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15./18.10.2003 - Letzte Aktualisierung: 18.10.2003 EHF-Pokal

EHF-Pokal: THW hofft gegen Ljubuski auf die Unterstützung der Fans

Update #1 Vorbericht der KN ergänzt...

Der Kader von HRK Izivdac Ljubuski
Klicken Sie für weitere Infos! Der Kader von HRK Izivdac Ljubuski
Am kommenden Samstag spielt der THW um den Einzug ins 1/16-Finale des EHF-Pokals. Gegner ist der bosnische Vizemeister HRK Izvidac Ljubuski, bei dem der THW am vergangenen Wochenende knapp mit 28:25 gewann (siehe Spielbericht). Anwurf in der Ostseehalle ist um 18 Uhr. Für das Spiel, bei dem der THW auf die zahlreiche Unterstützung seiner Fans hofft, gibt es noch Karten (siehe Bericht).
Ljubuski erwies sich am vergangenen Sonnabend als erwartet schwerer Gegner. "Wir wussten, dass auf dem Balkan Handball auf hohem Niveau gespielt wird", sagte THW-Manager Uwe Schwenker, der froh ist, dass der THW mit dem Drei-Tore-Sieg den Grundstein für das Erreichen der nächsten Runde gelegt hat.

Einer der herausragenden Spieler bei Ljubuski im Hinspiel war Torhüter Mirko Alilovic, der dem THW-Angriff in Durchgang eins so manches Problem bereitete. Mehr über Ljubuski erfahren sie im ausführlichen Vorbericht zum Hinspiel.

Das Rückspiel leiten die österreichischen Schiedsrichter Reisinger/Kaschütz.

Champions League geht in die zweite Runde

Von den deutschen Teams im EHF-Pokal muss nur der THW in dieser Runde ran. Die HSG Nordhorn braucht erst im 1/16-Finale antreten.

In der Champions League findet am Wochenende die Runde 2 der Gruppenspiele statt. Lemgo empfängt am Samstag um 15.00 Uhr in Gruppe A HC Papillon Conversano (ITA), Magdeburg ebenfalls am Samstag um 16.30 Uhr in Gruppe B Haukar Hafnarfjördur (ISL). Flensburg ist am Samstag in Gruppe F Gastgeber für MSK Povazska Bystrica (SVK).

Im Europapokal der Pokalsieger hat TUSEM Essen dem estnischen Vertreter Polva Serviti das Heimrecht abgekauft und bestreitet beide Partien in Deutschland (Sa., 18.10., Bottrop und So., 19.10., Essen).

 

Aus den Kieler Nachrichten vom 18.10.2003:

Gegen Ljubuski kein zweites Ljubljana

THW erwartet heute bosnischen Spitzenreiter
Daran denken möchte keiner, daran gedacht haben viele. Vor sieben Monaten flog der THW Kiel nach einer 26:28-Heimniederlage gegen Prule 67 Ljubljana aus der Champions League. Dabei hatten die Kieler mit einem 33:33 beim slowenischen Meister einen soliden Grundstein gelegt, das Halbfinale zu erreichen. "Wir sollten aus diesen Erfahrungen lernen und Ljubuski sehr ernst nehmen", warnt Nationaltorhüter Henning Fritz. "Sonst bekommen wir wieder die Quittung."

Allerdings ist die Ausgangsposition gegen HRK Izvidac Ljubuski noch besser. Der bosnische Tabellenführer ist heute Abend (18 Uhr, Ostseehalle) in der zweiten EHF-Cup-Runde Gast des THW Kiel, der das Hinspiel bereits mit 28:25 gewann. "Die verstecken sich nicht", erwartet Trainer Noka Serdarusic, der voraussichtlich auf Nikolaj Jacobsen (Knieprobleme) verzichten muss, "Power-Handball". So wie am letzten Sonnabend, als die junge Ljubuski-Mannschaft einen 0:5-Rückstand mit viel Leidenschaft und Herz in eine 15:12-Führung verwandelte. Gleich fünf Spieler von HRK-Trainer Josip Glavas spielen in den U21-Nationalmannschaften von Bosnien & Herzegowina oder Kroatien.

Im jugoslawischen Zeitalter war der Verein aus dem 30.000 Einwohner-Städtchen in der West-Herzegowina noch drittklassig. Heute ist Ljubuski mit einem Etat von 300.000 Euro nicht nur der Krösus in der bosnischen Handball-Liga, sondern auch Tabellenführer. Die ersten Saisonspiele hat Ljubuski mit mindestens zehn Toren Abstand gewonnen. Gewonnen? "Wir haben die Gegner zerstört", meint Marinko Bubalo, der gemeinsam mit dem Bauunternehmer Stanislav Music Ljubuski in die Champions League bringen möchte. "Wir könnten in der Bundesliga mithalten", zählt der 40-jährige Music seinen Klub schon jetzt zu den vier besten in Ex-Jugoslawien. Star und mit 1500 Euro Monatslohn auch Top-Verdiener der Gäste ist der Kreisläufer Mirko Susic. Im Hinspiel gelangen dem 33-Jährigen, der mit seinem Team gestern erst um 23 Uhr im Kieler Hotel Maritim landete, gegen die Doppelwand Marcus Ahlm/Klaus-Dieter Petersen allerdings nur zwei Tore.

Noka Serdarusic ("Ein Aus wäre eine Katastrophe) überlässt nichts dem Zufall. Noch im Hotel in Mostar spielte er seinem Team ein Video des Hinspiels vor. "Da sieht ein Spiel gleich ganz anders aus", erkannte auch Sebastian Preiß viele Fehler. "Ein Drei-Tore-Vorsprung ist nicht viel, aber wir dürfen auf keinen Fall ausscheiden."

Bisher war der 22-Jährige ("ich muss Geduld haben") in dieser Saison stets zweite Wahl hinter dem Schweden Ahlm, der zumindest in der Abwehr gesetzt ist. Da aber schon Martin Boquist (Angriff) und Klaus-Dieter Petersen (Abwehr) nach jedem Spielzug die Rollen tauschen, will Serdarusic weitere Wechsel gerade gegen flinke Mannschaften vermeiden. "Ljubuski ist aber nicht so schnell wie zuletzt Nordhorn."

Auch Johan Pettersson glaubt nicht daran, dass es eine einfache Aufgabe wird. "So ein komisches Spiel wie gegen Ljubuski passiert eben ab und zu. Jetzt spielen wir zu Hause, das müsste klappen."

(Von Wolf Paarmann, aus den Kieler Nachrichten vom 18.10.1003)

Dieser Vorbericht wird wie gewohnt laufend aktualisiert...

Kurzumfrage:

EHF-Pokal: Wer kommt weiter?
THW 96.7%
Ljubuski 3.3%
Anzahl Stimmen: 337

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