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01./02.03.2013 - Letzte Aktualisierung: 02.03.2013 Bundesliga

THW Kiel will am Sonntag in Magdeburg siegen

Sport1 überträgt live

Update #1 KN-Vorbericht ergänzt ...

Das Team des SC Magdeburg.
Klicken Sie für weitere Infos! Das Team des SC Magdeburg.
Anstrengende zehn Tage liegen hinter dem THW Kiel, in denen man mit vier Siegen gegen Veszprem, bei Constanta, in Minden und zuletzt beim grandiosen 40:33-Heimsieg gegen die Füchse Berlin in der Champions League und der DKB Handball-Bundesliga den Erfolgskurs hielt. Bevor es für die "Zebras" in eine einwöchige Länderspielpause geht, steht am Sonntag noch eine schwere Auswärtshürde auf dem Plan: Um 17.30 Uhr wird die Partie beim SC Magdeburg angepfiffen, Sport1 überträgt das Duell der beiden einzigen deutschen Champions-League-Sieger live.
Fehlende Konstanz
Stefan Kneer ist in Magdeburg zur festen Größe im DHB-Team gereift.
Stefan Kneer ist in Magdeburg zur festen Größe im DHB-Team gereift.
Die aktuelle Bundesligasaison hat man sich beim SC Magdeburg etwas anders vorgestellt: Nachdem die Bördestädter die finanziellen Probleme der Vergangenheit endlich hinter sich gelassen hatten, ging es stetig bergauf, nach den Plätzen sieben und sechs in den vorherigen Spielzeiten hatte man sich Platz fünf und die erneute Qualifikation für den Europapokal vorgenommen. Und auch Ende September 2012, als der THW Kiel das Hinspiel in der Sparkassen-Arena mit Ach und Krach mit 33:30 für sich entscheiden konnte, war sich Alfred Gislason noch sicher, dass der SCM "die Überraschungsmannschaft der Saison werden könnte". Doch die Konstanz bekam Trainer Frank Carstens, der nach der WM in Spanien sein Co-Bundestrainer-Amt abgab und sich fortan ganz auf die Vereinsarbeit konzentrieren kann, nicht in seinen Kader, den wir Ihnen im Vorbericht zum Hinspiel bereits ausführlich vorgestellt haben. Viel zu selten, beispielsweise beim 34:30 über Melsungen oder beim 34:31 über die TSV Hannover-Burgdorf, erfüllten die Magdeburger die hohen Erwartungen, die in sie gesetzt wurden. Und in den Heimspielen gegen den HSV Hamburg (28:29) sowie die Füchse Berlin (31:33) schnupperte die Mannschaft an einem oder zwei Punkten, ging am Ende aber letztlich leer aus. Und auch die Verletzungsprobleme rissen die Saison über nicht ab und sorgten dafür, dass die nötige Stabilität fehlte.
Magdeburg im Kampf um Platz sieben
Rechtsaußen Robert Weber ist mit bislang 113/37 Treffern bester Torschütze beim SCM.
Rechtsaußen Robert Weber ist mit bislang 113/37 Treffern bester Torschütze beim SCM.
So ist Platz fünf bei mittlerweile sieben Punkten Rückstand schon lange kein Thema mehr - zumal die Mannschaft in diesem Kalenderjahr noch auf den ersten Bundesligasieg wartet und zuletzt mit 27:33 bei HBW Balingen-Weilstetten unter die Räder kam. "Wir wollten mit dem Kopf durch die Wand", kritisierte Carstens nach der Pleite am Fuß der Schwäbischen Alb. Zumal Bennet Wiegert nach wenigen Minuten wegen Herzbeschwerden auf der Bank Platz nahm und Nationalspieler Stefan Kneer nichts gelang: "Er war hochmotiviert, gegen seinen Ex-Verein zu spielen, aber er hat einen rabenschwarzen Tag erwischt", so Carstens. Mit 23:21 Punkten belegt der SC Magdeburg aktuell Platz neun in der DKB Handball-Bundesliha, damit duelliert man sich mit den hessischen Clubs aus Wetzlar und Melsungen und vielleicht auch mit dem wiedererstarkten TBV Lemgo um Platz sieben (siehe auch Tabelle und Kurve Magdeburg).
Haaß, Bezjak und Quenstedt kommen
Der Europapokalzug für die kommende Saison ist bei den Sachsen-Anhaltinern dennoch noch nicht komplett abgefahren, denn im neu gestalteten EHF-Pokal spielt der Verein bislang eine ausgezeichnete Rolle: In der Gruppenphase belegt man nach der Hinrunde mit drei Siegen in drei Spielen den ersten Platz der Gruppe D und hat damit beste Chancen, das Viertelfinale zu erreichen, um dann den letzten Schritt Richtung "Final Four" in Nantes zu gehen. Unabhängig vom Saisonausgang steht in Magdeburg aber ein kleiner Umbruch ins Haus. Auf der Rückraummitte wird Frank Carstens gleich zwei Neuzugänge begrüßen können: Mit Nationalspieler
Moritz Schäpsmeier wird den SCM nach nur einer Saison wieder verlassen.
Moritz Schäpsmeier wird den SCM nach nur einer Saison wieder verlassen.
Michael Haaß von Frisch Auf Göppingen landete der SCM im Herbst einen Transfercoup. Hinzu kommt der 26-jährige Marko Bezjak vom slowenischen Meister Gorenje Velenje, dessen Verpflichtung ab Sommer 2013 bereits in der Vorsaison bekannt gegeben wurde. Und auch im Tor gibt es eine Veränderung: Dario Quenstedt wird vom TuS N-Lübbecke nach Magdeburg zurückgehen, dafür wird Björgvin Gustavsson den Verein ebenso verlassen wie Linkshänder Moritz Schäpsmeier, der seinerseits zu seinem Heimatverein GWD Minden zurückkehren wird. Bereits im Februar verließ Ales Pajovic den Verein Richtung Lübbecke.
Negative THW-Bilanz
Nichtsdestotrotz erwartet den THW Kiel wie immer in Magdeburg ein intensives Auswärtsspiel. So sieht es auch Alfred Gislason: "Eine Partie beim SC Magdeburg ist traditionell eines unserer schwersten Auswärtsspiele der Saison. Dort herrscht immer eine Riesenatmosphäre, und wir freuen uns auf Sonntag. Unser Anspruch ist es, jedes Spiel gewinnen zu wollen. Und das gilt natürlich auch für Sonntag. Die Bilanz der "Zebras" beim SC Magdeburg ist auch eine der wenigen negativen: Von 25 Pflichtspielen im Bördeland konnte der THW lediglich neun gewinnen, zwölfmal hingegen siegten die Gastgeber. Und auch, wenn die Kieler von den letzten fünf Gastspielen immerhin vier für sich entscheiden konnten, ist vielen Spielern auch noch die Partie vom 4. Mai 2011 in Erinnerung, als der THW chancenlos mit 24:30 in der GETEC-Arena unterlag, im Anschluss aber eine beispiellose Siegesserie von 50 nationale Pflichtspielen in Folge startete (siehe auch Gegnerdaten Magdeburg).

Die Schiedsrichter am Sonntag sind Holger Fleisch und Jürgen Rieber.

(Sascha Krokowski)

 

Lesen Sie bitte auch

Dieser Vorbericht wird wie gewohnt ständig aktualisiert...

 

Aus den Kieler Nachrichten vom 02.03.2013:

Härtetest in Magdeburg

Im Duell der Traditionsvereine erwartet Handballmeister THW Kiel ein Hexenkessel
Kiel. Auf den THW Kiel wartet morgen Abend (17.30 Uhr/Sport1) ein Härtetest. Gewöhnlich wird dieser Begriff verwendet, um die Schwere einer Aufgabe zu beschreiben. Wie in diesem Fall das Auswärtsspiel des Handballmeisters beim SC Magdeburg. Im Duell der beiden Traditionsclubs passt er aber auch im Wortsinn. Spielt der einzige Bundesligist aus den neuen Bundesländern in eigener Halle, dann geht er hart zur Sache. Nicht selten härter als es die Regeln gestatten.

Auswärts deckt das Team von Frank Carstens zumeist nicht so aggressiv, was eine Erklärung dafür sein könnte, dass der Tabellen-Neunte am Mittwoch überraschend chancenlos in Balingen (27:33) verlor. In der mit voraussichtlich 7000 Zuschauern ausverkauften GETEC-Arena wird der zehnmalige DDR-Meister aber herzhaft zugreifen, um die "Zebras" zu stoppen. "Das wird ein richtig schweres Spiel für uns", sagt Alfred Gislason, der sechseinhalb Jahre lang den SC Magdeburg trainierte und ihn zur Meisterschaft (2001) und zum Champions-League-Titel (2002) führte. "Gegen uns hat die Mannschaft keinen Druck und wird deshalb ein ganz anderes Spiel hinlegen als zuletzt gegen Lübbecke." Im Heimspiel gegen die Westfalen standen die Carstens-Schützlinge, die bisher eine durchwachsene Saison abliefern, unter Erfolgszwang, spielten gehemmt und quälten sich zu einem unbefriedigenden 29:29. Die Hausherren, die auf die Rückraumspieler Philipp Weber, Jure Natek (beide operiert) und Ales Pajovic (kurzfristig nach Lübbecke abgewandert) verzichten müssen, bangen noch um Bennet Wiegert, der in Balingen nach zehn Minuten wegen Herzbeschwerden ausgewechselt wurde. In den Reihen der Kieler stand zuletzt noch ein Fragezeichen hinter Filip Jicha, der schon beim jüngsten 40:33-Heimsieg gegen Berlin von einer Grippe gehandicapt war. Die beiden vergangenen Tage verbrachte der Tscheche sogar im Bett. "Ich bin bereit", sagte der 30-Jährige, der eines "der schwersten Auswärtsspiele der Saison" erwartet. Es werde heute im Abschlusstraining in erster Linie darum gehen, den Neuen im Team zu vermitteln, was es bedeutet, in Magdeburg zu spielen. "Ich hoffe, sie kapieren es schnell. Wenn wir bereit sind, dann können wir diese Saisonphase nutzen." Diese Monate, in denen die ähnlich gestresste Konkurrenz aus Flensburg, Hamburg und Berlin die eine oder andere Feder lässt.

In der vergangenen Saison war der SC Magdeburg kurz davor, die 68:0-Serie des Triple-Siegers zu stoppen. In einem turbulenten Spiel, in dem sogar die Hallenuhr ihren Geist aufgeben sollte, waren Jicha, der für den verletzten Marcus Ahlm sein Debüt als Kreisläufer gab, Christian Zeitz (9 Tore) sowie die Torhüter Thierry Omeyer (bis zur 46. Minute) und Andreas Palicka (ab 46.) die Schlüssel zum 33:26-Erfolg waren, der knapper war, als es die Zahlen ausdrücken.

(von Wolf Paarmann, aus den Kieler Nachrichten vom 02.03.2013)

 

Kurzumfragen:

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    So., ab 17.30 Uhr: SC Magdeburg - THW Kiel
    live aus der GETEC-Arena, Magdeburg
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    So., ab 17.30 Uhr: Liveeinblendungen SC Magdeburg - THW Kiel
    (geplante Einblendungen um 17.30 Uhr, 17.50 Uhr, 18.03 Uhr, 18.30 Uhr und in der Schlussphase gegen 18.55 Uhr; nach dem Spiel Berichte in den Nachrichten am nächsten Morgen; Reporter ist Frank Martin)
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