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15./16.02.2013 - Letzte Aktualisierung: 16.02.2013 Champions League

VELUX EHF Champions League: THW erwartet Sonntag den Tabellenführer zum Spitzenspiel

Noch einige Restkarten erhältlich

Update #1 KN-Vorbericht ergänzt ...

Das Team von MKB Veszprem, Gegner des THW in der  Gruppenphase der Champions League.
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Zwei Spieltage vor dem Ende der Gruppenphase kommt es am Sonntag zum Aufeinandertreffen der beiden stärksten Mannschaften der Gruppe B: Der bisher verlustpunktfreie ungarische Tabellenerste MKB Veszprem hat natürlich alle Trümpfe in der Hand, die Vorrunde auf Platz eins abzuschließen. Doch kampflos wollen die Spieler des THW Kiel (12:4 Punkte) den Ungarn diesen Platz nicht überlassen. Mit mindestens einem Zwei-Tore-Erfolg könnten die Kieler den direkten Vergleich gegen Veszprem für sich entscheiden - und neben einer Menge Selbstvertrauen auch noch die vage Hoffnung auf Platz eins aus dem Spiel mitnehmen. Anwurf ist um 19 Uhr in der Sparkassen-Arena. Für die Partie gibt es an allen bekannten Vorverkaufsstellen und an der Abendkasse noch wenige Sitz- und einige Stehplatzkarten.
Präsent sind in Kiel noch die Erinnerungen an das Hinspiel, in dem die "Zebras" vor 5.300 heißblütigen Fans knapp mit 30:31 unterlagen - auch, weil sie in der Schlussphase 90 Sekunden nicht mehr an den Ball gelassen wurden und kurz vor dem Ende ein rüdes Foul an Daniel Narcisse nicht mit einem Siebenmeter geahndet wurde. "Das war ein richtiges Spitzenspiel", erinnert sich Marko Vujin zurück. "Eine umkämpfte Partie auf Augenhöhe, in der letztlich Kleinigkeiten entschieden." Weil die "Zebras" zudem noch in Celje verloren, können sie den Gruppensieg nicht mehr aus eigener Kraft erreichen. "Wir werden gegen Veszprem richtig Dampf machen", verspricht Vujin, der vor dieser Saison von MKB an die Kieler Förde gewechselt war. "Wir haben noch etwas gut zu machen."

Nagy erzielte bisher 41 Treffer
Haupttorschütze: Laszlo Nagy.
Haupttorschütze: Laszlo Nagy.
Die Hoffnung auf den Gruppensieg hat der Serbe, der sechs Jahre für MKB spielte, noch nicht aufgegeben: "Wir müssen am Sonntag und in Bukarest gegen Constanta gewinnen und dann auf einen Erfolg von Atletico Madrid in Veszprem hoffen. Gegen spanische Mannschaften hatte MKB zu Hause schon immer Probleme." Es sei natürlich ärgerlich, so der serbische Nationalspieler, dass es die "Zebras" nicht mehr selbst in der Hand hätten, den Gruppensieg zu erringen. "Aber letztlich entscheidet sich die Königsklasse nicht in der Vorrunde, sondern in den K.o.-Spielen. Trotzdem werden wir alles geben, um vor unseren großartigen Fans erfolgreich zu sein." Dass dies kein leichtes Unterfangen wird, weiß auch Marko Vujin. Denn die Ungarn hatten vor der Saison ihren Kader, den wir Ihnen bereits im Vorbericht zum Hinspiel ausführlich vorgestellt haben, enorm verstärkt. Star der Mannschaft von Trainer Antonio Carlos Ortega ist Laszlo Nagy, Neuzugang vom FC Barcelona. "Er ist unser Führungsspieler", sagt Ortega - und der Haupttorschütze: 41 Treffer erzielte der 2,10-Meter-Mann bisher in der Königsklasse.

Königsklassen-Serie beeindruckt
Kam aus Madrid: Chema Rodriguez.
Kam aus Madrid: Chema Rodriguez.
"Wir waren nicht zufrieden mit den vergangenen beiden Jahren", sagt Club-Manager Csaba Hajnal, "in diesem Jahr wollen wir mindestens ins Viertelfinale der 'VELUX EHF Champions League'". Insgeheim träumt man bei den Ungarn sogar von mehr - bei der 18. Teilnahme an der europäischen Königsklasse liebäugelt man mit dem "VELUX EHF Final4 in Köln". "Das Zeug dazu haben sie", sagt THW-Trainer Alfred Gislason. Tatsächlich hat der Durchmarsch der Ungarn durch die Hammer-Vorrundengruppe B auch die Mitbewerber beeindruckt: Nach acht Spielen steht MKB Veszprem ungeschlagen an der Tabellenspitze, gewann nicht nur gegen den THW Kiel, sondern unter anderem auch in Madrid (27:26) und Celje (24:19). Am vergangenen Wochenende deklassierte man HCM Constanta mit 31:21. "Veszprem hat sich vor allem in der Abwehr enorm verstärkt", weiß Gislason um den Beton, den die Ungarn vor ihrem exzellenten Torhüter-Gespann anrühren können. Mit 191 Gegentreffern stellt Veszprem die zweitbeste Abwehr aller 24 Champions-League-Teilnehmer.

Jicha dabei - Ahlm fehlt
Mit Interesse verfolgt natürlich auch Marko Vujin die Ergebnisse seiner ehemaligen Kollegen. Er traut MKB Veszprem durchaus den Sprung nach Köln zu: "Die Entwicklung der Mannschaft ist beachtlich - und momentan gehört Veszprem ohne Frage zu den besten Teams in Europa." Dieses fordert am Sonntag nun den Titelverteidiger in der letztlich wohl erstmals in dieser Champions-League-Saison komplett ausverkauften Sparkassen-Arena heraus. THW-Trainer Alfred Gislason kann im Spitzenspiel am Sonntag auf Filip Jicha zurückgreifen. Die Verletzung, die sich der Tscheche im Bundesliga-Spiel gegen Hannover an der linken Hand zugezogen hatte, entpuppte sich nach einer eingehenden Untersuchung nicht als Bruch, sondern "nur" als eine sehr schmerzhafte Prellung. Verzichten muss Alfred Gislason in des auf seinen Kapitän Marcus Ahlm, der nach seiner Augenverletzung aus dem Sävehof-Spiel eine 12-tägige Sportpause verordnet bekam. "Ich gehe davon aus, dass ich erst in Minden wieder werde spielen könnten", sagte Ahlm.

Schiedsrichter aus Frankreich
Alle Informationen zur "VELUX EHF Champions League" finden Sie hier.
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Eurosport überträgt die Partie ab 19 Uhr live im Fernsehen. Geleitet wird das Spitzenspiel von den beiden französischen Unparteiischen Thierry Dentz und Denis Reibel, als EHF-Delegierter reist Dagfinn Villanger aus Norwegen an die Förde. Die Kieler Fans können sich an den THW-Fanshops besondere Schnäppchen sichern: Original-unterschriebene adidas-Bälle gibt es am Sonntag für 9,50 Euro (Größe 1) beziehungsweise 18,50 Euro (Größe 3). Außerdem bieten die Fanshops Frangipani-Zebra-Schmuck von Schmuckdesignerin Dolly Martin an.

Fans sind gefordert
Unterdessen hoffen Gislason und die Spieler des THW Kiel vor den eigenen Fans auf eine ähnlich enthusiastische Stimmung, wie sie die MKB-Anhänger im Hinspiel entfacht hatten. "Das war ein Höllenlärm, eine unglaubliche Stimmung, wie man sie in Europa sonst nur ganz selten erlebt. Man konnte sein eigenen Wort nicht verstehen", erinnert sich Filip Jicha zurück. "Darauf hoffen wir auch am Sonntag, denn uns steht eine ganz schwierige Aufgabe bevor. Wir wollen dieses Spiel unbedingt gewinnen." MKB Veszprem gehört zu den ganz wenigen Clubs in Europa, die gegen den THW Kiel eine positive Bilanz aufzuweisen haben. Der 31:30-Erfolg im Hinspiel war der vierte ungarische Sieg in insgesamt sechs Begegnungen, die die "Zebras" nur zwei Mal als Sieger verließen (siehe auch Gegnerdaten MKB Veszprem KC (HUN)). "Es wird Zeit, diese Bilanz aufzubessern", gibt sich Jicha kämpferisch.

Dieser Vorbericht wird wie gewohnt ständig aktualisiert...

Lesen Sie bitte auch

 

Die anderen deutschen Europapokal-Teilnehmer

Für die drei Bundesliga-Vertreter im EHF-Pokal steht an diesem Wochenende der zweite Vorrundengruppen-Spieltag auf dem Programm.

Den Auftakt des deutschen EHF-Cup-Trios machte der SC Magdeburg, der am Sonnabend um 15 Uhr in der Getec-Arena den rumänischen Vertreter Stiinta Municipal Dedeman Bacau mit 33:25 (16:13) schlug. Nach dem knappen 34:33-Auftaktsieg beim slowakischen Serienmeister Tatran Presov spielen die Rhein-Neckar Löwen ebenfalls am Sonnabend in der Gruppe B erstmals vor eigenem Publikum: Gegner ist HC Motor Zaporozhye aus der Ukraine. Auch am Sonnabend muss Frisch Auf Göppingen in der Gruppe A um 20 Uhr bei Naturhouse La Rioja in Spanien antreten.

In der Königsklasse hat die SG Flensburg-Handewitt in der Gruppe A mit einem 27:22 (14:10)-Heimerfolg gegen Ademar Leon bereits am Mittwoch den Druck auf die Mitbewerber um den Gruppensieg erhöht. Nachziehen möchte der HSV Hamburg, der am Sonnabend um 19 Uhr in der serbischen Handballhochburg Nis auf Partizan Belgrad trifft. Eurosport zeigt dieses Spiel live.

Die Füchse Berlin haben unterdessen in der Gruppe D im Kampf um Platz zwei einen weiteren wichtigen Erfolg gelandet: Sie besiegten am Donnerstag die Kadetten Schaffhausen in der Schweiz mit 40:35 (21:16).

 

Aus den Kieler Nachrichten vom 16.02.2013:

Endspiel für die "Zebras"

Champions League: THW kann nur mit einem Sieg gegen Veszprem Gruppensieger werden
Kiel. Am 1./2. Juni wird in der Kölnarena das "Final4" ausgetragen, die Endrunde in der Champions League. Es ist nicht ausgeschlossen, dass im Finale der THW Kiel und MKB Veszprem erneut aufeinander treffen werden. Wie stark die Ungarn sind, wird sich morgen Abend (19 Uhr, Eurosport) einmal mehr zeigen. Dann, wenn sie am vorletzten Spieltag in der Gruppenphase beim Titelverteidiger zu Gast sind.

Im Team von Alfred Gislason ist das Hinspiel unvergessen. Im Oktober unterlagen die "Zebras" in der mit 5200 Zuschauern ausverkauften "Veszprem Arena" 30:31 (15:14) und verloren erstmals nach zwölf Monaten wieder in der Königsklasse. Ein denkwürdiger Abend. Einer, an dem unschuldig aussehende Fans eine unschuldig wirkende Halle aus Beton und Blech in eine Hölle verwandelt hatten.

Als die Besiegten sich nach einem extrem intensiven Spiel noch einmal zum Auslaufen auf dem Feld trafen, sangen die Zuschauer geschlossen "Auf Wiedersehen". Marko Vujin, der sechs Jahre lang mit großem Erfolg für den Serienmeister spielte, wurde vor dem Anpfiff noch mit großer Herzlichkeit empfangen. Dann erhob sich der Chor, sang die Nationalhymne und setzte sich nicht wieder hin.

Nach Kiel werden die Mannschaft, die heute über Wien anreist, nur 50 Fans begleiten. Ein Nachteil, so Gislason, sei das nicht. "Veszprem hat so viele erfahrene Spieler im Kader, die liefern auch auswärts starke Spiele ab." Das Team um Superstar Laszlo Nagy, der im Hinspiel neun Tore warf, hat bereits in Madrid, Celje, Göteborg (Sävehof) und Bukarest (Constanta) gewonnen und reist entsprechend selbstbewusst nach Kiel. Die Ungarn, die am letzten Spieltag Atletico Madrid erwarten, könnten sich angesichts ihres Vier-Punkte-Vorsprungs sogar eine Niederlage leisten. "Wir wollen mindestens einen Punkt aus Kiel mitnehmen, um uns wieder auf die Liga konzentrieren zu können", sagt MKB-Trainer Antonio Ortega, dessen Team derzeit nur einen Punkt Vorsprung auf den Erzrivalen Pick Szeged hat, der Veszprem im bisherigen Saisonverlauf die einzige Niederlage beibringen konnte. "Das schmerzt uns noch immer", sagt Ortega, der neben Nagy mit Linksaußen Cristian Ugalde, Kreisläufer Marco Oneta (alle FC Barcelona) und Mittelmann Chema Rodriguez (Madrid) vier Stars aus Spanien an den Plattensee lockte.

In Veszprem wird seitdem Englisch gesprochen. "Das versteht jeder von uns", sagt 2,09-Meter-Mann Nagy, der im 120 Kilometer entfernten Budapest wohnt und von dort, gemeinsam mit Ortega, zum Training fährt. "Wenn es einmal ganz schnell gehen muss, wie zum Beispiel in einer Auszeit, dann stellt er uns auf Spanisch ein." Er, Nagy, würde dann für die Ungarn übersetzen, Torhüter Mirko Alilovic für die kroatische Fraktion.

Der THW kann nur noch Gruppensieger werden, wenn er die beiden ausstehenden Spiele gewinnt und Veszprem beide verliert. "Das ist nicht unmöglich, aber sehr unwahrscheinlich", sagt Gislason. "Veszprem hat eine der besten Mannschaften der Welt und ist auf dem direkten Weg nach Köln." Sein Team, das bei den jüngsten Siegen gegen Sävehof (40:29) und Hannover (39:29) einen langen Anlauf benötigte, werde sich steigern müssen. "Die Zuschauer dürfen aber auch nicht erwarten, dass wir bereits nach 20 Minuten die Spiele entschieden haben. Dazu sind die Gegner, auch in der Bundesliga, mittlerweile zu stark." Sollten Kiel und Veszprem am Ende punktgleich ins Ziel kommen, würde der direkte Vergleich den Ausschlag geben. Der THW müsste also mit zwei Toren Differenz gewinnen, oder dürfte bei einem Ein-Tore-Sieg nicht mehr als 29 Gegentreffer zulassen.

Gislason muss auf Marcus Ahlm (Augenverletzung) verzichten, hinter Filip Jicha (siehe Interview), der sich im Hannover-Spiel verletzte, macht er ein Fragezeichen. "Er wird spielen", sagt der Trainer. "Die Frage ist nur, wie viel?"

(von Wolf Paarmann, aus den Kieler Nachrichten vom 16.02.2013)

 

Kurzumfragen:

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TV- und Radio-Tipps:

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    So., ab 19.00 Uhr: THW Kiel - MKB Veszprem (HUN)
    live aus der Sparkassen-Arena-Kiel
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    So., ab 19.00 Uhr: Live-Einblendungen THW Kiel - MKB Veszprem (HUN)
    geplante Einblendungen um 19.30 Uhr, 20.10 Uhr und in der Schlussphase gegen 20.30 Uhr; Berichte Montagmorgen; Reporter ist Norman Nawe
    Tip: Welle Nord kann man auch im Internet live hören!


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