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11./13.04.2013 - Letzte Aktualisierung: 13.04.2013 DHB-Pokal

Lufthansa Final Four: THW Kiel will über Melsungen zur Titelverteidigung

Sport 1 überträgt alle Partien des Finalwochenendes live

Update #1 Vorbericht und Pokal-Splitter der Kieler Nachrichten ergänzt...


Das "Lufthansa Final Four" findet am 13./14. April in Hamburg statt.
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Die Spannung steigt: Am kommenden Wochenende geht es in der ausverkauften Hamburger O2-World um den ersten großen Titel der Saison. Beim "Lufthansa Final Four" möchte der THW Kiel mit tausenden Fans im Rücken seinen insgesamt neunten Pokalsieg feiern. Auf dem Weg zur Titelverteidigung müssen die Kieler zunächst am Sonnabend, dem 13. April, das zweite Halbfinale bestreiten. Anpfiff ist um 17.45 Uhr, Sport1 überträgt diese Partie genauso live wie das erste Halbfinale zwischen dem HSV Hamburg und der SG Flensburg-Handewitt (15 Uhr) sowie das Finale am Sonntag (14 Uhr). Zeitnahe und kostenlose Informationen liefert auch kiel-liveticker.de.
Als Gewinner dürfen sich alle vier Mannschaften bereits vor dem ersten Anpfiff fühlen: Für jeden der vier Halbfinalisten gibt es eine Prämie von 80.000 Euro.

Das Objekt der Begierde.
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Drei mal drei ist Kieler Wunsch: 1998, 1999 und 2000 gewannen die "Zebras" dreimal in Folge den DHB-Pokal; 2007, 2008 und 2009 wiederholten sie das Kunststück. Nun will der Rekordpokalsieger nach den Erfolgen 2011 und 2012 zum dritten Mal den Titel-Hattrick perfekt machen. "Wir müssen zwei Tage lang sehr gut spielen, wenn wir unseren Titel verteidigen wollen", sagt THW-Trainer Alfred Gislason, der sich auf das Wochenende im "Wembley des deutschen Handballs" freut: "Das ist das national größte Ereignis im Handball, und wir sind stolz, uns zum 14. Mal für das 'Lufthansa Final Four' qualifiziert zu haben."

26.000 Fans unterstützen vier Mannschaften
Am 13. und 14. April zeigt sich der deutsche Vereinshandball wieder von seiner attraktivsten Seite: Die O2-World wird zum Schaufenster der DKB Handball-Bundesliga. Nachdem der Senat der Freien und Hansestadt Hamburg am Freitagabend alle vier Mannschaften begrüßt haben wird, freuen sich mehr als 26.000 Fans auf das Event in der Elbmetropole. Seit das DHB-Pokal-Finalwochenende 2003 von der gemütlichen Alsterdorfer Sporthalle in die moderne O2-World umgezogen ist, gilt das "Lufthansa Final Four" als Deutschlands "Wembley des Handballs". Bis 2017 wird die Veranstaltung der Hansestadt und damit auch dem bisherigen Rahmen treu bleiben. "Und das ist auch gut so", befindet THW-Geschäftsführer Klaus Elwardt, "die Stimmung ist einzigartig und das Drumherum stimmt." Natürlich hätten die Handballer des HSV Handball bei einer Teilnahme immer auch einen kleinen Heimvorteil, so Elwardt. "Aber das hat uns bisher auch nicht gestört. Das 'Lufthansa Final Four' gehört nach Hamburg, und unsere Fans machen aus jedem wichtigen Spiel ein Heimspiel!" Die schwarz-weißen Anhänger werden am Halbfinalsonnabend und - so sich der THW Kiel qualifiziert - auch am Finalsonntag in der modernen Arena in Hamburg für Festtagsstimmung sorgen. "Uns werden wieder tausende Schwarz-Weiße nach Hamburg begleiten und unserem Team den Rücken stärken", freut sich Elwardt. "Kiel rockt Hamburg!"
Live-Übertragung im Web-Radio und Fanstände
Die DKB HBL sorgt mit einem attraktiven Rahmenprogramm, in das auch wieder alle Maskottchen der 18 Handball-Bundesligisten und die Fahnenschwenker aller Halbfinalisten integriert werden, für zusätzliche Unterhaltung. THW-Fans können sich am Sonnabend und Sonntag an zwei Fanständen noch mit schwarz-weißen Utensilien und den "Kiel rockt!"-Eventshirts zum "Lufthansa Final Four" eindecken. Die Sonderstände befinden sich im Umlauf hinter der schwarz-weißen Fankurve sowohl im Ober- als auch im Unterrang. Fans, die keine Karte mehr für das Handballereignis des Jahres bekommen haben, können nicht nur live am Fernseher mitfiebern: Erstmals bietet die DKB HBL auch einen Internet-Radio-Livestream an: Dirk Schemann wird alle drei Partien des Wochenendes kommentieren, ihm zur Seite stehen Jan Gorr und Klaus-Dieter "Pitti" Petersen.
Melsungen will Titel holen
Die Trainer der Kontrahenten im zweiten Halbfinale: Michael Roth und Alfred Gislason.
Klicken Sie zum Vergrößern! Die Trainer der Kontrahenten im zweiten Halbfinale: Michael Roth und Alfred Gislason.
Die Unterstützung von den Fans können die "Zebras" gut gebrauchen, denn sportlich wird auch die 14. Teilnahme der Kieler am "Lufthansa Final Four", für das sich der THW durch Erfolge bei den Zweitligisten SC DHfK Leipzig (43:27) und VfL Bad Schwartau (35:26) sowie durch das 30:22 beim Erstligisten GWD Minden qualifiziert hatte, eine ganz spannende Angelegenheit. Die "Zebras" treffen am Sonnabend im zweiten Halbfinale auf die MT Melsungen - jene Mannschaft also, der sie im Dezember sensationell in eigener Halle unterlegen waren (siehe Spielbericht). Die Hessen beendeten mit dem Erfolg an der Förde nicht nur die unglaubliche Serie der Kieler von 585 Tagen ohne Niederlage, sondern rückten dadurch auch ins Rampenlicht der deutschen Sportpresse. "Die Euphorie ist groß", freut sich MT-Trainer Michael Roth auf das "Lufthansa Final Four", "zumal ich von unserem Bundesliga-Sieg ein schönes Video für die Vorbereitung habe." Man wolle am Sonnabend ähnlich wie im Dezember agieren. "Das wichtigste an unserem Sieg in Kiel war: Die Spieler reden jetzt nicht mehr von 'Wunder', wenn es um einen Sieg gegen den THW Kiel geht, sondern von 'machbar'." Und natürlich reise auch die MT Melsungen nach Hamburg, um einen nationalen Titel zu holen. "Wir treten an, um Pokalsieger zu werden!"
THW freut sich auf Mission Titelverteidigung
Unterstützt wird die MT, die sich zuletzt als Zweitligist 1996 für die Pokalendrunde qualifiziert hatte und sich die "Lufthansa Final Four"-Teilnahme durch Erfolge beim Oberligisten TSV Weinsberg (44:24), gegen den Liga-Kontrahenten HBW Balingen-Weilstetten (27:23) und gegen den ThSV Eisenach (31:25) gesichert hatte, unter anderem von rund 300 Fans, die am Sonnabend um 7.30 Uhr einen Sonderzug nach Hamburg besteigen. Doch von all dem wird sich der Titelverteidiger nicht beeindrucken lassen: "Unsere Aufgabe ist es, die MT Melsungen zu schlagen. Dann sehen wir weiter", sagt THW-Trainer Alfred Gislason. "Für einige meiner Spieler wird es das letzte 'Lufthansa Final Four' sein - sie werden sich besonders reinhängen." Melsungen habe eine gute Saison gespielt, so der THW-Trainer - und den Vorteil, längst nicht so ein belastendes Programm wie die anderen drei Teilnehmer in den vergangenen Wochen absolviert haben zu müssen. "Gleichwohl sind wir der Favorit."
Schiedsrichter und Modus
Als Schiedsrichter wurden die Gespanne Lars Geipel/Marcus Helbig, Holger Fleisch/Jürgen Rieber und Robert Schulze/Tobias Tönnies nominiert. Wer welches Spiel pfeifen wird, wird erst am Freitagabend bekannt gegeben. Steht es nach der regulären Spielzeit Unentschieden, so findet im Anschluss eine Verlängerung über zwei Mal fünf Minuten statt. Ist auch dann noch kein Sieger gefunden, entscheidet ein Siebenmeterwerfen die Partie - eine zweite Verlängerung hingegen entfällt.

Dieser Vorbericht wird wie gewohnt ständig aktualisiert...

 

Der Spielplan

Samstag, 13. April - Halbfinals
13.04.13, Sa. 15.00 SG Flensburg-Handewitt - HSV Hamburg : live in Sport1
17.45 MT Melsungen - THW Kiel : live in Sport1
Sonntag, 14. April - Finale
14.04.13, So. 14.00 Sieger 1. Halbfinale - Sieger 2. Halbfinale : live in Sport1

 

Die beteiligten Teams:


 

MT Melsungen

MT Melsungen.
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Durch eine starke Hinrunde reiften bei MT Melsungen - in den sieben Jahren der Bundesliga-Zugehörigkeit nie über den zehnten Platz in der Endabrechnung (2008 und 2012) heraus gekommen - sogar vage Europapokalträume. Als die Mannschaft von Trainer Michael Roth am 9. Dezember 2012 in der Sparkassen-Arena die Kieler Serie von 51 Spielen ohne Niederlage beendete (siehe Bericht), hatten sich die Hessen bis auf den sechsten Tabellenplatz vorgearbeitet. Nch einer schwarzen Serie von 1:15 Zählern ist die Hoffnung auf einen Platz im vorderen Tebellendrittel aber längst gestorben. Immerhin: Durch einen 29:26-Erfolg beim TV Neuhausen konnte der Abwärtstrend am 31. März rechtzeitig vor dem "Lufthansa Final Four" beendet werden.

Und dort will der einzige Bundesligist, der gegen die "Zebras" in dieser Saison noch nicht verloren hat, mehr als nur die vorletzte Hürde für den THW Kiel zum neunten Pokalsieg sein. "Wir fahren nicht dorthin, um die weiße Fahne zu hissen, sondern wollen unsere Außenseiterchance suchen", so Geschäftsführer Axel Geerken. Die Euphorie in der Region ist groß: "Die Pokalteilnahme ist für unsere Mannschaft, für den Verein, aber auch für unsere Region insgesamt ein absolutes Highlight", freut sich die MT-Aufsichtsratsvorsitzende Barbara Braun-Lüdicke auf das Event in Hamburg. Rund 1000 Schlachtenbummler werden die Mannschaft aus Hessen begleiten, 300 von ihnen reisen mit einem eigens von der MT gecharterten Sonderzug an.

Der Kader:
Der Kader der MT Melsungen.
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Die Pokal-Bilanz:
Erst einmal konnte sich Melsungen für die Endrunde um den DHB-Pokal qualifizieren: In der Saison 1995/1996 schaltete der damalige Zweitligist TG Melsungen nacheinander die höherklaasig spielenden TuS Nettelstedt, GWD Minden und OSC Rheinhausen aus, ehe im Halbfinale in Hamburg dann der TuSEM Essen (17:22) die Endstation war. 17 lange Jahre musste die MT auf eine Wiederholung warten, dementsprechend weisen mit Per Sandström (Hamburg), Patrik Fahlgren (Flensburg), Malte Schröder (Lübbecke) und dem Ex-"Zebra" Daniel Kubes nur vier Spieler aus dem aktuellen Kader Final-Four-Erfahrung auf. Die größte Erfahrung im Melsunger Umfeld hat Hallensprecher Bernd Kaiser, der sich in den vergangenen 17 Jahren den Ruf als "Stimme des Final Four" erworben hatte, in diesem Jahr aber nicht ran darf.
Der Weg in die Endrunde:
3. Runde TSV Weinsberg-MT Melsungen :24:44 (16:22)
Achtelfinale MT Melsungen-HBW Balingen-Weilstetten :27:23 (12:10)
Viertelfinale ThSV Eisenach-MT Melsungen :25:31 (14:18)
Spiele des THW gegen die MT Melsungen in dieser Saison:
09.12.2012 BL: 15. Spieltag  THW Kiel - MT Melsungen   25:29 (16:14)  V Bericht
Links:

 

SG Flensburg-Handewitt

Die SG Flensburg-Handewitt.
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Als die SG Flensburg-Handewitt am 10. November 2012 mit 28:29 bei der TSV Hannover-Burgdorf unterlag, schien es eine durchwachsene Saison für den letztjährigen Vizemeister und -pokalsieger zu werden: Mit 12:8 Punkten lag die Mannschaft von Trainer Ljubomir Vranjes nur auf dem siebten Tabellenplatz, zudem legte ein unfassbares Verletzungspech im linken Rückraum Petar Djordjic, Arnor Atlason und Lars Kaufmann lahm. Doch die SG kämpfte sich zurück, holte in der Liga 27:1 Punkte in Serie (unter anderem mit einem auch in der Höhe verdienten 35:29-Heimsieg über den THW) und ist auch im DHB-Pokal und in der Champions League noch im Rennen. Gegner jeweils dort: der HSV Hamburg. In der DKB Handball-Bundesliga indes ist der Meisterschaftszug aber nach der überraschenden 22:27-Niederlage beim TBV Lemgo Ende März sowie dem 23:23-Unentschieden am Dienstag gegen Hamburg bei nun fünf Punkten Rückstand auf den THW wohl abgefahren.
Der Kader:
Der Kader der SG Flensburg-Handewitt.
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Die Pokal-Bilanz:
Die SG Flensburg-Handewitt ist bereits zum neunten Mal beim Final Four dabei. 2003, 2004 und 2005 konnte die SG in Hamburg triumphieren, 2007, 2011 und 2012 scheiterte sie am THW: 2007 im Halbfinale mit 33:34, 2011 im Endspiel mit 24:30 und 2012 erneut im Finale mit 31:33.
Der Weg in die Endrunde:
3. Runde TuS Ferndorf-SG Flensburg-Handewitt :31:42 (15:25)
Achtelfinale HSG Nordhorn-Lingen-SG Flensburg-Handewitt :19:35 (10:16)
Viertelfinale SG Flensburg-Handewitt-Rhein-Neckar Löwen :24:20 (11:12)
Spiele des THW gegen die SG in dieser Saison:
21.08.2012 Supercup  THW Kiel - SG Flensburg-Handewitt   29:26 (14:14)  G Bericht
07.11.2012 BL: 2. Spieltag  THW Kiel - SG Flensburg-Handewitt   34:27 (15:13)   G Bericht
26.12.2012 BL: 19. Spieltag  SG Flensburg-Handewitt - THW Kiel   35:29 (19:14)  V Bericht
Links:

 

HSV Hamburg

HSV Hamburg.
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Nach ernüchterndem Start - nach der vernichtenden 27:37-Niederlage am 5. Dezember in Berlin belegte die Mannschaft von Trainer Martin Schwalb mit 18:12 Punkten lediglich Platz acht - konnte sich der HSV Hamburg im neuen Kalenderjahr langsam wieder zur Meisterform von 2011 aufschwingen: Nach 19:1 Punkten in Folge verloren die Hansestädter erst am 30. März wieder eine Ligapartie - mit 27:30 beim THW. Platz vier und die damit verbundene Hoffnung auf die Einladung zum Wildcard-Turnier für die Königsklasse sind aber allemal noch in Reichweite - zumal der HSV Hamburg zuletzt am Dienstag sogar einen Punkt aus der Flensburger Campushalle entführen konnte.
Der Kader:
Der Kader des HSV Hamburg.
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Die Pokal-Bilanz:
Nach 2004 und 2006 bis 2010 und 2012 nimmt der Quasi-Gastgeber zum achten Mal am "Lufthansa Final Four" im eigenen Wohnzimmer, der O2-World, teil. Zweimal, 2006 und 2010, konnte der HSV Hamburg am Ende den Pokal in die Höhe stemmen, 2004 (gegen Flensburg) und 2008 (gegen den THW) scheiterte man im Endspiel.
Der Weg in die Endrunde:
3. Runde Bergischer HC-HSV Hamburg :28:32 (14:14)
Achtelfinale TV Emsdetten-HSV Hamburg :29:30 (13:14)
Viertelfinale HSV Hamburg-TSV Hannover-Burgdorf :33:31 (18:17)
Spiele des THW gegen den HSV Hamburg in dieser Saison:
27.10.2012 BL: 10. Spieltag  HSV Hamburg - THW Kiel   30:33 (15:12)  G Bericht
30.03.2013 BL: 27. Spieltag  THW Kiel - HSV Hamburg   30:27 (13:11)  G Bericht
Links:

 

THW Kiel

Der THW Kiel.
Der THW Kiel.
Die Pokal-Bilanz:
Der THW Kiel ist Stammgast beim Final Four. Bei der 21. Auflage des Turniers haben sich die Zebras zum vierzehnten Mal für das Wembley des deutschen Handballs qualifiziert. 1998 bis 2000, 2007 bis 2009 sowie 2011 und 2012 gewann der THW den nationalen Pokal - und schwang sich durch diese Erfolge zum Rekordpokalsieger auf. Dem Gesetz der Serie folgend dürfte sich der THW also auch dieses Jahr auf dem neuen Siegerpokal verewigen.
Der Weg in die Endrunde:
3. Runde SC DHfK Leipzig-THW Kiel :27:43 (15:23) Spielbericht
Achtelfinale VfL Bad Schwartau-THW Kiel :26:35 (10:19) Spielbericht
Viertelfinale GWD Minden-THW Kiel :22:30 (11:14) Spielbericht

 

Kurzumfragen:

Wer wird DHB-Pokalsieger?
THW 88.5%
Flensburg 7.9%
Hamburg 1.9%
Melsungen 1.7%
Anzahl Stimmen: 1680

Wie schneidet der THW im DHB-Pokal ab?
Pokalsieger 87.3%
Finale 10.1%
Halbfinale 2.7%
Anzahl Stimmen: 338

 

User-Tipp:

MT Melsungen - THW Kiel:

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Aus den Kieler Nachrichten vom 13.04.2013:

Roth träumt vom Pokal

Final Four: Melsungen plant THW-Coup II
Kiel/Hamburg. Die SG Flensburg-Handewitt gegen den HSV Hamburg (15 Uhr/Sport1), dann der Titelverteidiger THW Kiel gegen die MT Melsungen (17.45 Uhr/Sport1) - klangvoller könnten die heutigen Halbfinals um den DHB-Pokal in der mit 13 000 Zuschauern ausverkauften O2-World in Hamburg kaum sein.

"Wir treten hier an, um Pokalsieger zu werden", sagt Trainer Michael Roth, der die MT Melsungen mit einem besonderen Video auf das Wiedersehen mit den "Zebras" eingestimmt hat. Zu sehen war der 29:25-Auswärtssieg der Hessen am 9. Dezember vergangenen Jahres. Nach 14 Niederlagen gewannen die Roth-Schützlinge im 15. Versuch seinerzeit erstmals gegen Kiel, aber nicht nur deshalb war dieser Erfolg ein besonderer: Er beendete auch eine beispiellose Serie. Die Kieler hatten zuvor von 102 zu verteilenden Punkten nur einen einzigen abgegeben, waren 585 Tage in der Bundesliga ungeschlagen geblieben.

Mit dem Sieges-Video will Roth den Tabellen-Elften zum erneuten Gipfelsturm motivieren. "Wir wissen jetzt, dass es machbar ist. Das ist ganz wichtig für den Kopf." Nach dem Coup in Kiel und dem Pokalsieg beim Zweitligisten ThSV Eisenach (31:25), der MT zum zweiten Mal nach 1996 in ein Pokal-Halbfinale einziehen ließ, verlor das stark in die Saison gestartete Team um Ex-"Zebra" Daniel Kubes allerdings an Fahrt, rutschte in der Tabelle von Platz sechs ins graue Mittelmaß ab. "Das waren für den Verein zwei große Ergebnisse", sagt Kubes, der sich seit Saisonbeginn um die Stabilität der MT-Deckung bemüht. "Danach war die Luft ein wenig raus bei uns." Für den Tschechen, der im Sommer seinen Trainerlehrgang (A-Lizenz) beginnen will, "Teil eines normalen Entwicklungsprozesses". Mittlerweile sind die Melsunger, die sich kurzfristig von den Griechen Grigorios Sanikis und Alexandros Vasilakis getrennt haben, wieder in Schwung gekommen. Im Heimspiel gegen die SG Flensburg-Handewitt (26:26) verpassten sie Ende Februar sogar einen weiteren Coup. "Näher werden wir in dieser Saison nicht mehr an einen Titel herankommen", sagt Kubes, der seine Kollegen auf die besondere Final-Four-Atmosphäre eingeschworen hat. "Kaum einer von uns hat jemals ein solches Spiel bestritten", sagt der 35-Jährige, der in den beiden vergangenen Jahren mit dem THW Kiel den Pokal gewann. "Schiedsrichter, Zuschauer, die Härte - das wird kein normales Spiel zwischen Kiel und Melsungen, es wird sich anfühlen wie Kiel gegen den HSV." Kubes befürchtet, dass die Partie für sie bereits nach zehn Minuten entschieden sein kann, wenn es ihnen nicht gelingt, schnell die richtige Einstellung zu finden.

Mehr als 1000 Fans werden aus Melsungen nach Hamburg pilgern, 300 davon mit einem Sonderzug - 1000 Gründe, warum Alfred Gislason davon überzeugt ist, dass zwei Drittel der Zuschauer den Außenseiter anfeuern werden. Der Trainer des THW Kiel hatte seine Spieler nach einer zehntägigen Länderspiel-Pause erst am Mittwoch wieder um sich versammeln können, am Abend ließ er sie in wechselnden Formationen gegeneinander antreten. "Wir hatten auch unseren Spieltag", sagt Gislason mit Blick auf das Duell der beiden anderen Halbfinalisten, die bereits am Dienstag in der Liga (23:23) aufeinander getroffen waren. Gestern zogen sich die Kieler, die mit ihrem kompletten Kader anreisen werden, in ein Hotel in Kaltenkirchen zurück. Hier wollen sie nicht nur eine Nacht verbringen. "Die Jungs sind sehr fokussiert", sagt Gislason, der voller Respekt vom Gegner spricht. "Melsungen hat inzwischen eine richtig stabile Mannschaft, auch dank Kubi (Kubes, d. Red.)."

Das Final Four werden Flensburg und der HSV eröffnen, der sich von einer Wahrsagerin Mut machen ließ. Marcin Lijewski und Blazenko Lackovic besuchten mit der "Mopo" auf dem Hamburger Dom Karin Tietjen, die die Karte "Königin mit Kelch" zog - der HSV gewinnt demnach in dieser Saison einen Pokal. Nur welchen, das konnte die Wahrsagerin den Hamburgern, die im Viertelfinale der Champions League auch auf Flensburg treffen, nicht sagen.

(von Wolf Paarmann, aus den Kieler Nachrichten vom 13.04.2013)

 

Aus den Kieler Nachrichten vom 13.04.2013:

Pokal-Splitter

Das erste Mal - Der Auftakt endete im Desaster. Obwohl im Juni 1993 mit Wallau/Massenheim und Dormagen die Finalisten aus der Region kamen, war die Frankfurter Ballsporthalle nur zur Hälfte gefüllt. Und so mussten die Teilnehmer (außerdem Wiesbaden und Hameln) das Defizit jeweils mit rund 4000 Mark ausgleichen. Und diesmal? Gibt es 80 000 Euro Antrittsprämie für jeden Verein.

Livestream - Die HBL bietet unter www.handball-bundesliga.de einen Radio-Livestream von allen Spielen an. Dirk Schemann stehen als Experten Jan Gorr (Co-Trainer Männer-Nationalmannschaft) und THW-Urgestein "Pitti" Petersen zur Seite.

Public Viewing - Es ist bereits gute Tradition geworden, dass in der Forstbaumschule in Kiel die THW-Spiele auf einer Großleinwand übertragen werden.

(von Wolf Paarmann, aus den Kieler Nachrichten vom 13.04.2013)

 

TV-, Radio- und Internet-Tips:

  • Sport1-Logo TV: Sport1:
    • Sa., ab 15.00: SG Flensburg-Handewitt - HSV Hamburg
    • Sa., ab 17.45: MT Melsungen - THW Kiel
    • So., ab 14.00: Finale live
  • NDR 1 Welle Nord-Logo Radio: NDR 1 Welle Nord:
    • Sa., zwischen 6.00 Uhr und 10.00 Uhr: Vorberichte und Stimmen in der Sendung "Guten Morgen Schleswig-Holstein"
    • Sa., ab 15.00 Uhr: Live-Einblendungen von den Halbfinalspielen
      (geplante Einblendungen des THW-Spiels um 17.50 Uhr, 18.00 Uhr, 18.20 Uhr, 18.50 Uhr, in der Schlussphase gegen 19.15 Uhr und Nachbericht um ca. 19.50 Uhr; Reporter sind Stefan Eilts und Rudi Dautwiz)
    • nach den Halbfinals Berichte und Stimmen in den Nachrichten und in "Guten Morgen Schleswig-Holstein" von 8 bis 10 Uhr am nächsten Morgen
    • So., ab 14.00 Uhr: Live-Einblendungen vom Endspiel
      (geplante Einblendungen um 14.00 Uhr, 14.20 Uhr, 14.30 Uhr, 14.40 Uhr, 15.00 Uhr, 15.20 Uhr, in der Schlussphase gegen 15.30 Uhr und nach dem Spiel gegen 15.40 Uhr); Reporter sind Stefan Eilts und Rudi Dautwiz)
    • So.: nach dem Finale Berichte und Stimmen in den Nachrichten sowie in den Sportblöcken zu jeder vollen und halben Stunde bis 18 Uhr
    • Mo.: Nachbericht und Stimmen zwischen 6.00 Uhr und 10.00 Uhr
    Tipp: Welle Nord kann man auch im Internet live hören!
  • Internet: kiel-liveticker.de
    Kiel-Liveticker bietet einen zeitnahen ausführlichen Live-Ticker an unter www.kiel-liveticker.de.
  • Internet:
    Eine Übersicht über verschiedene Live-Ticker finden Sie auf unserer Live-Ticker-Seite.


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