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28./29.09.2003 - Letzte Aktualisierung: 29.09.2003 Bundesliga

Nach souveränem Sieg über Wetzlar Tabellenzweiter

Bundesliga, 6. Spieltag: 28.09.2003, So., 16.00: THW Kiel - HSG D/M Wetzlar: 38:27 (19:11)
Update #4 Stimmen ergänzt...

Der THW ließ gegen die HSG D/M Wetzlar nichts anbrennen.
Klicken Sie zum Vergrößern! Der THW ließ gegen die HSG D/M Wetzlar nichts anbrennen.
Der THW hat am Sonntag Nachmittag die HSG D/M Wetzlar mit 38:27 (19:11) besiegt. Nach einem 8:2-Blitzstart der Zebras war der klare Sieg nie mehr gefährdet. Damit hat sich der THW mit nun 11:1 Punkten auf Platz zwei der Tabelle vorgeschoben.
In den ersten Minuten schlugen die beiden "Halben" des THW zu: Piotr Przybecki machte per zweiter Welle das 1:0 (1.), Christian Zeitz stibitzte sich wenig später das Leder und besorgte mit einem unnachahmlichen Gegenstoßtreffer das 2:0 (2.). Nach dem 3:1 (3.) durch Nikolaj Jacobsen und dem 4:1 durch Marcus Ahlm waren es wieder die beiden Rückraumspieler, die für den THW trafen: Przybecki mit einem harten Wurf zum 5:1 (4.), Zeitz mit einem ebensolchen Schuss zum 6:1 (7.). Als Wagner (8.) und Zeitz (11.) auf 8:2 erhöhten, war der Blitzstart der Hausherren perfekt, HSG-Trainer Velimir Petkovic nahm eine Auszeit.

Seine Mannschaft konnte zwar bis zur 16. Minute auf 11:16 verkürzen, doch Zeitz und Pettersson (aus dem Rückraum!) bauten die THW-Führung in Unterzahl (zweifelhafte Zeitstrafe gegen Przybecki) auf 13:6 (18.) aus. Johan Pettersson, der insgesamt 8/4 Tore erzielte, hatte bereits in der 12. Minute ebenfalls in Unterzahl aus dem Rückraum zum 9:3 getroffen.

Christian Zeitz (8 Tore) erfuhr in THW-Unterzahl Sonderbewachung.
Klicken Sie zum Vergrößern! Christian Zeitz (8 Tore) erfuhr in THW-Unterzahl Sonderbewachung.
Einen sensationellen Treffer erzielte Christian Zeitz in der 25. Minute. Der junge Neu-Kieler spielte Hasenjagd und setzte sich per Einzelaktion allein gegen drei HSG-Verteidiger bis zum Kreis durch: Das war das 17:10.

Nachdem Mattias Andersson, ab der 25. Minute für Henning Fritz im Spiel, gegen Ende der ersten Halbzeit dreimal parieren konnte, bauten die Zebras bis zur Pause ihre Führung auf 19:11 aus. Wetzlar kam im ersten Durchgang nur zu sechs Feldtoren, die weiteren fünf Treffer wurden von HSG-Spielmacher Nebojsa Golic (ohne Feldtor in der ersten Halbzeit) jeweils per Strafwurf erzielt.

Klar, dass der THW es in Durchgang zwei, nachdem man zu Beginn auf 21:11 (32.) erhöht hatte, in der Folge langsamer angehen ließ, dennoch stets die Partie klar kontrollierte. Beim Stand von 26:17 (48.) verletzte sich dann Piotr Przybecki nach einem Wurfversuch. Der Pole musste die Halle verlassen und hat sich möglicherweise einen Hexenschuss zugezogen. Eine genaue Diagnose wird aber nicht vor Montag erwartet.

Nach dem 20:27 durch Golic (Strafwurf) nagelte Mattias Andersson sein Tor für Minuten zu. Vorne trafen Ahlm und insbesondere Pungartnik und Zeitz, die zwischem rechten Rückraum und Rechtsaußen rochierten. Nach 52 Minuten führte der THW mit 31:20 und baute die Führung über 34:22 (55.) auf 36:24 (57.) aus.

Beste Schützen beim THW waren Christian Zeitz (8), der nach Bekunden von Trainer Noka Serdarusic heute sein bislang bestes Spiel für den THW absolvierte, und Johan Pettersson (8/4). Für Wetzlar war Golic mit 11/1 Toren am erfolgreichsten.

Hier geht's zu den Fotos des Spiels gegen Wetzlar...

Stimmen zum Spiel:

Pressekonferenz. Von links: THW-Manager Schwenker, THW-Trainer Serdarusic, Moderator Pipke, HSG-Trainer Petkovic, Sportl. Leiter der HSG Dotzauer
Pressekonferenz. Von links: THW-Manager Schwenker, THW-Trainer Serdarusic, Moderator Pipke, HSG-Trainer Petkovic, Sportl. Leiter der HSG Dotzauer
HSG-Trainer Velimir Petkovic:
Ein Trainer kann nicht zufrieden sein, wenn man mit elf Toren verliert. Wir wussten schon, in welcher Verfassung der THW ist, der sehr gute Start ist für mich keine Überraschung. Wir hatten den THW und seine Qualität schon im Trainingslager in Ferndorf gesehen.

Zehn Minuten vor Schluss hatten wir die Chance auf ein vernünftiges Ergebnis, da lagen wir mit acht Toren hinten, aber dann haben wir zwei Gegenstöße vergeben und dann folgte die Strafe gegen einen läuferisch überlegenen THW, der 60 Minuten das Tempo hoch gehalten hat. Es werden hier noch viel bessere Mannschaften als wir es sind unter die Räder kommen. Noka, ich wünsche Dir alles Gute auf dem Weg mit dieser Mannschaft nach ganz oben.

Wir haben uns nicht blamiert, sondern gegen eine überlegene Mannschaft verloren. Heute war nicht mehr möglich, aber wir haben nicht aufgegeben und gekämpft - uns hat die Qualität einfach gefehlt.

THW-Trainer Noka Serdarusic:
Wir haben sehr gute erste 30 Minuten gespielt. Es war nicht anzunehmen, dass die Mannschaft die Leistung der ersten Halbzeit im zweiten Durchgang bei neun Toren Führung wiederholen würde.

Mattias Andersson hat eine sehr gute Leistung gezeigt, trotzdem viele Tore kassiert. Das nicht, weil unsere Deckung schlecht war, sondern weil wir im Angriff den Abschluss schon nach vier bis zehn Sekunden gesucht haben. Dadurch kam Wetzlar zu Torchancen.

Dennoch: Eine super Leistung in der ersten Halbzeit, in der zweiten Halbzeit im Angriff solide - die Spieler wollten da alle einmal zeigen, was sie können. Insgesamt eine ordentliche Leistung.

[Zu Christian Zeitz:]
Es war sein bisher bestes Spiel für uns. Man sagt, Christian ist für jede Überraschung gut, aber auch für drei, vier Ballverluste pro Spiel. Das hat sich heute in Grenzen gehalten. Ich gehe davon aus, dass er noch mehr in unser taktisches Spiel eingebunden werden kann und wir noch größeren Nutzen von ihm haben. Man hat gesagt, er könne keine Abwehr spielen. Bei uns hat er von Anfang an seine Chance in der Abwehr erhalten und genutzt. Er hat seine Abwehrleistung jetzt schon im Vergleich zum ersten Spiel für den THW um 30 bis 40 Prozent gesteigert.

Der sportliche Leiter der HSG, Rainer Dotzauer:
Wir haben heute positive Ansätze gesehen, vor allem beim Spielmacher Nebojsa Golic, der Führungsqualitäten bewies, und bei Viktorsson. Khalepo ist unser Problemfall, er in seinem Alter kann nicht alle drei Tage gut spielen - hoffen wir, dass er sich die gute Leistung für das Spiel gegen Lemgo aufgehoben hat.

Bei Kiel will ich Zeitz herausheben - da lacht das Herz, wenn man solch einen jungen, deutschen Spieler sieht. Der THW wird mit seiner Mannschaft im Hurrastil weitere Teams überrennen, aber ob die Kieler schon ganz oben anklopfen können, glaube ich nicht. Noch fehlen ihnen Stefan Lövgren und eine passable Härte. Aber hier in Kiel wächst etwas heran...

THW-Manager Uwe Schwenker:
Unser Ziel war es ja, einen großen, breiten Kader zu haben, der die kommenden zwei Jahre mit hohen Belastungen durch EM, WM und Olympia, durch steht. Dafür sind wir finanziell an die Schmerzgrenze gegangen. Man kann sagen, alle unsere Neuzugänge haben sich als Volltreffer herausgestellt. Das freut mich und ist für Noka Serdarusic und mich auch Bestätigung.

Der THW ist dennoch nicht der absolute Titelfavorit. Jetzt kommt noch ein Heimspiel und dann gehen wir mit Selbstbewußtsein an die kommenden großen Aufgaben Lemgo, Nordhorn und Hamburg.

Nun habe ich noch einen Wunsch: Dass wir endlich einmal mit solch einer Leistung in Wetzlar - das ist uns noch nie gelungen - gewinnen können.

THW-Kapitän Stefan Lövgren:
In den ersten 40 Minuten haben wir alles richtig gemacht. Das war Tempohandball vom Feinsten. Wetzlar hat beinahe nicht stattgefunden. Schade, dass ich nicht dabei sein konnte, es wird voraussichtlich auch noch einige Zeit dauern.
THW-Torhüter Mattias Andersson:
Wir haben hinten super gestanden. Wetzlar war in dieser Phase auch so schwach, weil wir sie so schwach gemacht haben.

6. Spieltag: 28.09.03, So., 16.00: THW Kiel - HSG D/M Wetzlar: 38:27 (19:11)

Logo THW Kiel:
Fritz (1.-25. und ein 7m, 5 Paraden), Andersson (25.-60. und zwei 7m, 14 Paraden); Preiß (2), Pettersson (8/4), Jacobsen (1/1), Przybecki (5), Pungartnik (6/1), Lozano (3/1), Petersen, Wagner (1), Ahlm (4), Wisotzki (n.e.), Boquist, Zeitz (8); Trainer: Serdarusic
Logo HSG D/M Wetzlar:
Geerken (13.-30., 45.-60. und ein 7m, 7 Paraden), Strzelec (1.-13. und 31.-45., 2 Paraden); Viktorsson (5), Brajkovic (6), Sighvatsson (2), Kestawitz, Monnberg (2), Kieselhorst, Schmidt (n.e.), Golic (11/6), Mario Allendörfer, Khalepo (1); Trainer: Petkovic
Schiedsrichter:
Damian (Bingen) / Wenz (Mainz)
Zeitstrafen:
THW: 4 (Preiß, zweimal Przybecki, Lozano);
Wetzlar: 6 (Viktorsson, zweimal Sighvatsson, Monnberg, Kieselhorst, Khalepo)
Siebenmeter:
THW: 10/7 (Jacobsen wirft Aufsetzer vorbei, Pettersson scheitert an Strzelec, Zeitz scheitert an Geerken und wirdt Nachwurf an den Pfosten);
Wetzlar: 6/6
Spielfilm:
1. Hz.: 2:0, 2:1, 6:1, 6:2, 8:2, 8:3, 10:3, 10:4, 11:4, 11:6, 13:6, 13:7, 15:7, 15:9, 16:9, 16:10, 17:10, 17:11, 19:11;
2. Hz.: 21:11, 21:12, 22:12, 22:13, 24:13, 24:16, 26:16, 26:17, 27:17, 27:20, 31:20, 31:21, 32:21, 32:22, 34:22, 34:23, 35:23, 35:24, 36:24, 36:25, 37:25, 37:26, 38:26, 38:27
Zuschauer:
10000 (ausverkauft) (Ostseehalle, Kiel)
Spielgraphik:
Spielgraphik


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