THW-Logo
16.-18.11.2002 - Letzte Aktualisierung: 18.11.2002 Champions League

Lövgren ist zurück - Sieben Tore beim CL-Sieg gegen Skopje

Champions League, 2. Gruppenspiel: 16.11.2002, Sa., 19.30: THW Kiel - Vardar Vastrost. Skopje (MKD): 34:23 (15:11)
Update #5 Stimmen und weitere Europapokalergebnisse ergänzt.

Die Gäste aus Skopje wurden von einem Fanblock unterstützt.
Klicken Sie zum Vergrößern! Die Gäste aus Skopje wurden von einem Fanblock unterstützt.
Unter der Regie seines genesenen Kapitäns Stefan Lövgren hat der THW hat auch sein zweites Spiel in der Champions League-Gruppe D gewonnen. Mit 34:23 (15:11) schlugen die Zebras den mazedonischen Meister Vardar Vastrostalna Skopje vor 4500 Zuschauern - "Löwe" war mit sieben Toren neben Pettersson (7/2) bester Werfer.
Skopje trat unter neuer sportlicher Leitung in der Ostseehalle an. Nach der 25:28-Heimniederlage gegen Zagreb vom vergangenen Sonntag war der Trainer Josif Petkovic entlassen worden. Für ihn rückte ab sofort der Co-Trainer Stojan Petrusevski in die Verantwortung.

Sebastian Preiß trifft zum 3:3 (6.).
Klicken Sie zum Vergrößern! Sebastian Preiß trifft zum 3:3 (6.).
Sein Gegenüber, THW-Coach Noka Serdarusic, verzichtete im ersten Champions League-Heimspiel des THW in der Anfangsphase auf seinen Kapitän Stefan Lövgren - zunächst führte Florian Wisotzki Regie gegen die Mazedonier, die wie erwartet eine sehr offensive und aggressive 3:2:1-Deckung spielten.

"Löwe" is back! Stefan Lövgren (r.) hier mit  Morten Bjerre.
Klicken Sie zum Vergrößern! "Löwe" is back! Stefan Lövgren (r.) hier mit Morten Bjerre.
In den ersten Minuten legten die Gäste stets vor, der THW zog zwar nach, konnte das Spiel aber zunächst nicht unter Kontrolle bringen. Nach zehn Minuten, der THW lag mit 3:4 hinten, kam dann Stefan Lövgren in die Partie. Nachdem seine Mannschaft in Überzahl das erste Mal in Führung gehen konnte (6:5, 13.), zeigte der Schwede das erste Mal, wie wichtig er als Lenker für das THW-Spiel ist. Ein kluges Anspiel ermöglichte Morten Bjerre seinen Rückraumtreffer zum 7:5 (14.). Nach Ballverlust von Vardar setzte Preiß mit dem 8:5 per zweiter Welle noch einen drauf.

Der THW hatte nun die Partie in den Griff bekommen, auch weil Mattias Andersson wieder eine starke Leistung zeigte, ein ums andere Mal parierte und seine Vorderleute ihre Chancen besser nutzten. Nachdem Pettersson per Gegenstoß zum 11:7 (21.) getroffen hatte, nahm Vardars Trainer Petrusevski eine Auszeit.

Daß Lövgren für den THW nicht nur als Lenker sondern auch als Vollstrecker wichtig ist, machte der Schwede nicht nur mit seiner Einzelaktion zum 12:8 (23.) deutlich. In gleicher Art traf "Löwe" dann vier Minuten später auch zum 14:9, Bjerre erhöhte kurz darauf auf 15:9 (29.). Mit einer Vier-Tore-Führung (15:11) wurden die Seiten gewechselt.

In den ersten sechs Minuten der zweiten Halbzeit bauten die Gastgeber ihre Führung auf 19:12 aus. Zwar verkürzten die Gäste vom Balkan bis zur 40. Minute noch einmal auf 14:20, doch der Sieg geriet nicht ernsthaft in Gefahr, auch nicht, als Klaus-Dieter Petersen 15 Minuten vor Abpfiff nach dritter Zeitstrafe das Feld verlassen mußte.

Mattias Andersson zeigte erneut eine starke Leistung.
Klicken Sie zum Vergrößern! Mattias Andersson zeigte erneut eine starke Leistung.
Von 26:18 (51.) erhöhte der THW binnen vier Minuten auf 29:19. Die letzten fünf Minuten kamen dann noch Henning Fritz, Martin Schmidt und Christian Scheffler zu einem Kurzeinsatz. Letzter machte mit dem 30:20 und dem 32:21 zwei tolle Tore. Preiß setzte mit dem 34:23 wenige Sekunden vor Ende den Schlußpunkt.

Beste Werfer beim THW waren Lövgren (7) und Pettersson (7/2), Andersson zeigte im Tor erneut eine starke Leistung. Für Skopje war der Ukrainer Oleg Malcev mit 6/1 Toren am erfolgreichsten.

Hier finden Sie Informationen zum anderen Gruppenspiel und zu den Ergebnissen der anderen deutschen Europapokalteilnehmer...

Stimmen zum Spiel:

Pressekonferenz. Von links: THW-Manager Schwenker, THW-Trainer Serdarusic, Moderator Pipke, Dolmetscherin, Vardars Trainer Petrusevski, Vardars Präsident Mihaijlovski
Pressekonferenz. Von links: THW-Manager Schwenker, THW-Trainer Serdarusic, Moderator Pipke, Dolmetscherin, Vardars Trainer Petrusevski, Vardars Präsident Mihaijlovski
Vardars Trainer Stojan Petrusevski:
Gratulation zum Sieg. Wir haben keine Antwort auf das schnelle THW-Spiel gefunden. Jacobsen und Pettersson haben uns ziemlich viele Probleme bereitet, unser Torhüter hatte das schon vorher erwartet. Anfangs ist es ganz gut gelaufen, aber in der zweiten Halbzeit hat unsere Konzentration nachgelassen. Wir hatten Probleme mit dem Übergang auf den zweiten Kreisläufer.
THW-Trainer Noka Serdarusic:
Wir haben das Spiel sehr hoch gewonnen. Das hatte ich nicht erwartet, weil ich Skopje vorher schon einige Male auf Video gesehen hatte.

Besonders zufrieden bin ich, daß Stefan Lövgren wieder zurück ist, er konnte sogar in der Abwehr spielen und hat sich sogar aus dem Rückraum etwas zugetraut.

In der ersten Halbzeit waren wir viel zu statisch in der Abwehr, haben uns auswackeln lassen, hatten in Eins-Zu-Eins-Situationen Riesenprobleme, besonders Dominikovic und Petersen. Wir hatten dadurch keine Chance auf eine zweite Welle, obwohl Mattias Andersson wieder einen super Tag erwischt hatte. In der zweiten Halbzeit waren wir bissiger.

Wenn wir aber mit dieser Abwehrleistung in Skopje antreten, werden wir nicht als Sieger nach Kiel zurückkehren.

Vardars Präsident Mihajlo Mihaijlovski:
Gratulation. Beim THW handelt es sich um eine Mannschaft, die mehr Qualitäten hat als unsere. Das was wir heute gezeigt haben, ist nicht das, was wir können. Unsere Mannschaft war nach der Heimniederlage gegen Zagreb psychisch überfordert.

Ich bedaure, die Auslosung: Letztes Jahr mußten wir gegen den späteren Champions League-Sieger Magdeburg spielen, dieses Jahr gegen den THW. Ich hoffe, daß der THW es in diesem Jahr schafft, die Champions League zu gewinnen.

Kiel und die Halle hat uns sehr gut gefallen. Wir versprechen, daß man im Rückspiel in Skopje eine andere Mannschaft sehen wird, wenn wir uns psychisch aufgebaut und die Rumänen geschlagen haben.

THW-Manager Uwe Schwenker:
Ich bin froh, daß wir dieses Spiel gewonnen haben. Damit haben wir eine gute Ausgangsbasis, um das Viertelfinale zu erreichen.

Wir haben jetzt zwei Auswärtsspiele in Zagreb und in Skopje vor un und bestreiten dann die beiden letzten Spiele zu Hause. Wir hatten heute zwar nur knapp 4500 Zuschauer, aber diese haben uns hervorragend unterstüzt. Kompliment auch an die Mannschaft, sie hat sicher gewonnen.

THW-Rechtsaußen Johan Pettersson:
Bei mir läuft's im Moment nicht richtig rund. Ich vergebe einfach zuviele Chancen. Das muss sich wieder ändern. Wenn man wie wir heute mit elf Toren gewinnt, fällt es natürlich nicht so ins Gewicht.
THW-Rückraumspieler Morten Bjerre:
Wenn man mal von der Vereins-Europameisterschaft absieht, zeigt unsere Kurve seit dem Pokalsieg in Wilhelmshaven eigentlich konstant nach oben. Ganz wichtig ist es, daß wir es Schritt für Schritt geschafft haben, die Zahl unserer technischen Fehler zu verringern.
Lesen Sie auch das KN-Interview mit Stefan Lövgren.

Champions League, 2. Gruppenspiel: 16.11.02, Sa., 19.30: THW Kiel - Vardar Vastrost. Skopje (MKD): 34:23 (15:11)

Logo THW Kiel:
Andersson (1.-55.), Fritz (ein 7m und 55.-60.); Preiß (3), Pettersson (7/2), Jacobsen (5/1), Przybecki (n.e.), Bjerre (5), Petersen, Lövgren (7), Schmidt (1), Scheffler (2), Wisotzki (1), Dominikovic (3); Trainer: Serdarusic
Logo Vardar Vastrost. Skopje (MKD Flagge MKD):
Misovski (1.-37., 41.-60.), K. Kolev (37.-41.), Petkovski (n.e.); Dimovski (1), Majnov (1/1), Jovic (2/2), Atanasovski (4), Stecuk (4), Malcev (6/1), M. Kolev (3), Alusovski (2), Luzjanin, Pjetlovic (n.e.); Trainer: Petrusevski
Schiedsrichter:
Cohen / Peretz (ISR)
Zeitstrafen:
THW: 5 (Bjerre, dreimal Petersen, Dominikovic);
Skopje: 3 (Atanasovski, Stecuk, Malcev)
Rote Karte:
THW: Petersen nach dritter Zeitstrafe (45.)
Siebenmeter:
THW: 5/3 (Jacobsen scheitert an Misovski, Pettersson scheitert an Petkovski);
Skopje: 7/4 (Jovic scheitert an Andersson, Jovic wirft überweg, Andersson pariert einen Strafwurf von Malcev und dessen Nachwurf)
Spielfilm:
1. Hz.: 0:1, 1:1, 1:2, 2:2, 2:3, 3:3, 3:4, 4:4, 4:5, 8:5, 8:6, 9:6, 9:7, 11:7, 11:8, 12:8, 12:9, 15:9, 15:11;
2. Hz.: 17:11, 17:12, 19:12, 19:14, 21:14, 21:15, 22:15, 22:16, 23:16, 23:17, 24:17, 24:18, 26:18, 26:19, 29:19, 29:20, 30:20, 30:21, 32:21, 32:22, 33:22, 33:23, 34:23
Zuschauer:
4500 (Ostseehalle, Kiel)
Spielgraphik:
Spielgraphik
 

Savinesti holt in Zagreb ein Remis

Im zweiten Spiel der THW-Gruppe holte Fibrexnylon Savinesti (ROM) bei RK Zagreb (CRO) vor 3500 Zuschauern ein 24:24-Unentschieden, obwohl man zur Pause noch mit 12:15 zurücklag. Bester Schütze bei Zagreb war Sulic mit sieben Toren, für Savinesti traf Alexandru (6) am häufigsten.

Champions League, 2. Gruppenspiel: 17.11.02, So., 18.00: RK Zagreb (CRO) - Fibrexnylon Savinesti (ROM): 24:24 (15:12)

Logo RK Zagreb (CRO Flagge CRO):
Boucek, Matosevic (11 Paraden); Stoilov (2), Sulic (7), Maglajlija, Nincevic, Obran, Lackovic (1), Spoljaric (3), Farkas (4), Sprem (2), Markovski (5/3), Horvat, Remeta
Logo Fibrexnylon Savinesti (ROM Flagge ROM):
Florin (6 Paraden), Strat (6 Paraden); Bibirig, Cirstoaia, Iakob (4), Timofte (3), Alexandru (6/4), Petrea (3), Armanu (4), Tucanu, Mamina, Tancau, Tasu, Piriianu (3)
Schiedsrichter:
Arnaldson / Vidarson (Island)
Siebenmeter:
Zagreb: 4/3;
Savinesti: 4/4
Zeitstrafen:
Zagreb: 6;
Savinesti: 5
Zuschauer:
3500

So spielten die anderen deutschen Europapokalteilnehmer

In der Champions League-Gruppe A kam der SC Magdeburg zu Hause gegen Wisla Plock (POL) zu einem ungefährdeten 40:32-Erfolg.

Im 1/16-Finale des EHF-Pokals qualifizierte sich die HSG Nordhorn durch einen 34:30 (16:17) bei Strovolos Nikosia (CYP) für die nächste Runde. Essen hatte bei Povazska Bystrica (SVK) mit 21:27 ebensowenig Mühe. Dagegen ist die SG Flensburg-Handewitt nach einer 26:29 (11:14)-Niederlage gegen BM Altea (ESP) ausgeschieden.

Im 1/16-Finale des Europapokals der Pokalseiger setzte sich Lemgo im Rückspiel gegen Cankaya Bel. Ankara (TUR) mit einem 44:27-Kantersieg (24:12) in Rheinhausen durch.


(16.-18.11.2002) Ihre Meinung im Fan-Forum? Zur Newsübersicht Zur Hauptseite