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24./25./26.05.2007 - Letzte Aktualisierung: 26.05.2007 Bundesliga

Das letzte Derby der Saison: THW reist Samstag nach Flensburg

NDR überträgt in Konferenzschaltung

Update #2 KN-Geschichte über Jensen vom 26.05. und KN-Bericht vom 25.05. ergänzt...

Das Team der SG Flensburg-Handewitt.
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Endspurt in Sachen Meisterschaft, Finale in Sachen Schleswig-Holstein-Derby: Wenn der THW Kiel am Samstag bei der SG Flensburg-Handewitt antritt, ist dies nicht nur das vierte Aufeinandertreffen beider Mannschaften binnen sechs Wochen. Einmal mehr geht es bei diesem Spiel nicht nur um zwei Punkte. Für den THW Kiel bedeutete ein Sieg die Entscheidung im Meisterkampf, für die SG wäre ein Erfolg wahrscheinlich die sichere Qualifikation für die Champions League und damit das versöhnliche Ende einer ansonsten nicht nach Wunsch verlaufenen Saison. Das Spiel in der restlos ausverkauften Flensburger Campushalle beginnt Samstag um 14.15 Uhr, das NDR-Fernsehen zeigt bewegte Bilder in einer Konferenzschaltung mit der Partie HSV Hamburg - TBV Lemgo.
Beinahe schon Normalität: Wenn Flensburg und Kiel im Landesderby die Klingen kreuzen, geht es um Titel oder Vorentscheidungen. Das war am 14. April dieses Jahres so, als der THW auf dem Weg zum DHB-Pokalsieg die SG mit 34:33 (19:12) aus dem Weg räumte. Und das war natürlich auch am 22. und 29. April so. Tage, die man in Kiel nicht vergessen wird. Tage, die in Flensburg noch immer
Letztes Duell zwischen Christian Zeitz und Lars Christiansen in dieser Saison.
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nach unten gezogene Mundwinkel hervorrufen, wenn man sie anspricht. Es ging um Europas Krone, um den ersten Champions League-Titel für Schleswig-Holstein. Und es ging um die Frage, wer wirklich die aktuelle Nummer eins im Land ist. Im Hinspiel erkämpfte sich die Kieler Rumpftruppe ein 28:28-Unentschieden, ehe eine Woche darauf in der Ostseehalle 10250 Fans den Kieler Triumph in der Champions League bejubelten. Das 29:27 des THW im Rückspiel war der wohl süßeste Sieg der Kieler Vereinsgeschichte und gleichzeitig eine saure Überraschung für die SG, denn nie zuvor in 54 Landes-Derbys war ein Sieg so wichtig. Deren 31 zählt inzwischen der THW, 19 Mal konnte die SG das Parkett siegreich verlassen, vier Mal trennte man sich unentschieden (siehe auch Gegnerdaten SG Flensburg-Handewitt).

Kein Wunder, dass man in Flensburg auf eine Revanche am kommenden Samstag hofft. Das würde zwar die Geschehnisse im April nicht vergessen machen, aber zumindest die eigene Anhängerschaft versöhnlich stimmen. Ein Erfolg der Flensburger würde schließlich den HSV Hamburg - ein Sieg der Hansestädter gegen Lemgo voraus gesetzt - weiter im Titelrennen halten - und so ganz nebenbei die eigene Champions League-Qualifikation fast perfekt machen. Das Minimalziel am Ende einer Saison, in der es für die Mannen von der dänischen Grenze nicht perfekt lief, woran der THW mit seinen Erfolgen nicht ganz unschuldig war. Die Bundesliga-Bilanz haben sich die Flensburger allerdings selbst zuzuschreiben. 15 Minuspunkte zieren ihr Konto vor dem vorletzten Spieltag, seit der sensationellen 32:34-Niederlage in Wilhelmshaven musste man bei der SG gar um das Minimalziel Champions League-Qualifikation fürchten. Die Meisterhoffnungen hatte man Mitte Mai längst zu den Akten gelegt. Vier Auswärtsniederlagen in Folge, zunächst das demoralisierende 26:33 beim VfL Gummersbach, dann das 30:34 nach Drei-Tore-Halbzeitführung beim TBV Lemgo, sechs Tage später das 31:33 in Hamburg und zuletzt das 25:29 in Nordhorn, beraubten Flensburg bis Anfang April aller Chancen im Meisterschaftsrennen (siehe auch Tabelle und Gegnerkurve SG Flensburg-Handewitt).

Will auch noch als Deutscher Meister jubeln: Andrei Xepkin
Klicken Sie zum Vergrößern! Will auch noch als Deutscher Meister jubeln: Andrei Xepkin
Am vergangenen Wochenende aber zeigten sich die Flensburger wieder von ihrer anderen, ganz starken Seite. Im zum Endspiel um die CL-Qualifikation gewordenen Duell mit dem SC Magdeburg gewann die SG nicht nur deutlich mit 35:28, sondern auch die Sympathien des Anhangs und das eigene Selbstbewusstsein zurück. "Der Druck war heute gewaltig, deshalb haben wir sehr nervös begonnen. Aber die Zuschauer haben uns sehr viel geholfen." Wieder einmal stärkster Akteur bei der SG: Torhüter Jan Holpert, für den das Spiel am Samstag das letzte Derby seiner langen, bewegten Karriere sein wird. Und der deshalb als besonderer Motivator auftritt. "Die Schmach von Wilhelmshaven ist erst getilgt, wenn wir auch das nächste Spiel gewinnen", blickte er nach 21 Paraden gegen Magdeburg sogleich auf das Derby am kommenden Samstag.

In dieses geht die SG bis auf den inzwischen am Knie operierten Blazenko Lackovic in Bestbesetzung, wenngleich einige Spieler angeschlagen sind. Den Kader Flensburg stellten wir Ihnen bereits im Vorbericht zum Hinspiel ausführlich vor.

Auf Kieler Seite hat sich im Vergleich zum Champions League-Rückspiel die personelle Lage kaum entspannt. Einzig Henning Fritz konnte wieder in den Kader der Zebras zurück kehren - und hatte zuletzt mit einigen wichtigen Paraden großen Anteil am 39:32-Sieg der Kieler in Göppingen. Dieser Erfolg war es auch, der dem THW in den verbleibenden zwei Saisonspielen die große Chance auf das begehrte Triple aus DHB-Pokal, Champions League und Deutscher Meisterschaft bescherte. Einen Sieg benötigen die Zebras noch, um mit dann dreizehn nationalen Meisterschaften den THW zum alleinigen deutschen Rekordmeister zu machen. Und dieser Sieg soll natürlich möglichst schon am Samstag in Flensburg eingefahren werden. Im Hinspiel siegte der THW mit 36:34.

Noch zwei Mal volle Konzentration für die Zebras, noch zwei Mal ein Kampf bis zum Umfallen. Noch zwei Spiele bis zum Triple!

Schiedsrichter der Partie am Samstag sind Bernd und Reiner Methe (Vellmar)

(Christian Robohm)

 

Lesen Sie bitte auch

Dieser Vorbericht wird wie gewohnt ständig aktualisiert...

 

 

Aus den Kieler Nachrichten vom 24.05.2007:

"SG-Trainer Andersson: "Revanche an Kiel"

Flensburger wollen den HSV Hamburg zum neuen Handball-Meister machen
Kiel/Flensburg - Der Weg des THW Kiel in die Handball-Geschichtsbücher führt einmal mehr über Flensburg. Ausgerechnet in der "Hölle Nord" des schleswig-holsteinischen Rivalen können die Kieler die 13. deutsche Meisterschaft und damit zugleich das Triple perfekt machen.

Bei einem Sieg am Sonnabend in der Campushalle gegen die SG Flensburg- Handewitt dürfte der THW bereits am vorletzten Spieltag der Handball-Bundesliga die Korken knallen lassen - egal wie der HSV Hamburg als einziger verbliebener Verfolger gleichzeitig in der ausverkauften Color-Line-Arena gegen den TBV Lemgo spielt. Diebeiden Spiele überträgt das NDR-Fernsehen ab 14.15 Uhr in einer Konferenzschaltung. Schon im DHB-Pokal (Halbfinale) und in der Champions League (Finale) setzte sich Kiel gegen die Flensburger durch, die nach der peinlichen 32:34-Niederlage in Wilhelmshaven um die Qualifikation für die europäische Königsklasse bangen müssen. "Die Champions League erreichen und Revanche an Kiel. Das sind unsere Ziele", sagt Trainer Kent-Harry Andersson. "Wir werden alles geben, damit Hamburg Meister wird."

Die Hamburger allerdings glauben bei zwei Punkten Rückstand und dem um 106 Treffer schlechteren Torverhältnis nicht mehr an ihre Chance. "Das war's", resümierte Trainer Martin Schwalb nach dem 28:30 bei der SG Kronau am vergangenen Sonnabend. Präsident Andreas Rudolph gratulierte dem THW sogar schon. "Kiel ist zu Recht Meister. Wir haben nie wirklich an diesen Titel gedacht", sagte er, nachdem die Serie von 22 Liga-Spielen ohne Niederlage zu Ende gegangen war. Mit dem Gewinn des Europapokals der Pokalsieger und der Vizemeisterschaft hat der HSV seine Ziele ohnehin übertroffen.

(Aus den Kieler Nachrichten vom 24.05.2007)

 

Aus den Kieler Nachrichten vom 26.05.2007:

Der "Beverly Hills"-Gott

Fünftes Derby gegen Kiel: SG-Kreisläufer Johnny Jensen will nicht schon wieder verlieren
Flensburg - "Kiel wird Meister." Daran gibt es für Johnny Jensen am vorletzten Spieltag der Handball-Bundesliga keinen Zweifel. "Aber sie sollen diesen Titel in ihrer Halle feiern und nicht bei uns." Der Gedanke, dass der THW Kiel heute (14.15 Uhr, live im NDR Fernsehen) in seiner Campushalle die 13. Meisterschaft perfekt machen kann, lässt dem Kreisläufer der SG Flensburg-Handewitt keine Ruhe.

"Ich habe in dieser Saison so oft gegen Kiel verloren, damit muss jetzt Schluss sein", meint der 35-Jährige, der vor den Leistungen des dezimierten THW-Kaders seinen Hut zieht. "Ich habe großen Respekt vor dieser Mannschaft."

In Flensburg wird Jensen, der hier noch bis 2008 unter Vertrag steht, als "Handball-Gott" gefeiert. "Als ich das zum ersten Mal hörte, habe ich es nicht verstanden", sagt der Norweger, der zuvor für den VfL Bad Schwartau und den ThSV Eisenach gespielt hatte. "Und dann bin ich vor Verlegenheit ganz rot geworden. Das ist eine große Ehre." Gott in Flensburg, Buhmann im Rest der Republik - Jensen, der in seiner Heimatstadt Sandefjord fünf Jahre als Zimmermann arbeitete, hat sich an die Rolle des "bad boy" längst gewöhnt. "Früher hat es mich nervös gemacht, wenn ich ausgepfiffen wurde. Heute ist es mir egal. Die Zuschauer haben bezahlt, also dürfen sie auch über mich schimpfen."

Privat ein ruhiger Typ, verwandelt sich der Hobby-Gärtner, sobald er die Astschere gegen den Handball tauscht. "Vor dem Spiel ziehe ich mir eine Maske über den Kopf und werde ein anderer Mensch." Hart und voller Emotionen - für den Sieg reibt sich der Vater von Filip (9) und Mille (5) stets völlig auf. "Ich hasse Niederlagen, auch im Training." In dieser Saison hat er bereits zwei besonders schmerzhafte einstecken müssen - beide in der Ostseehalle. Mit seiner Nationalmannschaft scheiterte er in der WM-Vorrunde an Dänemark und mit seinem Klub verlor er das Champions-League-Finale.

"Ich habe nicht geglaubt, dass so viel Unglück möglich sein könnte", meint Jensen, der seinem Image als "Raubein" im Halbfinale des DHB-Pokals neue Nahrung gab. Da stieß er mit dem Kopf wie ein Stier in die Hüfte des Kielers Nikola Karabatic, der anschließend behandelt werden musste. "Keine Absicht", beteuert Jensen. "Hätte ich ihn verletzten wollen, dann sicherlich nicht auf so dämliche Art und Weise." Gerade vor Karabatic hat er großen Respekt. "So einer fehlt uns." Der SG-Kroate Blazenko Lackovic sei zwar ein ähnlicher Typ, aber aufgrund zahlreicher Verletzungen in dieser Saison nicht in Schwung gekommen.

Seit vier Jahren wohnt Johnny Jensen mit seiner Frau Elisabeth und den Kindern in Handewitt, oder wie sein Trainer Kent-Harry Andersson den Flensburger Vorort nennt, in "Beverly Hills". Hier zeigt Jensen, der später einmal als Trainer arbeiten möchte, seine weiche Seite. Anders als sein Kapitän Sören Stryger kann er passabel mit dem Staubsauger umgehen,("Sören macht ihn nur an, damit sein Frau denkt, dass er saugt und setzt sich dann vor den Fernseher"), sein Champions- League-Hemd bügeln und Wischen. "Er ist ein guter Hausmann", lobt Elisabeth, die noch Schwächen beim Aufstehen und in der Küche sieht. "Wenn er Kartoffeln kocht, dann wartet er so lange, bis das Wasser verdampft ist."

Als Jensen noch in Bad Schwartau spielte, überraschte er seine Frau, eine gelernte Arzthelferin, einmal mit einem einem Haus voller Blumen. "Das kam bei meinen Kollegen nicht so gut an. Damit hatte ich die Preise verdorben", meint der 158-fache Nationalspieler, der auch mit Snus hinter der Oberlippe herzlich lachen kann. Heute Nachmittag wird er sich wieder eine Portion Oraltabak gönnen. Nach der Arbeit, nach dem fünften Derby dieser Saison. "Wir wollen endlich ein Spiel gegen Kiel gewinnen und das wird dieses sein."

(Von Wolf Paarmann, aus den Kieler Nachrichten vom 26.05.2007)

 

Kurzumfragen:


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