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11./12.02.2004 - Letzte Aktualisierung: 12.02.2004 DHB-Pokal

THW macht gegen Düsseldorf Einzug ins "Final Four" klar

DHB-Pokal, Viertelfinale: 11.02.2004, Mi., 20.00: HSG Düsseldorf - THW Kiel: 24:30 (9:14)
Update #2 Spielbericht der KN ergänzt...

Demetrio Lozano war mit sechs Toren bester Werfer des THW.
Klicken Sie für weitere Infos! Demetrio Lozano war mit sechs Toren bester Werfer des THW.
Der THW hat das "Final Four" in der Colorline-Arena in Hamburg am 1./2. Mai erreicht. Mit 30:24 (14:9) gewannen die Zebras beim Zweitliga-Süd-Spitzenreiter HSG Düsseldorf. Morgen Vormittag um 11 Uhr ist Auslosung der "Final Four"-Begegnungen.
In der ersten Viertelstunde war die Partie in der mit 1500 Zuschauern ausverkauften Sporthalle in Ratingen ausgeglichen. Düsseldorf hielt besonders mit Strafwürfen dagegen. Drei Siebenmeter verwandelte HSG-Goalgetter Michael Hegemann bis zum 5:5 (15.) sicher. Dann setzte sich der THW auf 9:5 (18.) und 11:6 (21.) ab - dank zweier Tore von Demetrio Lozano. Trotz einer doppelten Zeitstrafe gegen Kapitän Lövgren gingen die Zebras mit einer 14:9-Führung in die Kabine.

Auch im zweiten Durchgang bestimmte der THW das Geschehen und lag nach 33 Minuten mit 17:11 vorn. Weil Michael Hegemann nun auch vom Feld traf, kamen die Gastgeber aus Düsseldorf aber bis zur 45. Minute auf 20:23 heran. Der THW kontrollierte die Partie aber weiter und durch Treffer von Lozano und Przybecki wieder auf 27:22 (56.) davon. Das war die Entscheidung.

Beste Schützen beim THW waren Demetrio Lozano (6), Stefan Lövgren (5) und Johan Pettersson (5/2). Für Düsseldorf traf Michael Hegemann mit 10/4 Toren am besten.

Lesen Sie auch den Spielbericht der Kieler Nachrichten...

Lesen Sie auch das Live-Ticker-Protokoll...

Auch Hamburg, Magdeburg und Flensburg erreichen Final Four

Auch Hamburg, Magdeburg und Flensburg haben das "Final Four" erreicht. Der HSV Hamburg setzte sich bereits am Dienstag beim Wilhelmshavener HV mit 30:25 (14:12) durch. Der SC Magdeburg schlug in Dessau den Zweitligisten Tarp-Wanderup mit 45:24 (19:7) und Flensburg schlug in der Fördehalle Gummersbach mit 30:22 (16:11).

Stimmen zum Spiel:

THW-Trainer Noka Serdarusic:
In der ersten Halbzeit standen wir sehr gut in der Abwehr, spielte vorne mittelmäßig. Wir gingen dann mit fünf Toren in Führung, weil von Düsseldorf später nicht mehr so viel Gefahr für die Abwehr ausging. Düsseldorf kam noch einmal heran, aber wir haben dann immer nachgelegt, um eine Runde weiterzukommen, aber nicht mehr getan als nötig.
THW-Manager Uwe Schwenker:
Dieser Sieg war wichtig. Wir sind engagiert aufgetreten und haben ohne große Probleme die nächste Runde erreicht. Es freut mich besonders, dass Demetrio Lozano gut gespielt hat.

Kurzumfrage:

Wer gewinnt den DHB-Pokal?
THW 47.9%
Flensburg 40.0%
Hamburg 6.4%
Magdeburg 5.7%
Anzahl Stimmen: 140

DHB-Pokal, Viertelfinale: 11.02.04, Mi., 20.00: HSG Düsseldorf - THW Kiel: 24:30 (9:14)

Logo HSG Düsseldorf:
Sdunek (n.e.), Savonis (1.-54., 12 Paraden), Engelen (54.-60., 2 Paraden); Hertzberg (1), Heinrichs (1), Berblinger (3), Hegemann (10/4), Bernau (n.e.), Lehmann, Schürmann (2), Petersson (5), Schneider (2); Trainer: Ratka
Logo THW Kiel:
Fritz (drei 7m), Andersson (1.-60., 17 Paraden); Preiß (1), Pettersson (5/2), Przybecki (3), Lozano (6), Petersen, Lövgren (5), Wagner (1), Ahlm (5), Boquist, Zeitz (4); Trainer: Serdarusic
Schiedsrichter:
Andler (Remseck)/ Andler (Stuttgart)
Zeitstrafen:
Düsseldorf: 4 (zweimal Hertzberg (16., 18.), Schürmann (39.), Hegemann (55.));
THW: 7 (Zeitz (11.), Wagner (21.), zweimal Lövgren (doppelte Zeitstrafe 23.), Lozano (35.), Ahlm (51.), Pettersson (53.))
Siebenmeter:
Düsseldorf: 4/4;
THW: 2/2
Spielfilm:
1. Hz.: 0:1, 1:1, 1:2, 2:2 (4.), 2:3, 3:3, 3:4, 4:4 (10.), 4:5, 5:5 (15.), 5:9 (18.), 6:9, 6:11 (21.), 7:11, 7:12, 8:12, 9:12 (25.), 9:14;
2. Hz.: 10:14, 10:16 (32.), 11:16, 11:17, 12:17, 12:18 (36.), 14:18 (37.), 14:20 (38.), 16:20 (40.), 16:21, 17:21, 17:22 (41.), 19:22 (43.), 19:23, 20:23 (45.), 20:25 (46.), 21:25, 21:26 (48.), 22:26 (54.), 22:29 (57.), 23:29, 23:30, 24:30
Zuschauer:
1500 (ausverkauft) (Sporthalle, Ratingen)

Live-Ticker-Protokoll:

Zeit Spiel-
minute
Spielstand
HSG-THW
Bemerkung
21:27 Endstand 24:30 Hegemann macht das 23:29 (58.). Preiß mit seinem ersten Tor zum 30:23 (60.). Schürmann trifft zum 24:30-Endstand (60.).
Damit hat der THW wie erhofft den Sprung in das "Final Four" geschafft. Ein Bericht folgt ab ca. 22.30 Uhr. Wir wünschen einen schönen Abend!
21:22 57. 22:29 Przybecki trifft zum 27:22 (56.). Pettersson per 7m gegen Engelen (seit der 54. drin) zum 28:22, Wagner per Heber zum 29:22 (57.). Nun Auszeit Düsseldorf. Andersson hat sich deutlich gesteigert und kann nun 15 Paraden vorweisen.
21:18 54. 22:26 Zeitstrafe gegen Ahlm (51). Zeitstrafe gegen Pettersson (53.). Berblinger trifft zum 22:26 (54.). Zeitstrafe gegen Hegemann (55.).
21:11 48. 21:26 Schneider macht das 21:25 (47.). Lozano zum 26:21 (48.).
21:09 46. 20:25 Ahlm trifft zum 23:19 (44.), wieder Hegemann zum 20:23 (45.). Przybecki spielt nun für Zeitz und macht das 24:20 (46.). Lozano trifft zum 25:20 (46.).
21:08 43. 19:22 Lövgren vom Kreis zum 21:16 (40.), Hegemann zu mm 17:21 (41.), Pettersson trifft zum 22:17 (41.), wieder Hegemann: 18:22 (42.). Konter von Berblinger zum 19:22 (43.).
21:02 40. 16:20 Lozano trifft zum 20:14 (38.). Hegemann macht das 15:20 (38.). Zeitstrafe gegen Schürmann (39.). Schneider per Konter zum 16:20 (40.).
21:00 38. 14:19 Lövgren macht das 16:10 (32.), Petersson trifft zum 11:16 (33.). Pettersson per 7m gegen Savonis: 17:11 (33.). Hertzberg macht das 12:17 (34.). Zeitstrafe gegen Lozano (36.). Pettersson frech von rechtsaußen zum 18:12 (36.). Schürmann vom Kreis zum 13:18 (37.). Hegemann per 7m gegen Andersson zum 14:18 (37.). Lövgren zum 19:14 (37.).
20:53 31. 10:15 Berblinger per Konter zum 14:10 (31.), doch Lozano ist sofort per schneller Mitte zum 15:10 (31.) erfolgreich.
20:48 Halbzeit 9:14 Halbzeitstatistik:
HSG Düsseldorf: Sdunek (n.e.), Savonis (1.-30.); Hertzberg, Heinrichs (1), Berblinger, Hegemann (4/3), Bernau, Lehmann, Schürmann, Petersson (4), Schneider; Trainer: Ratka
THW Kiel: Fritz (drei 7m), Andersson (1.-30.); Preiß, Pettersson (1), Przybecki (1), Lozano (2), Petersen, Lövgren (2), Wagner, Ahlm (4), Boquist, Zeitz (4); Trainer: Serdarusic
Zeitstrafen: Düsseldorf: 2 (zweimal Hertzberg (16., 18.)); THW: 4 (Zeitz (11.), Wagner (21.), zweimal Lövgren (doppelte Zeitstrafe 23.))
Siebenmeter: Düsseldorf: 3/3; THW: 0/0
Spielfilm: 1. Hz.: 0:1, 1:1, 1:2, 2:2 (4.), 2:3, 3:3, 3:4, 4:4 (10.), 4:5, 5:5 (15.), 5:9 (18.), 6:9, 6:11 (21.), 7:11, 7:12, 8:12, 9:12 (25.), 9:14;
20:40 Halbzeit 9:14 Przybecki trifft zum 14:9 (28.).
20:34 26. 9:13 Ahlm trifft vom Kreis in Unterzahl zum 12:7 (24.). Petersson (24.) und Heinrichs (25.) bringen die HSG in THW-Unterzahl auf 9:12 heran. Dann ein sehenswerter Seitfallknickwurf von Zeitz aus dem rechten Rückraum zum 13:9 (26.). Nun endlich ist der THW wieder komplett. Linksaußen spielt nun Preiß, im linken Rückraum Przybecki.
20:30 22. 7:11 Zeitstrafe gegen Wagner wegen Fußabwehr (21.), Zeitz macht aus dem linken Rückraum das 11:6 (22.). Hegemann macht - ebenfalls aus dem linken Rückraum - das 7:11 (22.). Dann doppelte Zeitstrafe(!) der Herren Andler/Andler gegen THW-Kapitän Lövgren, der wischen lassen wollte.
20:27 20. 6:10 Petersson, der Halbrechte der HSG, zieht ab zum 6:9 (19.). Lozano hält mit dem 10:6 (20.) dagegen.
20:25 19. 5:9 Ahlm macht das 7:5 vom Kreis (16.), Pettersson erhöht von Außen auf 8:5 (18.). Dann nochmal Zeitstrafe gegen Hertzberg (18.). Lozano, seit der 12. Minute im Spiel, erhöht auf 9:5 (18.).
20:21 16. 5:6 Ahlm macht vom Kreis das 6:5 (15.). Zeitstrafe gegen Hertzberg (16.).
20:20 15. 5:5 Wieder Strafwurf für die HSG, wieder Hegemann gegen Fritz: 5:5 (15.).
20:17 13. 4:5 Zeitz schleicht sich in der 13. Minute von der Bank, erspielt sich den Ball, Pass auf Lövgren. Der verwandelt den Konter zum 5:4 (13.). Ansonsten gilt aber: Die Zebras sind sehr nervös und Düsseldorf tritt sehr engagiert auf.
20:16 12. 4:4 Zeitz per Konter zum 4:3 (9.). Dann wieder Strafwurf. Hegemann wieder gegen Fritz (für den 7m drin): 4:4 (10.). Zeitstrafe gegen Zeitz (11.).
20:09 6. 3:3 Petersson gleicht aus dem Rückraum zum 3:3 aus (6.).
20:09 6. 2:3 Ahlm trifft vom Kreis zum 2:1 (3). Hegemann macht per 7m gegen Fritz (für den 7m drin) das 2:2 (4.). Lövgren erspielt sich in der Deckung den Ball und macht per Konter das 3:2 (5.).
20:07 2. 1:1 Zeitz trifft zum 1:0 (2.), Petersson gleicht für Düsseldorf zum 1:1 (2.) aus.
20:06 1. 0:0 Die Anfangsaufstellungen:
Düsseldorf: Savonis; Hertzberg (A), Heinrichs, Berblinger, Hegemann, Lehmann, Schürmann (D), Petersson;
THW: Andersson; Pettersson, Petersen (D), Lövgren, Wagner, Ahlm, Boquist (A), Zeitz
19:46 -. --:-- Die Aufstellungen:
Düsseldorf: Sdunek, Savonis; Hertzberg, Heinrichs, Berblinger, Hegemann, Bernau, Lehmann, Schürmann, Petersson, Schneider; Trainer: Ratka
THW: Fritz, Andersson; Preiß, Pettersson, Przybecki, Lozano, Petersen, Lövgren, Wagner, Ahlm, Boquist, Zeitz; Trainer: Serdarusic
19:46 -. --:-- Die Sporthalle an der Gothaer Straße in Ratingen ist mit 1500 Zuschauern komplett ausverkauft. Die Schiedsrichter sind Andler / Andler.
19:12 -. --:-- In unserer Berichterstattung verlassen wir uns - wie so oft - auf unsere Mitarbeiterin Gitta, die uns im Abstand von wenigen Minuten regelmäßig telefonisch aus Ratingen berichten wird. Zudem berichtet Welle Nord um 20.40, 21.00, in der Schlussphase um ca. 21.30 und per Nachbericht um 22.00 Uhr.
19:12 -. --:-- Herzlich Willkommen zum Live-Ticker des Pokalspiels HSG Düsseldorf - THW Kiel. Anwurf in der Sporthalle in Ratingen ist um 20.00 Uhr. Einen ausführlichen Vorbericht gibt's unter http://www.thw-provinzial.de/thw/04020906.htm auf der Homepage.

 

Aus den Kieler Nachrichten vom 12.02.2004:

Ein steiniger Weg in die Color Line Arena

THW Kiel musste beim 30:24-Sieg gegen Zweitligist HSV Düsseldorf kämpfen
Ratingen - Der THW Kiel ist drin. Im Halbfinale des DHB-Pokals. Der Weg zum Final-Four in der Hamburger Color Line Arena (1./2. Mai) war allerdings ein steiniger. Die HSG Düsseldorf, Tabellenführer der Handball-Bundesliga Süd, wehrte sich bei der 24:30 (9:14)-Niederlage gestern Abend nach Kräften.

Angefeuert von den 1800 Zuschauern in der ausverkauften Sporthalle "Gothaer Straße" in Ratingen hielt das Team von Richard Ratka bis zur 18. Minute gut mit. Allerdings wurde schon in der Anfangsphase einer hektischen Partie schnell das Manko der Hausherren deutlich. Die Außen blieben blass, Kreisläufer Robert Heinrichs musste sich in der Umarmung von Klaus-Dieter Petersen und Marcus Ahlm wie ein Sandwich gefühlt haben und im Rückraum kam Top-Torjäger Michael Hegemann (158 Saisontore) nur langsam in Fahrt. Entweder scheiterte der 26-Jährige am starken Kieler Keeper Mattias Andersson, oder am offensichtlich schal gewordenen Zielwasser.

Erst in der zweiten Halbzeit nahm Hegemann Fahrt auf. "Ich hatte am Anfang zu großen Respekt vor den Kielern und gegen diesen THW-Mittelblock keine Chance." Dem vierarmigen Bollwerk ging Hegemann in der zweiten Halbzeit zwar erfolgreich aus dem Weg, doch auch mit seinen insgesamt zehn Toren konnte er dem Spiel keine Wende geben.

Als nach der Pause auch noch der flinke Isländer Alexander Petersson in der Versenkung verschwand, drohte dem THW vom Düsseldorfer Angriff kaum noch Gefahr. Zumal Andersson, sechs Wochen nach seinem letzten Pflichtspiel, mit 16 Paraden eine ordentliche Leistung ablieferte. "Am Anfang fühlte ich mich noch ziemlich unsicher. Später lief es besser." Im Angriff benötigen die Kieler einen langen Anlauf, um ihren Rhythmus zu finden. Erst als Demetrio Lozano für den unsicher wirkenden Martin Boquist ins Spiel kam, lief es runder. Der Spanier war an diesem Abend für die einfachen Toren zuständig. "Ich hatte heute ein gutes Gefühl", meinte Lozano, der dem Zweitligisten mit Komplimenten die Niederlage versüßte. "Eine kompakte Mannschaft."

Richtig eng wurde es für die Kieler nur noch einmal Mitte der ersten Halbzeit, als das schwache Schiedsrichtergespann Andler/Andler den THW-Kapitän Stefan Lögvren gleich für vier Minuten auf die Bank verbannte. Der Schwede verlangte einen Wischmob, die Unparteiischen witterten Spielverzögerung und bestraften das folgende Gebrüll des "Löwen" gleich mit. Doch auch in Überzahl hatten die Düsseldorfer keine echte Chance, den Spieß noch einmal umzudrehen. Und das, obwohl ihr Angstgegner Christian Zeitz an diesem Abend nur im Schongang lief. "Der Trainer hat zu mir gesagt, ich hätte gar nicht mitgespielt." Alle Düsseldorfer erinnerten sich noch gut an sein Gastspiel mit der SG Kronau/Östringen vor eineinhalb Jahren, als er den Düsseldorfern die Zweitliga-Meisterschaft stahl. "Damals hat er uns im Alleingang erledigt", wusste Pressesprecher Markus Hausdorf. "Gewonnen und durch", brachte schließlich THW-Trainer Noka Serdarusic den Arbeitssieg auf den Punkt.

(Von Wolf Paarmann, aus den Kieler Nachrichten vom 12.02.2004)


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