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07./09.04.2011 - Letzte Aktualisierung: 09.04.2011 Bundesliga

THW will am Samstag in Wetzlar siegen

Update #1 KN-Vorbericht ergänzt ...

Das Team der HSG Wetzlar.
Klicken Sie für weitere Infos! Das Team der HSG Wetzlar.
Nach der zweiten Heimniederlage in Folge, dem 31:33 am Mittwoch gegen die Rhein-Neckar Löwen, haben die "Zebras" ihre Ziele in der TOYOTA Handball-Bundesliga endgültig neu gesteckt: Der zweite Platz soll verteidigt und damit die Champions League in der kommenden Spielzeit erreicht werden. Auf der Suche nach alter Souveränität steht bereits am Samstag ein schwieriges Auswärtsspiel für den THW Kiel auf dem Plan. Der Anwurf in der RITTAL-Arena bei der zuletzt stark auftrumpfenden HSG Wetzlar erfolgt um 19.00 Uhr, Sport1 überträgt die Partie live und kostenpflichtig im Internet sowie über den PayTV-Sender Sport1+. Zeitnahe und kostenlose Informationen liefert www.kiel-liveticker.de.
In ihrer 13. Bundesliga-Saison könnte die HSG Wetzlar früh den Klassenerhalt sichern und die beste Endplatzierung seit acht Jahren schaffen. Dabei waren die Vorzeichen alles andere als gut bei den Hessen: Mit Nationalspieler Sven-Sören Christophersen (Berlin) und der Flügelzange Michael Allendorf (Melsungen) und Avishay Smoler (Lemgo) verließen gleich drei torgefährliche Leistungsträger zu Saisonbeginn den Verein, nachdem man ein halbes Jahr zuvor schon Talent Petar Djordjic Richtung Flensburg ziehen ließ. Eine schwierige Spielzeit schien sich abzuzeichnen, und nachdem die Mannschaft von Michael Roth auch nach dem siebten Spieltag und bereits fünf Heimspielen noch immer auf den ersten Saisonsieg wartete, schien sich dies zu bestätigen - zumal auch erneut Gerüchte um eine finanzielle Schieflage die Runde machten. Einem sportlichen Zwischenhoch - dem 23:22-Erfolg gegen Göppingen - folgte im Oktober eine deutliche 22:32-Pleite in Balingen und wenige Tage später der Wechsel des Trainers zum hessischen Rivalen MT Melsungen.

Linkshänder Daniel Valo erzielte bislang 69 Treffer in dieser Saison.
Linkshänder Daniel Valo erzielte bislang 69 Treffer in dieser Saison.
Seitdem führen Co-Trainer Jochen Beppler und der 72-fache weißrussische Nationalspieler Gennadij Chalepo gemeinsam den Kader, den wir Ihnen bereits im Vorbericht zum Hinrundenspiel ausführlich vorgestellt haben. Zunächst als Interimsgespann eingeplant, machte der Verein bald eine dauerhafte Trainerlösung draus: "Gennadij hat die Mannschaft und uns Verantwortliche mit seiner Arbeit vollends überzeugt und ist von seinem Fachwissen und Naturell her der optimale Trainer für unseren Verein", stellte HSG-Geschäftsführer Björn Seipp bei der Vertragsverlängerung mit Chalepo Anfang Februar bis Juni 2013 klar. "Dass unser Club derzeit auf Tabellenplatz 11 steht, ist ganz stark an der Trainingsarbeit von Gennadij Chalepo und Co-Trainer Jochen Beppler fest zu machen. Er hat einen Draht zur Mannschaft und mit den Spielern bis heute hart an den individuellen und taktischen Schwächen gearbeitet", ist sich auch Aufsichtsratssprecher Manfred Thielmann sicher, den besten Trainer für mindestens die kommenden zwei Spielzeiten gefunden zu haben.

Neuzugang Philipp Müller war 94 Mal erfolgreich.
Neuzugang Philipp Müller war 94 Mal erfolgreich.
Und nicht zuletzt die überzeugenden Ergebnisse geben den Vereinsobrigen Recht: Aus den 18 Partien seit Anfang November 2010 holte die HSG deren 19 Punkte, feierte Auswärtssiege bei den Kellerkindern HSG Ahlen-Hamm (30:27), TSV Hannover-Burgdorf (24:23), DHC Rheinland (26:25) und TSG Friesenheim (36:33) und entfernte sich damit langsam aber stetig aus den Niederungen der Tabelle. Überraschende Punktgewinne wie gegen Magdeburg (28:25) und bei den Rhein-Neckar Löwen (26:26) sorgen gar dafür, dass die Hessen derzeit mit 22:32 Punkten auf dem 11. Platz stehen, mit fünf Zählern Vorsprung auf Tabellennachbar TuS N-Lübbecke und sogar elf auf die Abstiegsränge (siehe auch Kurve Wetzlar und Tabelle der TOYOTA HBL). Rang elf am Saisonende würde damit die beste Endplatzierung seit dem 10. Platz aus der Spielzeit 2002/03 bedeuten.

Derweil laufen auch schon die Planungen für die kommenden Spielzeiten: Torhüter Nikolai Weber, der bereits im Februar 2010 einen Anschlussvertrag bei der MT Melsungen unterschrieben hatte, bleibt den Grün-Weißen nun doch über den Sommer hinaus bis 2013 erhalten. Ab der kommenden Spielzeit bildet der 30-Jährige dann ein Gespann mit dem Österreicher Nikola Marinovic, der von der HBW Balingen-Weilstetten kommt. "Nikola gehört, auch den Statistiken zu Folge, derzeit zu den stärksten Torhüter der Liga. Er verfügt über unglaublich gute Reflexe und hat nicht zuletzt im österreichischen Nationalteam unter Beweis gestellt, zu welchen
Lars Friedrich ist mit bislang 119/55 Treffern bester Torschütze der HSG Wetzlar.
Lars Friedrich ist mit bislang 119/55 Treffern bester Torschütze der HSG Wetzlar.
Leistungen er hinter einer 6:0-Deckung in der Lage ist", so Björn Seipp bei der Vorstellung des 34-Jährigen, der in Wetzlar einen Zwei-Jahres-Vertrag unterzeichnete. Bereits im Winter wurde der Kader durch den bosnischen Spielmacher Adnan Harmandic, der in der vergangenen Saison Milutin Dragicevic beim dänischen Club BSV Bjerringbro-Silkeborg mit Bällen fütterte, sowie den jungen Rechtsaußen Tobias Hahn erweitert. Zuletzt haben Co-Trainer Jochen Beppler (bis 2012), Linksaußen Christian Rompf (bis 2013) und der tschechische Rückraum-Allrounder Alois Mraz (bis 2014) ihre Verträge verlängert. Die HSG Wetzlar baut auf Kontinuität, um auch in den kommenden Spielzeiten nichts mit dem Abstiegskampf zu tun zu haben und sich immer mehr Richtung gesichertes Mittelfeld abzusetzen.

Der THW Kiel will am Samstag endlich wieder in der Liga punkten und Selbstvertrauen zurück gewinnen. Die RITTAL-Arena kommt da genau richtig, denn noch nie haben die "Zebras" dort Punkte liegen gelassen. Zwar blieb die HSG Wetzlar in ihren ersten fünf Bundesligajahren von 1998 bis 2003 zu Hause ungeschlagen gegen den deutschen Rekordmeister, doch fanden diese Partien noch in der engen Sporthalle Dutenhofen oder in Gießen statt. Mit dem Umzug 2005 in die schmucke, rund 4.400 Zuschauer fassende RITTAL-Arena, die am Samstag restlos ausverkauft sein wird, endete auch der Kieler Wetzlar-Fluch: Seitdem siegte der THW stets mit mindestens fünf Toren Vorsprung. In der vergangenen Saison gab es sogar einen überdeutlichen 38:26-Erfolg, beim Hinrundenspiel in der Sparkassen-Arena-Kiel am 9. November kamen die "Zebras" nach ausgeglichenen vierzig Minuten noch zu einem 38:29-Sieg (siehe auch Gegnerdaten Wetzlar).

Die Schiedsrichter am Samstag in der RITTAL-Arena sind Christian Moles und Lutz Pittner.

(Sascha Krokowski)

Dieser Vorbericht wird wie gewohnt ständig aktualisiert...

Lesen Sie bitte auch

 

HBL-Interview mit Björn Seipp

"Unsere Partner wollen sich vernetzen - und die Plattform muss unser Verein bieten"
Björn Seipp.
Björn Seipp.
Bei der HSG Wetzlar passiert was. In sportlicher Hinsicht hat das Team von Trainer Gennadij Chalepo und Co-Trainer Jochen Beppler mit einer beeindruckenden Erfolgsserie den Klassenverbleib so gut wie perfekt gemacht. Mit 22 Zählern aus 27 Spielen besteht die Abstiegsgefahr gegenwärtig nur noch theoretisch. Darüber hinaus ist es der HSG gelungen, mit ungewöhnlichen Aktionen neue Zuschauer zu generieren, neue Partner zu gewinnen und viele Menschen in der Region näher an die HSG zu bringen. In einem ausführlichen Interview erzählt Wetzlars Geschäftsführer Björn Seipp, warum die HSG dem Heimspiel gegen den THW Kiel (Anwurf 19.00 Uhr) am Samstag entspannt entgegenblicken kann.

HBL:
Tolle Serie, die die HSG Wetzlar in den vergangenen Wochen hingelegt hat. Nach zuletzt 11:7 Punkten sollte der Abstieg kein Thema mehr sein.
Björn Seipp:
Ich denke, dass wir aus dem Gröbsten raus sind und der Klassenverbleib eigentlich geschafft sein sollte. Deshalb hat sich unsere Mannschaft jetzt, mit Blick auf die ausstehenden Ligaspiele, ein neues Ziel gesetzt. Spieler und Trainer wollen die 28-Punkte-Marke knacken.
HBL:
Wo liegen die Gründe für einen verhältnismäßig verkorksten Saisonbeginn und den darauf folgenden Aufschwung?
Björn Seipp:
Sicherlich war der Saisonstart alles andere als optimal, was aber auch dem Spielplan geschuldet war, denn wir mussten zunächst gegen Topteams wie Flensburg, Rhein-Neckar-Löwen und Gummersbach ran. Trotz zum Teil knapper und unglücklicher Niederlagen stand am Ende nichts Zählbares auf dem Konto. Nach dem Trainerwechsel im Oktober ist die Mannschaft dann jedoch noch enger zusammengerückt und hat im Training eine Schippe drauf gelegt, vor allem in der Winterpause. Die sportlichen Früchte können wir derzeit ernten.
HBL:
Erläutern Sie doch bitte noch einmal die Hintergründe des Trainerwechsels.
Björn Seipp:
Der Wunsch von Michael Roth, vorzeitig nach Melsungen wechseln zu wollen, kam damals auch für die Verantwortlichen unseres Vereins sehr überraschend. Letztlich hat der Aufsichtsrat diesem entsprochen, auch weil die HSG Wetzlar in der glücklichen Situation war, mit Gennadij Chalepo und Jochen Beppler zwei Fachleute in der Hinterhand zu haben, die kurzfristig einspringen konnten. Wir sind sehr froh, dass beide so toll eingeschlagen haben und aus der Übergangs- mittlerweile eine Dauerlösung geworden ist. Gennadij Chalepo ist ein absoluter Handball-Experte, erreicht die Spieler und entwickelt sie kontinuierlich weiter - sowohl körperlich als auch taktisch. Er und Co-Trainer Jochen Beppler bringen zudem das regionale Herzblut mit, das für unseren Verein und das Umfeld extrem wichtig ist. Deshalb stand es auch außer Frage, dass wir ihre Verträge frühzeitig verlängern.
HBL:
Parallel zum sportlichen Aufschwung kommt nun offenbar auch das Umfeld des Klubs richtig in Bewegung. Auf der Suche nach neuen Partnern veranstaltete die HSG jüngst zum Heimspiel gegen die HSG Ahlen-Hamm einen 'Tag der Industrie'. Was hat es denn damit auf sich?
Björn Seipp:
Diese Aktion war nicht die erste. Wir haben zuvor auch schon mit dem 'Tag des Handwerks' und dem 'Tag der Sportvereine' eine tolle Resonanz erzielt. Dabei geht es nicht ausschließlich darum, neue Partner zu finden, sondern vielmehr liegt es in unserem Interesse, die vielen sportbegeisterten Menschen in Mittelhessen näher an die HSG Wetzlar heran zu bringen - ihnen zu attraktiven Eintrittspreisen unsere tolle Sportart und die stärkste Handball-Liga der Welt zu präsentieren.
HBL:
Und wie war die Resonanz?
Björn Seipp:
Sehr beachtlich. Zahlreiche Firmen und Vereine haben diese Angebote für ihre Mitarbeiter und Mitglieder gerne angenommen, schließlich sind unsere Heimspiele in der schmucken RITTAL Arena nicht nur ein sportliches, sondern auch ein gesellschaftliches Highlight in der Region. Allein beim Heimspiel gegen Balingen konnten wir seit langem erstmals wieder über 4000 Zuschauer begrüßen. Das Heimspiel gegen den THW Kiel am Wochenende ist annähernd ausverkauft.
HBL:
Gibt es schon weitere Ergebnisse?
Björn Seipp:
Wir haben nach den Spielen viel positives Feedback bekommen, auch von der Kreishandwerkerschaft, dem Sportkreis Wetzlar und der heimischen IHK, die von uns die Gelegenheit bekamen, sich rund ums Spiel im Foyer der RITTAL Arena zu präsentieren. Zudem konnten wir, auch mit Hilfe dieser Aktionen, unseren Zuschauerschnitt ordentlich erhöhen und die Stimmung in der Arena deutlich steigern. Natürlich haben wir so letztlich auch Kontakte zu neuen Unternehmen in der Region geknüpft, die erfreulicherweise ihr Interesse an einem Engagement bei der HSG Wetzlar geäußert haben.
HBL:
Das war aber nicht die erste Aktion dieser Art.
Björn Seipp:
Wie gesagt, es ist eines der Konzepte von Aufsichtsrat und Geschäftsführung, die Heimspiele unseres Vereins besser zu vermarkten und den Wohlfühlcharakter zu erhöhen. Dazu tragen auch die so genannten 'After-Game-Partys' bei, die wir seit Jahresbeginn gemeinsam mit dem Betreiber der RITTAL Arena durchführen. Solche Events sollen dazu beitragen, die Vorfreude auf unsere Heimspiele weiter zu steigern und einen neuen 'talk about' in und um Wetzlar zu schaffen. Bislang ist uns das geglückt.
HBL:
Welche Philosophie steckt dahinter?
Björn Seipp:
Eine ganz einfache! Es ist unser Bestreben, allen, die sich für die HSG Wetzlar interessieren oder sich finanziell engagieren, Mehrwerte zu schaffen. Dazu gehört auch, das so genannte 'Networking' unter den über 130 Partnerunternehmen nachhaltig zu fördern - auch außerhalb der Arena. In diesem Bezug sind wir sehr aktiv und versuchen durch ständigen Kontakt mit den Sponsoren, deren Ansprüche bestmöglich zu verwirklichen beziehungsweise neue Ideen umzusetzen. Ich denke, in der heutigen Zeit reicht es vielen Unternehmern nicht mehr aus, dass sich ausschließelich deren Werbebande dreht oder sie Gäste zu den Heimspielen einladen können. Die Partner wollen sich vernetzen, um gegebenenfalls untereinander Geschäfte zu generieren - die Plattform dazu muss unser Verein bieten.
HBL:
Im Gegensatz zu den großen Klubs der Liga wie Kiel, HSV oder die Rhein-Neckar Löwen sind die Möglichkeiten der HSG Wetzlar nicht ganz so üppig. Wo soll der Weg auf Sicht hingehen?
Björn Seipp:
Nach einer turbulenten und schwierigen Zeit liegt Fokus von Aufsichtsrat und Geschäftsführung zunächst darauf, die HSG Wetzlar mit unternehmerischem Denken und Handeln in wirtschaftlich ruhiges Fahrwasser zu lenken. Daneben wollen wir den Zuschauerschnitt und das Interesse an unserem Verein sukzessive steigern. Dafür ist sportlicher Erfolg unabdingbar. Sieht man die Mannschaft in ihrer jetzigen Aufstellung und beachtet man dabei, dass fast alle Spieler auch in der kommenden Saison Verträge haben und wir das Team unter anderem mit dem österreichischen Nationaltorhüter Nikola Marinovic verstärken, sollte es auch in der kommenden Saison machbar sein, den Klassenerhalt frühzeitig perfekt zu machen. Langfristig gesehen ist es natürlich unser Anspruch, den einen oder anderen Platz in der Tabelle nach oben zu klettern. Aber: Gut Ding will Weile haben.
(Das Gespräch führte die HBL)

 

Aus den Kieler Nachrichten vom 09.04.2011:

Frustbewältigung des THW heute in Mittelhessen?

HSG Wetzlar träumt davon, mit Sieg gegen die "Zebras" Geschichte zu schreiben
Wetzlar. Handballmeister THW Kiel droht heute bei der HSG Wetzlar (19 Uhr) eine weitere Begegnung mit dem Geschichtsbuch. In der "Rittal-Arena" hat noch kein Kieler verloren, aber der Tabellen-Elfte spürt seit Wochen starken Rückenwind.

Mit 1:15 Punkten und großen Finanzsorgen stolperten die Hessen in die Saison, im November flüchtete Trainer Michael Roth zum potenteren Ligarivalen MT Melsungen. Sein Erbe teilen sich Gennadij Chalepo, 72-maliger Nationalspieler Weißrusslands, und Jochen Beppler, im Hauptberuf Gymnasiallehrer. Um einen Kollaps zu verhindern, mussten die Profis auf 20 Prozent ihres Gehaltes verzichten. Die Rahmenbedingungen waren nicht rosig, aber Hand in Hand kletterte die HSG aus dem Keller.

Eine entscheidende Rolle, so Kapitän Timo Salzer, hätte Chalepo gespielt, der in der Winterpause körperliche Defizite aufarbeiten ließ. "Wir sind viel fitter als die Mannschaften, die sich in unserer Tabellenregion bewegen." Das bekam die Konkurrenz längst zu spüren. In ihrer Arena, die mit 4412 Zuschauern ausverkauft sein wird, feierte die HSG zuletzt vier Siege in Folge. Ein Grund ist der neue Mittelmann Adnan Harmandic (27), der im Januar vom dänischen Erstligisten Silkeborg gekommen war. Mit dem Bosnier wurde das Spiel deutlich schneller. "Manchmal habe ich das Gefühl, dass er an der Schläfe ein drittes Auge hat", lobt ihn Torhüter Nikolai Weber.

Gemeinsam hatten Salzer & Co im Videoraum ihrer Trainingshalle die historische Niederlage des THW gegen die Rhein-Neckar Löwen gesehen. "Wir konnten uns nicht erklären, wie das passieren konnte. Das war merkwürdig", sagte Salzer. Sie seien sicher gewesen, dass die Kieler nach der Großwallstadt-Pleite Rache nehmen würden. "Wir glaubten, die Löwen würden eine richtige Rutsche bekommen." Stattdessen gewannen nach den Mainfranken auch die Badener, einen solchen Doppelpack hatte Kiel zuletzt 1978 erlebt. "Ich sehe das mit einem lachenden und einem weinenden Auge" sagt Salzer, dessen Frau Kathrin gestern Töchterchen Vesna zur Welt brachte. "Es zeigt, dass sie auch nur Menschen sind und vielleicht verunsichert sein werden." Allerdings könnte es gut sein, dass sie ihren Frust nun in Mittelhessen ausleben. "Dann können wir sie auch mit unserem besten Handball nicht stoppen."

Gegen die "Zebras" haben sie 16 Spiele in Folge verloren. Zuletzt konnte die HSG am 6. Oktober 2002 siegen, damals noch in Dutenhofen. Achtfacher Torschütze beim 33:28-Erfolg, der Kiel zum Tabellenletzten (2:10 Punkte) machte? Chalepo. "Siege gegen Kiel gehen in die Geschichte ein", weiß der 42-Jährige. "Geschichte schreiben, ist aber nicht einfach."

(von Wolf Paarmann, aus den Kieler Nachrichten vom 09.04.2011)

 

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User-Tipp:

HSG Wetzlar - THW Kiel:
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TV-, Radio- und Internet-Tipps:

  • Sport1-Logo TV: Sport1 Internet / Sport1+:
    Sa., ab 18.50 Uhr: HSG Wetzlar - THW Kiel
    live aus der RITTAL-Arena, Wetzlar
  • NDR 1 Welle Nord-Logo Radio: NDR 1 Welle Nord:
    Sa., ab 19.00 Uhr: Liveeinblendungen HSG Wetzlar - THW Kiel
    geplante Einblendungen um 19.20 Uhr, 19.40 Uhr, 20.10 Uhr und in der Schlussphase gegen 20.30 Uhr, jeweils in Konferenz mit dem Spiel Rhein-Neckar Löwen vs. Flensburg; Reporter in Wetzlar ist Norman Nawe; Nachberichte am Sonntagmorgen in den Nachrichten
    Tip: Welle Nord kann man auch im Internet live hören!
  • Internet: kiel-liveticker.de
    Kiel-Liveticker bietet einen zeitnahen ausführlichen Live-Ticker an unter www.kiel-liveticker.de.
  • Internet:
    Eine Übersicht über verschiedene Live-Ticker finden Sie auf unserer Live-Ticker-Seite.


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