand gibt ein wenig Hoffnung." Ein wenig Hoffnung hat auch der finnische Rechtsaußen Björn Monnberg, der eine Manschette für seine linke Hand bekommen hat und vielleicht doch auflaufen kann. Pektovic setzt derweil in der WNZ auf das Wundermittel Motivation: "Kiel ist immer eine Herausforderung für jeden Spieler. Wir müssen kämpfen bis zum Umfallen. Eine gute Leistung ist auch wegen der Fernsehpräsenz absolute Pflicht." Die Halle ist mit 2500 Zuschauern fast ausverkauft, HSG-Macher Rainer Dotzauer sagt: "Wir wollen die Sensation schaffen."

Dieser Vorbericht wird wie gewohnt laufend aktualisiert...

 

 


Aus den Kieler Nachrichten vom 28.2.2004:

Hoffen auf Versuch Nummer sechs

THW hat morgen ersten Sieg bei der HSG Wetzlar im Visier
Fünf Versuche, drei Niederlagen, zwei Unentschieden, kein Sieg. "Wir haben schon in der ganzen Welt gewonnen", sagt THW-Trainer Noka Serdarusic, "nur nicht bei der HSG Wetzlar." Die sechste Chance bietet sich den Zebras morgen in der Sporthalle Ost in Gießen. Anpfiff ist um 15 Uhr, das DSF tiberträgt die Partie der Handball-Bundesliga ab 14.45 Uhr live.

Um eine Negativserie zu beenden, muss man etwas verändern. Die Gastgeber tragen ungewollt das Ihrige dazu bei, sie ziehen aus dem Hexenkessel Sporthalle Dutenhofen in die mittelhessische Kreisstadt Gießen um. Das ist wegen der größeren Hallenkapazität gut für die Kasse, außerdem notwendig wegen der Fernsehübertragung. Die Kieler brechen ebenfalls mit einer liebgewonnen Gewohnheit. Statt in ihr Stammhotel "Amtmann" vor den Toren Wetzlars einzuziehen, wählten sie den "Wetzlarer Hof" als neue Herberge. Abergläubig sei er nicht, schmunzelt Manager Uwe Schwenker, "aber man sollte nichts unversucht lassen."

Wetzlars Trainer Velimir Petkovic will in dem Umzug in die 2800 Zuschauer fassende Sporthalle Ost keinen Nachteil für sein Team erkennen. "Wir haben schon einmal in Gießen gegen den THW gespielt und gewonnen." Sorgen bereitet dem 47-Jährigen vielmehr die kurze HSG-Personaldecke. Verletzungen haben den Kader ächtig ausgedünnt. Neben seinen beiden Torhütern stehen ihm nur sechs Bundesliga taugliche Feldspieler zur Verfügung, aufgefüllt wird die Mannschaft mit zwei Spielern aus dem Wetzlarer Oberligateam. Die letzte Hiobs-Botschaft erreichte den HSG-Coach am Mittwoch nach der 22:25-Niederlage gegen Essen. Ausgerechnet Wetzlars Bester, Umberto Brajkovic, fällt 14 Tage aus: Muskeifaserriss.

Heute um 13 Uhr steigen mit Demetrio Lozano (Oberschenkelzerrung) und "Pitti" Petersen (Handverletzung) auch zwei angeschlagene Zebras in den Mannschaftsbus. Dennoch gibt sich der THW optimistisch. "In Gießen dürfte es einfacher werden als in der engen Dutenhofener Halle", sagt Serdarusic. Johan Pettersson weiß bereits, wie es mit einem Sieg klappen kann. 2001 gewann Kiels Rechtsaußen dort mit Nordhorn. Sein Erfolgsrezept: "Wir müssen gut in der Abwehr stehen und leichte Tore über Tempohandball werfen."

(Von Reimer Plöhn, aus den Kieler Nachrichten vom 28.02.2004)

 

 

User-Tipp:

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