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02.-04.12.2003 - Letzte Aktualisierung: 04.12.2003 DHB-Pokal

THW erreicht nach Sieg über Schwerin DHB-Pokal-Viertelfinale

DHB-Pokal, 4. Runde: 02.12.2003, Di., 19.30: THW Kiel - SV Post Schwerin: 36:28 (18:13)
Update #3 Aktualisierung vom 4.12., Spielbericht der KN ergänzt...

Marcus Ahlm (Mitte) war mit acht Toren bester Schütze des Abends.
Klicken Sie zum Vergrößern! Marcus Ahlm (Mitte) war mit acht Toren bester Schütze des Abends.
Wie erwartet hat der THW heute (Dienstag) Abend das Achtelfinale des DHB-Pokals erreicht. Nordzweitligist SV Post Schwerin stellte den THW vor 2500 Zuschauern in der Ostseehalle vor keine Probleme. Der THW siegte ohne im Viertrundenmatch zu glänzen am Ende klar mit 36:28 (18:13). Spieltermin für das Viertelfinale ist der 11.02.04, Auslosung am 9.12.03.
Der THW startete schnell in die Partie, führte nach 4:1 (6.) und 7:2 (10.) nach 14 Minuten mit 11:3 - acht der elf Tore waren per Konter gefallen. Wie erwartet gab Trainer Noka Serdarusic nun allen Spielern Spielanteile. 13:6 (18.), 15:9 (25.) und 17:11 (28.) lauteten die Stationen vor dem 18:13-Pausenstand.

Im zweiten Durchgang begann der THW unkonzentrierter, Schwerin kam auf 16:20 (34.) und 20:23 (40.) heran, aber immer wenn es enger wurde, zog der THW das Tempo ein wenig an - genug, um die Gäste auf Abstand zu halten. Nach 45 Minuten führten die Zebras mit 27:20, zwei Minuten vor Schluss mit 34:26. Demetrio Lozano, erst ab der 45. Minute im Spiel, erzielte mit einem direkten Freiwurf in der Schlusssekunde den 36:28-Endstand.

Beste Schützen beim THW waren Marcus Ahlm (8) und Johan Pettersson (7/1). Für Schwerin trafen Obrvan (7/6) und Bahr (6) am besten.

Hier geht's zu den Fotos des Spiels gegen Schwerin...

Lesen Sie den ausführlichen Spielbericht der Kieler Nachrichten.

Im zweiten DHB-Pokalspiel des Tages schlug der HSV Hamburg den TBV Lemgo mit 25:22 (16:15).

Aktualisierung vom 4.12...

Am Mittwoch Abend haben sich auch die restlichen Teilnehmer für das Viertelfinale qualifiziert: Es setzten sich Flensburg, Wilhelmshaven, Magdeburg, Gummersbach, Tarp-Wanderup und Düsseldorf durch.

Hier finden Sie alle Ergebnisse des Achtelfinals.

Das Viertelfinale wird am 9.12. im Rahmen der DSF-Übertragung vom Bundesliga-Spiel Nordhorn gegen Flensburg ausgelost.

Stimmen zum Spiel:

THW-Manager Uwe Schwenker gegenüber der Schweriner Volkszeitung:
Zehn Minuten normal, 50 Minuten Katastrophe. Das ging uns schon am Sonntag im Punktspiel gegen Eisenach so: Den Schlendrian kriegt man in solchen Spielen nie raus. Torwart Stange hat aber auch wirklich gut gehalten.
Post-Torhüter Marco Stange gegenüber der Schweriner Volkszeitung:
Wir haben uns wirklich teuer verkauft, hätten es am Ende sogar noch um ein, zwei Tore besser gestalten können. Für einige war es aber das erste Spiel in der Ostseehalle.

Kurzumfrage:

Wie schneidet der THW im DHB-Pokal ab?
Pokal-Sieg 62.3%
Halbfinal-Aus 15.2%
Final-Aus 15.1%
Viertelfinal-Aus 7.5%
Anzahl Stimmen: 1516

DHB-Pokal, Achtelfinale: 02.12.03, Di., 19.30: THW Kiel - SV Post Schwerin: 36:28 (18:13)

Logo THW Kiel:
Fritz (1.-30., 11 Paraden), Andersson (31.-60., 12 Paraden); Preiß (1), Pettersson (7/1), Jacobsen (2/1), Przybecki, Pungartnik (4), Lozano (1), Petersen (n.e.), Lövgren (5), Wagner (1/1), Ahlm (8), Boquist (4), Zeitz (3); Trainer: Serdarusic
Logo SV Post Schwerin:
Stange (1.-60., 17 Paraden), Mayer (zwei 7m, 0 Paraden); Kommoß (2), Witt, Christ, Vildalen (2), Bahr (6), Obrvan (7/6), Ladig (3), Thormann, Løke (6), Melzer (1); Trainer: Schneider
Schiedsrichter:
Kaiser (Varel) / Kaiser (Bad Zwischenahn)
Zeitstrafen:
THW: 2 (Ahlm (18.), Zeitz (32.));
Schwerin: 5 (dreimal Vildalen (24., 29., 57.), Løke (26.), Obrvan)
Rote Karte:
Schwerin: Vildalen nach dritter Zeitstrafe (57.)
Siebenmeter:
THW: 3/3;
Schwerin: 6/6
Spielfilm:
1. Hz.: 0:1 (1.), 3:1 (5.), 7:3 (10.), 11:3 (14.), 11:5 (15.), 13:7 (20.), 15:9 (25.), 18:13;
2. Hz.: 19:16 (33.), 21:16 (35.), 23:20 (40.), 26:20 (43.), 28:21 (45.), 28:24 (48.), 30:24 (50.), 32:25 (55.), 36:28
Zuschauer:
2500 (Ostseehalle, Kiel)

 

Aus den Kieler Nachrichten vom 03.12.2003:

Zebras erreichten das Viertelfinale ohne Glanz

THW Kiel besiegte im DHB-Pokal den Zweitligisten Post Schwerin mit 36:28
Der THW Kiel hat den SV Post Schwerin mit 36:28 (18:13) besiegt und das Viertelfinale im DHB-Pokal erreicht. Pflicht erfüllt. Viel mehr hatte der gestrige Handball-Abend vor lediglich 2500 Zuschauer in der Ostseehalle nicht zu bieten. Der Kürteil kam auf Krücken daher, weil der THW Kiel nach rasantem Beginn den roten Faden verlor und bis zum Schlusspfiff suchen sollte.

Dabei machte es der Zweitligist den Kielern leicht. In der Abwehr stand das Team von Holger Schneider zwar solide, doch im Angriff überzeugten nur Ronald Bahr (7) und der flinke Norweger Frank Løke (7), der am Kreis immer wieder eine Lücke fand. Nach dem 23-Jährigen soll angeblich Flensburg-Handewitt die Angel ausgeworfen haben.

Gemischt mit einer großen Portion Respekt kamen Lars Melzer ("Stefan Lövgren ist mein Idol") & Co nie über eine Rolle als Sparringspartner hinaus. Die Kieler Abwehr schnappte sich viele Bälle und verwandelte zunächst Tempogegenstöße am Fließband. Als THW-Coach Noka Serdarusic Mitte der ersten Halbzeit wechselte, flaute die frische Brise ab. Auch weil Piotr Przybecki einmal mehr seine Joker-Rolle nicht nutzen konnte und nach fünf Würfen eine Trefferquote von null Prozent hatte. Der Pole erhielt keine zweite Chance.

"Doll war das nicht", sollte Linksaußen Adrian Wagner das Pokalspiel später auf eine Stufe mit dem zerfahrenen Punktspiel gegen Eisenach stellen. "Noka hat uns in der Halbzeit den Kopf gewaschen. Geholfen hat es nichts." Frust auch bei Torwart Henning Fritz. "Wir haben uns viel vorgenommen, und es hat wieder nicht geklappt."

Nach dem Seitenwechsel steigerte sich PSV-Torwart Marco Stange, der bis dato lediglich zwei Bälle berührte. Immer wieder blieb der gebürtige Magdeburger auch dann Sieger, wenn die Kieler frei vor ihm auftauchten. Besonders Marcus Ahlm wird den 28-Jährigen so schnell nicht vergessen. "Ich habe in dieser Saison keinen Torwart gesehen, der so viele Bälle aus Kurzdistanz gehalten hat", lobte Serdarusic, der für die Leistung der Seinen einen entsprechend dürftigen Kommentar fand. "Wir haben das Nötigste getan."

Schwerin konnte von dem verstellten Visier der Kieler in Durchgang zwei nicht profitieren. Wenn sie sich gerade heran gerobbt hatten, waren Keeper Mattias Andersson und Stefan Lövgren zur Stelle, um die Gemüter der mehr als 300 Schweriner Fans abzukühlen. Sie fühlten sich von den Unparteiischen ungerecht behandelt und legten mit einer Wasserflasche den Spielbetrieb für Minuten lahm. Auch beim Aufwischen sollte Johan Pettersson an diesem Abend die beste Figur im THW-Dress machen.

(Von Wolf Paarmann, aus den Kieler Nachrichten vom 03.12.2003)


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