19.01.2008 | EM 2008 |
Die deutschen Spieler saßen noch in der Haukelandshalle, als Ungarn für eine der vielen großen Überraschungen des Turniers sorgte. "Wir sind daher gewarnt", sagt Brand, der den Ungarn "erkennbare Fortschritte" seit dem 9. Rang bei der WM 2007 und den beiden Begegnungen Anfang Januar 2007 in Debrecen und Budapest (23:23, 23:20) attestiert. Im Aufbau hätten die jungen Halbspieler Csaszar Gabor (Viborg) und Ferenc Ilyes (Veszprem) "deutlich zugelegt", hat Brand erkannt. Vor allem der 29jährige Aufbauspieler Nikola Eklemovic, der wie Puljezovic (beide Pick Szeged) just aus Serbien eingebürgert wurde, hat es Brand ziemlich angetan: "Eklemovic führt das Angriffsspiel sehr gut, er hat eine gewisse Struktur hineingebracht."
Die Erfahrungen aus dem Vorjahr haben die Ungarn aber Siege zu Turnierbeginn ziemlich misstrauisch werden lassen. "Vor einem Jahr sind wir mit den Siegen gegen Dänemark und Norwegen auch super gestartet, aber dann haben wir nicht einmal das Viertelfinale erreicht", erinnert sich der zweite ungarische Spitzentorwart Nandor Fazekas (Gummersbach) mit Grausen an den plötzlichen Leistungsabfall. Auch in der Vorbereitung auf die EM hätte ihnen die nötige Konstanz gefehlt, um ganz vorne anzugreifen. "Unsere Leistungen sind zu wechselhaft", kritisiert Fazekas. "Aber in Ungarn feiern uns jetzt alle und denken, wir werden Europameister."
(von Erik Eggers, aus den Kieler Nachrichten vom 19.01.2008)
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