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08./15.08.2004 - Letzte Aktualisierung: 15.08.2004 Vorbereitung

Testspiel: THW gewinnt bei der SG Achim/Baden

Update #2 Weiteren Spielbericht, Fotos und Statistik ergänzt, KN-Spielbericht ergänzt...

THW-Neuzugang Henrik Lundström wusste in Verden  mit sechs Toren zu gefallen.
Klicken Sie zum Vergrößern! THW-Neuzugang Henrik Lundström wusste in Verden mit sechs Toren zu gefallen.
Der THW hat am Sonntag Morgen mit einem Testspiel sein Trainingslager abgeschlossen. Trotz der harten Woche in Ostfriesland schlugen die Zebras den Regionalligisten SG Achim/Baden standesgemäß mit 33:21 (18:9).
Vor 700 Zuschauern in der Sporthalle in Verden/Aller zeigten die Zebras eine sehr gute Leistung. Mit viel Teamgeist und Konzentration ließen sie der SG Achim/Baden keine Möglichkeit in das Spiel zu finden und führten schon kurzzeitig in der ersten Halbzeit mit 16:4.

Nach der Halbzeit (18:9) machten sich langsam die "müden Beine" des THW Kiel bemerkbar. Die Zebras ließen aber dem Regionalligisten, der diese Saison nutzen möchte, um den Wiederaufstieg in die zweite Bundesliga zu schaffen, zu keiner Zeit das eine Chance und gewannen verdient mit 33:21.

Vorbereitung: 08.08.04, So., 11.30: SG Achim/Baden - THW Kiel: 21:33 (9:18)

Tore SG Achim/Baden:
Schmidt (12/4), Allendörfer (5/1), Katz (1), Hoppe (1) u.a.
Logo Tore THW Kiel:
Pettersson (9/4), Lundström (6), Preiß (5), Hagen (4), Lövgren (4/3), Schindler (2), Ahlm (2), Wagner (1)
Siebenmeter:
Achim/Baden: 6/5 (Andersson pariert kurz vor Spielende);
THW: 9/7 (Wagner und Pettersson scheitern)
Schiedsrichter:
Cordes / Hustedt
Zuschauer:
700 (Aller-Weser-Halle, Verden/Aller)

Aktualisierung vom 09.08.

Aus den Kieler Nachrichten vom 09.08.2004:

Pettersson, Lundström erfolgreichste Werfer

Varel-Obenstrohe - Mit einem 33:21 (18:9)-Erfolg gegen den Bremer Regionalligisten SG Achim/Baden beendete der Handball-Bundesligist THW Kiel gestern sein neuntägiges Trainingslager in Varel-Obenstrohe. Vor 750 Zuschauern waren mit Johan Pettersson(9) und dem Neuzugang Henrik Lundström(6) die beiden Schweden die erfolgreichsten Werfer, die am Mittwoch beim Testspielsieg gegen den Zweitligisten OHV Aurich noch verletzt auf der Bank saßen. Auch Frode Hagen, in Aurich mit einer Bänderdehnung ausgeschieden, war dabei.

Neun Tage Friesland - ganz zufrieden war THW-Trainer Noka Serdarusic nicht mit der Saisonvorbereitung. Ohne Olympia-Teilnehmer Christian Zeitz und Roman Pungartnik, der nach seinem Kreuzbandriss noch im Schongang läuft, habe er auf der rechten Seite wenig Handballtaktik einstudieren können. Zumal mit Johan Pettersson auch der dritte Linkshänder einige Tage wegen einer Zerrung in der Kniekehle nicht voll habe mittrainieren können. Serdarusic: "Das nervte."

Positiv wird Serdarusic dagegen die gute Stimmung während des Trainingslagers in Erinnerung bleiben: "Alle wissen, dass in dieser Saison mehr auf sie zukommt, als im letzten Jahr. Sie haben sich ausnahmslos richtig reingehängt. Das kann man erwarten, ist aber nicht selbstverständlich."

Während die THW-Spieler am trainingsfreien Montag die Füße hochlegen können, geht es für die vier Akteure des TSV Altenholz, die in Varel dabei waren, heute Abend gleich weiter: Erst Mannschaftsfoto, dann Krafttraining.

(Von Wolf Paarmann, aus den Kieler Nachrichten vom 09.08.2004)

Aktualisierung vom 15.08.

Wir reichen hier - spät - für die Hardcore-Fans einen sehr, sehr ausführlichen von unserem Mitarbeiter Dr. Oliver Schulz nach:

Aljoscha Schmidt allein reicht aufopferungsvollen Achimern nicht - leichter Sieg des THW

In der mit 750 Zuschauern fast vollbesetzten Verdener Aller-Weser-Halle hat sich der THW Kiel heute um 11.30 Uhr leicht mit 33:21 (18:9) gegen Regionalligist SG Achim-Baden durchgesetzt und damit sein Trainingslager abgeschlossen. Bei den Kielern gefielen besonders die Außen Lundström und Pettersson, sowie Preiß. Auf Seiten Achims traf Aljoscha Schmidt wie er wollte. Neben dem Alleinunterhalter, der 12 Treffer markierte, tat sich Allendörfer hervor.

An alter Wirkungsstätte wurde zunächst Kiels langjähriger Rechtsaußen, der in Achim geborene Martin Schmidt, besonders begrüßt, bevor die Schiedsrichter Holger "Frosch" Cordes und Volkmar Hustedt die Partie um 11.30 Uhr in der den Achimern ungewohnten, größeren Verdener Aller-Weser-Halle anpfiffen.

Der THW begann im Rückraum mit Lövgren, Boquist und Hagen, wobei der Norweger fast die gesamte Zeit auf der vorübergehend verwaisten Halbrechtsposition agierte. Auf Außen standen zunächst Lundström und Pettersson, während Preiß am Kreis anfing und Daniel Sommerfeld das Tor hütete.

Das schnelle 0:1 durch Lundström glich der andere Linksaußen Aljoscha Schmidt, schon in der 2. Liga Achims Torgarant und Siebenmeterschütze vom Dienst, vom Punkt aus. Nachdem sowohl Pettersson als auch Lundström von Außen scheiterten, brachte ein Siebenmeter Johans das 1:2. Aljoscha Schmidt glich per Gewaltwurf aus, bevor erneut Pettersson zum 2:3 (6.) vorlegt. Preiß und Hagen (von halbrechts) bauten die Führung auf 2:5 aus (8.).

In der 11. Minute kam Schindler für Boquist in die Partie. Preiß erhöhte auf 2:6, dem Pettersson per Gegenstoß das 2:7 folgen ließ. Nach einem Achimer Pfostenschuß verhinderte Sommerfeld den Anschluß der Hausherren. Johan Pettersson scheiterte zwar beim folgenden Gegenstoß, verwandelte aber den Siebenmeter erneut sicher um 2:8 (17.). Klockmann kam nun für Sommerfeld ins Tor. Schindler gelang von halbrechts das 2:9.

Der THW agierte nun aus einer 5:1-Deckung heraus (Lundström vorgezogen, 20.). Kiels Neuzugang war es auch, der auf 2:10 erhöhen konnte, erhielt dann aber zugunsten Wagners eine Pause. Nach einem - natürlich - von Schmidt verwandelten Siebenmeter erzielte Adrian (in der 5:1-Deckung nun vorgezogen) das 3:11 per Gegenstoß. Lövgren gelang das 3:12, für ihn kam Martin Boquist in die Partie.

In Minute 23 traf erneut Achims Nr. 23, Schmidt, diesmal von Linksaußen, bevor Hagen von halbrechts und Pettersson (nach Foul an Wagner) vom Punkt die Kieler Führung auf 4:14 ausbauten.

Ahlm kam in den letzten fünf Minuten der ersten Hälfte für Preiß an den Kreis. Nach Kieler Ballverlust (Wagner scheiterte von Linksaußen) markierte Pettersson das 4:15. Nach einer Auszeit verkürzte Schmidt per Siebenmeter, aber Schindler stellte von halbrechts den alten Abstand wieder her (5:16; 26.).

Dem jungen Achimer Daniel Hoppe gelang von Außen ein Tor, Adrian Wagner vergab nach Foul an Ahlm einen Siebenmeter. Kurz vor der Pause schöpfte der Regionalligist neue Kraft und kam durch zwei Treffer, einer davon durch Gegenstoß von Aljoscha Schmidt, auf 8:16 heran. Pettersson scheiterte zudem wenig später vom Punkt. Als Achim auf 9:16 aufschloss, feuerten die 750 auf den Rängen den Underdog frenetisch an. Kiel scheiterte aus dem Rückraum (Boquist) und vom Kreis (Ahlm). Boquist erhielt eine Zweiminutenstrafe. Preiß und dann Pettersson per Gegenstoß kurz vor der Sirene trafen zum Pausenstand von 9:18.

Mattias Andersson kam zur 2. Halbzeit für Klockmann, Hagen agierte weiter auf halbrechts. Auch Achim hatte den Torhüter gewechselt: der bullige argentinische Neuzugang Ariel Panzer stand zur Freude der Anhänger nun zwischen den Pfosten.

Henrik Lundström erhöhte zunächst auf 9:19, wenig später wurde Preiß am Kreis gehalten und Pettersson verwandelte den Strafwurf. Nach einer Parade Anderssons schickte dieser Johan auf die Reise, der den Tempogegenstoß zum 9:21 abschloss.

Schindler kam nun auf Rechtsaußen in die Partie. Nach Ballverlust der Kieler konnte zunächst der ehemalige Wetzlarer Mario Allendörfer verkürzen, bevor seiner Mannschaft noch ein Treffer von Außen gelang (11:21). Der nach wie vor auf halbrechts agierende Hagen markierte zwar ein Tor, ein Doppelschlag von Linksaußen Aljoscha Schmidt brachte Achim aber auf 13:22 heran.

Ein Kreistreffer von Preiß sowie ein Siebenmetertor durch den zuvor gefoulten Lövgren bedeuteten die 13:24-Führung des THW. Einem sehenswerten Paß von Andersson auf Lundström (13:25) wusste Alleinunterhalter Schmidt einen Siebenmetertreffer entgegenzusetzen, bevor Preiß auf 14:26 erhöht.

Wenig später gelang Mannschaftskapitän und Kreisläufer Cord Katz der Anschluß. Anderssons Parade verhinderte ein weiteres Tor der Hausherren, Kiel verlor aber den Ball. Die Partie wurde hektisch, und die 750 auf den Rängen feuerten den Regionalligisten an. Ein Tempogegenstoß von Lövgren auf Lundström brachte das 15:27, bevor Allendörfer einen Siebenmeter verwandelte. Lövgren verwandelte seinerseits nach Foul an Ahlm vom Punkt.

Ein Achimer Tor von Rechtsaußen sowie mehrere Paraden von Panzer (gegen Ahlm und Boquist) beantwortet Hagen mit dem 17:29. Zwei sehenswerte Treffer von Aljoscha Schmidt, seine Tore 10 und 11, brachten Achim auf 19:29 heran.

Wenig später ein etwas ungewohntes Bild im Kieler Rückraum: zwischen "RR Hagen" und Lövgren (RL) führte Adrian Wagner Regie. Ahlm scheiterte zweimal an Panzer, wurde dann aber klug von Lövgren in Szene gesetzt (19:30). Mario Allendörfer stellte den Zehn-Tore-Vorsprung wieder her.

Ein Tor von Ahlm, der kurz darauf eine Zweiminuten-Strafe erhielt, konterte wiederum Schmidt von Außen. Kiel gelang durch Lundström und Lövgren (per 7m-Heber gegen Panzer) der 33:21-Endstand, da "Matti" kurz darauf einen Siebenmeter der Hausherren parierte.

(Von Dr. Oliver Schulz)


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