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15.-17.03.2004 - Letzte Aktualisierung: 17.03.2004 Bundesliga

Wilhelmshaven reist als SCM-Bezwinger in die Ostseehalle

Update #2 Aktualisierung vom 17.03. und vom 16.03...

Im Abstiegskampf: Das Team des Wilhelmshavener HV.
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Am kommenden Mittwoch empfängt der THW, der in diesem Jahr in der Bundesliga noch ohne Punktverlust ist, den Wilhelmshavener HV. Die Niedersachsen belegen mit 16:32 Punkten Platz 13 der Tabelle und benötigen noch einige Zähler, um den Klassenerhalt zu sichern.
Wilhelmshaven reist mit einem großen Erfolgserlebnis in die Ostseehalle: Am vergangenen Mittwoch schlug der WHV in eigener Halle den SC Magdeburg mit 28:25 (15:13). Die Fans feierten ihren Klub daraufhin im Internet als "Champions League-Sieger-Besieger".

Nachdem der WHV Ende Oktober Tabellenletzter mit 4:16 Punkten war (siehe Kurve Wilhelmshaven), sammelte das Team vom Jadebusen nicht nur in eigener Halle, sondern auch auswärts einige Punkte. Bei der SG Kronau/Östringen gelang ein Unentschieden, bei Pfullingen und Göppingen sogar Siege. Zuletzt spielte Wilhelmshaven gegen Eisenach Remis und holte einen Punkt in Wetzlar, bevor man den schier übermächtigen SCM bezwang.

Nach dem Sieg über die "Gladiators" stellte der WHV dann die Weichen für die Zukunft. Der Vertrag mit Trainer Michael Biegler, der seinen Vorgänger Jürgen Carstens am 2. November abgelöst hatte, wurde bis 2006 verlängert.

Das Hinspiel gewann der THW in Wilhelmshaven souverän mit 30:26 (16:13) (siehe Spielbericht).

Die Mannschaft von Wilhemshaven stellten wir bereits im Vorbericht zum Hinspiel, ausführlich vor.
Mit 115 Toren bisher bester WHV-Schütze: Oliver Köhrmann.
Klicken Sie zum Vergrößern! Mit 115 Toren bisher bester WHV-Schütze: Oliver Köhrmann.
Bester Schütze des WHV ist Kapitän Oliver Köhrmann mit 115 Toren, gefolgt von Zvonimir Bilic (82), Allan Rasmussen (79) und Gylfi Gylfason (75).

Die Partie wird geleitet von den Unparteiischen Dang (Kriftel) / Zacharias (Mainz).

Aktualisierung vom 16.03.

Wilhelmshaven muss ohne den Valter Matosevic in der Ostseehalle antreten. Der kroatische Nationaltorhüter wurde wegen eines Meniskuseinrisses am Dienstag von Berthold Hallmaier, dem Arzt der deutschen Nationalmannschaft, operiert. Daher bilden in den nächsten Wochen Adam Weiner (28) und Holger Eilts (20) das Torwartduo beim WHV.

Aktualisierung vom 06.03.

Lesen Sie den Vorbericht der Kieler Nachrichten zum Spiel...

Dieser Vorbericht wird wie gewohnt laufend aktualisiert...

 

 


Aus den Kieler Nachrichten vom 17.03.2004:

"Ich will mit Kiel alle drei Titel holen"

Lozano setzt zum Abschied hohe Ziele - Wilhelmshaven kommt
Im Terminplan des Handball-Bundesligisten THW Kiel steht heute Abend (20 Uhr, Ostseehalle) der Wilhelmshavener HV. Gut möglich, dass die Gedanken der Spieler aber schon bei "A" wie Astrachan hängen bleiben. Am Sonntag (14.45 Uhr) starten die Zebras mit drei Toren Rückstand in das zweite Halbfinale im EHF-Cup.

"Wir wollen unbedingt ins Finale", sucht auch noch Demetrio Lozano den richtigen Schalter, um von Europapokal auf Alltag umzuschalten. "Die ersten zehn Minuten gegen Wilhelmshaven werden nicht schön." Doch dann, so der 28-Jährige, werde Kiel seinen Rhythmus finden, der zuletzt sechs Bundesligasiege in Folge bescherte.

Wie berichtet wird "Deme" den THW am Saisonende verlassen und die nächsten drei Jahre für den spanischen Spitzenklub Portland San Antonio spielen. "Ich habe hier mit Wislander, Olsson und Lövgren gespielt. Nun spiele ich mit Jackson Richardson zusammen. Mehr kann ein Handballer nicht erreichen", gewinnt der sympathische Familienvater dem Abschied noch eine positive Seite ab. "Meine Frau Nuria hat sich hier ein bisschen gelangweilt und so haben wir in drei Jahren in Kiel zwei Kinder bekommen. Mehr wollen wir nicht."

Tatsächlich wäre der angehende Sportlehrer gerne geblieben, zumal sein Problemknie zuletzt wieder mitspielte. Nach zwei schweren Operationen in den letzten beiden Jahren konnte er monatelang nicht schmerzfrei trainieren. Mit einer Kühltherapie und einem Mentaltrainer schaffte der Spanier im Januar den Durchbruch, als er sich mit der Nationalmannschaft auf die EM vorbereitete.

Täglich kühlt er das linke Knie nun eine Stunde lang mit einer Spezialmanschette und Eiswasser. Der Mentaltrainer half ihm, seine Gedanken zu sortieren. "Ich musste lernen, die Verletzung zu vergessen."

Gute Noten erhält Lozano auch von Dr. Frank Pries, einem der beiden THW-Ärzte. "Das Knie ist in einem guten Zustand, aber zwei so schwere Operationen sind ein gewaltiges Ereignis für ein Gelenk." Kein Arzt könne garantieren, wie lange es hält und ob es genauso belastbar sei, wie ein unverletztes. Der Rest ist bekannt. THW-Trainer Noka Serdarusic war das Risiko zu groß und Lozano ist ein Typ, der diese Entscheidung respektiert. "Er ist der Chef." Dennoch werde er bis zur letzten Minute für den THW kämpfen. "Ich will alle drei Titel holen."

Den Anfang kann er heute Abend machen, wenn der selbsternannte "Champions-League-Sieger-Besieger" in die Ostseehalle kommt. Vor einer Woche besiegte Wilhelmshaven überraschend Magdeburg mit 28:25. Das bescherte Trainer Michael Biegler zwar einen neuen Zwei-Jahres-Vertrag. Den Blick für Realitäten vernebelte es ihm aber nicht. "Wir wollen in Kiel nur unser gutes Torverhältnis nicht ruinieren." <ü> Tiefgestapelte Sprüche, die Serdarusic von seinen Gästen zur Genüge kennt. "Die werden hier mit breiter Brust auftreten und die Ärmel aufkrempeln." Unklar ist, ob Marcus Ahlm sie daran hindern kann. Der grippekranke Schwede trainierte nur mit stark angezogener Handbremse. Auch Vertreter Sebastian Preiß klagt über Schmerzen in der Schulter. Die hielten den 23-Jährigen aber nicht davon ab, in Astrachan sechs Tore zu werfen. Warum sollte das heute anders sein?

(Von Wolf Paarmann, aus den Kieler Nachrichten vom 17.03.2004)

 

 

 

 


Stürmische Zeiten an der Nordsee

Für den Wilhelmshavener HV verläuft die Saison weder sportlich noch finanziell nach Plan
Aus dem offiziellen THW-Bundesliga-Magazin "zebra", von living sports:

Stürmische Zeiten an der rauhen Nordsee. Nach Platz 15 und dem Klassenerhalt im ersten Jahr der Bundesliga-Zugehörigkeit wollte der Wilhelmshavener HV seine zweite Saison im ruhigeren Fahrwassern verbringen. Doch zunächst erfolgte beim WHV ein einschneidender Umbruch: Sechs Abgängen, darunter der nach Kiel gewechselte Roman Pungartnik sowie Magdeburgs Keeper Johannes Bitter, standen sieben Neuverpflichtungen gegenüber. Klangvolle Namen der Handballszene wie Valter Matosevic, als Torwart mit Kroatien Weltmeister, oder Jan Fegter, Ex-Nationalspieler aus Flensburg, sorgten vor Saisonbeginn für Optimismus bei Trainer Jürgen Carstens. "Garantiert besser als letzte Saison", lautete seine Antwort auf die Frage nach dem Saisonziel, "30 Punkte bzw. ein ausgeglichenes Konto. Das müsste für Platz zehn bis zwölf reichen." Nach 23 Spieltagen ist Ernüchterung eingekehrt, Tabellenplatz 13 bei 14:32 Punkten.
WHV-Trainer Michael Biegler übernahm im November das Ruder.
Klicken Sie zum Vergrößern! WHV-Trainer Michael Biegler übernahm im November das Ruder.
Und Jürgen Carstens sitzt schon längst nicht mehr auf dem Trainerstuhl. Seit November ist Michael Biegler sein Nachfolger.

Zuletzt sorgten die Niedersachsen mit anderen Schlagzeilen für Aufregung. Vor rund drei Wochen wandelte der WHV am finanziellen Abgrund, die Spieler hatten wegen ausgebliebener Gehaltszahlungen mit Spielstreik gedroht und das Aus stand kurz bevor. Im Laufe der Saison war eine Lücke von 500000 Euro im Etat entstanden. Ein Sponsorenvertrag mit dem Schortenser Unternehmen "Nordfrost" sichert dem Tabellen-14. Wilhelmshavener HV nun das finanzielle Überleben. Grund für die Finanzkrise sind fehlende Zahlungen von Sponsoren und sinkende Zuschauerzahlen, zudem bezieht Carstens bis zum Ende seines Vertrages im Juni 2005 weiterhin sein Gehalt.

Nordfrost-Geschäftsführer Horst Bartels begründete das mindestens zweijährige Engagement von Nordfrost mit dem Interesse des Unternehmens, den Spitzensport in der Region zu erhalten. Der Verein wird neben den finanziellen Zuwendungen auch Unterstützung im personellen Bereich erhalten. Das Unternehmen wird den Club in Sachen Arbeitsrecht und Management beraten. Die Nordsee-Sporthalle wird, wenn die Stadt Wilhelmshaven zustimmt, in Nordfrost-Arena umbenannt.

(Aus dem offiziellen THW-Bundesliga-Magazin "zebra", von living sports)

 

 

Jan Fegter im Interview: "Spaß im Abstiegskampf"

Jahrelang trug Jan Fegter die Kapitänsbinde der SG Flensburg-Handewitt - Im vergangenen Sommer wechselte der Ex-Nationalspieler von der Förde an die Nordsee - Abstiegskampf statt Meisterschaft
Aus dem offiziellen THW-Bundesliga-Magazin "zebra", von living sports:

Jan Fegter ist uns allen als Flensburger Urgestein und unermüdlich kämpfender Recke aus unzähligen Nordderbies bestens bekannt. Zu dieser Saison wechselte der 34-jährige Rückraumspieler von der Flensburger Förde an die Nordsee nach Wilhelmshaven und erlebt nun nach den spannenden Titelkämpfen der letzten Jahre mit der SG die raue Realität im Abstiegskampf. Thomas Fischer (living sports) unterhielt sich mit "Fege" über seinen Abschied aus Flensburg und seine neuen Aufgaben beim WHV.

Zebra:
Du bist erst zu dieser Saison nach Wilhelmshaven gewechselt. Wie ist dein Eindruck von Verein und Mannschaft?
Jan Fegter:
Jan Fegter.
Klicken Sie zum Vergrößern! Jan Fegter.
Es ist natürlich schwer zu vergleichen mit den Vereinen, wo ich bisher gespielt habe, insbesondere mit Flensburg. Wir stecken hier in Wilhelmshaven noch relativ in den Anfängen. Die finanzielle Situation des Vereins hat sich in den letzten Tagen glücklicherweise geklärt. Das Verhältnis zur Mannschaft ist wirklich gut und mit unserem neuen Trainer Michael Biegler können wir eigentlich ganz positiv in die Zukunft sehen. Wir dürfen natürlich nicht vergessen, zu punkten, im Großen und Ganzen habe ich hier jedoch sehr viel Spaß!
Zebra:
Du hast es gerade schon angesprochen. Der Wilhelmshavener HV konnte zuletzt gerade noch rechtzeitig durch eine kräftige Finanzspritze seines Sponsors "Nordfrost" vor der Insolvenz gerettet werden. Inwieweit hat sich Deiner Meinung nach diese Existenzangst auf die Mannschaft übertragen?
Jan Fegter:
Eigentlich gar nicht, die Nachricht kam für die Mannschaft selbst sehr überraschend. Wir wussten nicht, dass es bereits so schwer um den Verein stand. Wir haben zwar ein bisschen unregelmäßig unser Gehalt bezogen, aber so schlimm war es nicht. Ich denke, dass dies keine große Rolle gespielt hat, was man auch daran gesehen hat, wie bei uns trainiert und gespielt wurde.
Zebra:
Du giltst als Flensburger Urgestein. Ist Dir der Abschied von der SG schwer gefallen?
Jan Fegter:
Der Abschied ist mir natürlich extrem schwer gefallen, da es im Grunde mein Plan war, meine Karriere in Flensburg zu beenden. Der Verein war da leider anderer Meinung, was wirklich sehr schade ist, da ich mich dort sehr wohl gefühlt habe und Flensburg auch als meine Heimat betrachtet habe.
Zebra:
In den letzen Jahren hast Du mit der SG stets um die Meisterschaft gespielt - in Wilhelmshaven spielst Du jetzt gegen den Abstieg. Wie lautet Deine Zwischenbilanz?
Jan Fegter:
Es ist natürlich eine komplett andere Situation. Der Druck, der auf uns Spielern hier in Wilhelmshaven lastet, ist wesentlich größer als der in Flensburg. Wir kämpfen um die Existenz des Vereins, bei der SG waren wir sehr erfolgreich und es ging im Prinzip nur um das "Sahnehäubchen" obendrauf. Trotzdem bereue ich diesen Schritt, zum WHV zu wechseln, auf keinen Fall. Es ist eine andere, interessante Perspektive und ich muss sagen, dass es fast genauso viel Spaß macht, gegen den Abstieg zu spielen wie um die Meisterschaft.
Zebra:
Letzte Saison landete der WHV als Aufsteiger auf dem 15. Tabellenplatz. Dieses Jahr ist die vom Verein ausgegebene Zielsetzung ein ausgeglichenes Punktekonto. Wo siehst Du Deine Mannschaft am Saisonende?
Jan Fegter:
Diese Zielsetzung war meines Erachtens von Anfang an ein wenig zu hoch gegriffen und unrealistisch. Sie sollte vielleicht vielmehr nur als Motivation dienen. Wir haben zu Beginn der Saison viele neue Spieler dazu bekommen, welche erstmal in die Mannschaft integriert werden mussten, mich eingeschlossen. Es dauert gewohnheitsmäßig eine Zeit lang, bis eine Mannschaft sich eingespielt hat. Ich sehe in der Mannschaft noch viel ungenutztes Potential und denke, dass wir nicht schlechter sind als Wetzlar oder Großwallstadt, die noch einige Plätze vor uns in der Tabelle stehen. Wir müssen versuchen, allgemein etwas lockerer zu werden. Wir sind noch keine homogene Einheit, wie Großwallstadt beispielsweise. Ich bin aber davon überzeugt, dass sich der Erfolg in der nächsten Zeit mehr und mehr einstellen wird und wir die Klasse in dieser Saison sicher halten werden.
Zebra:
Zu Flensburger Zeiten waren die Spiele für Dich ja stets gezeichnet von der großen Rivalität unter den beiden Nordrivalen. Ist das Spiel für Dich auch mit dem WHV etwas besonderes?
Jan Fegter:
Nein, das kann ich nicht behaupten. Es ist natürlich immer etwas besonderes, in der Ostseehalle spielen zu dürfen, aber die Lage ist überhaupt nicht vergleichbar. Die Rivalität zwischen Kiel und Flensburg besteht zwischen den Vereinen und besonders deren Umfeldern, nicht in erster Linie zwischen den einzelnenen Spielern. Von einer derartigen Anspannung ist in Wilhelmshaven wenig zu spüren. Es ist für mich ein Auswärtsspiel wie jedes andere.
Zebra:
Wilhelmshaven hat gegen den THW Kiel als bestes Ergebnis ein Unentschieden in eigener Halle vorzuweisen (02/03: 29:29). Was nehmt Ihr Euch für das Spiel in der Ostseehalle vor?
Jan Fegter:
Unsere Vorsätze für das Spiel sind relativ bescheiden. Wir wollen uns so gut wie möglich verkaufen. Wir haben zwar auch schon andere große Mannschaften auswärts geärgert, haben z.B. zu Anfang der Saison fast in Flensburg gewonnen, aber wir gehen nicht mit der Erwartung in das Spiel, gegen den THW zu gewinnen - dafür spielt Kiel in letzter Zeit auch einfach zu gut, als dass wir uns ernsthaft mit der Mannschaft messen könnten. Völlig utopisch ist es vielleicht nicht, von einem Punkt zu träumen, besonders wahrscheinlich ist es aber nicht. Wir spielen unser Spiel und sehen, was am Ende dabei herauskommt.
Zebra:
Wie ist deine Einschätzung in der Meisterschaft?
Jan Fegter:
Das wird meiner Meinung nach eine ganz enge Kiste, insbesondere vor dem Hintergrund, dass Flensburg zuletzt in Magdeburg verloren hat und die Meisterschaft nun wieder völlig offen ist. Es ist unheimlich schwer einzuschätzen, wer im Schlussspurt die besten Karten hat. Der THW war in seinen letzten Begegnungen, wie in Wetzlar, extrem überzeugend, die werden sicherlich noch ein Wörtchen mitzureden haben. Magdeburg hat auch einen guten Lauf, ich denke, es hängt jetzt auch ein wenig davon ab, wie die Mannschaften durch den Europacup kommen. Da hat der THW es eventuell ein wenig "einfacher" als Magdeburg und Flensburg in der Champions League; Lemgo wiederum kann sich ganz auf die Bundesliga konzentrieren. Meine persönliche Prognose ist, dass es sich zwischen Magdeburg, Flensburg und Kiel entscheiden wird aber es kann immer noch anders kommen als man denkt.
Zebra:
Aber Dein Herz schlägt noch für Flensburg? Es wäre doch auch sehr ärgerlich, wenn die SG ausgerechnet in der Saison Meister würde, zu der Du den Verein gerade verlassen musstest...
Jan Fegter:
Mein Herz schlägt ohne Zweifel noch für Flensburg. Wenn ich es einer Mannschaft gönne, dann ist es die SG. Nachdem wir dem Meistertitel so lange vergeblich hinterher gelaufen sind, hätte es der Verein wirklich mehr als verdient, Meister zu werden. Man kann es sich natürlich nicht aussuchen, wann man Meister werden möchte, aber ich würde es Flensburg und den Jungs von Herzen gönnen. Ich denke, die SG hat im Vergleich zu den vorigen Jahren den Vorteil, dass sie den besseren Trainer hat, von daher bin ich schon recht optimistisch, dass es klappen kann. Ich kann persönlich auch mit dem zufrieden sein, was ich bisher erreicht habe.
Zebra:
Du bist jetzt 34 Jahre alt. Hast Du schon an die Zeit nach dem aktiven Handball gedacht? Wie sind Deine Zukunftspläne?
Jan Fegter:
Ich habe letztes Jahr mein Jurastudium abgeschlossen und warte momentan auf einen Referendarplatz. Da die Wartezeiten in Niedersachsen recht lange sind, mache ich zur Zeit noch ein Praktikum beim Rechtsanwalt, um mit meinem zukünftigen Beruf schon einmal ein bisschen auf Tuchfühlung zu gehen. Ich hoffe, dass ich noch solange parallel Handball spielen kann, bis ich dann wirklich voll in meinen neuen Beruf einsteigen kann.
(Das Interview führte Thomas Fischer für living sports, aus dem THW-Hallenmagazin Zebra)

 

 

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