20./21.03.2005 - Letzte Aktualisierung: 21.03.2005 | Benefizspiel |
Update #2 | Statistik und KN-Artikel ergänzt |
Das Team der SG Wallau-Massenheim.
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Wallau |
Nicht nur die Zebras waren an diesem Tag nach Frankfurt gekommen, um Wallau zu helfen: auch SC Magdeburg-Star Stefan Kretzschmar hatte sich ins Auto nach Frankfurt gesetzt und verteilte viele Autogramme. Die Basketballer der Opel Skyliner, amtierender Deutscher Meister, aus Frankfurt waren ebenfalls in Mannschaftsstärke in der Halle erschienen, um ihrerseits begehrte Unterschriften auf T-Shirts, Schals und anderen Utensilien zu hinterlassen. Ein buntes Rahmenprogramm für die kleinsten SG-Fans rundete die gelungene Veranstaltung ab.
Am Ende des Tages bedankten sich die Verantwortlichen der SG Wallau/Massenheim bei allen, die dem Bundesligisten uneigennützig zur Seite sprangen. Immerhin 2800 Zuschauer sorgten am Ende auch für eine finanziell gelungene Veranstaltung, die ungefähr 55 000 Euro in die Kassen des Traditionsclubs spülte.
Zum Tor-Festival mit 95 Treffern steuerte Adrian Wagner auf Seiten des THW Kiel zehn Tore sowie auf Wallauer Seite Lavrow 8/1 und Klein 8/2 bei.
(Christian Robohm)
Der außergewöhnlichen Hilfsmaßnahme schloss sich auch die Stadt Frankfurt an, die die Höchster Ballsporthalle kostenlos zur Verfügung stellte. Und auch die Frankfurt Skyliner sowie Stefan "Kretzsche" Kretzschmar ließen sich nicht lumpen und schrieben fleißig Autogramme. "Ich hätte gerne mitgespielt, das war aber aus versicherungstechnischen Gründen nicht möglich", bedauerte Kretzschmar. Trotz der ansprechenden Kulisse von rund 2500 Zuschauern war man nicht ganz zufrieden. "Wochenlang ist schlechtes Wetter, und dann spielen wir gegen den THW, wenn draußen erstmals Frühling ist. Dann kommt auch noch dazu, dass nur wenige Kilometer entfernt Mainz den Spitzenreiter Schalke 04 zu Gast hat. Das kostet natürlich Zuschauer", bedauerte Wallaus Pressesprecher Hendrik Ziegler, der aber dennoch mit einer Erlös von 55 000 Euro rechnet.
Sportlich darf man den Wert solcher Spiele sicher nicht überbewerten, freilich ist er auch nicht zu unterschätzen. Die Partie hat gezeigt, dass alle Akteure sehr gut Handball spielen können - wenn man sie denn lässt! Und das war praktisch über die gesamten 60 Minuten der Fall. So erklärte sich dann auch ein Endstand von 49:46 (20:20) für Kiel. Deutlich zu erkennen war, dass die Gastgeber erst spät in der Nacht vom Gastspiel aus Schwerin zurück gekehrt waren, und die Anspannung der Kieler lässt sich am besten an der Tatsache messen, dass nicht weniger als acht Siebenmeter ungenutzt blieben. In der schnellen, abwechslungs- und torreichen Partie gaben beide Trainer jenen Akteuren große Spielanteile, die sonst eher im zweiten Glied stehen. Der Qualität tat das indes keinen Abbruch. Es wurde viel gezaubert, saubere Anspiele an den Kreis und die Flügel boten tolle Aktionen.
Am Ende verabschiedeten die Wallauer Fans den Gast mit stehenden Ovationen, und Martin Schwalb bedankte sich "ganz herzlich für das große Ding, das die Kieler gemacht haben!" Ob die Aktion "Solidarität mit starken Gegnern in einer starken Liga" auf Dauer etwas bringt, wird die Zeit zeigen, denn mit Lawrow (Hamburg), Tiedtke, Immel, Grimm (Großwallstadt), Behrends (Wilhelmshaven) sowie Perunicic (soll nach Arabien ausgeliehen werden), verlassen eine ganze Reihe von Leistungsträgern die SG Wallau-Massenheim.
(von Helmut Lenort, aus den Kieler Nachrichten vom 21.03.2005)
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