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29.11./01.12.2010 - Letzte Aktualisierung: 01.12.2010 Bundesliga

Löwen-Trilogie: Letzter Teil steigt am Mittwoch in Mannheim

Sport1 überträgt live

Update #1 KN-Vorbericht ergänzt...

Das Team der Rhein-Neckar Löwen: Gegner des THW in der  TOYOTA Handball-Bundesliga.
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Die Spannung ist greifbar: Wenn am Mittwoch die Rhein-Neckar Löwen den THW Kiel empfangen, geht es im dritten Duell beider Mannschaften innerhalb von elf Tagen erstmals um Bundesliga-Punkte. Der THW Kiel könnte fünf Tage nach der grandiosen Aufholjagd beim 30:30 erneut einen Meilenstein in dieser Spielzeit setzen. Mit einem Sieg könnten die Zebras fünf Punkte Abstand zwischen sich und die Löwen bringen, die ihrerseits um alle Titelträume beraubt würden. Das Spiel in der bisher nicht ausverkauften SAP-Arena beginnt um 20.45 Uhr, Sport1 überträgt live.
Natürlich ist das 30:30 in der Champions League noch immer Gesprächsstoff in Mannheim. Mit fünf Toren hatten die Löwen bis zwölf Minuten vor dem Ende gegen dezimierte Zebras geführt, die während des Spiels auch noch Marcus Ahlm und Christian Sprenger durch Verletzungen verloren. Doch mit einer unglaublichen Energieleistung drehten die Kieler die Partie noch, 13 Sekunden vor dem Ende traf Milutin Dragicevic zum Ausgleich, der die Kieler jubelnd und die Löwen mit ratlosem Blick auf der Platte zurückließ.

"Wir haben über lange Zeit wirklich sehr gut gespielt gegen einen sehr guten Gegner", ärgerte sich Gudmundur Gudmundsson über die neuerliche gefühlte Niederlage gegen einen der Top-Gegner. "Ich war mit Abwehr und Angriff zufrieden bis auf diese letzten zehn Minuten. Wir haben mit einem Tor verloren in Flensburg, dann haben wir in Kiel mit drei Toren verloren, und in Hamburg haben wir unverdient mit einem Tor verloren. Natürlich sind wir heute enttäuscht, aber wir haben zum Schluss nicht gut genug gespielt und einen Punkt verspielt." Auch Olafur Stefansson war nach der Partie angefressen: "Wir spielen immer besser, aber es fehlen immer noch Kleinigkeiten. Die Zeichen sind relativ gut, wir nähern uns unserer Wunschleistung an. Hoffentlich nicht zu langsam, das muss jetzt langsam kommen."

Kehrt in den Kader der Löwen zurück: Gudjon Valur Sigurdsson
Kehrt in den Kader der Löwen zurück: Gudjon Valur Sigurdsson
Auf der anderen Seite sah man Kieler, die zwar einen Punkt verloren, aber ganz viel Selbstvertrauen durch den grandiosen Schlussspurt gewonnen hatten. "Der Glaube an uns war immer da", analysierte Alfred Gislason die spannenden 60 Minuten, "Wir haben Gas gegeben, wie wir konnten." Der überragende Filip Jicha schlug in die gleiche Kerbe: "Wir haben nie aufgegeben und am Ende intelligent gespielt. Das wollten wir in den letzten 14 Tagen schon. Wir haben den Löwen einen Punkt abgenommen, ich denke, es war ein gelungener Abend." Das meinte auch Manager Uli Derad: "Man muss sich das einmal vorstellen: Wir reisen ohne drei Top-Leute an und verlieren im Spiel zwei weitere Leistungsträger durch Verletzungen. Und trotzdem holen wir hier nach einem großen Rückstand einen Punkt, der im weiteren Verlauf des Wettbewerbs noch ganz wichtig werden kann", freute sich Derad über die "großartige Moral und Leistungsbereitschaft unserer Mannschaft".

Auf die wird es auch am Mittwoch wieder ankommen, denn die personelle Ausgangslage hat beim Deutschen Rekordmeister inzwischen dramatische Züge angenommen. Neben den Langzeitverletzten Kim Andersson und Daniel Narcisse muss Gislason bis zum Jahresende auch auf Marcus Ahlm verzichten, der sich am Freitag die linke Hand gebrochen hatte. Auch der Einsatz von Christian Sprenger und Christian Zeitz ist mehr als unwahrscheinlich, sodass dem Kieler Trainer nur neun mehr oder weniger gesunde Feldspieler zur Verfügung stehen werden. Im Gegensatz dazu kann Löwen-Coach Gudmundur Gudmundsson am Mittwoch seinen großen Kader, den wir Ihnen bereits im Vorbericht zum CL-Hinspiel ausführlich vorgestellt hatten, mit dem starken Isländer Gudjon Valur Sigurdsson verstärken. Sigurdsson kehrt nach zehnmonatiger Verletzungspause zurück in das Team der Löwen.

Körpersprache am Freitag: Riesenjubel nach dem Schlusspfiff auf Kieler Seite, enttäuschte Löwen auf der Seite der Gastgeber.
Klicken Sie zum Vergrößern! Körpersprache am Freitag: Riesenjubel nach dem Schlusspfiff auf Kieler Seite, enttäuschte Löwen auf der Seite der Gastgeber.
Die kämpfen aller Voraussicht nach am Mittwoch um ihre letzte Chance im Titelrennen. Denn nach den Niederlagen in Magdeburg (29:33), Flensburg (31:32) und Hamburg (31:32) sowie dem 28:28-Remis bei den Füchsen Berlin ist der Rückstand auf Tabellenführer Hamburg schon auf fünf Punkte angewachsen (siehe auch Gegnerkurve Rhein-Neckar Löwen und Tabelle). Auch deshalb werden die Mannheimer alles daran setzen, die schwarze Serie gegen den THW endlich zu beenden. Seit sich die SG Kronau/Östringen vor dreieinhalb Jahren umbenannte, verloren die Badener 13 von 15 Spielen gegen die "Zebras". Die letzten acht Partien konnten die Badener nicht gegen den THW gewinnen (siehe auch Gegnerdaten Rhein-Neckar Löwen). Wenn es nach Dominik Klein geht, soll sich das auch am kommenden Mittwoch nicht ändern: "Wir haben zwar einige Verletzte, aber Sorgen mache ich mir deshalb gar keine. Wir werden auch am Mittwoch Vollgas ohne Handbremse geben. Ich freue mich darauf."

Das Spiel am Mittwoch werden wie bei der Heimpartie gegen Magdeburg vor einer Woche die Zwillinge Bernd und Reiner Methe (Vellmar) pfeifen.

(Christian Robohm)

Lesen Sie bitte auch

Dieser Vorbericht wird wie gewohnt ständig aktualisiert...

 

Aus den Kieler Nachrichten vom 01.12.2010:

Zeitz feiert Comeback bei den Löwen

Fragezeichen hinter THW-Außen Sprenger
Kiel. Der Startschuss fiel am 21. November mit dem 30:27-Sieg für den THW im Champions-League-Hinspiel in Kiel, am 26. folgte das 30:30 beim Rückspiel in Mannheim, heute (20.45 Uhr, Sport1) enden die "Kieler Wochen" für die Rhein-Neckar Löwen mit dem Bundesliga-Punktspiel in der SAP-Arena. "Wir wollen gewinnen", lautet die Zielsetzung von THW-Trainer Alfred Gislason. Der personelle Aderlass ist Handicap und Ansporn zugleich.

Einen Sieger gibt es bereits vor der Partie: Löwen-Torhüter Slawomir Szmal wird vom Präsidenten des Welthandball-Verbandes IHF, Hassan Moustafa, offiziell als Welthandballer ausgezeichnet. Im Kieler Tor steht mit Thierry Omeyer einer seiner Vorgänger bei dieser Wahl, einer der auch die verwegene Kieler Aufholjagd am vergangenen Freitag nach dem Fünf-Tore-Rückstand mit gehaltenem Siebenmeter gegen Uwe Gensheimer eingeleitet hatte. Zehn Minuten vor dem Schlusspfiff wähnten sich die Löwen bereits als Sieger. Auch, weil beim THW mit Marcus Ahlm und Christian Sprenger zwei weitere Leistungsträger mit Verletzungen aus der Partie genommen werden mussten. Ahlm gesellte sich mit einem Mittelhandbruch in das bereits gut gefüllte THW-Lazarett. Sprenger war gestern dabei, als der THW sich über Hamburg auf den Luftweg gen Süden machte. "Mit Fragezeichen", bezeichnete Gislason die Chancen auf einen Einsatz seines Rechtsaußen, der Nachwirkungen einer Quetschung im Sprunggelenk auskuriert. Ein letzter Test vor dem Spiel soll Aufschluss bringen.

Gesichert ist das Comeback von Christian Zeitz. Der am 18. November 30 Jahre alt gewordene Linkshänder kehrt nach vierwöchiger Zwangspause ins Team zurück. Zeitz waren am 2. November beim Sieg in Großwallstadt Bänder im Knöchel gerissen. Nach dem abgebrochenen Versuch vor der Freitags-Partie gegen die Löwen sei der Test beim Abschlusstraining am Montag gut verlaufen, erklärte Kiels Trainer, "Christian ist mit Sicherheit in Mannheim dabei."

Eine bemerkenswerte Rückkehr feiert auch Löwen-Kapitän Gudjon Valur Sigurdsson. Der 31-jährige Isländer kämpfte mit einem entzündeten Narbengewebe fast ein Jahr für seine Rückkehr in den Leistungssport, hatte Zweifel, es überhaupt zu schaffen. "Ich freue mich für ihn und für das Team", sagt Landsmann und Trainer Gudmundur Gudmundsson. "Er ist das Herz der Mannschaft." Außerdem ein fairer Sportler. Ein Vertragsangebot während seiner Rekonvaleszenz hatte Sigurdsson abgelehnt. "Ich rede erst über Verträge, wenn ich wieder gesund bin, das bin ich meinem Arbeitgeber schuldig." Dass die Löwen wieder komplett auf ihren Linksaußen mit Spielmacherqualitäten setzen, unterstreicht der Auflösungsvertrag für Sigurdsson-Ersatz Niklas Ruß, der ab sofort für Aufsteiger Friesenheim spielberechtigt ist.

Gislason erwartet heute erneut ein Spiel im Grenzbereich. Im Titelrennen wäre jeder Punktverlust für beide Teams ein schwerer Rückschlag. Überraschungen in personeller oder taktischer Hinsicht sind nicht zu erwarten. "Da kommt im dritten Spiel nacheinander wohl nichts mehr", vermutet Alfred Gislason. Selbst die Schiedsrichter waren gerade erst in Kiel. Das Brüderpaar Methe/Methe wurde vergangenen Mittwoch nach dem Magdeburg-Spiel mit einem gellenden Pfeifkonzert aus der Sparkassen-Arena verabschiedet. Eine zusätzliche Last für die "Zebras"? Löwen-Dauergäste wissen es besser: Auch in Mannheim haben Bernd und Rainer Methe traditionell einen schweren Stand, Pfeifkonzert inklusive.

(von Reimer Plöhn, aus den Kieler Nachrichten vom 01.12.2010)

 

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    (geplante Einblendungen um 21.00 Uhr, 21.30 Uhr, 22.00 Uhr und in der Schlussphase gegen 22.15 Uhr; vor und nach dem Spiel Berichte und Stimmen der Beteiligten in der Sendung "Guten Morgen Schleswig-Holstein" und in den halbstündigen Nachrichten von 5 bis 10 Uhr; Reporter: Rudi Dautwiz)
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