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Nachrichten im Monat 11/99:


Schmidt verletzt

THW-Rechtsaußen Martin Schmidt hat sich im Spiel gegen Montpellier doch stärker verletzt, als bisher bekannt war: THW-Arzt Dr. Brandecker teilte gestern abend mit, daß Martin einen Innenband-Teilabriß im rechten Sprunggelenk erlitt. Ob er im Nordderby gegen Flensburg (10.12.) antreten kann, ist damit ungewiß.


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Nächstes Wochenende entscheidet es sich: Slowenien oder Israel?

Nächstes Wochenende fällt am letzten Spieltag in der Gruppe B die Entscheidung, auf welchen Gegner der THW im Viertelfinale treffen wird. Der Favorit Celje Pivovarna Lasko (SLO) und die Überraschungsmannschaft Hapoel Rishon Le Zion (ISR) haben sich vorzeitig für das Weiterkommen qualifiziert. Nächstes Wochenende entscheidet sich nun im direkten Aufeinandertreffen das Reiseziel des THW. Celje gilt nicht nur auf Grund des Heimvorteils als haushoher Favorit in diesem Match, der THW rechnet daher aus gutem Grund mit einer Fahrt nach Israel. Das Viertelfinal-Rückspiel kann übrigens nicht in der Ostseehalle stattfinden. Stattdessen muß der THW wieder einmal in der Alsterdorfer Sporthalle in Hamburg gastieren.


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THW stellt Weichen: Serdarusic und Perunicic verlängern

[Bild: Nenad Perunicic] [Bild: Noka Serdarusic] Die THW-Führung hat die Weichen für das neue Jahrtausend gestellt: Rückraum-Aß Nenad Perunicic verlängerte heute seinen Vertrag mit dem THW, der noch bis zum 30.6.2001 lief, vorzeitig um drei weitere Jahre bis 2004. "Nenad Perunicic ist einer der wichtigsten Spieler für die Zukunft des THW," erklärte THW-Manager Uwe Schwenker.
Und auch Trainer Noka Serdarusic wird dem THW erhalten bleiben. Beide Seiten sind sich einig, den Vertrag mit dem gebürtigen Kroaten, der seit 1998 die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt, bis 2003 zu verlängern. "Es geht nur noch um Detailfragen", so Schwenker. "Einen besseren Trainer gibt es für uns nicht. Mit Noka paßt es eben."
Bis auf Talent Nico Kibat und Rechtsaußen Michael Menzel sind alle Spieler beim THW mindestens bis 2001 vertraglich gebunden. Michael Menzel (31) wird den Hochleistungssport wegen seines Knorpelschades im Knie voraussichtlich nach Ende der Saison beenden müssen.


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THW stellt mit 24:18-Erfolg über Montpellier Gruppensieg sicher

Kurz vor dem Spiel Durch einen 24:18 (12:6)-Sieg über den franzözischen Meister Montpellier HB hat sich der THW vorzeitig den Sieg der Champions League-Gruppe A gesichert und wird damit möglicherweise im Viertelfinale auf den israelischen Vertreter Hapoel Rishon Le Zion treffen.

THW-Coach Noka Serdarusic hatte vor dem Spiel über Montpellier gesagt, "wenn die richtig beißen, können sie jede Mannschaft an die Wand spielen." Im Gegensatz zum Hinspiel in Montpellier bissen "Les Bleus" diesmal, aber dennoch behielten die Zebras die Oberhand.
Der THW legte gegen die in der Deckung sehr beweglich und aggressiv stehenden Franzosen einen Superstart hin: Steinar Ege, der beim THW immer besser in Form kommt, hielt vier Bälle in Folge und durch Schmidt, Jacobsen und Lövgren ging der deutsche Meister mit 3:0 (5. Minute) in Führung.
Doch dann zwei Würfe über das Tor von Nenad Perunicic und Montpellier war plötzlich bis auf 2:3 (10.) herangekommen. Serdarusic gab unserem Jugoslawen eine Denkpause und ließ im Rückraum das "Schweden-Trio" Wislander, Lövgren und Olsson spielen, doch die Franzosen "bissen" mit ihrer sehr schnellen und konsequenten Deckung weiter und der THW war zunächst nicht in der Lage sich abzusetzen (7:6, 20.).
Olsson trifft per Tempogegenstoß Dann aber nach einem sicher verwandelten Siebenmeter von Nikolaj Jacobsen eine Rückraumgranate aus der Hüfte des 28jährigen Dänen zum 9:6 (22.) und zwei Tore von Wislander und eines seines Landsmanns Olsson brachten den Pausenvorsprung von 12:6, da hatte der französische Meister schon zehn Minuten kein Tor mehr erzielt und war stattdessen reihenweise an Steinar Ege im Kieler Gehäuse gescheitert.
Daouda Karaboue Aber auch sein Gegenüber, Daouda Karaboue (Foto), konnte sich durch insgesamt 20 gehaltene Bälle auszeichnen. Das lag jedoch nicht nur an dem Mann von der Elfenbeinküste, sondern vor allem daran, daß die Zebras offensichtlich vergessen hatten, vor dem Spiel Zielwasser zu trinken. Diverse Male schossen sie den Torhüter der Franzosen an, alleine Wislander scheiterte vom Kreis fünfmal an Karaboue.
In der zweiten Halbzeit wurde das Match dann zerfahrener. Petersen machte zu Beginn noch das 13:6, dann aber drei Tore in Folge der Franzosen, die auf 9:13 herankamen (36.). Doch der THW hielt dagegen und machte nun seinerseits drei Treffer in Folge zum 16:9 (42.). Dieses 16:9 war wohl das kurioseste Tor des Spiels:
Christian Hjermind in der Ostseehalle
Entdeckt! Christian Hjermind (Flensburg) informierte sich über die Form des THW.
Perunicic, dem nur ein Treffer gelang, scheiterte einmal mehr an Karaboue, der den Ball an den Körper des rumänischen Unparteiischen lenken konnte. Von dort prallte er direkt in die Hände von Jacobsen, der vom Kreis eiskalt verwandelte.
Nach einigen beim Publikum umstrittenen Schiedsrichterentscheidungen wurde es in den letzten zwanzig Minuten noch einmal hektisch in der Ostseehalle, obwohl die Parte beim 18:10 (46.) faktisch schon entschieden war. "Höhepunkt" dieser Phase in einer an sich sehr fairen Partie dann die kurz hintereinander folgenden Zeitstrafen gegen Olsson und Perunicic zwei Minuten vor Abpfiff. Aber die Zebras brachten den 24:18-Vorsprung auch mit vier Feldspielern sicher nach Hause.
Andrej Golic Die THW-Deckung hatte franzözischen Nationalrückraum sehr gut im Griff, der Halblinke Fernandez konnte nur zwei Tore erzielen, Burdet auf Rechts auch nur drei Treffer. Nur Regisseur Golic (Foto) war neunmal erfolgreich, davon hatte er allerdings fünf Tore per Strafwurf erzielt. Beim THW war Nikolaj Jacobsen mit 6/1 Toren der erfolgreichste Schütze. Steinar Ege konnte mit 19 Parade und einem gehaltenem Siebenmeter das Kieler Publikum begeistern.
Nun kann der THW also ganz locker nach Leon zum letzten Gruppenspiel fahren, da ihm Platz eins in Gruppe A nicht mehr zu nehmen ist.

Stimmen zum Spiel:

[Bild: Pressekonferenz]
Von links: THW-Manager Uwe Schwenker, THW-Trainer Noka Serdarusic, Hallensprecher Rolf Körting, Dolmetscherin, Montpelliers Trainer Patrice Canayaer
Montpelliers Trainer Patrice Canayaer:
Glückwunsch an den THW für ein großartiges Spiel und den Gruppensieg. Über den Sieg muß man nicht diskutieren, er geht vollkommen in Ordnung. Nach 20 Minuten haben wir den Rhythmus verloren. Es gibt zwei Gründe, warum unser Spiel dort einbrach:
Erstens haben wir ein sehr junges Team, das noch nicht so lange in dieser Formation zusammenspielt, und 20 Prozent von dem Team war auch nicht in Form, Zweitens hat der THW nach 20 Minuten zum Spiel gefunden, dann auf sehr hohem Niveau gespielt und dieses auch gehalten.
[Frage: Wie sehen sie dieses Spiel im Vergleich zum Spiel in Montpellier?] Das waren zwei völlig unterschiedliche Spiele. In Montpelllier haben wir zurückhaltender gespielt. Hier in der Ostseehalle waren wir bestimmter und aggressiver, weil wir nur so überhaupt eine Chance hatten.
THW-Trainer Noka Serdarusic:
Ich bin froh, daß wir das Spiel gewonnen haben, Montpellier ist ja eine gute Mannschaft, sie haben den kompletten französischen National-Rückraum. Da ist es nicht selbstverständlich, zu gewinnen.
Nach 60 Minuten war mir klar, daß wir das Wurftraining, das wir drei Woochen gestrichen hatten, wieder aufnehmen müssen.
[Frage: Mit was für einer Mannschaft werden Sie nun in Leon antreten?] Nun, für uns ist es etwas anderes als für die Spanier oder die Franzosen. Wir spielen alle drei Tage, die anderen Europäer können sich eine Woche auf das Champions League-Spiel vorbereiten. Heute konnten wieder einige Spieler nur durch Spritzen auflaufen: Olsson, Menzel, Schmidt. Die werden aber gebraucht, also werden sie momentan fitgespritzt. Ich nehme nach Leon natürlich eine komplette Mannschaft mit, aber ich werde den Rat unseres Arztes befolgen und z.B. Staffan Olsson nicht einsetzen. Es kommen danach gleich so viele schwere Punktspiele auf uns zu, da muß ich Rücksicht auf die Spieler nehmen.
THW-Manager Uwe Schwenker:
Erst einmal bin ich froh, daß wir die Gruppenspiele so souverän bestritten haben. Wir haben überzeugende Spiele vor einem tollen Publikum gezeigt. Leider werden wir im Viertelfinale und in einem möglichen Halbfinale nicht in der Ostseehalle spielen können. Spielort wird die Alsterdorfer Sporthalle in Hamburg sein. Ich bin aber froh, daß wir uns durch den Gruppensieg eine solch gute Ausgangsposition geschaffen haben.
Und außerdem freut es mich, daß ein Spieler, der einen sehr schweren Einstand in Kiel hatte, sich immer weiter steigert: Steinar Ege. Für uns gab es nie einen Zweifel, daß er unsere Erwartungen erfüllen würde. Für ihn war es gerade am Anfang sehr schwer, besonders im Spiel gegen Schwartau, als Goran Stojanovic vom Publikum gefeiert wurde.
Steinar hat trotz alledem gezeigt, daß er die Fähigkeit hat, diese Lücke zu schließen oder sogar noch besser zu sein. Und zusammen mit Axel haben wir ein hervorragendes Torhüter-Team, mit dem wir uns sicher nicht verschlechtert haben...

Gruppe A, 5. Spiel: 28.11.99, So., 15.30: THW Kiel - Montpellier HB (FRA): 24:18 (12:6)

Logo THW Kiel:
Ege (1.-60.), Geerken (ein 7m); Wislander (5), Jacobsen (6/1), Schwenke, Menzel, Perunicic (1), Petersen (3), Lövgren (3), Schmidt (3), Scheffler (1), Olsson (2); Trainer: Serdarusic
Logo Montpellier HB (FRA Flagge FRA):
Karaboue (1.-60.), Toacsen (n.e.); Dinart, Kabengele (1), Chevalier (1), G. Anquetil (1), Puigsegur (1), Fernandez (2), Golic (9/5), Gregory, Burdet (3), F. Anquetil; Trainer: Canayaer
Schiedsrichter:
Serbu / Dobre (Bukarest, Rumänien)
Zeitstrafen:
THW: 4 (zweimal Perunicic, Petersen, Olsson);
Montpellier: 3 (Dinart, Chevalier, Golic)
Siebenmeter:
THW: 1/1;
Montpellier: 6/5 (F. Anquetil scheitert an Ege)
Spielfilm:
1. Hz.: 3:0, 3:2, 4:2, 4:3, 5:3, 5:4, 6:5, 7:5, 7:6, 12:6;
2. Hz.: 13:6, 13:9, 16:9, 16:10, 18:10, 18:11, 19:11, 19:13, 20:13, 20:14, 22:14, 22:15, 23:15, 23:16, 24:16, 24:18
Zuschauer:
7000 (Ostseehalle, Kiel)
Spielgraphik:
Spielgraphik


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Gegen Montpellier kann der Gruppensieg klar gemacht werden

Logo Montpellier HB Sonntag um 15.30 Uhr empfängt der THW den franzöischen Meister Montpellier HB in der Ostseehalle.

Das Champions League-Hinspiel in Frankreich hatte der THW mit 23:19 gewonnen. Kann der THW, der sich schon am letzten Wochenende für das Viertelfinale qualifiziert hat, nun erneut gegen Montpellier punkten, so hat er auch den Gruppensieg sicher. Das wäre von Vorteil, denn so würde man in der Runde der letzten Acht voraussichtlich dem slowenischen Spitzenklub Celje Pivovarna Lasko aus dem Wege gehen und auf den israelischen Vertreter Hapoel Rishon Le Zion treffen.
Im Spiel in Montpellier präsentierten sich die Franzosen noch nicht in Top-Form, genausowenig bei der 20:37-Auswärts-Klatsche in Leon. Dann aber der unerwartete und deutliche 27:21-Sieg in Sandefjord, dem die Männer aus Südfrankreich einen 28:26-Revanchesieg gegen Leon folgen ließen. So hat der dreifache französische Meister mit 4:4 Punkten noch allerbeste Karten, neben dem THW das Viertelfinale zu erreichen - wenn er denn in Kiel punkten kann.
Jerome Fernandez, Montpellier HB Besonderen Augenmerk im Team von Montpellier HB sollten die Kieler Zuschauer auf den Rückraum mit den französischen Nationalspielern Jerome Fernandez (RL, 50 FRA, Foto), Andrej Golic (RM, 42 FRA) und Cedric Burdet (RR, 55 FRA) legen, die in den bisherigen Gruppenspielen für Montpellier die erfolgreichsten Torschützen waren (siehe auch Gegnerkader).

Letzte News vor dem Spiel:

Noka Serdarusic hofft, daß der THW den Gruppensieg vorzeitig klar macht, um dann locker nach Leon fahren zu können: "Das wäre mal schön, zu einem Auswärtsspiel zu fahren und nicht unbedingt gewinnen zu müssen. Das wäre das erste Mal in den sieben Jahren, seit ich beim THW Kiel bin." Trotzdem sieht er die Südfranzosen, die ja mit 4:4 Punkten noch Chancenn auf das Weiterkommen haben, als schwierigen Gegner: "Es sieht manchmal so aus, als wenn sie keine Lust hätten. Aber wenn die richtig beißen, können sie jede Mannschaft an die Wand spielen."
(27.11.99)

Mehr Infos über das Team von Montpellier finden Sie im Vorbericht zum Hinspiel.

TV- und Radio-Tips:


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Famila verschenkt 1000 Karten

Die famila-Warenhäuser verschenken 1000 Karten für das CL-Gruppenspiel gegen den französischen Meister HB Montpellier (Anpfiff So., 28.11, 15.30). Karten gibt es in den famila-Warenhäusern Altenholz, Kiel-Russee, Kiel-Mettenhof, Kiel-Dietrichsdorf, Kiel-Elmschenhagen und Flintbek. Pro Kunde können leider nur zwei Karten an der famila-Information abgeholt werden.


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Wislander darf den Pott behalten

[Bild: Magnus Wislander] Nachdem Magnus Wislander von den Lesern der Kieler Nachrichten zum sechsten Mal in Folge zum "Kieler Sportler des Jahres" gewählt wurde, haben KN-Chefredakteur Jürgen Heinemann und Carl-Christian Ehlers, der Vorstandsvorsitzende der Kieler Volksbank, beschlossen, daß "Max den Preis nun endgültig behalten kann. Es wird für das nächste Jahr ein neuer Herren-Preis gestiftet.


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Wislander erneut Kieler Sportler des Jahres

[Bild: Magnus Wislander] Die Leser der Kieler Nachrichten haben THW-Kapitän Magnus Wislander (Foto) zum sechsten Mal in Folge zum "Kieler Sportler des Jahres" gewählt. Den zweiten Platz belegte ebenfalls ein THWer, der dänische Nationallinksaußen Nikolaj Jacobsen, vor dem Zehnkämpfer Boris Kawohl.


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Es gibt noch Karten für das Montpellier-Spiel

Für das CL-Gruppenspiel gegen den französischen Meister HB Montpellier gibt es noch circa 500 Karten.


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Pokal: Vorverkauf gegen Nordhorn beginnt Samstag

Der Vorverkauf für das DHB-Pokal-Spiel des THW gegen Nordhorn (Do., 16.12.99, 20.30) beginnt am Samstag. Erstmals gibt es Karten für ein THW-Heimspiel über das CTS, das Computer-Ticket-System, in ganz Schleswig-Holstein und Hamburg. Außerdem gibt es natürlich auch weiterhin Karten an den Kassen der Ostseehalle, die für Besucher des Montpellier-Spiels auch am Sonntag ab 13.30 Uhr geöffnet sind.

Die Preise:


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THW demontiert Gummersbach mit 27:14

Spielszene Der THW hat dem Traditionsverein VfL Gummersbach erneut eine schwere Schlappe zugefügt. Mit 27:14 (15:5) wurden die Oberbergischen nach Hause geschickt.

Kyung-Shin Yoon Der Beginn war hektisch und beide Mannschaften hatten Probleme im Abschluß, so stand es nach acht Minuten gerade einmal 2:2. Eine Viertelstunde nach Anpfiff führten die Zebras immerhin mit 5:3, doch Ilper verkürzte noch einmal auf 5:4 (16.). Schon zu diesem frühen Zeitpunkt zeichnete sich ab, daß der hochgelobte VfL-Rückraum um Yoon (Foto) und Khodkow ein Total-Ausfall sein würde. Das Team von Arno Ehret wälzte alle Verantwortung auf den Koreaner ab und der zeigte sich völlig überfordert, insgesamt standen zum Ende der Partie zwei Tore bei zehn Fehlversuchen und einem verworfenen Siebenmeter auf seinem Wurfkonto. Und sein Gegenpart auf der linken Rückraumseite, der russische Neuzugang Khodkow, machte es auch nicht besser. Auch er erzielte nur zwei Treffer bei acht Fehlversuchen.
Aber diese katastrophale Rückraumausbeute beim VfL war nicht nur hausgemacht, sondern die unglaublich sicher stehende 6:0-Deckung des THW und ein sehr, sehr starker Steinar Ege im Kieler Tor zwangen Gummersbach geradezu zu Fehlern. So konnten die Zebras innerhalb von zwei Minuten auf 8:4 davonziehen. Yoon erzielte dann in der 19. Minute mit seinem einzigen Treffer in der ersten Halbzeit das fünfte Tor für den VfL, es sollte für die Gäste bis zum Pausenpfiff das letzte Erfolgserlebnis bleiben. Stattdessen machte der THW in zwölf Minuten sieben Tore in Folge und so ging es mit einem deutlichen Pausenergebnis von 15:5 für den THW in die Kabinen. Symptomatisch für die Leistung des deutschen Rekordmeisters am heutigen Abend, als der nervenschwache Yoon in der 23. Minute einen Siebenmeter am Kieler Kasten vorbei warf.
Und auch im zweiten Durchgang war kein Aufbäumen der VfL-Mannen zu erkennen. 17:7 stand es nach 37 Minuten, als Staffan Olsson von der Mittellinie aus über den zu weit vor dem Tor stehenden schwedischen Schlußmann Stankiewicz zum 18:7 traf. Landsmann Lövgren gelang dieses Kunststück dann noch einmal in der 51. Minute zum 22:11. Doch trotz dieser zwei Fehler zählte Stankiewicz neben Außen Axner (5/1 Tore) noch zu den besten Gummersbachern.
[Bild: Steinar Ege] Der THW spielte die Partie locker nach Hause und Wislander besorgte mit seine 986. Bundesligator für den THW den letzten Treffer zum Endstand von 27:14. Aus einer starken geschlossenen Mannschaftsleistung stach gegen seinen Ex-Klub der Kieler Keeper Steinar Ege (Foto) besonders hervor, der 17 Feldwürfe und zwei Siebenmeter parieren konnte. Bester Schütze für den THW war Nikolaj Jacobsen (9/1).

Stimmen zum Spiel:

[Bild: Pressekonferenz]
Von links: THW-Manager Uwe Schwenker, THW-Trainer Noka Serdarusic, Hallensprecher Rolf Körting, VfL-Trainer Arno Ehret
VfL-Trainer Arno Ehret:
Es war ein tolles Handballspiel vom THW, von uns leider nicht. In dieser Halle, vor diesem Publikum, in dieser Atmosphäre müßte eigentlich jeder Spieler besonders motiviert sein. Ich hätte es jedenfalls dem Publikum gewünscht, daß meine Mannschaft ein wenig besser mitgespielt hätte. Leider konnte sie nur in den ersten 15 Minuten für Spannung sorgen, dann hat sie sich in ihr Schicksal ergeben.
Der THW ist verdienter Sieger dieser Partie. Heute spielte eine abgeklärte Profitruppe gegen eine unreife Mannschaft. Wir waren zu ungeduldig, zu ungeschickt. Diese Anzahl von Fehlern nutzt der THW natürlich eiskalt aus. Die Niederlage ist auch in dieser Höhe nicht unverdient.
[Frage: Wieso war gerade in der zweiten Halbzeit kein Kampfeswille zu erkennen?] Nach dem Spiel habe ich genau das meiner Mannschaft auch vorgeworfen. Sicher ist das Halbzeitergebnis deprimierend, aber wenn man schon so hinten liegt, dann muß man wenigstens versuchen, das Ergebnis noch so gut wie möglich zu gestalten. Es war aber kein Aufbäumen zu sehen, das hat mich sehr geärgert.
THW-Trainer Noka Serdarusic:
In den letzten zwei Jahren haben wir gegen Gummersbach immer erfolgreich eine 3:2:1-Deckung gespielt, deshalb haben wir das auch im Training geübt. Aber nach der katastrophalen 6:0-Deckung vor drei Tagen im Spiel gegen Sandefjord habe ich mir gesagt, wir spielen heute erneut 6:0, denn das können wir auch besser. Und heute konnte man das sehen, die 6:0-Deckung war heute bester Teil der Mannschaft, man kann kaum besser in der Deckung spielen. Man sah, daß wir es doch können, es war zeitweise Weltklasse.
Von Gummersbach hatte ich mehr erwartet, insbesondere vom Rückraum mit Yoon und Khodkow. Ich bin trotzdem zufrieden, ich hoffe, die Zuschauer sind es auch.

12. Spieltag: 24.11.99, Mi., 20.00: THW Kiel - VfL Gummersbach: 27:14 (15:5)

Logo THW Kiel:
Ege (1.-60.), Geerken (ein 7m); Wislander (4), Jacobsen (9/1), Menzel, Perunicic (3), Petersen, Lövgren (4), Schmidt (3), Scheffler (n.e.), Olsson (4); Trainer: Serdarusic
Logo VfL Gummersbach:
Stankiewicz (1.-60.), Zereicke (n.e.); Ilper (2), Fog (1), Yoon (2), Beers, Brajkovic, Axner (5/1), Plohmann (1), Amalou (1), Khodkow (2); Trainer: Ehret
Schiedsrichter:
Becker / Hack (Halberstadt)
Zeitstrafen:
THW: 2 (Wislander, Petersen);
Gummersbach: 1 (Axner)
Siebenmeter:
THW: 1/1;
Gummersbach: 4/1 (Yoon wirft am Tor vorbei, Axner und Khodkow scheitern an Ege)
Spielfilm:
1. Hz.: 0:1, 1:1, 1:2, 3:2, 3:3, 5:3, 5:4, 8:4, 8:5, 15:5;
2. Hz.: 15:6, 16:6, 16:7, 20:7, 20:11, 24:11, 24:12, 25:12, 25:13, 26:13, 26:14, 27:14
Zuschauer:
7250 (ausverkauft) (Ostseehalle, Kiel)
Spielgraphik:
Spielgraphik


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Nordhorn-Spiel am 16.12.

Das DHB-Pokalspiel des THW gegen die HSG Nordhorn ist um einen Tag auf Do., den 16.12.99, verschoben worden. Anpfiff ist 20.30 Uhr, das DSF überträgt live.


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Morgen ist der VfL Gummersbach zu Gast

Logo VfL Gummersbach Morgen um 20.00 Uhr ist der VfL Gummersbach zu Gast in der Ostseehalle.

Der Traditionsverein aus dem Oberbergischen hat bis jetzt eine Saison mit Höhen und Tiefen hinter sich: Nach ausgeglichenem Start und dem Sensationsheimsieg über Flensburg lag man mit 4:4 Punkten im Mittelfeld. Dann aber vier Niederlagen in Folge (in Großwallstadt, gegen Lemgo, in Nettelstedt und Essen) und prompt fand man sich mit 4:12 Punkten am Tabelllenende wieder. Der Stuhl des ehemaligen Bundestrainers und DHB-Sportdirektors Arno Ehret wackelte gewaltig. Doch der VfL raffte sich auf und holte in den letzen Wochen 6:2 Punkte: Einer knappen Auswärtsniederlage in Magdeburg standen Heimsiege gegen Wuppertal und Dormagen und ein Auswärtserfolg in Schutterwald entgegen. Mit 10:14 Punkten und Tabellenplatz zwölf befindet sich der Vfl nun wieder in ruhigerem Fahrwasser.
In den letzten Jahren konnte der VfL in der Ostseehalle nichts bestellen, zuletzt gelang in der Saison 92/93 ein Punktgewinn beim 22:15-Sieg über den THW (siehe Gegnerdaten). Im letzten Jahr gelang dem THW kurz vor der Meisterfeier ein deutlicher 35:22-Sieg über den VfL (siehe Bericht).
Wie schon im Vorjahr hat sich auch zu Beginn dieser Saison der Kader des VfL stark verändert: Für unseren Steinar Ege, der sich in Gummersbach mit Weltklasseleistungen fast unverzichtbar machte, verpflichtete man den 78fachen schwedischen Nationaltorhüter Jan Stankiewicz. Zusammen mit dem Nachwuchskeeper Zereicke fanden beide in den letzten Wochen endlich eine gute Form.
Kyung-Shin Yoon Der Rückraum wird immer noch dominiert von Kyung-Shin Yoon (RR, 120 KOR, Foto), an dem der THW auch stark interessiert war. Neben ihm stach in den letzten Wochen besonders der russische Neuzugang Oleg Khodkow (RL, 46 RUS) hervor, der aber noch unter zu starken Formschwankungen leidet. Beide sind auch die momentan führenden Torschützen für den VfL, Yoon ist sogar Zweiter der Bundesliga-Torschützenliste. Daneben agieren noch so erfahrene Kräfte wie der 48fache französische Nationalspieler Houlet (RL, RM) oder der Schwede Umberto Brajkovic (RM, 5 SWE). Auf Houlet muß der VfL wohl allerdings verzichten, der Franzose wurde am 7.11. in Köln an der Leiste operiert.
Auf den Außenpositionen präsentiert der VfL mit Eric Amalou (LA, 40 FRA) und dem Schweden Thomas Axner (RA) ein starkes Duo, und am Kreis ist man mit dem 105fachen dänischen Nationalspieler Ian-Marko Fog immer gefährlich.
Und last but not least wechselte die sportliche Führung: Die beiden sportlichen Leiter Thomas Gloth und Petre Ivanescu wurden kurz vor der Saison geschaßt, stattdessen wagte sich der ehemalige Bundestrainer Arno Ehret auf das schwankende VfL-Schiff.

THW-Trainer Noka Serdarusic hat gehörigen Respekt vor den Gummersbachern: "Die können super Handball spielen." Er hält den VfL für besser als es der bisherige Tabellenplatz ausweist. Ehrets Team sei qualitativ zu gut besetzt, als das es auf Dauer so schlecht dastehen könnte, es fehle aber noch an Stabilität.
Und der THW hat mit Verletzungsproblemen zu kämpfen: Staffan Olsson (Bandscheibenprobleme) und Christian Scheffler (Bluterguß im Knie) konnten am Montag nicht mittrainieren. Dafür hat Wolfgang Schwenke nach seinem Fingerbruch erstmals wieder das komplette Training aufgenommen. Ob er aber eingesetzt werden kann, ist noch sehr fraglich.

TV- und Radio-Tips:


(23./24.11.99) Ihre Meinung im Fan-Forum? Zur Newsübersicht Zur Hauptseite

 

Archiv umfangreich erweitert

Das Archiv wurde umfangreich erweitert. Die Spieler- und Betreuerdatenbank umfaßt ab sofort auch die Bundesliga-Statistisken (Tore, Einsätze) aller Spieler.

Auf dieser Seite findet man auch eine chronologische Liste aller Trainer und der Kapitäne seit der Bundesliga-Saison 77/78 und folgende Top-20-Listen:

Gleichzeitig wurde die Einsatz- und Torstatistik für alle erfaßten Spieler erweitert, siehe z.B. Marek Panas.


(22./23.11.99) Ihre Meinung im Fan-Forum? Zur Newsübersicht Zur Hauptseite

 

THW kommt mit blauem Auge in Sandefjord davon

Nach drei erfolgreichen Spielen in der Champions League hat sich der THW beim norwegischen Meister Sandefjord TIF nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Vor nur 800 Zuschauern, darunter 70 Kieler Fans, konnte der THW den Norwegern in buchstäblich allerletzter Sekunde ein 27:27 (15:13) abtrotzen.

Die erste Halbzeit muß wirklich schlecht gewesen sein. Die mitgereiste NDR-Reporterin Antje Kasemeiser sprach von "Schlafwagenhandball, ja fast Arbeitsverweigerung." Dabei erschienen die Hausherren nicht einmal erstklassig, nein es war der THW, der durch viele, viele Fehlversuche erst dem Gastgeber die 15:13-Pausenführung ermöglichte.
Auch im zweiten Durchgang wurde es nicht wirklich besser: Nach 38 Minuten lag man immer noch mit einem Tor hinten (17:18). Da ging immerhin ein kleiner Ruck durchs THW-Team und es gelang eine 19:18-Führung, die aber nicht gehalten werden konnte, prompt geriet man wieder 20:22 in Rückstand.
Zehn Minuten vor Abpfiff dann immerhin der 22:22-Ausgleich trotz "katastrophaler Leistung" (laut NDR 1 Welle Nord). Symptomatisch: Kurz zuvor hatten Olsson und Perunicic Tempogegenstoßmöglichkeiten vergeben. Und die am heutigen Nachmittag sehr löchrige Abwehr ließ erneut den Führungstreffer der Norweger zum 23:22 zu.
Sechs Minuten vor Schluß ging der THW dann aber doch mit 25:23 in Führung, konnte diesen Vorsprung nicht ins Ziel retten, stattdessen waren die Norweger plötzlich wieder am Drücker.
[Bild: Staffan Olsson] In der letzten Minute erzielte Nikolaj Jacobsen mit seinem zehnten Treffer gewohnt souverän per verwandeltem Strafwurf den 26:26-Ausgleich, doch die Norweger hielten noch einmal dagegen und gingen 10 Sekunden vor Abpfiff durch Eivind Ellingsen erneut in Führung. So war es Staffan Olsson (Foto) vorbehalten, dem THW zumindest einen Punkt zu retten. In buchstäblich letzter Sekunde schoß er aus 13 Metern einen Gewaltwurf in den Winkel des norwegischen Tores. Zunächst war unklar, ob der Treffer, der von der Unterkante der Latte auf die Torlinie prallte, galt, aber die kroatischen Schiedsrichter entschieden trotz großer Proteste von Sandefjord und kurzen Tumulten auf Tor.
Durch das 27:27-Unentschieden hat der THW sich damit bereits vorzeitig für das Viertelfinale qualifiziert.

Trainer Noka Serdarusic war so sauer, hätte es nicht der eisglatte Untergrund verboten, hätte er seine Spieler Sonntag morgen um 6.30 Uhr zum Waldlauf "gebeten".

Stimmen zum Spiel:

THW-Trainer Noka Serdarusic:
Ich kann mir den Leistungsabfall der Mannschaft nicht erklären. Bei uns scheint sich der Schlendrian einzuschleichen. Über die Einstellung des Teams habe ich mich heute maßlos geärgert.
Ich habe mich 55 Minuten derartig über unsere Leistung geärgert, daß ich mich nicht einmal über einen Sieg gefreut hätte.
THW-Kapitän Magnus Wislander:
Es war einfach nicht die erforderliche Einstellung vorhanden. Ich weiß nicht, woran es lag.
Wir brauchen wohl den Druck, gewinnen zu müssen.
Nikolaj Jacobsen:
Wenn wir wüßten, woran es lag, hätten wir es zu Halbzeit abgestellt.
THW-Kapitän Magnus Wislander:
Es war einfach nicht die erforderliche Einstellung vorhanden. Ich weiß nicht, woran es lag.

Gruppe A, 4. Spiel: 20.11.99, Sa., 16.15: Sandefjord TIF (NOR) - THW Kiel: 27:27 (15:13)

Logo Sandefjord TIF (NOR Flagge NOR):
Kurtovic, Johansen; Pedersen, Kim Jacobsen (6), Sörensen, Husco (6), Ellingsen (6), Pettersen (3), Larsen, Sandnes, Cramer (3), Vildalen (3); Trainer: Tonning
Logo THW Kiel:
Geerken (1.-30.), Ege (31.-60.); Wislander (3), Jacobsen (9/8), Menzel, Perunicic (5/1), Petersen (1), Lövgren (3), Schmidt (1), Scheffler, Kibat (n.e.), Olsson (5); Trainer: Serdarusic
Schiedsrichter:
Krajc / Zivolic (Kroatien)
Zeitstrafen:
Sandefjord: 4;
THW: 3 (zweimal Perunicic, Petersen)
Siebenmeter:
Sandefjord: 1/0 (Ege hält gegen Vildalen);
THW: 9/9
Spielfilm:
1. Hz.: 0:1, 1:1, 2:3, 4:3, 7:8, 9:8, 10:10, 12:10, 14:12, 14:13, 15:13;
2. Hz.: 15:14, 16:14, 16:15, 18:15, 18:19, 20:19, 20:20, 22:20, 22:22, 23:22, 23:23, 23:25, 26:25, 26:26, 27:26, 27:27
Zuschauer:
800 (Sandefjord)


(20.-22.11.99) Ihre Meinung im Fan-Forum? Zur Newsübersicht Zur Hauptseite

 

Schwenker im Sport-Bild-Interview

In der letzten Sport-Bild gab THW-Manager Uwe Schwenker ein ausführliches Interview zur Lage der Bundesliga.


(19.11.99) Ihre Meinung im Fan-Forum? Zur Newsübersicht Zur Hauptseite

 

Kann der THW in Norwegen vorzeitig das Viertelfinale erreichen?

Logo Sandefjord TIF Samstag um 16.15 muß der THW beim norwegischen Meister Sandefjord TIF ran. Ein Punkt in Norwegen würde für den THW vorzeitig das Viertelfinale bedeuten.

Nach dem deutlichen 34:21-Hinspielsieg sollte der THW eigentlich eine gute Chance haben, in Sandefjord zu punkten. Montpellier demonstrierte jedenfalls am vergangenen Wochenende beim 27:21-Auswärtssieg, daß man die Wikinger auch in eigener Halle schlagen kann, Leon dagegen mußte am ersten Spieltag eine 21:22-Schlappe am Skagerak hinnehmen. Momentan hat Sandefjord allerdings punktgleich mit Leon und Montpellier (alle haben 2:4-Punkte) noch alle Chancen, das Viertelfinale zu erreichen. Dazu sind bei den "Wikingern" auch alle Leistungsträger wieder fit, dauner der Linkshänder Oystein Havang und der Regisseur Atle Larsen, laut Steinar Ege die "Seele des Spiels". So spricht Noka Serdarusic auch von "einer ganz schweren Aufgabe, bei der wir alles geben müssen, um den erhofften Sieg zu landen."
Ege freut sich schon auf das Spiel in seiner Heimat: "Das ist etwas ganz Besonderes. Ich habe dort viele Freunde - und will natürlich gewinnen." Aber: "Sandefjord kann in eigener Halle und Bestbesetzung jede Mannschaft schlagen."

Heute um 12.30 Uhr startet der Flieger von Hamburg-Fuhslbüttel aus; an Bord der THW und rund 50 Anhänger. Zudem reisen 20 Fans mit dem Fan-Club per Fähre nach Norwegen.

Der norwegische Meister von 1991, 1993 konnte mit dem Titelgewinn im letzten Jahr einen nationalen Rekord aufstellen: mit 44:0 Punkten (siehe Gegnerdaten Sandefjord TIF) gewannen Sandefjord den Titel, und zu allem Überfluß gewann die norwegischen Spitzenmannschaft auch noch den Pokal, den sie auch schon 1991, 1993 und 1998 erringen konnte.
Das Team des 31 Jahre jungen Trainers Bard Kristian Tonning ist gespickt mit norwegischen Nationalspielern, zusammen kommt der Kader auf 582 Länderspieleinsätze. 194 davon bestritt alleine der 35 Jahre alte Rückraumroutinier Oystein Havang, der auch drei Jahre in der Bundesliga spielte (bei Bayer Dormagen (89/90) und TV Niederwürzbach (90/91 und 91/92).

International sind die "Wikinger" dagegen eher ein unbeschriebenes Blatt: 96/97 scheiterten sie im Halbfinale des City-Cups am späteren Titelträger TuS Nettelstedt und in der letzten Saison schieden sie im EHF-Pokal ebenfalls im Halbfinale aus, diesmal gegen das spanische Team von BM Valladolid.

Hier liegt Sandefjord Der beliebte norwegische Ferienort liegt süd-westlich von Oslo am Skagerrak. Von Kiel aus sind es 560km Luftlinie.

TV- und Radio-Tips:



(18./19.11.99) Ihre Meinung im Fan-Forum? Zur Newsübersicht Zur Hauptseite

 

Fotos, Fotos, Fotos...

THW-Fan Norbert Czybulka hat uns aus seinem privaten Fotoalbum Schnappschüsse von der Meisterfeier '99, dem Pokaltriumph '99 und der Meisterfeier '95 zukommen lassen.


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Pokal: THW trifft auf Nordhorn

Heute fand im Rahmen des DHB-Pokal-Spiels zwischen GWD Minden und der HSG D/M Wetzlar die Auslosung für die 4. Runde statt. Der THW hatte dabei relatives Losglück, er darf ein Heimspiel bestreiten. Gegner ist allerdings die HSG Nordhorn, es wird also nicht einfach werden. Auch THW-Manager Uwe Schwenker bezeichnete die HSG als "starken und attraktiven Gegner, gegen den wir in der Ostseehalle aber die nächste Runde erreichen können." Wichtig ist für Schwenker vor allem das Heimrecht: "Das erspart unserer Mannschaft eine mit weiterem Stress verbundene Reise."
Im Moment laufen beim DSF Gespräche, das Spiel THW - HSG Nordhorn im Rahmen des "Spiels der Woche" zu senden. Dadurch könnte sich der Spieltermin auf Do., den 16.12.99, verschieben.


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THW in Wilhelmshaven locker in die nächste Runde

Der THW hat durch einen 28:23 (15:10)-Sieg beim Nord-Regionalligisten Wilhelmshavener HV die 4. Runde des DHB-Pokals erreicht. Nach einer schnellen 9:4-Führung (14. Minute) brachte der THW den Vorsprung locker über die restliche Zeit. Serdarusic leistete es sich sogar, Staffan Olsson (Bandscheiben-Probleme) zu schonen und setzte auf dessen Position abwechselnd Lövgren und Wislander ein. Bester Werfer für den THW war Nenad Perunicic (acht Treffer), in der ersten Halbzeit konnte Torhüter Ege mit acht Paraden glänzen.

Morgen findet im Rahmen der vom DSF übertragenen Pokal-Partie Minden - Wetzlar die Auslosung für die 4. Runde statt.

Stimme zum Spiel:

THW-Manager Uwe Schwenker:
Wir haben die Pflichtaufgabe souverän nach Hause gespielt, ohne zu glänzen, aber auch ohne uns groß anzustrengen.

3. Runde: 16.11.99, Di., 19.30: Wilhemshavener HV - THW Kiel: 23:28 (10:15)

Logo Wilhelmshavener HV:
Reitz, Weiner; Frackowiack (6/2), Rademacher, Janco, Kirschke (3), Köhrmann (5), Conrads, Schimpf, Taj (7/2), Rasmussen (2); Trainer: Carstens
Logo THW Kiel:
Ege, Geerken; Wislander (5), Jacobsen (4/1), Menzel, Perunicic (8), Petersen (5), Lövgren (2), Schmidt (4), Scheffler, Kibat, Olsson (n.e.); Trainer: Serdarusic
Schiedsrichter:
Prang (Bergheim) / Reichl (Köln)
Zeitstrafen:
Wilhelmshaven: 3;
THW: 3
Siebenmeter:
Wilhelmshaven: 4/4 ;
THW: 1/1
Zuschauer:
2500 (ausverkauft) (Nordseesporthalle, Wilhelmshaven)


(17.11.99) Ihre Meinung im Fan-Forum? Zur Newsübersicht Zur Hauptseite

 

Morgen zum Pokal nach Wilhelmshaven

Nach der Gala-Vorstellung gegen Leon geht's morgen schon wieder weiter für den THW: In der 3. Runde des DHB-Pokals trifft der THW in der Nordseesporthalle auf den Nord-Regionalligisten Wilhelmshavener HV (Anpfiff 19.30 Uhr). WHV-Trainer Carstens Das Team von Trainer Jürgen Carstens (Foto), der letzte Saison noch den Zweiligisten TV Grambke Bremen betreute, geht ambitioniert in die neue Spielzeit, das Saisonziel lautet "Aufstieg in die 2. Bundesliga Nord". Dort spielte Wilhelmshaven schon einmal in der Saison 94/95. In den letzten Jahren waren die Niedersachen immer vorne in der Regionalliga mit dabei und verpaßten den Aufstieg meist nur knapp (siehe Gegnerdaten).
Momentan führt Wilhelmshaven souverän mit 20:0-Punkten die Tabelle an, an diesem Wochenende gab's eine 37:13-Packung für den Tabellenvierten Ibbenbürener SV. Haupttorschütze war Moustapha Taj mit 11 Treffern. In den Reihen des WHVs findet sich sogar ein Bundesliga-erfahrener Spieler. Der Pole Jaroslaw "Joschi" Frackowiak spielte 1995/96 für TUSEM Essen, in den folgenden Spielzeiten für den VfL Fredenbeck. Seit 1998 schießt der linke Rückraumspieler seine Tore für den WHV und zählt zu den Stützen im Rückraum.
Der WHV freut sich auf die Möglichkeit, sich endlich wieder mit einer starken Mannschaft messen zu können, in der Regionalliga dominiert man zu sehr; dennoch gehen die Niedersachsen als klarer Außenseiter in die Partie.

Hinweis:

Aus technischen Gründen wird es das Ergebnis und einen Bericht nicht vor Mittwoch, 12.00 Uhr geben. Bis dahin entnehmen Sie das Ergebnis bitte z.B.


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Auch Olsson verlängert

[Bild: Staffan Olsson] Nach Magnus Wislander (wir berichteten) verlängerte nun auch Staffan Olsson (Foto) seinen Vertrag um ein Jahr bis Juni 2001. Der 35jährige kam 1996 vom TV Niederwürzbach zum THW und ist laut Noka Serdarusic einer "der wichtigsten Spieler."
"Es stimmt, wir sind uns mit Staffan einig geworden, er hat unterschrieben", sagt THW-Manager Uwe Schwenker gegenüber den Kieler Nachrichten, und denkt gleich weiter: "Bei seiner Klasse und den Verdiensten für den THW wäre es schön, wenn er und Magnus noch in der neuen Ostseehalle mit 10000 Fans spielen könnten. Wir werden alles dafür tun."


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THW stellt Machtverhältnisse klar: Leon mit 39:24 abgefertigt

Gala-Vorstellung des THW - Perunicic zehn Tore - Ege 18 Paraden und ein Tor

[Bild: Nenad Perunicic] Alle unverbesserlichen Kritiker, die dem THW die internationale Reife absprechen, sind heute nachmittag in der Kieler Ostseehalle Lügen gestraft worden: Nach der mehr als deutlichen 39:24-Klatsche gegen den spanischen Vizemeister und Europapokalsieger der Pokalsieger Ademar Leon ist dem THW der Sieg in der Champions League Gruppe A kaum noch zu nehmen. Überragender Spieler war Nenad Perunicic (Foto) mit 10/1 Toren. Im anderen Spiel der Gruppe siegte Montpellier in Sandefjord mit 27:21.

[Vor dem Spiel] In einem hochklassigen, extrem schnellen Spiel - eines der Besten der letzten Jahre - zeigten die Zebras vor 7000 Fans in der Kieler Ostseehalle eine Gala-Vorstellung.
Nur in der ersten Viertelstunde hatte der THW Probleme mit der Mannschaft von Ademar Leon, die nach vier Minuten mit 4:2 führte. Dann aber stand der THW in der Deckung besser und Nenad Perunicic, heute bester Feldspieler, schoß den THW mit zwei Treffern zum 4:4-Ausgleich (6.).
Nach einem wunderbaren Anspiel von Nenad - nicht sein einziges am heutigen Nachmittag - konnte Lövgren vom Kreis die erste Führung für den THW erzielen: 6:5, 9. Minute. Und nun bewies Steinar Ege einmal mehr seine Qualitäten im Tor: innerhalb von zwei Minuten kaufte er den Spaniern drei Bälle ab und der THW nutzte seine Möglichkeiten eiskalt aus. 8:5 nach 11 Minuten, Leons Trainer Cadenes Montaones nahm eine Auszeit.
[Spielszene] Doch die Zebras ließen sich nicht aus dem Rhythmus bringen und drehten jetzt erst richtig auf: Erneut Perunicic brutal aus dem Rückraum zum 10:6 (13.). Toll nicht nur seine Leistung, toll auch die schnelle, hochklassige, engagierte Spielweise beider Teams, die die Zuschauer so begeisterte wie selten zuvor. Das war internationaler Handball vom allerfeinsten, und der THW dominierte die Partie. Leon frustriert und der spanische Nationaltorhüter Hombradez mußte seinem dänischen Kollegen Kasper Hvidt (kam aus Lemgo) weichen, der in der Folge ein wenig besser halten konnte.
Die Spanier gingen weiter hohes Tempo, aber bei ihnen häuften sich nun die Ballverluste und der THW kam per zweiter Welle und Gegenstoß zu sicheren Treffern: Nach 22 Minuten führte der deutsche Meister schon 16:9 und ließ sich das Heft nicht mehr aus der Hand nehmen. Mit einem beruhigenden Ergebnis von 20:13 - früher war dies einmal ein typischer Endstand eines Handballspiels - ging der THW in die Kabine.
Nach der Pause dann ein kleiner Durchhänger von fünf Minuten, Leon kam auf 20:14 (31.) und 21:16 (35.) heran, aber dann wieder zwei Treffer unseres jugoslawischen Rückraumstars und der THW lag wieder mit sieben Toren vor (24:17, 40.).
Der THW schaltete trotz sicherer Führung aber keinen Gang zurück, zeigte weiter enorme Spielfreude und baute den Vorsprung weiter aus: Zehn Minuten vor Abpfiff war die Führung gegen den spanischen Vizemeister auf unglaubliche zehn Tore angewachsen, und das sollte noch nicht der Schlußpunkt sein. Leon hatte sich längst aufgegeben und der deutsche Meister machte weiter kurzen Prozeß, 34:20 (54.).
Als dann bei Ademar auch noch Esquer mit einem Muskelfaserriß ausschied, brachen auch noch die letzten Dämme und der THW stellte mit dem 39:24-Endstand die Machtverhältnisse in Gruppe A klar.
Bester Feldspieler beim THW war Nenad Perunicic mit 10/1 Treffern, der aber auch mit seinen tollen Anspielen begeistern konnte und aus einer enorm starken Mannschaftsleistung herausragte. Toll auch Steinar Ege im Kieler Tor, der 18 Bälle der Spanier hielt, und sich in der 53. Minute mit einer Bogenlampe zum 33:20 sogar in die Torschützenliste eintragen konnte!

Stimmen zum Spiel:

[Bild: Pressekonferenz]
Von links: THW-Trainer Noka Serdarusic, Hallensprecher Rolf Körting, Ademars Trainer Cadenes Montaones, Dolmetscherin
Ademars Trainer Cadenes Montaones:
Es war ein Vergnügen in der Ostseehalle gespielt zu haben. Wir haben ein sehr faires und schnelles Spiel gesehen, der THW war die bessere Mannschaft und hat auf einem sehr hohen Niveau gespielt. Deshalb ist es fair und gerecht, daß Kiel gewonnen hat. In den fünf Jahren, in denen ich Trainer in Leon bin, habe ich noch nie ein so niveauvolles und faires Spiel erlebt und gesehen und auch noch nie so hoch verloren.
Glückwunsch an den THW zu dieser großen Leistung, ich freue mich schon auf das Rückspiel.
THW-Trainer Noka Serdarusic:
In der ersten Viertelstunde hatten wir leichte Probleme in der Deckung. jeder Angriff der Spanier war ein Torerfolg, wir hatten Schwierigkeiten, dagegenzuhalten. Dann haben wir das aber besser in den Griff bekommen und konnten in Führung gehen.
Wir haben heute ein Spiel auf sehr hohem Niveau gesehen. Besonders freut mich, daß meine Mannschaft fast 60 Minuten auf diesem Niveau durchgespielt hat. Ich weiß ja, daß sie auf diesem Niveau spielen kann, aber daß sie es fast 60 Minuten kann, hat mich sehr gefreut.
Wir kamen im Verlauf des Spiels dann sehr gut mit der 5:1-Deckung der Spanier zurecht und Ege ermöglichte uns besonders in der zweiten Halbzeit Gegenstöße und Zweite-Welle-Tore. Ab der 45. Minuten wurde es dann leichter für uns, die Spanier haben dann nicht mehr so gekämpft. Der Unterschied zwischen den beiden Mannschaften ist aber nicht so groß, wie das Ergebnis es einem zeigen könnte.

TV-Tip:

Gruppe A, 3. Spiel: 14.11.99, So., 15.30: THW Kiel - Ademar Leon (ESP): 39:24 (20:13)

Logo THW Kiel:
Ege (1.-54., 1 Tor), Geerken (54.-60.); Wislander (5), Jacobsen (7/1), Menzel, Perunicic (10/1), Petersen (2), Lövgren (4/1), Schmidt (1), Scheffler (1), Kibat (n.e.), Olsson (8); Trainer: Serdarusic
Logo Ademar Leon (ESP Flagge ESP):
Hombradez (1.-13.), Hvidt (13.-60.); Entrerrios (1), Esquer (1), Alvarez, Juanin, Colon (4), Juancho (1), Hernandez (3), Bojinovic (7/4), Perez Canea (3), Saric (4); Trainer: Cadenes Montaones
Schiedsrichter:
Kohout / Doljes (Tschechien)
Zeitstrafen:
THW: 4 (zweimal Wislander, zweimal Perunicic);
Leon: 3 (zweimal Juancho, Saric)
Siebenmeter:
THW: 5/3 (Jacobsen scheitert an Hombradez, Lövgren wirft über das Tor);
Leon: 6/4 (Hernandez wirft vorbei, Bojinovic scheitert an Geerken)
Spielfilm:
1. Hz.: 0:1, 1:1, 1:3, 2:3, 2:4, 4:4, 4:5, 9:5, 9:6, 10:6, 10:7, 12:7, 12:8, 13:8, 13:9, 16:9, 16:10, 17:10, 17:11, 18:11, 18:12, 20:12, 20:13;
2. Hz.: 20:14, 21:14, 21:16, 22:16, 22:17, 24:17, 24:18, 27:18, 27:19, 28:19, 28:20, 34:20, 34:21, 36:21, 36:22, 37:22, 37:23, 38:23, 38:24, 39:24
Zuschauer:
7000 (Ostseehalle, Kiel)
Spielgraphik:
Spielgraphik


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Kann der THW mit einem Sieg gegen Leon die Tabellenführung verteidigen?

Logo Ademar Leon Sonntag ist der "Tag der Wahrheit" für den THW in der Champions League. Kann er gegen den spanischen Vizemeister Ademar Leon gewinnen, würde schon ein Unentschieden in Sandefjord reichen, um den Sieg in Gruppe A perfekt zu machen. Anpfiff ist in der Ostseehalle um 15.30 Uhr.
Doch Ademar Leon ist trotz des 21:22-Ausrutschers bei Sandefjord TIF wohl der härteste Brocken der Gruppe A für den THW. Dies stellten die Spanier nicht nur mit dem mehr als deutlichen 37:20-Heimsieg gegen Montpellier klar, auch ein Blick auf die augenblickliche Tabelle der spanischen Liga "ASOBAL" genügt: Zusammen mit dem FC Barcelona führt Leon mit 15 Pluspunkten die Liga an, die Verfolger San Antonio und Ciudad Real hinken mit elf Punkten schon hinterher. "Leon ist ein ganz schwerer Brocken, wir werden schon Bestform bringen müssen, um zu bestehen", weiß THW-Manager Uwe Schwenker.
Der spanische Vizemeister wurde bei der Gruppenauslosung als eine der vier stärksten Mannschaften in den Topf der Gruppenköpfe gesetzt. Ademar Leon, das in den letzten Jahren unter dem Namen Prosesa Ademar Leon aufliefen, hat sich kontinuierlich verbessert. War man 94/95 noch 13., schaffte man eine Saison später schon den sechsten Platz und 96/97 sogar den Vizemeistertitel. 97/98 wurden die Spanier Dritter in ihrer Liga und letztes Jahr wieder Vizemeister (siehe Gegnerdaten), zudem konnte das Team von Trainer Manuel Cadenas Montaones letztes Jahr den Europapokal der Pokalsieger gewinnen (siehe Europapokal der Pokalsieger 98/99) - die Saison 98/99 wurde so zu erfolgreichsten in der Vereinsgeschichte. Zu den weiteren großen Erfolgen zählt das Erreichen des Champions League-Viertelfinales in der Saison 97/98. Außerdem kann man sich auf die Fahnen schreiben, in der vergangenen Spielzeit eine der wenigen Mannschaften zu sein, die den allmächtig erscheindenen FC Barcelona bezwingen konnten.
Der Kader ist gestückt mit spanischen Nationalspielern. Als Stützen der Mannschaft gelten Nationaltorhüter Hombrados, der zu den Besten seines Fachs in Spanien zählt, Alberto Entrerrios, Juan Perez sowie Jose Luis Perez. Besonders für Entrerrios verlief die letzte Saison sehr erfolgreich. Zunächst wurde er zum Spieler des Jahres in der spanischen Liga gewählt und im Juni belegte er mit dem spanischen Nationalteam den vierten Platz bei der Weltmeisterschaft. Auch Juan Perez und Jose Luis Perez waren in Ägypten mit von der Partie. Unberechenbar ist die Angriffsformation der Kastilier, denn sie stellen mit Entrerrios, Panadero, Juan Garcia und Colon Spieler, die allesamt über 100 Tore im Verlauf der vergangenen Saison erzielt haben. Fast 30 Tore im Schnitt pro Spiel bedeuten eine Angriffseffektivität von 64%. Als hochkarätige Neuzugänge präsentieren die Nordspanier den kroatischen Nationalspieler Mirza Saric und den dänischen Nationaltorhüter Kasper Hvidt (kam aus Lemgo).
Gestern hat Noka Serdarusic noch einmal die Spanier beim Videostudium aufmerksam unter die Lupe genommen: "Das Team überzeugt durch Athletik, ist ausgeglichen besetzt und sehr kompakt. Aber wenn wir konzentriert spielen und möglichst nahe an unser Leistungsvermögen heranreichen, sollte es klappen."
Der THW konnte in der Vorbereitung zu dieser Saison schon einmal Erfahrung mit den Spaniern machen. Im Finale des Schlecker-Cups unterlag der THW in einer hektischen und verbissen geführten Partie den Südeuropäern knapp mit 26:27. Serdarusic: "Es war nur ein Vorbereitungsspiel, aber wir haben gemerkt, daß der Gegner zur absoluten europäischen Spitze gehört."
Bis Mittwoch wurden 6000 Karten im Vorverkauf abgesetzt, aber Uwe Schwenker hofft noch auf weiteren Publikumszuspruch: "Wir brauchen jede Stimme!" Bis auf den 1. Rang gibt es noch Karten aller Preiskategorien.
Vereltzungsbedingt fällt Wolfgang Schwenke (Fingerbruch) weiterhin aus. Zumindest eine Trainingspause mußten auch die Rechtsaußen Schmidt und Menzel einlegen, die beide an Knieproblemen laborieren. Zudem plagt sich Schmidt mit einem Pferdekuß herum.
Schiedsrichter sind die international erfahrenen Tschechen Kohout / Doljes.

Hier liegt Leon Die Hauptstadt Kastiliens liegt 150km nordwestlich von Madrid. Von Kiel aus ist Leon 2200 Staßenkilometer entfernt.

TV- und Radio-Tips:


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Ein hartes Stück Arbeit: THW besiegt Minden

[Bild: Stefan Lövgren] Das war ein hartes Stück Arbeit für den THW: Erst in der letzten Viertelstunde konnte der THW das Spiel gegen den Tabellenvierten GWD Minden für sich entscheiden und letztlich verdient mit 29:23 (13:14) gewinnen. Mann des Abends war Stefan Lövgren (Foto), der mit seinen acht Toren, die er in entscheidenden Spielsituationen erzielte, den THW auf Siegkurs hielt.

Der THW startete mit einer ungewöhnlichen Formation: Serdarusic schonte Staffan Olsson und ließ stattdessen Lövgren, Wislander und Perunicic in Deckung und Angriff durchspielen.
Zunächst schien diese Variante aufzugehen, der THW führte mit 4:2 nach sieben Spielminuten. Doch dann zeigten sich Abwehrprobleme beim THW und GWD Minden schloß zum 4:4 (11.) auf und die Zebras konnten sich jeweils nur noch auf ein Tor absetzen, das Team von Trainer Sascha Rymanov blieb stets dran (10:10, 22.) und konnte zeitweise sogar selbst mit einem Tor führen (10:11, 24.; 12:13, 28.). Kurz vor der Pause, Spielstand 14:13 für Minden, dann die erste hitzige Situation um den Mindener Superstar Talant Dushjebaev, der geschickt ein Foul von Wislander provozierte und den Schweden damit für zwei Minuten auf die Bank schickte. Unter einem gellenden Pfeifkonzert ging es für Minden und die Schiedsrichter in die Kabine.
Nach der Pause sah man dann einen auch personell gewandelten THW. Olsson wurde nun doch aktiv und Steinar Ege kam für den nicht schlecht haltenden Axel Geerken in das Kieler Tor. Diese beiden Einwechselungen sollten sich sofort bezahlt machen. Staffan Olsson machte mit einer für ihn typischen Einzelaktion das 15:15 (33.), kurz darauf konnte dann Ege einen Unterarmwurf von Dushjebaev unschädlich machen. Olsson nutzte die Verwirrung, als die Nationalmannschafts-Kreisläufer Bezdicek und Petersen einen Ringkampf veranstalteten, und traf eiskalt zur 17:16-Führung für den THW (35.).
Als dann noch Lövgren bei einem Tempogegenstoß übel aus der Luft gepflückt wurde - die Schiedsrichter übersahen dieses Foul - kochte die Halle und der THW kam durch zwei Tore in Folge von Lövgren auf die Siegerstraße (20:17, 40.), von der er sich fortan auch nicht mehr abbringen ließ.
12 Minuten vor Abpfiff war die erste Fünf-Tore-Führung beim 23:18 perfekt, nun ließ der THW nichts mehr anbrennen. Zum unschönen "Höhepunkt" des Spiels kam es dann aber leider noch drei Minuten vor Abpfiff, als beim Stand von 27:20 für den THW Dujshebaev den Tempogegenstoß-laufenden Olsson überhart foulte. Dies alleine wäre schon eine rote Karte wert gewesen, aber dem spanischen Welthandballer kochte das Blut über und er ließ sich auch noch zu einer Tätlichkeit gegen den Schweden hinreißen, leichte Tumulte auf dem Spielfeld und die rote Karte für den ehemaligen Kirgisen waren die logische Folge.
Die letzten hitzigen drei Minuten bestritt der THW souverän und gewann dann doch noch deutlich mit 29:23. Schön immerhin, daß sich Dujshebaev und Olsson kurz nach Abpfiff dann doch versöhnlich zeigten. Gut sicherlich auch für die Stimmung im Trainingslager in Kroatien, daß der THW und GWD am Rande der EM im Januar gemeinsam bestreiten wollen (siehe Bericht).
Herausragender Spieler beim THW war Stefan Lövgren, der acht wichtige Tore erzielen konnte. Für Minden waren Frändesjö (6) und Dujshebaev (6/1) am erfolgreichsten.

Stimmen zum Spiel:

[Bild: Pressekonferenz]
Von links: THW-Trainer Noka Serdarusic, Hallensprecher Rolf Körting, GWD-Trainer Sascha Rymanow, GWD-Co-Trainer Gieseking
GWD-Trainer Sascha Rymanow:
Zwischen der 40. und 50. Minute hat der THW das Spiel für sich entscheiden können. Da hatten wir eine Phase, wo wir bei fünf Angriffen drei Fehlwürfe und drei technische Fehler begingen. Aber ich will meiner Mannschaft keine Vorwürfe machen, sie hat alles gegeben und hervorragend gekämpft. Leider gab es heute ein deutliches Gefälle zu den Leistungen in den vorherigen Spielen. Es wurde deutlich, daß der Ausfall von Tutschkin und Ziercke im Rückraum für uns eben doch nicht so einfach zu kompensieren ist. Da war heute dann die Luft raus und die Kräfte haben uns verlassen, und so kam es zu der Menge technischer Fehler.
Das macht aber nichts, so kann man verlieren. Wichtiger für uns ist das Pokalspiel am Mittwoch gegen Dutenhofen und das Spiel am Wochenende gegen Eisenach.
THW-Trainer Noka Serdarusic:
Wir haben heute zwei verschiedene Halbzeiten gesehen. In der ersten Halbzeit konnte unsere Deckung das Zusammenspiel zwischen Dujshebaev und dem Kreis nicht unterbinden, da haben wir einige Tore zu viel kassiert. In der zweiten Halbzeit hat man dann gesehen, was Staffan Olsson für uns bedeutet. Ich wollte ohne ihn spielen, denn er konnte bis heute nicht trainieren und ich wollte ihn für das Spiel am Wochenende gegen Leon schonen, doch zur Pause habe ich gesagt, Staffan muß rein, das Spiel gegen die Spanier ist mir egal.
Stefan Lövgren hatte heute einen Supertag im linken Rückraum erwischt und im Angriff ein ganz tolles Spiel gemacht. So haben wir dann in der zweiten Halbzeit das Spiel unter Kontrolle bekommen und dann auch verdient gewonnen.

10. Spieltag: 11.10.99, Mi., 20.00: THW Kiel - GWD Minden: 29:23 (13:14)

Logo THW Kiel:
Geerken (1.-30.); Ege (31.-60.), Wislander (4), Jacobsen (8/5), Menzel, Perunicic (1), Petersen (2), Lövgren (8), Schmidt (4), Scheffler (n.e.), Kibat (n.e.), Olsson (2); Trainer: Serdarusic
Logo GWD Minden:
Lütt (1.-40.), Wiechers (41.-60.); Bezdicek (1), von Behren (3), Kouzelev (4), Frändesjö (6), Traub (2/1), Habbe, Dujshebaev (6/1), Gerling, Bock, Löhr (1); Trainer: Rymanow
Schiedsrichter:
Jehle (Münstertal) / Muser (Kehl)
Zeitstrafen:
THW: 2 (Wislander, Olsson);
Minden: 6 (zweimal Bezdicek, Kouzelev, Traub, zweimal von Behren)
Rote Karte:
Minden: Dujsehbaev nach Tätlichkeit (57.)
Siebenmeter:
THW: 5/5;
Minden: 2/2
Spielfilm:
1. Hz.: 1:0, 1:1, 3:1, 3:2, 4:2, 4:4, 5:4, 5:5, 6:5, 6:6, 7:6, 7:7, 8:7, 8:8, 9:8, 9:9, 10:9, 10:11, 12:11, 12:13, 13:13, 13:14;
2. Hz.: 14:14, 14:15, 15:15, 16:15, 16:16, 17:16, 17:17, 20:17, 20:18, 24:18, 24:20, 28:20, 28:22, 29:22, 29:23
Zuschauer:
7250 (ausverkauft) (Ostseehalle, Kiel)
Spielgraphik:
Spielgraphik


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Max bleibt noch ein Jahr!

[Bild: Magnus Wislander] Alle Fans atmen auf: THW-Kapitän Magnus Wislander verlängerte seinen Vertrag mit den Zebras um ein Jahr bis zum 30.6.2001. "Einen besseren Spieler gibt es im Moment nicht. Er ist einer, der die Mannschaft antreiben kann und nicht umgekehrt. Weitere Worte über Wislander und die Vertragsverlängerung erübrigen sich," lobt THW-Coach Serdarusic seinen "alten Schweden" gegenüber den Kieler Nachrichten.
Und der inzwischen 35 Jahre alte Wislander ist immer noch hungrig auf Titel und will zudem noch unbedingt bei Olympia 2000 mit dabei sein. "Voraussetzung für eine Vertragsverlängerung ist für mich immer gewesen, daß ich körperlich auf der Höhe bleibe. Das ist bis heute der Fall. Was in der Zukunft geschieht, kann ich nicht beeinflussen," sagt der 302fache schwedische Nationalspieler. "Und wenn ich der Mannschaft weiterhin noch etwas geben kann, ist eine nochmalige Vertragsverlängerung nicht ausgeschlossen." Dennoch sieht er seine private Zukunft in Schweden: "Das Grundstück für unser Haus in Göteborg ist schon gekauft."


(10.11.99) Ihre Meinung im Fan-Forum? Zur Newsübersicht Zur Hauptseite

 

Minden kommt

Logo GWD Minden Morgen um 20.00 Uhr ist GWD Minden in der Ostseehalle zu Gast. Die Ostwestfalen konnten den langfristigen Ausfall ihres einzigen Rückraum-Links-Spielers Sascha Tutschkin erstaunlich gut kompensieren, und belegen trotz des Patzers zu Hause gegen die SG Flensburg-Handewitt den vierten Tabellenplatz mit 15:5 Punkte und konnten zuletzt eine 8:0-Punkte-Serie hinlegen.
Obwohl der THW in der Bundesliga zu Hause gegen Minden noch nie einen Punkt abgab (siehe Gegnerdaten Minden), heißt es obacht für das Team von Noka Serdarusic. Denn die Mindener galten bei mehreren Bundesliga-Trainern als Meisterschafts-Geheimtip. Kein Wunder, schaut man sich den Kader von Coach Sascha Rymanow an: Zwei exzellente Torhüter - Nationalkeeper Henning Wiechers und THW Kiel-Schreck Jörg-Uwe Lütt, davor eine Abwehr die vom "alten Recken" Frank Löhr und dem Hünen Mike Bezdicek sicher organisiert wird. Der Rückraum ist auch ohne Tutschkin mit Superstar Talant Dujshebaev und Jung-Nationalspieler Frank von Behren hervorragend besetzt. Auf Außen glänzt der schedische Nationalspieler Frändesjö und am Kreis hat man neben Bezdicek noch einen sehr sicheren und gefährlichen Kreisläufer zur Verfügung, den russischen Nationalspieler Kouzelev.
Im letzten Jahr gewann der THW in der Endphase der Meisterschaft klar mit 31:24 (siehe Bericht).

TV- und Radio-Tips:


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THW nach deutlichem Sieg über Sandefjord Tabellenführer der Gruppe A

Vor dem Spiel Ein toller Handballnachmittag für den THW und seine 6500 Fans in der Kieler Ostseehalle: Beim deutlichen 34:21-Sieg in der Champions League über den norwegischen Meister Sandefjord TIF sprühte der THW geradezu vor Spielfreude. Durch den zweiten Sieg im zweiten Spiel führen die Zebras nun die Gruppe A mit 4:0 Punkten unangefochten an.

Die Norweger, die mit großen Verletzungsproblemen nach Kiel gereist waren, konnten in den ersten Minuten mithalten und spielten einen schnellen, technisch guten Handball. Begünstigt wurde ihre 3:1-Führung aber auch durch leichte Abstimmungsprobleme in der THW-Deckung.
Als diese sich aber nach sieben Minuten (4:4) gefangen hatte, ging bei den Zebras die Post ab, vier Tore in vier Minuten, der THW führte 8:4. Nach einer Viertelstunde führte der deutsche Meister gar mit 11:4, das Spiel war faktisch schon entschieden. Und das, obwohl Noka Serdarusic den angeschlagenen Schmidt und später auch Jacobsen schonte und zudem noch auf "Wolle" Schwenke verzichten mußte, der mit einer Fingerverletzung wohl noch drei Wochen ausfällt.
[Bild: Axel Geerken] Doch auch auf die für den THW etwas unübliche Formation mit Menzel und Scheffler war Verlaß. Zudem zeigte Axel Geerken (Foto) über 60 Minuten eine sehr starke Leistung, mit 16 Paraden begeisterte er das Kieler Publikum und konnte diverse Gegenstöße einleiten.
Mit einem sicheren 19:10-Halbzeitstand ging's in die Kabine, und auch im zweiten Durchgang zeigte der THW überzeugenden, spielerisch guten Handball und konnte die Führung weiter ausbauen (26:14, 43.). Sechs Minuten vor Abpfiff, Spielstand 29:19, brachte "Noka" dann auch noch THW-Youngster Nico Kibat, der sich für seine Einwechselung mit einem sicher verwandelten Strafwurf und einem schönen Treffer aus dem Rückraum bedankte.
Das Endergebnis von 34:21 war auch in dieser Höhe für den THW Kiel verdient, Sandefjord hatte dem THW weder spielerisch noch kämpferisch etwas entgegenzusetzen, nur die Nationalspieler Husco und Vildalen (je sieben Treffer) und mit Abstrichen der schwedische Torhüter Kurtovic konnten überzeugen. Beim THW trugen sich fast alle Feldspieler in die Torschützenliste ein. Neben Torwart Axel Geerken ragte besonders Kapitän Magnus Wislander mit sechs Toren heraus.

Stimmen zum Spiel:

[Bild: Pressekonferenz]
Von links: THW-Trainer Noka Serdarusic, Hallensprecher Rolf Körting, Sandefjords Trainer Tonning, Sandefjord Präsident Bakke; THW-Manager Uwe Schwenker fehlt auf diesem Foto.
Sandefjords Trainer Tonning:
Wir wußten, dies würde das schwerste Spiel in der Gruppe werden, und das war es dann ja auch definitiv. Wir begannen in den ersten fünf bis sechs Minuten gut, aber danach hatten wir große Probleme im Angriffsspiel und der THW setzte sich mit diversen Tempogegenstößen schnell ab. Unsere Chancenverwertung war schlecht, zudem hielt Geerken sehr gut.
Wir haben nicht so gut gespielt, wie wir es gehofft haben und wie wir auch spielen können. Wir hatten große Probleme mit der THW-Deckung, und unsere Deckung stand auch nicht sicher genug. Außerdem hat der THW erheblich mehr Druck aus dem Rückraum als wir. Er hat eben eine erheblich bessere Mannschaft, gerade heute.
Zudem haben wir große Verletzungsprobleme: Zwei Spieler saßen verletzt auf der Bank, zwei sind erst gar nicht mit nach Kiel gereist.
THW-Trainer Noka Serdarusic:
Ja, ich habe ein ziemlich gutes Spiel von Axel Geerken gesehen.
Wir hatten zunächst in der Deckung ein paar Abstimmungsprobleme auf Halbrechts zwischen Petersen und Perunicic, aber nach einer Viertelstunde hatte sich unsere Deckung stabilisiert und wir hatten eine Zwei-Tore-Führung herausgespielt. Außerdem stand Geerken im Tor sehr gut und wir konnten viele leichte Tore über die erste und zweite Welle machen, dadurch haben wir dann eine so hohe Führung herausgespielt.
Ich bin froh, daß wir auch ohne Jacobsen und Schmidt so gut spielen konnte, beide waren ja angeschlagen. Martin war ja vor dem Essen-Spiel fitgespritzt worden und Jacobsen klagte auch über starke Schmerzen. Die beiden anderen Außen haben ihre Sache ziemlich gut gemacht, das freut mich.
Ich wünschte nur, ich hätte Staffan Olsson eine Pause gönnen können, er hätte es verdient. Ich hoffe aber, daß er in ein bis zwei Tagen wieder so fit ist, daß er auch gegen Minden 60 Minuten durchspielen kann.
Ich habe schon erwartet, daß wir heute gewinnen, zugegebenermaßen aber nicht, daß wir so hoch gewinnen. Ich erwarte in allen Heimspielen der Champions League Siege. Wenn man vom Halbfinale gegen Barcelona träumt, muß man alle Heimspiele gewinnen. Ich hoffe, daß uns dies gelingt.

Gruppe A, 2. Spiel: 06.11.99, Sa., 15.00: THW Kiel - Sandefjord TIF (NOR): 34:21 (19:10)

Logo THW Kiel:
Geerken (1.-60.), Ege (n.e.); Wislander (6), Jacobsen (2/1), Menzel (3), Perunicic (5/1), Petersen (4), Lövgren (4), Schmidt, Scheffler (4), Kibat (2/1), Olsson (4); Trainer: Serdarusic
Logo Sandefjord TIF (NOR Flagge NOR):
Kurtovic (1.-60.), Johansen (n.e.); Jacobsen (2), Sörensen, Husco (7), Ellingsen (2), Pettersen (1), Larsen, Sandnes, Cramer (2), Vildalen (7/2); Trainer: Tonning
Schiedsrichter:
Rosskamp / Rothkranz (Belgien)
Zeitstrafen:
THW: 1 (Olsson);
Sandefjord: 2 (zweimal Sandnes)
Siebenmeter:
THW: 5/3 (Jacobsen scheitert an Kurtovic, Lövgren scheitert ebenfalls an Kurtovic, verwandelt aber den Nachwurf);
Sandefjord: 3/2 (Geerken hält gegen Pettersen)
Spielfilm:
1. Hz.: 0:1, 1:1, 1:3, 3:3, 3:4, 11:4, 11:5, 13:5, 13:9, 18:9, 18:10, 19:10;
2. Hz.: 19:11, 21:11, 21:12, 22:12, 22:14, 26:14, 26:16, 27:15, 27:18, 29:18, 29:19, 30:19, 30:20, 33:20, 33:21, 34:21
Zuschauer:
6500 (Ostseehalle, Kiel)
Spielgraphik:
Spielgraphik


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Flensburg-Derby vorverlegt

Das Derby zwischen der SG Flensburg-Handewitt und dem THW Kiel, auf das alle schleswig-holsteinischen Handball-Fans seit Saisonbeginn hinfiebern, ist um einen Tag auf Fr., den 10.12.99, 19.30 Uhr vorverlegt worden. Grund: Das DSF überträgt live!


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Jetzt auf Sandefjord konzentrieren

"Diese Niederlage ist kein Beinbruch", stellte THW-Manager nach der 20:24-Auswärtsniederlage in Essen klar. "Wir sind eben keine Übermannschaft, die per Rotationsprinzip großen Belastungen ausweichen kann." Hinterhergetrauert wird deshalb dem Spiel in Essen nicht mehr, stattdessen gilt das Augenmerk dem ersten Heimspiel in der Champions League gegen den norwegischen Meister Sandefjord TIF, das THW morgen um 15.00 Uhr in der Ostseehalle bestreitet.
Für dieses Spiel sind rund 5000 Karten verkauft, etwa 1000 Sitzplätze der zweiten Kategorie sind noch zu haben. Die Kieler Famila-Märkte haben 1000 Karten geordert. Die werden heute in den Märkten in Russee, Altenholz, Mettenhof, Dietrichsdorf, Elmschenhagen und Flintbek kostenlos verteilt.

Der Einwurf - Oystein und ich
Es muß so ungefähr 1986 oder 1987 gewesen sein, als ich das erste Mal Oystein Havang spielen sah. Beim Provinzial-Cup in der Neumünsteraner Holstenhalle stach er nicht nur wegen seiner wikingermäßigen roten Haarmähne hervor - die Teenies waren am Ausflippen, vielleicht weil er so fatal an Europe ("The Final Countdown") erinnerte - er beindruckte auch das restliche Publikum, denn als Rückraumspieler hinterließ er einen überragenden und durchschlagenden Eindruck. Kein Wunder, daß die Bundesliga auf ihn aufmerksam wurde und er für die Saison 89/89 aus Norwegen zu Bayer Dormagen wechselte.
In dieser Saison bekam ich dann von einem Bekannten zwei Stehplatzkarten für ein Spiel in der Wikinghalle von Weiche-Handewitt. Klasse, freute ich mich, endlich einmal würde ich hier ein Spiel neutral, objektiv und daher gelassen erleben können. Naja, wir standen dann im Hardcore-Fanblock der Hölle-Nord und sahen Bayer Dormagen einlaufen; Bayer Dormagen mit Oystein Havang, der dann auch sofort mächtig aufdrehte und Bayer fast im Alleingang zur Halbzeit in Führung schoß.
Die Halle tobte, der Fan-Block um uns rum war höllisch laut, nur wir zwei "Neutrale" waren ruhig. Wie angenehm, dachte ich noch so, keine Aufregung, mal was anderes zur Abwechselung. Doch in der zweiten Halbzeit geriet Bayer unter dem Druck der Schiedsrichter, der Zuschauer und der SG ins Hintertreffen und prompt waren wir zwei "Neutrale" die einzigen in der ganzen Halle, die für das aus unserer Sicht benachteiligte Bayer-Team und besonders Oystein schrien - dafür ernteten wir dann nette Blicke und Kommentare, die von "Äh, Ihr wißt, welche Mannschaft welche ist?" bis "Was macht Ihr hier eigentlich?" reichten. Und der Trommler neben mir bewegte sein Arbeitsgerät in Hörsturz-Distanz auf mich zu.
Es kam dann natürlich mal wieder so, wie es kommen mußte. Bayer konnte die Nerven nicht im Zaum halten und die SG setzte sich über den Kampf durch und gewann knapp - Oystein war, so meine ich mich zu erinnern, unter einem gellenden Pfeifkonzert schon vorzeitig in die Kabine geschickt worden. Und ich war mal wieder schlauer - in Handewitt oder Flensburg würde ich wohl nie ruhig aus der Halle kommen...
(td)

Oystein Havang:
geb. 3.9.64, Rückraum, 194facher norwegischer Nationalspieler
88/89: Bayer Dormagen, 26 Einsätze, 154/59 Tore
89/90, 90/91: TV Niederwürzbach: 44 Einsätze, 220/65 Tore

Logo Sandefjord TIF Unter dem Motto "Viel Training, viele Träume" baut man im Süden Norwegens auf eine erfolgreiche Handball-Zukunft. "Wir haben es uns zum Ziel gesetzt, in den kommenden Jahren zu den Top-Vereinen im norwegischen Handball zu gehören", setzen die Verantwortlichen von Sandefjord TIF auf langfristig geplanten Erfolg. "Es ist für uns eine große Herausforderung, im Europacup gegen die Spitzenklubs Europas anzutreten."
Die ersten Ziele sind erreicht. National stellt Sandefjord zur Zeit das Beste dar, was der norwegische Handball zu bieten hat. Vor 13 Jahren stieg der Verein in die Eliteklasse des Landes auf, den Titeln von 1991 und 1993 folgte 1999 der erneute Triumph mit einem beeindruckenden Rekord: Sandefjord schloss die 22 Meisterschaftsspiele mit 22 Siegen und 44:0 Punkten ab und gewann des weiteren das nationale Cup-Finale! Nun gilt es, sich langsam an internationale Ziele heranzutasten.
Achtmal innerhalb der letzten neun Jahre spielten die norwegischen Halbprofis im Europapokal. In Erinnerung geblieben sind in erster Linie die Auftritte in der Champions League in der Saison 1993/94, das Erreichen der Halbfinals sowohl im City-Cup 1996/97 als auch im EHF-Pokal im vergangenen Jahr. Sandefjord TIF ist auch international auf dem Weg nach oben.
Das Team des 31 Jahre jungen Trainers Bard Kristian Tonning ist gespickt mit norwegischen Nationalspielern, zusammen kommt der Kader auf 582 Länderspieleinsätze in der A- und den Jugendnationalmannschaften. 194 davon bestritt alleine der 35 Jahre alte Rückraumroutinier Oystein Havang, der auch drei Jahre in der Bundesliga spielte (bei Bayer Dormagen (89/90) und TV Niederwürzbach (90/91 und 91/92).
Ohne Zweifel kann man in Norwegen von Sandefjord als "dem Mekka des Handdballs" sprechen. Der Klub zählt zu den Medien-Gewinnern. Stolz verweist man darauf, daß man seit zwei Spielzeiten die gefragteste Herrenmannschaft sei und in der abgelaufenden Saison auf 16 Stunden Fernsehberichterstattung kam. Jährliche große Jugendturniere und ein Handball-Internat locken junge Spieler aus dem ganzen Land nach Sandefjord.
Auf ausgezeichnete Nachwuchsarbeit setzt der Verein einen Schwerpunkt. Talentausbildung und das soziale Miteinander stehen dabei im Vordergrund. Viele Spieler der heutigen ersten Mannschaft stammen aus der eigenen Jugendabteilung. 150 Kindern zwischen 9 und 18 Jahren werden dafür allerbeste Vorraussetzungen geboten.

Der Verein:
wurde 1881 gegründet, doch bereits in den 1870er Jahren wurde organisiert Sport betrieben. Sandefjord TIF zählt damit zu den ältesten und auch größten Sportvereinen Norwegens. Heute hat STIF fast 2.000 Mitglieder und zählt zu den wichtigen kulturellen Einrichtungen vor Ort.

Hier liegt Sandefjord Der beliebte norwegische Ferienort liegt süd-westlich von Oslo am Skagerrak. Von Kiel aus sind es 560km Luftlinie.

TV- und Radio-Tips:


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Mit dem Fan-Club nach Norwegen

Der Fan-Club bietet eine Reise zum Champions League-Spiel des THW beim norwegischen Meister Sandefjord TIF an.
Hier die Daten:


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Serie des THW reißt: Niederlage in Essen

Für den THW ging heute abend in Essen eine stolze Serie von 24 Bundesliga-Spielen ohne Niederlage zu Ende. In der mit 2800 Zuschauern gefüllten Grugahalle unterlag der THW Kiel TUSEM Essen mit 24:20 (11:9). Damit wurde es leider auch nichts mit der Rückeroberung der Tabellenspitze.
Der THW kam einigermaßen aus den Startlöchern: Nach ausgeglichenem Beginn (3:3) führten die Zebras Mitte des ersten Durchgangs mit 7:5. Bis dahin konnte der THW aus einer sicheren Deckung sein Spiel nach vorne aufziehen. Doch diese Führung wurde schnell verspielt, plötzlich war Essen mit 8:7 vorn. Kein Wunder, der THW-Rückraum präsentierte sich am heutigen Abend ungewohnt unsicher, bis zur 35. Minute konnten weder Perunicic noch Olsson treffen. Und auch Stefan Lövgren, der sich sonst meist ein Herz faßte und auch mal mit der Brechstange agierte, blieb heute abend blaß.
Für sie sprangen immerhin Klaus-Dieter Petersen und Nikolaj Jacobsen in die Bresche, die in der ersten Halbzeit eine überzeugendere Leistung boten. So stand es kurz vor der Pause 9:8 für den THW nach einem Treffer von Michael Menzel, doch dann gab's einen Bruch: Menzel kassierte eine Zwei-Minuten-Strafe und Essen nutzte die Überzahl zur 11:9-Pausenführung.
Diesen Vorsprung erhöhte Essen zunächst auf 13:9, immerhin konnte der THW noch einmal auf 13:13 egalisieren. Doch da der Rückraum mit der aggressiven 3:2:1-Deckung des TUSEM überhaupt nicht zurecht kam, war auch dies nur ein Strohfeuer.
17:15 für Essen stand es 13 Minuten vor Abpfiff. Der THW hatte weiter große Probleme mit der sehr starken Essener Deckung, doch dann nochmal ein kleiner Hoffnungsschimmer, als der TUSEM-Regisseur Jovanovic nach dritter Zeitstrafe ausschied.
Doch die Hoffnung trog, der THW schaffte es nicht, das Steuer noch einmal herumzureißen. In der Schlußphase lief bei den Zebras dann gar nichts mehr zusammen, leichte Fehler, Anspiele über zwei Meter kamen nicht an, vollkommen frei vor dem Tor wurden gegen den starken Stefan Hecker, der 16 schwere Bälle hielt, beste Chancen vergeben, Essen dagegen verwertete seine Chancen konsequent. Drei Minuten vor Abpfiff stand's dann folgerichtig 24:19 für TUSEM, der THW konnte nur noch Ergebniskorrektur zum 24:20 betreiben.
Beim deutschen Meister, der nie zu seinem Spiel fand, waren Magnus Wislander und Nikolaj Jacobsen mit je fünf Toren die erfolgreichsten Schützen.

Stimmen zum Spiel:

THW-Trainer Noka Serdarusic:
Ich bin enttäuscht. Das sieht man mir wohl auch an. Nicht, daß wir verloren haben, sondern wie wir verloren haben, ärgert mich. Angsthasen-Handball wäre zu hart formuliert, aber wir haben mit zu wenig Herz gespielt. Die Essener waren hellwach, aggressiv und sind mit ihrer Härte zum Erfolg gekommen.
[Zum Rückraum:] Essen hat so offenbsiv gedeckt, daß sie gar keine Schußchancen hatten.
THW-Manager Uwe Schwenker:
Ich bin froh, daß wir nur zweimal im Jahr gegen Stefan Hecker spielen müssen. Einige von uns haben einen Hecker-Komplex. Ich habe schon vor zwei Jahren gesagt: Hecker würde ich auch mit 40 noch einen Zwei-Jahres-Vertrag anbieten.

11. Spieltag: 03.11.99, Mi., 20.00: TUSEM Essen - THW Kiel: 24:20 (11:9)

Logo TUSEM Essen:
Hecker, Reckzeh; Arewns, Kaelman (2), Dragunski (4), Fina, Johannesson (2), Michel (8/1), Przybecki (4), Handschke, Jovanovic (2/2), Krebietke (2); Trainer: Lommel
Logo THW Kiel:
Ege, Geerken; Wislander (5), Jacobsen (5), Menzel (2), Perunicic (1), Petersen (4), Lövgren, Schmidt, Scheffler, Kibat, Olsson (3); Trainer: Serdarusic
Schiedsrichter:
Methe / Methe (Velmar)
Zeitstrafen:
Essen: 8 (dreimal Jovanovic, zweimal Johanesson, Arens, Michel, V., Handschke);
THW: 6 (zweimal Perunicic, Menzel, Petersen, Scheffler, OlssonRote Karte:
Essen: Jovanovic nach 3. Zeitstrafe
Siebenmeter:
Essen: 4/3 (Geerken hält gegen Michel);
THW: 1/0 (Jacobsen an den Innenpfosten)
Spielfilm:
1. Hz.: 1:0, 2:1, 2:3, 3:3, 4:6, 5:7, 8:7, 8:9, 11:9;
2. Hz.: 13:9, 13:13, 15:13, 16:15, 19:15, 22:17, 24:18, 24:20
Zuschauer:
2800 (Grugahalle, Essen)


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Fan-Club-Fahrt nach Sandefjord

Der Fan-Club plant eine Fahrt zum Champions League-Auswärtsspiel nach Sandefjord. Wahrscheinlich geht's mit der Color-Line nach Norwegen, der Preis soll sich um die 400,00 DM bewegen. Auskünfte bei Herrn Santen unter 0431/7859208.


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Wetzlar-Spiel in Gießen

Das Bundesliga-Spiel des THW bei der HSG D/M Wetzlar am 1.12. findet ungewohnterweise in Gießen statt.


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Wilhelmshaven-Spiel schon am 16.11.

Das DHB-Pokalspiel des THW beim WHV Wilhelmshaven findet schon am Di., den 16.11., um 19.30 Uhr statt.


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Heute spielt der THW in Essen

Logo TUSEM Essen Heute um 20.00 Uhr muß der THW in der Grugahalle beim TUSEM Essen 'ran. "Jetzt geht's erst richtig los, " schätzt THW-Trainer Serdarusic TUSEM als bisher härtesten Prüfstein ein: "Das ist eine kompakte solide Mannschaft."
Bei 12:6 Punkten und Tabellenplatz 7 (siehe Tabelle will man das Noka gerne glauben. Nur einmal patzte das Team von Jörn-Uwe Lommel: Es gab eine unerklärliche 21:33-Heimschlappe gegen den TuS Nettelstedt. "Darauf kann ich mir als Außenstehender auch keinen Reim machen," hat der THW-Coach das Video des Spiels analysiert, läßt es aber nicht als Maßstab gelten.
Kein Wunder, ist der Essener Kader doch nicht von schlechten Eltern: gerade der Rückraum besticht mit Piotr Przybecki (RL, 125 Länderspiele für Polen), Routinier Mikael Kaellmann (RM, 117 FIN), Jugo-Star Nedeljko Jovanovic (RM, 140 YUG) und Volker Michel (RR, 5 GER). Hinten hält Torwartlegende Stefan Hecker in seinem 22. Jahr für TUSEM den Kasten sauber, Rechtsaußen und Nationalspieler Krebietke ist immer sehr gefährlich und der Kreis mit dem 2,14-Riesen Dragunski und dem routinierten Handschke immer für Unruhe gut.
Aber die Bilanz des THW in Essen in den letzten Jahren sieht gut aus für die Zebras: Seit der Saison 91/92 holte man 11:5 Punkte, nur 96/97 mußte man sich geschlagen geben. Außerdem brennt der THW sicherlich darauf, sich für den einzigen vergebenen Heimpunkt der letzten Saison, im Februar nur 24:24 in der Ostseehalle, zu revanchieren (siehe Gegnerdaten Essen).
TUSEMs Trainer Lommel jedenfalls ist nach drei Siegen in Folge guten Mutes: "Die ganze Liga drückt uns die Daumen. Wir waren in den letzten Spielen gegen Kiel nah am Sieg dran. Aber es wird natürlich vor allem für unsere Abwehr eine heiße Kisten. Wir spielen gegen das wohl bestbesetzte Team der Welt." Nicht ganz, denn beim THW fehlt Wolfgang Schwenke (Daumenbruch), Nenad Perunicic (Pferdekuß) und Martin Schmidt (Hüftprellung und Zerrung) sind angeschlagen. Gerade die Abwesenheit von "Wolle" schmerzt Noka Serdarusic sehr: "Er fehlt mir sehr, weil ich den anderen nicht die Ruhepausen gönnen kann, die sie eigentlich bräuchten."

TV- und Radio-Tips:


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THW macht gemeinsame Sache mit Minden

Eine unübliche Allianz wird es Ende Januar geben. Der THW wird zusammen mit GWD Minden vom 22. bis 30. Januar 2000 in Zagreb ein Trainingslager abhalten. Grund: Die EM 2000 findet in Kroatien statt, sowohl der THW als auch Minden müssen diverse Spieler für das internationale Turnier abstellen.
THW-Manager Uwe Schwenker gegenüber den Kieler Nachrichten: "Unser Trainer Noka Serdarusic soll unbedingt zur Europameisterschaft, um neue Spieler zu beobachten. Weil wir im Moment keinen Co-Trainer haben, könnten die verbliebenen Spieler ohne die bei der EM beschäftigten Nationalspieler nicht ordentlich trainieren. GWD Minden hat das gleiche Problem. Jetzt tun wir uns mit denen zusammen, trainieren zweimal am Tag und sehen uns abends die Europameisterschafts-Spiele an."


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