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Nachrichten im Monat 04/98:


THW Meister! 27:24-Sieg über Nettelstedt macht das Triple perfekt!

Der THW Kiel ist Deutscher Meister 1998! Nach einem letztlich locker heruntergespielten 27:24-Sieg über den City-Cup-Sieger TuS Nettelstedt stehend die Zebras vorzeitig als Deutscher Meister fest und haben damit das "Triple" aus Deutscher Meisterschaft, Europapokal-Sieg und DHB-Pokal-Erfolg erreicht - als erste Mannschaft seit 18 Jahren!
Danach ging auf dem Rathausplatz die Post ab, mehr als 5000 begeisterte Fans feierten frenetisch ihre Zebras, die die erfolgreichste Saison aller Zeiten für den THW hinlegten.
[Bild: Kurz vor Ende des letzten Heimspiels: Die Fans halten die Schalen hoch] Kurz zum Spiel: Erst nach 15 Minuten konnten sich die Zebras einen Vier-Tore-Vorsprung erkämpfen, den sie bis zur Halbzeit halten konnten (14:10). Nach der Pause kamen die Nettelstedter noch einmal heran, doch Stojanovic zeigt im Kieler Tor eine Weltklasseleistung - das Kieler Publikum feierte ihn. In der 45. Minute beim Stande von 20:15 hatten die Zebras alles klar gemacht - zwar betrieben die Nettelstedter in den letzten Minuten noch Ergebniskorrektur doch es fehlte der letzte Biß beim TuS. Bester Schütze beim THW war wieder einmal mehr Nenad Perunicic mit acht Treffern, der sicherlich einen großen Beitrag zum Erreichen des Titels geleistet hat. Wislander: "So einen haben wir vorher noch nie gehabt. Durch ihn konnten wir viele leichte Tore machen."
Zehn Minuten vor Abfiff, die Meisterschaft war schon so gut wie unter Dach und Fach hielten dann Hunderte von Zuschauern Papp-Meisteschalen hoch und feierten "ihren" THW mit Standing Ovations.
[Bild: Der Rathausturm mit Zebraflaggen] Nach dem vierten Meistertitel in fünf Jahren ist der THW (insgesamt sieben Meistertitel in seiner Geschichte) die erfolgreichste deutsche Vereinsmannschaft der 90er Jahre, und mit dem Erreichen des Triples hat er sich für immer in die Annalen der Deutsche Handballgeschichte gespielt!
[Bild: Die Mannschaft im Trubel] [Bild: Die Zebras danken den Fan] [Bild: Wislander mit der Meisterschale]
Nach dem Schlußpfiff gab's aus den Händen des DHB-Vizepräsidenten Uli Strombach die Meisterschale, in der Halle war Riesenjubel. Sein Wunsch: "Jetzt muß dieser verdammte Champions League-Pokal endlich mal wieder nach Deutschland!" Die Spielerfrauen empfingen ihre Männer in T-Shirt mit der Aufschrift "Fertig! Triple 98: Deutscher Meister, DHB-Pokalsieger, EHF-Pokalsieger". Dann zog die schwarz-weiße Fan-Gemeinde einer Prozession gleich zum Rathausplatz - dort hatten schon über 3000 Kieler, die keine Karten mehr bekommen hatten, das Spiel auf einer Großbildleinwand verfolgt - alles war in schwarz-weiß eingetaucht, sogar der Rathausturm trug die Zebraflagge!
Kurz nach 22 Uhr tauchten die ersten beiden THW-Spieler auf der NDR 2-Bühne auf: Thomas Knorr und "Pumpe" Krieter, die den THW nach dieser Saison ja verlassen werden. Die Stimmung war riesig und "Pumpe" zeigte sein Moderationstalent, man sprach schon von der "Knorr und Krieter"-Show.
[Bild: Die Mannschaft auf dem Rathausbalkon] Um 22.50 Uhr war dann endlich der lang ersehnte Moment da: Die komplette THW-Mannschaft erschien im "Men in Black"-Outfit bei Oberbürgermeister Norbert Gansel auf dem Rathaus Balkon, es war eine unglaubliche Stimmung nach dem Triple-Gewinn. Pitti Petersen taufte die unten stehende Fan-Gemeinde mit einer riesigen Sektfontäne, Nenad Perunicic ließ die Anhänger zig "La-Olas" machen...

Stimmen zu den Kieler Nachrichten:

THW-Trainer Noka Serdarusic:
Ein sehr schönes Gefühl. Das war der bisher schönste April, den ich als Spieler und Trainer bisher erlebt habe. Wir haben in dieser Saison zum richtigen Zeitpunkt alle wichtigen Spiele für uns entschieden und DHB-Pokal, Europacup und Meisterschaft gewonnen. Der Meistertitel ist dabei das Größte. Außerdem bin ich Opa geworden. Jetzt werde ich erstmal zwei, drei Tage feiern. Aber: Hoffentlich hält das Gefühl der totalen Entspannung ganz lange an. Ich bin da nicht so sicher.
Die Bundesliga ist noch einmal stärker geworden. Im Vergleich mit den drei Meisterschaften von 1994 bis 1996 hat meine Mannschaft noch nie so gut spielen müssen, um am Ende wieder oben zu stehen.
[Zur Stimmung:] Das ist totaler Wahnsinn. Eine ganze Stadt steht hinter dem THW, und die Mannschaft hat das gespürt.
Roland Reime, Direktor der Provinzial:
Im 20. Jahr unserer Zusammenarbeit die absolute Krönung.
THW-Kapitän Magnus Wislander:
Ich kann nur wiederholen, was ich nach dem DHB-Pokalsieg sagte: Wir haben gezeigt, daß wir in der Lage sind, große Spiele und Titel zu gewinnen. Dieser ist genauso schön wie der erste von 1994.
Staffan Olsson:
Für mich war die Saison ein einmaliges Erlebnis. Vielleicht ist es das größte meiner gesamten Karriere - trotz großer Erfolge mit der schwedischen Nationalmannschaft. Aber hier in Kiel sind wir alle zu Hause und trainieren jeden Tag zusammen. Das ist etwas Besonderes.

Stimmen auf dem Rathausplatz:

THW-Manager Uwe Schwenker:
[Bild: Uwe Schwenker]
Das was die Mannschaft heute geschafft hat, zusammen mit dem Trainer, ist einfach ein Traum, und wenn man die Stimmung hier sieht, kann es einfach nichts Schöneres geben; wir haben uns immer weiter gesteigert und heute ist sicherlich das Grandioseste!
"Pumpe" Krieter:
[Bild: Michael Krieter]
Wenn man drei Titel geholt hat, die ganzen Erfolge gehabt hat und so verabschiedet wird, dann ist da schon ein wenig Genugtuung dabei. Irgendwas ist Schluß, das weiß man. Wir haben drei Titel geholt, es war ein wunderschöner Abschied.
Thomas Knorr:
[Bild: Thomas Knorr]
[An Flensburg gedacht?] Ach, überhaupt nicht. Ich denke nur daran, daß wir heute den dritten Titel geholt haben. In deri Wettbewerben zu starten und alles zu gewinnen, das ist einfach fantastisch, ich bin einfach nur glücklich.

29. Spieltag: 29.04.98, Mi., 20.00: THW Kiel - TuS Nettelstedt: 27:24 (14:10)

THW:
Stojanovic (bis 57.), Krieter (ab 57.); Wislander (5), Siemens (2), Wöhler (2), Schwenke (1), Menzel (4), Perunicic (8), Petersen, Knorr (2), Schmidt (1), Scheffler (2); Trainer: Serdarusic
TuS Nettelstedt:
Humenberger, Hoffmann; Dragunski (3), Khalepo (1), Piller, Dujshebajew (6/2), Oustorp (1), Lakenmacher (6), Wenta (3) Beuchler, Mikulic (4); Trainer: Feric
Schiedsrichter:
Lienhop (Ahnatal) / Meuler (Grebenstein)
Zeitstrafen:
THW: 0;
Nettelstedt: 2
Siebenmeter:
THW: 4/0 (Perunicic (zweimal), Knorr und Wöhler scheitern an Humenberger;
Nettelstedt: 2/2
Spielfilm:
1:0, 1:1, 2:2, 4:3, 4:4, 6:4, 7:5, 7:7, 11:7, 11:8, 14:9, 14:10;
14:12, 15:12, 15:13, 18:13, 18:14, 21:14, 24:17, 24:19, 27:19, 27:24
Zuschauer:
7250 (ausverkauft) (Ostseehalle, Kiel)

Siehe Bundesligakurve und Bundesligatabelle.
Siehe auch Gegnerkader TuS Nettelstedt, Gegnerdaten TuS Nettelstedt, Hinspielbericht und Fan-Homepage TuS Nettelstedt.


(29./30.04.98) Ihre Meinung im Fan-Forum? Zur Newsübersicht Zur Hauptseite

 

THW kann heute gegen Nettelstedt Meister werden - danach Party auf dem Rathausplatz

Im letzten Heimspiel des Jahres kann der THW Kiel heute (20.00 Uhr) vorzeitig die Meisterschaft erringen umd damit das Triple aus Meisterschaft, DHB-Pokal und EHF-Pokal holen. Gegner ist der TuS Nettelstedt, der am Wochenende seinen Titel im Citycup erfolgreich verteidigen konnte. Aber selbst wenn der THW heute nicht den letzten nötigen Punkt gegen die Ostwestfalen holen kann, gefeiert wird auf dem Rathausplatz ab 21.30 Uhr auf jeden Fall (siehe Partyplanung). auf jeden Fall.
Aber auch der DHB scheint an die siebente Meisterschaft des THW, den möglichen sechsten Titel für Trainer Serdarusic in vier Jahren, zu glauben - Vizepräsident Ulrich Strombach ist heute jedenfalls mit der Meisterschale in der Halle...
Ob der TuS Nettelstedt heute abend ein Stolperstein für die Zebras sein kann, ist zu bezweifeln. Das "Starensemble" (siehe Gegnerkader) aus Ostwestfalen präsentierte sich meist als launische Diva, die in der Saison nie zu einer konstanten Form fand (siehe Alle Spieltage). Das Hinspiel konnte der THW in Nettelstedt mit 29:33 gewinnen, in der Ostseehalle konnte der Traditionsverein aus Ostwestfalen seit dem Wiederaufstieg noch nicht einen einzigen Punkt holen (siehe Gegnerdaten).
Heute abend müssen die Kieler Fans Abschied nehmen von zwei THW-Urgesteinen: Michael Krieter und Thomas Knorr, mehr über den Abschied der beiden demnächst an dieser Stelle.

Die Partyplanung:

Egal ob der THW heute Meister wird oder nicht, gefeiert wird: NDR II hat vor, während und nach dem Spiel eine Riesenparty auf dem Rathausplatz organisiert (ab 18 Uhr). Auf einer Videoleinwand wird das Spiel live übertragen. Weil "Pur" am Donnerstag in Kiel auftritt, mußte der THW seine Feierlichkeiten von der Ostseehalle auf den Rathausplatz verlegen. Nach dem Spiel sollen sich dann Fans und Spieler sich von der Ostseehalle dorthin auf den Weg machen, wo sie von 5000 Liter Bier zu DM 2,- "empfangen" werden. Empfangen werden die THW-Spieler auch von OB Gansel (auf dem Balkon), danach geht's runter zwischen die Fans... Live-Berichte im TV gibt's um 19.30 Uhr (DAS! in N3), im Schleswig-Holstein-Magazin (19.30 Uhr, N3) und ab 22.15 Uhr auf N3.
RSH überträgt ab 20.00 wie immer live.
Mehr Informationen zum Spiel gibt's unter Gegnerkader TuS Nettelstedt, Gegnerdaten TuS Nettelstedt, THW-Bundesligakurve, dem Hinspielbericht und der Fan-Homepage des TuS Nettelstedt.


(29.04.98) Ihre Meinung im Fan-Forum? Zur Newsübersicht Zur Hauptseite

 

Lemgo-Protest abgewiesen

Der Protest des TBV Lemgo gegen die Wertung des Spiels SG Wallau-Massenheim gegen TBV Lemgo ist vom DHB abgewiesen worden. Lemgo hatte Protest eingelegt, weil ein reguläres Tor von den Schiedsrichtern nicht gewertet worden war.
Damit entscheidet sich die Meisterschaft regulär in den letzten beiden Spieltagen.


(27.04.98) Ihre Meinung im Fan-Forum? Zur Newsübersicht Zur Hauptseite

 

THW gewinnt in Eisenach - zwei wichtige Punkte für den Titelkampf

Der THW hat heute nachmittag beim ThSV Eisenach mit 25:27 gewonnen und kann damit am Mittwoch im Heimspiel gegen Nettelstedt vorzeitig die Meisterschaft gewinnen.
[Bild: Die Zebras beim Warmmachen] Es war eine tolle Atmosphäre in und um die Werner-Aßmann-Halle in der Wartburg-Stadt Eisenach. Für den Aufsteiger war die Saison schon vor dem Spiel positiv beendet, der Abstieg war schon nach dem Punktgewinn in Wallau verhindert. Für den THW dagegen sollten es unbedingt zwei Punkte werden, um am Mittwoch in der Kieler Ostseehalle im letzten Heimspiel gegen Nettelstedt die Meisterschaft feiern zu können.
[Bild: Die Zebras beim Einlaufen] Durch die Verletzung von Olsson kam Henning Siemens von Beginn an im rechten Rückraum zum Einsatz, in der Deckung vertrat Thomas Knorr den Schweden. Insbesondere Siemens hatte von der 1. Minute an Probleme mit der gefürchteten, sehr offensiven Deckung der Thüringer und rannte sich mal um mal fest. Dadurch war Nenad Perunicic gezwungen, mehr Verantwortung zu übernehmen und risikoreicher zu spielen. Dadurch kamen einige Abspielfehler des jugoslawischen Nationalspielers zustande, jedoch machte er dies mit elf Toren mehr als wett.
[Bild: Perunicic im Angriff] Perunicic war es, der aus dem Rückraum die ersten beiden Tore für den THW erzielte, dann schlug der riesige Ex-Kubaner und Jetzt-Isländer Duranona ebenfalls aus dem Rückraum für den ThSV zum 1:2 zu (4.). In der 8. Minute scheiterte Perunicic beim Stand von 2:3 am Eisenacher Keeper Schreiber, der ansonsten wenig zu fassen bekam, und im Gegenzug erzielte Linksaußen und Publikumsliebling Joulin, französischer Nationalspieler (nächstes Jahr beim TV Niederwürzbach), von Außen den 3:3-Ausgleich.
[Bild: THW im Angriff In der Folge gelang es dem THW nicht, sich von Eisenach abzusetzen. Schuld waren unter anderem mehrere Fehlpässe von Perunicic, der durch risikoreiche Anspiele versuchte, den fehlenden Druck auf der rechten Seite des TWH zu kompensieren, nach 16 Minuten stand es 7:7. Zwischenzeitlich war Eisenach sogar ein einziges Mal (zum 7:6) in Führung gegangen - wohl nach dem schönsten Tor des Tages, einem Kempa-Anspiel von Duranona auf Joulin. Fehler auf beiden Seiten häuften sich, doch Nenad Perunicic blieb trotz der Fehler ruhig und markierte das 7:8 (18.). Zwei weitere Treffer, von Petersen hnd Wislander ließen den THW sogar mit 7:10 in Führung gehen (21.).
Doch nach dem Anschlußtreffer von ThSV-Kapitän Schläger glich der flinke französische Linksaußen durch zwei Treffer in Folge (Tempogegenstoß und Siebenmeter) erneut aus (10:10, 23.). Abermals gelang dem THW dann wieder eine 3 Tore Führung: zwei Tore von Magnus Wislander und ein schön herausgespielter Kreistreffer von Menzel.
Duranona schloß zum 11:13 an (17.) und nach zwei Lattenkreuz-Treffer in Folge von Perunicic und Siemens konnte die Kieler-Flügelzange Menzel/Scheffler per Tempgegenstoß das 11:14 erzielen, doch der gewaltige Ex-Kubaner auf der linken Rückraumposition erzielte 10 Sekunden vor Halbzeitpfiff das 12:14, den Pausenstand.
[Bild: Pumpe zeitweise im Tor] Nach der Pause kam Krieter für Stojanovic, der durchschnittlich gehalten hatte. "Pumpe" Krieter konnte aber gar keinen Ball anfassen und Serdarusic beendete das "Experiment" in der 37. Minute. Bis dahin waren die Eisenacher besser aus der Kabine gekommen: 16:16-Ausgleich war das Ergebnis von mehreren technischen Fehlern der Kieler, die auch durch die jetzt noch offensivere Deckung der Eisenacher zustande kam. Die heimischen Fans sahen nun die Chance ihres Teams und die Halle kochte, doch Perunicic ließ sie mit dem 16:17 aus einer Freiwurf-Situation heraus wieder etwas ruhiger werden (38.). Er war es auch, der aus dem Rückraum nach dem verwandelten Siebenmeter von Joulin erneut die THW-Führung zum 17:18 (41.) herstellte. Stojanovic hielt inzwischen recht gut, die Kieler Deckung stand noch stabiler als in der 1. Hälfte, trotzdem mußte man erneut den Ausgleich nach Tempogegenstoß von Seidel (18:18, 44.) hinnehmen.
Doch dann war der THW plötzlich wieder hellwach: Wislander blockt den Ball in der Deckung, Perunicic erzielt aus der 2. Welle heraus das 18:19. Kurz danach erspielt sich erneut Magnus Wislander in der Deckung den Ball, die Folge: Tempogegenstoß-Treffer von Schwenke zum 18:20 (46.). Nach einem etwas zu lässigen Rückhandanspiel vom THW-Kapitän kam der ThSV im schnellen Gegenstoß erneut heran, Titel Raduta zum 19:20 (47.), doch Nenad Perunicic schlug wieder einmal mehr eiskalt aus dem Rückraum zum 19:21 zu, Scheffler erhöhte dann zum 19:22 (50.); Eisenach nahm sofort eine Auszeit, doch diese brachte kaum Besserung: 20:23 stand es nach 51 Minuten, 22:24 nach 54 Minuten, die mitgereisten THW-Fans hatten nicht den Eindruck, daß der THW noch verlieren könnte. Und auch das Eisenacher Publikum glaubte nicht mehr an den für sie prinzipiell unwichtigen Sieg.
[Bild: Der THW bedankt sich bei seinen Fans] THW-Kapitän Wislander erzielte dann aus der Rückraum-Mitte-Position mit einem überlegtem Wurf zum 22:25 (55.) die Vorentscheidung, danach spielte der THW das Match souverän nach Hause, 25:27 war der verdiente Endstand. In der 56. Minute erhielt ThSV-Kapitän Schläger nach einem unglücklichen Gesichtstreffer bei Perunicic die rote Karte, eine sehr harte Entscheidung der ansonsten sicher pfeifenden Unparteiischen Jamelle und Link.
Damit reicht dem THW (Tabellenerster, 39:13 Punkte, 695:615 Tore) am Mittwoch im Heimspiel gegen Nettelstedt ein Unentschieden, um Deutscher Meister zu werden und das "Triple" zu holen: der TBV Lemgo hat momentan 36:13 Punkte und das weitaus schlechtere Torverhältnis (676:615 Tore).
Fazit: der THW gewinnt in einem sehr fair geführten Spiel verdient beim Aufsteiger ThSV Eisenach, weil er spielerisch die bessere Mannschaft war und in den entscheidenen Situationen mehr Kampfeswillen und Biß zeigte, der den Thüringern fehlte, die im sicheren Wissen um den geschafften Klassenerhalt nicht das letzte Quentchen Einsatz zeigten.
Überragender Spieler auf Seiten der Kieler war wieder einmal Perunicic (11/1) Tore, Wislander und Scheffler erzielten je fünf Treffer.
Für Eisenach war Joulin am erfolgreichsten (9/2), Duranona erzielte sechs Tore.

Stimmen zum Spiel:

THW-Trainer Noka Serdarusic, vom Pressesprecher bereits als "Meistertrainer" vorgestellt:
Wir sind nach Eisenach gefahren um zum gewinnen. Vor uns lagen drei Spiele, von den wir zwei gewinnen woll(t)en. Eins haben wir, jetzt müssen wir noch eins gewinnen. Wenn man eine Spielanalyse der 60 Minuten macht, fällt mir ein Lob meiner Mannschaft etwas schwer, aber man hat gesehen, daß wir gewinnen wollten. Die Deckung war nicht optimal, es fehlte an Spritzigkeit und Druck auf die gegnerische Deckung, wir sind einiges schuldig geblieben. Dies waren wohl die Folgen der letzten Spiele. Auf der anderen Seite hatte Eisenach heute "normalen" Handball gespielt und nicht um jeden Preis gekämpft. Wenn Eisenach nicht schon vorzeitig den Klassenerhalt geschafft hätte, wäre dies sicherlich heute ein anderes Spiel gewesen.
Zur roten Karte gegen Schläger: Es sah sicherlich schlimmer aus als es war, es war eine normale Deckungshandlung, er hat dann halt Perunicic unglücklich am Kopf getroffen. Insgesamt war es über 60 Minuten ein sehr faires Spiel.
ThSV-Trainer Rainer Osmann:
Erst einmal Glückwunsch an Noka und seine Mannschaft. Ich denke, wir haben heute den neuen deutschen Meister gesehen. Was der THW erreicht hat ist super, auch wie sie in letzter Zeit gespielt haben, ich habe mir einige Kassetten von ihnen angesehen. Wir waren heute etwas müde. Wenn wir die Punkte gebraucht hätten, hätten wir sicherlich mehr gefightet, so fehlte der letzte Biß. Wir haben einen anständigen, fairen Handball gespielt, in der 2. Halbzeit hatten wir sogar mehrfach die Chance, davonzuziehen, haben unsere Möglichkeiten aber zu leichtfertig vergeben, der THW hat dann mit seiner besten Waffe, der 1., 2. und 3. Welle gnadenlos zugeschlagen.
Zum Thema Perunicic, der uns heute sehr große Probleme bereitet hat: Viele fragten mich, warum wir ihn nicht auf Mann genommen haben. Er hat halt einen Großteil seiner Tore aus Freiwurf-Situationen erzielt, da hätte Manndeckung nichts genützt. Leider stimmte bei uns in diesen Situationen die Abstimmung Deckung/Torwart nicht.
Der THW ist ein internationales Starensemble, meiner Mannschaft fehlt leider noch etwas die Cleverness. Ich wünsche dem THW alles Gute und die deutsche Meisterschaft.

28. Spieltag: 26.04.98, So., 15.30: ThSV Eisenach - THW Kiel: 25:27 (12:14)

ThSV Eisenach:
Schreiber, Schuchardt; Vanek (3), Joulin (9/2), Koppe (2), Schläger (1), Seidel (1), Duranona (6), Münzberg, Just, Raduta (4), Fichtner, Ahrens; Trainer: Osmann
THW:
Stojanovic (1.-30., 37.-60.), Krieter (31.-37.); Wislander (5), Siemens (1), Wöhler, Schwenke (1), Menzel (3), Perunicic (11/1), Petersen (1), Knorr, Schmidt, Scheffler (5); Trainer: Serdarusic
Schiedsrichter:
Jamelle (Dortmund) / Link (Bergkamen)
Zeitstrafen:
Eisenach: 1 (Vanek);
THW: 1 (Menzel)
Siebenmeter:
Eisenach: 3/2 (Joulin wirft an die Latte);
THW: 1/1
Spielfilm:
1. Hz.: 0:2, 1:2, 1:3, 3:3, 3:4, 4:4, 4:6, 7:6, 7:10, 10:10, 10:13, 11:13, 11:14, 12:14;
2. Hz.: 12:15, 14:15, 14:16, 16:16, 16:17, 17:17, 17:18, 18:18, 18:20, 19:20, 29:22, 20:22, 20:23, 21:23, 21:24, 22:24, 22:25, 23:25, 23:27, 25:27
Zuschauer:
3500 (ausverkauft) (Werner-Aßmann-Halle, Eisenach)

Siehe Bundesligakurve und Bundesligatabelle.
Siehe auch Gegnerkader ThSV Eisenach, Gegnerdaten ThSV Eisenach und Hinspielbericht.


(26.04.98) Ihre Meinung im Fan-Forum? Zur Newsübersicht Zur Hauptseite

 

Holt der THW in Eisenach zwei von noch drei benötigten Punkten?

Vorab ein Hinweis:Die Redaktion ist in Eisenach, mit einem Update bzgl. des Ergebnisses ist also nicht vor 00.00 Uhr zu rechnen. Entnehmen Sie bis dahin bitte das Ergebnis dem ARD/ZDF-Videotext Seite 463 (Handballergebnisse).

Kann der THW morgen (15.30 Uhr) in Eisenach zwei von noch drei benötigten Punkten zum Gewinn der deutschen Meisterschaft holen? (Voraussetzung: der Protest der Lemgoer gegen die Wertung des Spiels Wallau - Lemgo hat keinen Erfolg (siehe Protest)). Gelingt dem THW ein Sieg in Eisenach, so kann er im Heimspiel gegen den TuS Nettelstedt am 29.04.98 bereits vorzeitig die Meisterschaft holen - das sollte die Zebras in Thüringen eigentlich ausreichend motivieren!
Der ThSV Eisenach, mit dem kleinsten Bundesliga-Etat (2,2 Mio.) von vielen zu Beginn der Saison als heißester Abstiegskandidat gehandelt, hat eine tolle Saison gespielt und sich als Tabellenzwölfter mit 20:32 Punkten vorzeitig gerettet. Seine Heimbilanz ist dabei recht gemischt: Heimsiege gegen Magdeburg, Wallau, Wuppertal, Hameln, Großwallstadt und Dormagen, Unentschieden gegen Lemgo(!), aber auch Niederlagen gegen Flensburg, Nettelstedt, Niederwürzbach und Minden. Man sieht, man kann in der Werner-Aßmann-Halle in Eisenach gewinnen, muß aber nicht (siehe Eisenach.)
Nach dem Ausfall von Olsson hat es der THW besonders schwer. Spielt Eisenach seine bekannte 3:3-Deckung mit Vanek und Duranona, wird Serdarusic wohl eher Thomas Knorr einsetzen, gegen eine 6:0-Deckung könnte auch Siemens zum Einsatz kommen.
Duranona, der Ex-Kubaner (270 Länderspiele für Kuba) und jetzige isländische Nationalspieler (18/Island), könnte dem THW auch aus dem linken Rückraum Probleme bereiten, auf rechts spielt Titel Raduta (97/Rumänien); dazu kommt der flinke Rechtsaußen Jouline (58/Frankreich), der nächste Saison beim TV Niederwürzbach spielen wird (siehe Gegnerkader Eisenach).
Das Hinspiel gewann der THW mit 24:22 (13:9) gegen die Männer aus der Wartburg-Stadt.

Über den Protest von Wallau gegen die Wertung des Spieles Wallau gegen Lemgo ist noch nicht entschieden. Sollte das Spiel wiederholt werden müssen, ist der 1. Mai als Termin vorgesehen, dies würde jedoch gegen den Grundsatz verstoßen, die beiden letzten Spieltage komplett zeitgleich stattfinden zu lassen.

Auf jeden Fall wird Mittwoch gefeiert: OB Gansel hat den THW eingeladen, nach dem Spiel gegen Nettelstedt mit ihm auf dem Balkon und dem Rathausplatz zu feiern - mit allen THW-Fans natürlich! Frage ist nur, was es zu feiern gibt: Pokalsieg und EHF-Pokalsieg, oder auch zusätzlich die deutsche Meisterschaft...
Doch für die Triple-Feier am Mittwoch muß der THW in Eisenach beide Punkte holen!
RSH überträgt ab 15.30 Uhr wie immer live.
Mehr Informationen zum Spiel gibt's unter Gegnerkader ThSV Eisenach, Gegnerdaten ThSV Eisenach, THW-Bundesligakurve und dem Hinspielbericht.


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Feiern Sie mit dem THW die Schwarz-weiße Nacht

Am Sa., den 9. Mai um 19.30 Uhr, möchte der THW mit all seinen Fans die große Saisonabschlußparty im MAX, die "Schwarz-weiße Nacht", feiern.
Stargäste sind die Weather Girls; viele Überraschung sind geplant, dazu Live-Musik mit "Kentucky", Disco und die große THW-Tombola. Moderiert wird das ganze von Carsten Köthe (RSH), DJ ist Volker Mittmann (ebenfalls RSH).
Der Eintritt kostet 98,- DM inklusive des großen Zebra-Buffets, Bier, Sekt, Wein und aller antialkoholischen Getränke.
Vorverkaufsstellen: THW-Geschäftsstelle (0431/670390), Reiseladen Kiel (0431/6616000) oder im MAX und bei Plaza Kiel.


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Vor dem Spiel gegen Eisenach

Vor dem Spiel gegen Eisenach ist THW-Trainer Serdarusic trotz Verletzungsproblemen zuversichtlich, daß der THW die Meisterschaft holt: "Wir haben immer noch genügend Potential, um auch die Meisterschaft zu gewinnen. Jedenfalls ist die Chance größer, den Titel zu holen als ihn nicht zu holen." Deswegen hat sich die Mannschaft nach dem EHF-Pokal-Erfolg auch beim Feiern etwas zusammengerissen: Ein paar Bier durften es schon sein, aber richtig gefeiert wird laut THW-Kapitän Wislander "ein paar Tage nach dem Meistertitel."
Der THW ist die erste Mannschaft seit 18 Jahren, die das Triple aus Meisterschaft, Europapokalsieg und DHB-Pokalerfolg schaffen könnte. Damals gelang dem TV Großwallstadt dieses Kunststück. Dafür drückt auf auch die schleswig-holsteinische Ministerpräsident Heide Simonis die Daumen.
Mehr zum Spiel in Eisenach am Samstag!


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Kommt Rastner?

Ein Neuzugang für den die nächste Saison hat der THW ja schon sicher: Junioren-Nationaltorhüter Axel Geerken vom TV Großwallstadt. Doch noch steht ein anderer Name auf dem Wunschzettel von THW-Manager Uwe Schwenker: Kreisläufer Andreas Rastner vom spanischen Erstligisten Caja Cantabria Santander (siehe auch Gegnerdaten). Doch die Verhandlungen mit Santander ziehen sich hin: Rastner, der früher für Milbertshofen und Magdeburg spielte, würde zwar gerne wechseln, doch sein Vertrag läuft noch bis 1999. "Die Ablösevorstellungen zwischen uns uund Santander klaffen momentan weit auseinander", so Uwe Schwenker zu den Kieler Nachrichten. "Wir sind nicht bereit, jeden Preis zu zahlen." Wenn's nicht klappt, "gehen wir eben mit der Mannschaft, die jetzt feststeht, in die nächste Spielzeit. Und die ist bekanntlich nicht schlecht."


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DHB-Pokal-Sieger-Sonderstempel der Post

Am 9. Mai stempelt die Post Karten und Briefe mit dem Sonderstempel "THW - Deutscher Pokalsieger 1998" ab - ein tolles Sammelobjekt...


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Staffan Olsson fällt für den Rest der Saison aus

Staffan Olsson wird für den Rest der Saison nicht mehr im Zebra-Trikot antreten können. Beim EHF-Pokal-Triumph über Flensburg zog er sichg in der 18. Minute einen Muskelfaserriß in der rechten Wade zu, damit fällt er für längere Zeit aus.
Ob er für Schweden an der EM in Italien (ab 28. Mai) teilnehmen kann, ist noch total unklar: "Ich fahre nur mit, wenn ich ganz fit bi. Ich habe ja schließlich einen Vertrag mit Kiel und will auch in der nächsten Saison für den THW spielen" so der Schwede zu den KN.
Es wird nicht leicht für den THW, in den letzten drei Pflichtspielen den Ausfall von Olsson zu kompensieren: Noka Serdarusic: "Im Angriff muß Henning Siemens für ihn ran, in der Deckung müssen dann Knorr und Perunicic seinen Platz einnehmen.
Auf Krücken wird der langhaarige Schwede dann seine Mannschaftskameraden zum wichtigen Bundesliga-Auswärtsspiel nach Eisenach begleiten.
Aber auch andere THW-Spieler sind angeschlagen: Nenad Perunicic leidet unter Adduktorenproblemen, Henning Siemens laboriert an einer Muskelverhärtung in der Wade.


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Wahnsinn: Zweiter Titel! THW Europapokal-Sieger nach klarem 26:21 Sieg über Flensburg!

Auf der Jagd nach dem Triple ist dem THW ein weiter wichtiger Schritt gelungen: [Bild: Der THW läuft ein...] Im Rückspiel des EHF-Pokal-Finales gewann der THW Kiel gegen den Titelverteidiger SG Flensburg-Handewitt überlegen mit 26:21 und machte damit den Zwei-Tore-Vorsprung der SG mehr als wett.
Vor dem Spiel wurden die THW- und SG-Fans schon durch schwarz-weiße Cheerleader eingestimmt, dann lief die SG ein, ein gellendes Pfeifkonzert begleitete das Einlaufen des Titelverteidigers - sonst in der Kieler Ostseehalle ein höchst unübliches Procedere.
Dann kamen die Zebras, selten stand die Ostseehalle so hinter ihren Lieblingen wie heute...
Das erste Tor markierte "Faxe" Jörgensen mit einem Gewalt-Rückraumwurf, dann schlug Perunicic ebenso brachial zu (1:1, 2. Minute). Olsson (Rückraum) und Schwenke (Tempogegenstoß) erhöhten auf 3:1 (4.), das erste Mal, das THW den Zwei-Tore-Vorsprung aus dem Hinspiel ausgegelichen hatte.
In der 12. Minute führte der THW schon 5:3. doch zwei Treffer von Jörgensen (Rückraum) und Fegter (Tempogegenstoß) ließen die SG ausgleichen (14.). Nach dem 6:5 durch Olsson und einer Zwei-Minuten-Strafe gegen Bjerre verschleppte die SG das Spiel, prompt pfiffen die mazedonischen Unparteiischen Zeitspiel und Menzel traf mit einem tollen Heber gegen Nationaltorhüter Holpert zum 7:5 (16.). Stojanovic konnte dann einen von vielen Bällen halten (er gewann das Torwartduell gegen sein Gegenüber Holpert, jedoch wurde er von einer erneut grandiosen THW-Abwehr unterstützt) und Menzel (erneut) erzielte in der 2. Welle das 8:5. Nach SG-Ballverlust und toller Kombination von Scheffler auf Menzel erzielte dieser seinen dritten Treffer in Folge zum 9:5 (19.) - die Halle tobte!
Frode Hagen hielt mit seinem einzigen Treffer dagegen (9:6, 21.), aber Scheffler (von außen) und Knorr (zweite Welle) erhöhten auf 11:6 (22.). Nach dem die SG durch Schrittfehler den Ball verlor und Perunicic und Bjerre beide nach einer Rangelei das Feld für zwei Minuten verlassen mußten, traf Knorr, gegen seinen zukünftigen Verein heute wieder total motiviert, durch eine Einzelaktion zum 12:6 (24.).
Frustreaktion bei der SG: Die Schiedsrichter lassen ein Tor von Jörgensen nicht gelten (Grund: eingetreten) und der Däne protestiert so heftig, daß er eine Zwei-Minuten-Strafe erhält. Der THW nutzte dies eiskalt durch den dritten Treffer in Folge von Knorr zum 13:6 (25.). Durch Tempogegenstoß von Scheffler (beide Außen (Scheffler und Menzel machten heute ein gutes Spiel) erhöhten die Zebras sogar noch auf 14:6 (27.), nachdem Stojanovic erneut halten konnte. Reaktion von Anders Dahl-Nielsen, dem Trainer der SG Flensburg-Handewitt: Time-Out.
Doch die Auszeit brachte den Flensburger wenig. Perunicic, nach den Animositäten vom Samstag scheinbar sehr motiviert) traf zweimal nacheinander (zum 15:7 und 16:7, 29.) mit tollen Rückraumtreffern - begleitet von stehenden Ovationen des Publikums, das hat es in der 1. Halbzeit noch nie gegeben - doch nach einem Ballverlust des THW erzielte die SG den letzten Treffer des 1. Durchgangs zum Halbzeitstand von 16:9, der THW hatte also zur Pause einen beruhigenden Vorsprung von fünf Toren...
[Bild: Spielszene aus der 2. Halbzeit] In der zweiten Halbzeit wurde dann Mittelaufbauspieler Peter Leidreiter, der vom THW-Publikum von Beginn an ausgepfiffen wurde und in den letzten 15 Minuten der 2. Halbzeit unglücklich agierte, vom SG-Trainer Dahl-Nielsen nicht mehr eingesetzt. Trotzdem konnten in den ersten drei Minuten der zweiten Halbzeit beide Mannschaften nicht treffen, dann erzielte Bjerre endlich das 16:10, doch der THW hielt sofort dagegen durch zwei Rückraumgranaten von Perunicic zum 18:10 (36.), Nationaltorhüter Holpert ließ sich entnervt auswechseln. Danach hagelte es Zwei-Minuten-Strafen: Hahn, als fairer Spieler bekannt, reklamierte für sich einen Siebenmeter: Zeitstrafe. Dann wurden Scheffler und Wislander des Feldes verwiesen, THW war also mit vier Feldspielern in Unterzahl: nachdem man erwarteterweise den 18:11-Anschlußtreffer kassierte (durch SG-Außen Christiansen) traf der jugoslawische THW-Star mit einer tollen Einzelaktion (er trat von 12 Metern an und tankte sich bis zum Kreis durch) erneut zum 19:11 (41.).
[Bild: jubelnde Fans] Bei den THW-Fans bestanden nun keine Zweifel mehr am Titelgewinn... Doppelschlag von Scheffler zum 20:21 und 21:13 (45.). Die letzte Viertelstunde war dann reine Formsache für den frischgebackenen DHB-Pokal-Sieger und Meisterschaftsaspiranten: 24:15 (erneut zwei Treffer von Thomas Knorr, da war alles klar; die Zebras liessen es nun etwas lockerer angehen und zum Schluß war die SG sogar noch einmal auf 26:21 herangekommen. Doch das interessierte in der Halle wirklich niemanden mehr, stattdessen feierte das Publikum seinen EHF-Pokalsieger THW Kiel.
[Bild: Luftballons auf dem Feld] Beim Abpfiff regneten dann ein Meer von schwarz-weißen Luftballons auf das Spielfeld herab und die Fan-Gemeinde feierte frenetisch die Zebras, die die schnell hervorgeholten Schilder "THW Kiel, EHF-Pokalsieger 1998, wir haben noch nicht ganz fertig..." der begeisterten Masse präsentierten... [Bild: wir haben noch nicht ganz fertig...]
Dann endlich durfte der THW das Objekt der Begierde ([Bild: Der Pokal]) in seinen Händen halten:
[Bild: THW mit dem Pokal] [Bild: THW mit dem Pokal]
[Bild: THW mit dem Pokal im Tor] Noch ist der THW nicht ganz fertig...
Fazit: In einem fair geführten Spiel gewinnt der THW verdient den EHF-Pokal. Grundlage war heute abend eine tolle Abwehrleistung, aber auch der Angriff präsentierte sich in erheblich besserer Form als Samstag. Die SG Flensburg-Handewitt enttäuschte heute abend ihre Fans doch teilweise sehr...
Leider verletzte sich Staffan Olsson im Laufe des Spiels und kann in dieser Saison für den THW nicht mehr eingesetzt werden.

Stimmen zum Spiel - kurz nach dem Abpfiff:

Thomas Knorr:
Super Gefühl, heute paßte alles, die Stimmung war super in der Halle, und wir haben einigermaßen gut gespielt - mit genug Engagement - ist einfach Klasse, man kann das gar nicht beschreiben! Ich hab's noch gar nicht begriffen, so sicher war ich mir vor dem Spiel nicht, aber wir haben's halt gepackt!
Deswegen wollen sie mich haben, deshalb freu ich mich auf nächstes Jahr, vielleicht holen wir wir nächstes Jahr ja auch einen Titel, das wäre super.
Die Deckung war heute entscheidend, wir haben heute nicht die leichten Tore vonm Kreis bekommen, wir standen ein bißchen defensiver, und Flensburg mußte von hinten schießen, Goran stand besser im Tor, und dadurch haben wir Tempogegenstöße fahren können.
Matthias Hahn:
So einen guten Spieler nimmt man immer gerne. Erstmal Glückwunsch an Kiel, die waren heute ganz klar die bessere Mannschaft und haben auch ganz klar verdient gewonnen.
Klar, daß Roger uns fehlte. Er ist unser Mittelmann und Kopf der Mannschaft, wir haben 20 Minuten ganz gut mitgehalten, aber dann zum Teil überhastet und unmotiviert aus dem Rückraum geworfen. Kiel hat das dann durch Tempogenstöße bestraft und dann war das Spiel für uns gelaufen...

Stimmen zum Spiel aus der Pressekonferenz:

SG-Trainer Dahl-Nielsen:
Glückwunsch an den THW, es war ein verdienter Sieg. Leider reichte es für uns heute nicht, wir haben viel zu viele Fehler gemacht. In 10 Minuten der 1. Halbzeit haben wir ganz schlecht nach vorne gespielt, dadurch kam der THW zu Tempogegenstößen. Unsere Deckungsarbeit war ok, aber vorne haben wir zu viele Fehler gemacht.
Kiel ist immer noch einen Kopf größer als wir.
Kiel ist ein würdiger Sieger. Aber ich finde es schlecht, daß die EHF uns gezwungen hat, heute zu spielen. Wir hätten gerne drei bis vier Tage mehr Pause gehabt. Ich kann nicht verstehen, wieso der Titelverteidiger in solchen Fragen so wenig Einfluß hat.
THW-Trainer Noka Serdarusic:
Dazu sage ich nichts. Ich gratuliere nur meiner Mannschaft, sie hat verdient gewonnen.
Das wichtigste, was ich in diesem Jahr haben will, habe ich immer noch nicht...
[Zur Bedeutung des Titels:] Nicht soviel wie die Deutsche Meisterschaft...
SG-Manager Dierck Schmäschke:
Die Kieler Medien haben sehr unfair gegen uns Stimmung gemacht.
THW-Manager Uwe Schwenker:
Erst einmal bin ich froh, daß wir den EHF-Pokal gewonnen habe. Das Spiel heute lief sehr fair ab. Dennoch denke ich jetzt an den Deutscher Meister-Titel, das ist der schwerste und wichtigste... Ich hoffe, daß wir den Schwung von heute in die letzten drei Spiele der Bundesliga hinübernehmen können.
Zum Thema Terminverlegung: Das DSF und die EHF baten uns, jeweils am Mittwoch zu spielen, Flensburg wollte unbedingt am Samstag spielen. Auch wir mußten in vier Tagen zwei Spiele absolvieren.

Finale, Rückspiel: 22.04.98, Mi., 20.30: THW Kiel - SG Flensburg-Handewitt: 26:21 (16:9)

Logo THW:
Stojanovic (1.-58.), Krieter (58.-60.); Wislander (2), Siemens (1), Schwenke (1), Menzel (3), Perunicic (7), Petersen, Knorr (5), Schmidt, Scheffler (4), Olsson (3); Trainer: Serdarusic
Logo SG Flensburg-Handewitt:
Holpert (1.-36.), Bulei (36.-60); Hagen (1), Bjerre (3), Fegter (3), Momsen, Hjermind (3), Hahn (2), Mau, Leidreiter (1), Jörgensen (2), Christiansen (4), Schneider; Trainer: Dahl-Nielsen
Schiedsrichter:
Nachevski / Nachevski (Mazedonien)
Zeitstrafen:
THW: 6 (Wislander, Siemens (zweimal), Perunicic, Petersen, Scheffler);
Flensburg: 6 (Hagen, Bjerre, Hahn und Jörgensen (dreimal))
Rote Karte:
Flensburg: Jörgensen nach 3. Zeitstrafe, 54.
Siebenmeter:
THW: 1/0 (Schmidt scheitert an Holpert);
Flensburg: 1/1
Spielfilm:
1. Hz.: 0:1, 3:1, 3:2, 4:2, 4:3, 5:3, 5:5, 9:5, 9:6, 14:6, 14:7, 16:7, 16:8, 16:9;
2. Hz.: 16:10, 18:10, 18:11, 19:11, 19:13,, 21:13, 21:15, 24:15, 24:18, 25:18, 25:19, 26:19, 26:21
Zuschauer:
7250 (ausverkauft) (Ostseehalle, Kiel)

Siehe EHF-Pokal, Finale.
Siehe auch Gegnerkader SG Flensburg-Handewitt, Gegnerdaten SG Flensburg-Handewitt, Hinspielbericht, die beiden Spielberichte der Bundesligasaison (Hinspielbericht - Rückspielbericht) und die offiziellen SG Flensburg-Handewitt Homepage.


(22.04.98) Ihre Meinung im Fan-Forum? Zur Newsübersicht Zur Hauptseite

 

Ergebnis der Blitz-Umfrage

Wir haben die Leser unserer Seiten gefragt: Wer wird EHF-Pokal-Sieger und wer Deutscher Meister?

Hier das Ergebnis:
EHF-Pokal-Sieger wird:THW Kiel:13 (76%)SG Flensburg-Handewitt:4 (24%)
Deutscher Meister wird:THW Kiel:16 (94%)TBV Lemgo: 1 (6%)
Zugegebenermaßen ist das Ergebnis in Anbetracht der geringen Beteiligung nicht gerade repräsentativ...
Siehe EHF-Pokal-Finale.


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Vor dem Rückspiel gegen Flensburg: kann der THW die zwei Tore aufholen?

Zum Rückspiel im EHF-Pokal-Finale des THW Kiel gegen den Titelverteidiger, die SG Flensburg-Handewitt, braucht man sicher kaum noch etwas zu schreiben (vor dem Hinspiel haben wir schon ausführlich berichtet...).
Die Ausgangslage ist klar: der THW hat das Hinspiel mit 25:23 in Flensburg verloren. Um nun noch EHF-Pokal-Sieger zu werden, müssen die Zebras also entweder mit zwei Toren Unterschied gewinnen und dürfen dabei nicht mehr als 22 Gegentreffer hinnehmen, ansonsten müssen es schon mindestens drei Tore Vorsprung bei Schlußpfiff sein. Die SG konnte bis zum heutigen Tage noch nie in Kiel gewinnen, der einzige Lichtblick für die Flensburger war in der Saison 1995/96 ein 23:23-Unentschieden (siehe Gegnerdaten, doch das würde ihnen diesmal schon reichen...
Hoffen wir, daß sich bis zum Anpfiff, morgen um 20.30 Uhr, in der total ausverkauften Kieler Ostseehalle (Uwe Schwenker: "Wir hätten 12000 Karten verkaufen können!") die Gemüter auf beiden Seiten etwas abgekühlt haben...
Nehmen Sie an unserer Blitz-Umfrage teil!
Egal wie es ausgeht, gefeiert wird in Kiel aber auf jeden Fall: Es finden zwei Europapokalparties statt: im "CAP" (das Spiel wird auf einem Großbildschirm übertragen) und im "MAX" am Eichhof, auch hier wird die DSF-Übertragung bei freiem Eintritt zu sehen sein.
Auch der THW hat sich für die Ostseehalle einige Besonderheiten ausgedacht: Vor dem Spiel spielt die Jazzband "Labskaus", die Bierstände sind länger geöffnet und ein paar Überraschungen sind noch geplant.
An Prominenz wird Oberbürgermeister Norbert Gansel und Ministerpräsident Heide Simonis erwartet; 80 Journalisten haben sich akkreditiert, darunter viele Vertreter aus Dänemark und Norwegen.
Das DSF überträgt live ab 20.30 Uhr...
Mehr Informationen zum Spiel gibt's unter Gegnerkader SG Flensburg-Handewitt, Gegnerdaten SG-Flensburg-Handewitt, EHF-Pokal-Finale, dem Hinspielbericht, dem Hinspiel-Vorbericht, den beiden Bundesliga-Spielberichten (Hinspielbericht - Rückspielbericht) und der offiziellen SG Flensburg-Handewitt Homepage.


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Blitz-Umfrage: wer wird EHF-Pokalsieger und Deutscher Meister

Um ein Stimmungsbild unserer Leser zu erhalten, machen wir eine Blitz-Umfrage, wer 1998 EHF-Pokal-Sieger und Deutscher Meister wird. Stimmen werden bis morgen, den 22.04.98, 18.30 Uhr, angenommen, danach wird das Ergebnis hier veröffentlicht.
Siehe Blitz-Umfrage.


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(Geänderter) Kommentar zum Flensburg-Spiel

Kommentar:

Interessant war doch die unterschiedliche Bewertung des Spiels gegen Flensburg. Die SG-Verantwortlichen und Spieler versuchten einmal mehr, die Begegnung und Atmosphäre schönzureden. Wenn man selbst dabei war, fielen einem eher Begriffe wie "Haß" und "extreme Unsportlichkeit" ein, Begriffe die man bei Sportveranstaltungen eher selten assoziiert. Das Publikum überzog den THW schon vor dem Einlaufen mit Schmähungen "Gib THW keine Chance" (die Anspielung ist offensichtlich), die Spieler wurden dann später mit "Nettigkeiten" aus der untersten Schublade versorgt und einige SG-Spieler (insbesondere Peter Leidreiter und Jörgensen) zeigten meiner Meinung nach überzogene Härte, andere mögen dies sicherlich anders beurteilen.
SG-Trainer Dahl-Nielsen: "Ein Handballfest, tolle Werbung für den Handball"
THW-Trainer Serdarusic: "Nach den Ereignissen innerhalb und außerhalb des Parketts ist es nicht mehr nötig, meiner Mannschaft nur einen Satz für die Motivation auf den Weg zu geben."

Es bleibt zu hoffen, daß der THW am Mittwoch die sportliche Antwort findet...

Wichtiger Hinweis: Peter Leidreiter hat die Aussage "Die Kieler waren schon immer Heulsusen", über die die Kieler Nachrichten in der Ausgabe vom 20.04.98 berichtet haben, nicht gemacht.

Siehe auch Spielbericht.
Siehe EHF-Pokal, Finale.
Siehe auch Gegnerkader SG Flensburg-Handewitt, Gegnerdaten SG Flensburg-Handewitt, die beiden Spielberichte der Bundesligasaison (Hinspielbericht - Rückspielbericht) und die offiziellen SG Flensburg-Handewitt Homepage.


(20./21.04.98) Ihre Meinung im Fan-Forum? Zur Newsübersicht Zur Hauptseite

 

TV-Tip: Sport 3 berichtet über das Hinspiel

Sport 3 (N3-Fernsehen) berichtet heute abend ab 22.00 Uhr über das dramatische EHF-Pokal-Final-Hinspiel SG Flensburg-Handewitt - THW Kiel.


(19.04.98) Ihre Meinung im Fan-Forum? Zur Newsübersicht Zur Hauptseite

 

THW verliert knapp mit 25:23 in Flensburg

Der THW verlor heute abend in der mit über 4000 fanatischen Zuschauern gefüllten Fördehalle in Flensburg im EHF-Pokal-Final-Hinspiel in einem dramatischen Spiel knapp mit 25:23 (12:9) gegen die SG Flensburg-Handewitt. Damit hat der THW für's Rückspiel am Mittwoch noch alle Chancen auf den Titelgewinn.
Der THW beim Einlaufen: [Bild: THW läuft in die Fördehalle ein]
Es begann gleich schlecht für den THW: Olsson leistete sich einen Fehlpaß, Perunicic knallte aus dem Rückraum an die Latte und Wislander und Perunicic scheiterten an Holpert. Auf der Gegenseite trafen dagegen Schneider von Außen, Jörgensen und Leidreiter aus dem Rückraum (beide agierten einmal mehr übermotiviert und überhart...): Nach sechs Minuten stand es also 3:0 für die SG.
Dann endlich markierte Perunicic das erste Tor für den THW (3:1, 7.) und Menzel erzielte aus der zweiten Welle heraus den 3:2-Anschlußtreffer. Es schien, als hätte sich der THW etwas gefangen, leider schien es nur so: die SG zog auf 5:2 weg, in der 17. Minute führte Flensburg nach vier Treffern in Folge vom überragenden Spieler, dem Kreisläufer Matthias Hahn, mit 9:3, THW nahm einen Timeout.
Schon zu diesem Zeitpunkt war von spielerischen Elementen auf beiden Seiten nicht viel zu spüren, es dominierte der K(r)ampf, insbesondere Olsson leistete sich einige Fehlpässe und Abspielfehler. Die Zebras verkürzten noch einmal auf 9:6 (22.), doch in der 23. Minute kam es zum 11:6 (23.), erneut durch Hahn.
Nachdem Perunicic und Scheffler an Holpert gescheitert waren (24.), verlor der THW im Angriff nach Fehlpaß von Wislander in der Flensburger Hälfte den Ball, Petersen behinderte SG-Außen Hjermind durch Trikotziehen beim Tempogegenstoß, alle erwarteten eine Zwei-Minuten-Strafe gegen den Kieler, doch die "interessant" pfeifenden kroatischen Unparteiischen zeigtem dem THW-Kreisläufer die rote Karte, eine von vielen objektiven Beobachtern als übertrieben empfundene Bestrafung; sicher war es eine Notbremse, aber kein böses Foul.
Leidreiter erhöhte dann in Überzahl auf 12:6 (26.), doch die SG kassierte auch eine Zeitstrafe (gegen den ansonsten fairen Hahn) und der THW nutzte den Rest der zweiten Halbzeit um wenigstens noch auf 12:9 zu verkürzen, noch war alles offen.
[Bild: Spielszene aus der 2. Halbzeit: THW im Angriff] Die Zebras kamen dann motivierter und engagierter aus der Kabine, nach 35 Minuten stand es dann nur noch 14:13 für die SG, doch der THW leistete sich erneut Ballverluste und katastrophale Wurfversuche und Flensburg erhöhte erneut auf 17:13 (39.) und 19:14 (42.).
Thomas Knorr (nächstes Jahr ja in Flensburg), der nach der roten Karte für Petersen dessen Kreis-Part übernahm, konnte nach seiner Einwechselung (26.) noch fünf Tore erzielen, u.a. das 19:16 (46.) und 21:18 (49.). Nachdem Olsson, bei dem heute wieder einmal Licht und Schatten wechselten und der im Angriff zeitweise durch Siemens ersetzt wurde, das 21:19 (50.) erzielt hatte, keimte noch einmal Hoffnung bei den ca. 100 mitgereisten Kieler Fans auf: Stojanovic hielt einen Rückraumwurf, doch die Kieler Abwehr schlief und Hahn (insgesamt acht Treffer) erzielte im Nachwurf das 22:19 (51.).

Die letzten 9 Minuten im Telegrammstil:
Nach dem Spiel gerieten Perunicic und Leidreiter, der ihn übel gefoult hatte, noch aneinander, der Jugoslawe mußten von seinen Mannschaftskollegen in die Kabine gebrachte werden, dabei wurde er von den Zuschauern noch beworfen...
Doch zurück zum sportlichen Geschehen: Auf Seiten der SG überragten Hahn (acht Tore, 100% Quote) und Torhüter Holpert, beim THW konnte Knorr als Petersen-Ersatz gefallen (fünf Treffer). Auch Olsson erzielte fünf Tore, doch auf seinem Konto standen zum Abpfiff zu viele technische Fehler und Fehlversuche.
Fazit: Mit dem Zwei-Tore-Rückstand für den THW ist am Mittwoch im Rückspiel alles weiter offen...

Zur Zeit experimentieren wir (wie Sie sicherlich gemerkt haben) mit einer Digital-Kamera (die Qualität kann sicherlich noch verbessert werden...). Gefällt Ihnen das grundsätzlich oder ist das nur Unsinn, der Ladezeit kostet? Schreiben Sie uns!

DSF-Statistik:

SG Flensburg-HandewittTHW Kiel
Angriffe:25/5050%23/5046%
Gegenstoß:5/863%5/863%
Feldwürfe:23/4058%22/4252%
7m-Würfe:2/367%1/250%
Ballverluste:12/024%12/5024%
Strafzeiten:53
Karten (gelb/rot):5/02/1

Stimmen zum Spiel - kurz nach dem Abpfiff:

SG-Kreisläufer Matthias Hahn:
Man merkt sicherlich, daß man einen guten Tag erwischt hat. Grundsätzlich sind wir erst einmal froh, das Spiel gewonnen zu haben nach den beiden bisherigen Ergebnissen gegen den THW in diesem Jahr. Wir hätten gerade beim Spielstand von 12:6 davon ziehen können, wurden aber durch unnötige Zwei-Minuten-Strafen geschwächt - das hat der THW konsequent ausgenutzt und sich halt dadurch wieder rangespielt. Petersen fehlte dem THW sicherlich, nichtstdestotrotz hat der THW in der zweiten Halbzeit sehr gut in dder Abwehr gestanden, aber wir haben verdient mit zwei Toren gewonnen. Peter Leidreiter hat heute als Spielmacher ein sehr gutes Spiel gemacht, ich habe davon auch sehr gut profitiert.
Thomas Knorr (wechselt nach Flensburg):
Beim Warmmachen war's etwas komisch, aber beim Spiel will man dann nur gut spielen; ich habe einfach versucht, mein Bestes zu geben. Mit dem Ergebnis können wir im Endeffekt zufrieden sein.
[Zur fast vierzehntägigen Pause:] Es wäre wohl besser gewesen, wenn wir direkt nach dem DHB-Pokalfinale gespielt hätten, dann hötten wir die Euphorie noch mitgenommen. Wir haben etwas spät ins Spiel gefunden, der Kampfgeist kam erst in der 2. Halbzeit, und der fehlte uns in der ersten, aber Flensburg hat heute auch sehr gut gespielt.
[Sind zwei Tore eine gute Augangapbasis oder ist das im Derby was anderes?] Ja, das ist was anderes im Derby, wir können in der Ostseehalle schon zwei Tore aufholen, aber gegen Flensburg ist das immer etwas besonderes, das wir dann ein heißer Tanz nächsten Mittwoch.
THW-Trainer Noka Serdarusic:
Ganz zufrieden? Ich habe mir für die Zuschauer ein besseres Spiel gewünscht. Die Atmosphäre hat sicherlich dazu beigetragen, daß wir nicht unbedingt ein schönes Spiel gesehen haben. Es war ein guter Kampf, viele gute Duelle, einige schöne Tore, aber in den Mannschaften steckt mehr drin, als das, was sie heute gezeigt haben.
[Hat sich Perunicic inzwischen beruhigt?] Ich habe zu Perunicic, der impulsiv wie viele andere Bundesligaspieler ist, gesagt, wenn er noch einmal rauskommt aus der Kabine, nehme ich ihn nie mehr mit zu irgendewinem Spiel und dann kann er den THW verlassen. Ich hoffe aber, daß das Foul von Leidreiter im TV genau gezeigt worden ist, die Schiedsrichter waren eben zwei Kroaten, die die Bundesligaspiele kaum sehen, in der Bundesliga weiß jeder Schiedsrichter, daß Leidreiter immer so spielt, er ist dafür in der Bundesliga bekannt. Ich bin deswegen ein wenig überrascht, daß Leidreiter keine Zeitstrafe gesehen hat.
SG-Trainer Dahl-Nielsen:
Es war ein tolles Handballspiel, wie ich es mir vorgestellt habe, tolle Werbung für den Handball, da war Kraft, Spiel, spielerische Momente, Torhüterleistungen, fast alles drin. Ich bin mit meiner Mannschaft sehr sehr zufrieden.
Wagen die Trainer eine Prognose für Mittwoch?
THW-Trainer Noka Serdarusic:
Kaum zu sagen, egal ob wir mit fünf Toren verloren hätten, oder heute unentschieden gespielt hätten, es ist zwischen diesen beiden Mannschaften immer alles möglich, man kann es nie vorraussagen.
SG-Trainer Dahl-Nielsen:
Wir haben gezeigt, daß wir Kiel schlagen können, das gibt uns ein Riesenselbstvertrauen, Selbstvertrauen. Wir fahren nach Kiel um den THW zu schlagen. Wir kennen einander so gut, da kann man keine Vorhersage machen.

Stimmen zum Spiel aus der Pressekonferenz:

[Anmerkung der Redaktion: Noch nie haben wir in einer Pressekonferenz eine so vergiftete Atmosphäre erlebt. Fast jede Äußerung der Kieler wurde mit höhnischen Kommentaren der Flensburger "Fans" versehen...]
THW-Trainer Noka Serdarusic:
Es war ein hochdramatisches, spannendes Spiel. Für ein Finale hat ein wenig schöner Handball gefehlt. Wir haben im Angriff die 1. Halbzeit total verschlafen, vorne völlig ideenlos gespielt. Die SG hat dann mit sechs Toren geführt, doch nach drei-vier Minuten, in denen wir ein paar Treffer in Folge erzielt habem, waren wir wieder dran, da haben wir angefangen, Handball zu spielen. Was im Angriffsaufbau gefehlt hat, weiß ich noch nicht. So wie die SG gespielt hat, muß ich mit der Zwei-Tore-Niederlage zufrieden sein.
SG-Trainer Dahl-Nielsen:
Jedes Spiel ist ein anderes. Heute haben wir gegen den THW ein anderes Spiel gezeigt, als im letzten Jahr. Ich finde, wir haben ein fantastisches Handballspiel gesehen, daß der Region würdig war; mit Kampf und taktischen Maßnahmen. Ein Riesenlob an meine Mannschaft, sie hat sehr gut und ideenvoll gespielt, leider haben wir in der Schlußphase einfache Fehler gemacht. Aber das wichtigste ist: Wir haben gewonnen, daß gibt uns Selbstvertrauen, das für die Pokalverteidigung in Kiel wichtig ist.
Zur roten Karte gegen Klaus-Dieter Petersen:
THW-Trainer Noka Serdarusic:
Ich habe die Szene genau gesehen, ich stand genau daneben. In der Halbzeit haben mir die Schiedsrichter gesagt, daß es sehr ungewöhnlich war für so etwas eine rote Karte zu geben, aber eine Tatsachenentscheidung kann nicht rückgängig gemacht werden. Er hat am Trikot gezogen, kein brutales Foul begangen, so eine rote Karte gibt's normalerweise im Handball nicht, sie war unangemessen.
SG-Trainer Dahl-Nielsen:
Perunicic ist in allen Belangen ein Vollprofi. Ich habe in der Halbzeit übrigens nicht mit den Schiedsrichtern gesprochen...

Finale, Hinspiel: 18.04.98, Sa., 20.40: SG Flensburg-Handewitt - THW Kiel: 25:23 (12:9)

Logo SG Flensburg-Handewitt:
Holpert, Bulei; Hagen (1), Bjerre (1), Fegter (1), Momsen, Lache, Hjermind (3), Hahn (8), Mau, Leidreiter (3), Jörgensen (4), Christiansen (3/2), Schneider (1); Trainer: Dahl-Nielsen
Logo THW:
Stojanovic, Krieter (nur bei einem 7m eingesetzt); Wislander (2), Siemens , Schwenke (1), Menzel (2), Perunicic (4), Petersen, Knorr (5), Schmidt (1/1), Scheffler (1), Olsson (5); Trainer: Serdarusic
Schiedsrichter:
Vujnovic / Mladinic (Kroatien)
Zeitstrafen:
Flensburg: 5 (Bjerre, Jörgensen (zweimal), Fegter, Hahn);
THW: 3 (u.a. Schwenke)
Rote Karte:
gegen Petersen nach Notbremse, 26.
Siebenmeter:
Flensburg: 3/2 (Christiansen scheitert an Krieter;
THW: 1/2 (Perunicic scheitert an Holpert)
Spielfilm:
1. Hz.: 3:0, 3:2, 5:2, 5:3, 9:3, 9:6, 12:6, 12:9;
2. Hz.: 12:10, 13:10, 13:11, 14:11, 14:13, 17:13, 17:14, 19:14, 19:16, 20:16, 20:17, 21:17, 21:19, 22:19, 22:20, 23:20, 23:22, 24:22, 24:23, 25:23
Zuschauer:
4000 (ausverkauft) (Fördehalle, Flensburg)

Siehe EHF-Pokal, Finale.
Siehe auch Gegnerkader SG Flensburg-Handewitt, Gegnerdaten SG Flensburg-Handewitt, die beiden Spielberichte der Bundesligasaison (Hinspielbericht - Rückspielbericht) und die offiziellen SG Flensburg-Handewitt Homepage.


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Morgen 1. Akt im EHF-Pokal-Finale Flensburg - THW

Morgen um 20.40 Uhr kommt's in der Flensburger Fördehalle endlich zum 1. Akt des schleswig-holsteinischen EHF-Pokal-Traumfinales SG Flensburg-Handewitt gegen den THW Kiel, auf das die Kieler Fans seit dem tollen DHB-Pokalerfolg gegen Niederwürzbach fast zwei Wochen warten mußten, ohne die Zwischenzeit mit THW-Handball überbrücken zu können.
Der Flensburger Titelverteidiger (gewann letztes Jahr den EHF-Titel gegen Virum Sorgenfri (Dän)) hat sich viel vorgenommen, gerade der scheidende dänische Trainer Anders Dahl-Nielsen will mit der Titelverteidigung seinen Abschied versüßen: "Der THW ist z.Zt in guter Form und auf dem Wege zur Meisterschaft, aber die Chancen stehen trotzdem fifty-fifty." "Nach dem Auswärtssieg in Hameln können wir gestärkt in die Endspiele gegen Kiel gehen", so der 47jährige Hochschullehrer.
Andere Beobachter sehen die Chancen für die SG nicht ganz so gut: die Flensburger, z.Zt. Bundesliga-Vierter, haben eine sehr durchwachsense Saison hingelegt und gegen den THW beide Saisonspiele verloren: zunächst in eigener Halle mit 20:25 (10:15), dann in Kiel mit 26:18 (14:8), dabei waren die Nordlichter, die inklusive Trainer sieben Skandinavier in ihren Reihen zählen, beide Male ohne Chance. Außerdem verlor man zu Hause gegen Essen(!), gab gegen Wallau und Lemgo jeweils einen Punkt ab und spielte im letzten Heimspiel gegen Wuppertal beim 26:25 nicht unbedingt berauschend. Das zeigt: die "Hölle Nord" ist dieses Jahr einnehmbar, gerade für den THW! Doch er muß unter "erschwerten" Bedingungen auflaufen: die SG hat die Halle doch Aufstelltribünen noch einmal auf eine Kapazität von über 4000 Zuschauern erweitert - die SG hätte sogar mehr als zehntausend Karten verkaufen können.... Wer die Stimmung an der dänischen Grenze kennt, weiß was dies bedeutet...
Doch bange machen gilt nicht für die Zebras um Noka Serdarusic. Als heißester Anwärter auf die Meisterschaft und frischgebackener DHB-Pokalsieger kann man mit breiter Brust zum Hinspiel nach Flensburg fahren (Serdarusic: "Die Woche mit dem Pokalsieg hat sicher einen Schub gegeben"). Ein Unentschieden oder eine knappe Niederlage könnten dem THW eventuell schon reichen, seinen ersten internationalen Titel zu erringen, hat man doch am Mittwoch um 20.30 Uhr in der Kieler Ostseehalle im Rückspiel noch alle Chancen...
Bis Montag wurde noch einmal auf Kondition trainiert, danach nur noch an Technik und Taktik gearbeitet. Und obwohl für den THW-Trainer die deutsche Meisterschaft absolute Priorität hat, wird die Mannschaft alles tun, um den EHF-Pokal zu holen. "Das nächste Spiel ist eben immer das wichtigste".
Und mit dem möglichen Europapokalsieg könnte man den zweiten Schritt auf dem Weg zum Triple "DHB-Pokal, EHF-Pokal und Meisterschaft" machen...
THW-Manager Uwe Schwenker sieht's realistisch: "Außenseiter sind wir nicht, aber es sind zwei besondere Spiele, in denen alles passieren kann. Flensburg steht aber mehr unter Druck, weil es fast die einzige Chance ist, wieder in den Europapokal zu kommen."

Wie die beiden Teams ins Finale gekommen sind:

Runde    SG-BegegnungHinRück    THW-BegegnungHinRück
1/16 Finale:SG - HB Montpellier (Fra)28:2521:21THW - FC Porto (Por)35:2321:31
Achtelfinale:Pelister Bitola (Maz) - SG27:2421:31Dunaferr (Ung) - THW24:2321:26
Viertelfinale:CB de Vallodilod (Spa) - SG30:2826:32Iskra Kielce (Pol) - THW28:2726:31
Halbfinale:ZSKA Moskau (Rus) - SG24:3022:28THW - RK Split (Kro)29:2628:23

Wie sieht es in den Kadern vom THW Kiel und der SG Flensburg-Handewitt aus? Beim THW sind alle bis auf Thomas Knorr fit, der in den vergangenen Tagen wieder Probleme mit dem operierten Knie hatte und nur gebremst trainieren konnte. Bei der SG gibt's größere Personalprobleme: Kjendalen (Achillessehnenriß), Kaniowski (Kreuzbandriß) und Skerka (Knieprobleme) fallen definitiv aus, Jörgensen ist aber wieder fit.
Hinweis: Da die Redaktion selbstverständlich beim Spiel in Flensburg ist, ist mit einem ersten Update nicht vor 00.00 Uhr zu rechnen, ein kompletter Spielbericht wird ca. ab 01.00 Uhr veröffentlicht. Bitte entnehmen Sie bis dahin das Spielergebnis dem ARD/ZDF-Videotext Seite 200ff (Sportübersicht).
Das DSF überträgt live im TV ab 20.30 Uhr, RSH überträgt ab 20.30 Uhr wie immer live-Berichte via Radio vom Spiel.
Mehr Informationen zum Spiel gibt's unter Gegnerkader SG Flensburg-Handewitt, Gegnerdaten SG-Flensburg-Handewitt, EHF-Pokal-Finale, den beiden Bundesliga-Spielberichten (Hinspielbericht - Rückspielbericht) und der offiziellen SG Flensburg-Handewitt Homepage.


(17.04.98) Ihre Meinung im Fan-Forum? Zur Newsübersicht Zur Hauptseite

 

Sagen Sie uns ordentlich Ihre Meinung! Füllen Sie unseren Fragebogen aus und gewinnen Sie

Wir wollen noch interessanter, aktueller, attraktiver, kurzum: besser werden. Dafür benötigen wir Ihre Mithilfe: Wir haben ein kleinen Fragebogen vorbereitet, bei dem Sie Ihre Meinung über die THW Kiel-Internet-Seiten loswerden können. Und Ihre Mühe soll nicht umsonst sein: Es gibt attraktive Preise zu gewinnen. Der Abgabeschluß ist der 31. Mai 1998.
There's also an English version of the questionaire available!
Siehe Fragebogen.


(15.04.98) Ihre Meinung im Fan-Forum? Zur Newsübersicht Zur Hauptseite

 

CAP in Kiel zeigt beide Finalspiele THW-Flensburg auf Großbildschirm

Wer keine Karten mehr für die EHF-Pokal-Finalspiele THW Kiel gegen Flensburg bekommen hat, muß jetzt trotzdem nicht auf Stimmung verzichten: Das "CAP" stellt an beiden Spieltagen (18.04.98, 20.40 Uhr und 22.04.98, 20.30 Uhr) zwei Großbildschirme in seine Räume und zeigt in Zusammenarbeit mit dem DSF die Handball-TV-Übertragungen. Eintritt ist gratis, nach den Spielen ist jeweils eine Europapokalparty mit Discjockey geplant.
Mehr über das Spiel ab Freitag!
Siehe auch EHF-Pokal-Finale.


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Lemgo verliert in Wuppertal

Nachdem der THW in Wuppertal schon beide Punkte lassen mußte, war heute der THW-Titelkonkurrent TBV Lemgo an der Reihe: mit 26:22 verloren die Ostwestfalen bei Aufsteiger LTV/WSV Wuppertal. Damit hat der THW drei Minuspunkte weniger als Lemgo, allerdings hat Lemgo schon ein Spiel mehr absolviert (siehe Tabelle. Doch es scheint, daß auf dem Weg zur Meisterschaft für den THW nun alles nach Plan läuft (siehe Prognose).
Das Restprogrammspricht jedenfalls für die Zebras: der THW muß noch in Eisenach und Dormagen antreten und erwartet zu Hause noch Nettelstedt, Lemgo empfängt zu Hause noch Eisenach, muß am letzten Spieltag allerdings nach Nettelstedt...


(11.04.98) Ihre Meinung im Fan-Forum? Zur Newsübersicht Zur Hauptseite

 

Wallau gewinnt gegen Lemgo - THW kann wieder aus eigener Kraft Meister werden!

Die SG Wallau-Massenheim hat heute abend zu Hause in einer überhart geführten Partie den THW-Titelkonkurrenten TBV Lemgo mit 22:21 geschlagen. Damit kann der THW die Meisterschaft wieder aus eigener Kraft holen.
Siehe Tabelle, Prognose und Restprogramm der Meisterschaftskonkurrenten.


(08.04.98) Ihre Meinung im Fan-Forum? Zur Newsübersicht Zur Hauptseite

 

Beide EHF-Pokalspiele gegen Flensburg ausverkauft

THW-Manager Uwe Schwenker gab heute bekannt, daß beide EHF-Pokal-Finale restlos ausverkauft sind: "Wir hätten locker zehn- bis zwölftausend Tickets absetzen können!"
Für die Fans, die keine Karten mehr bekommen haben, gibt es immerhin einen kleinen Trost: Das DSF überträgt beide Partien live.
Siehe EHF-Pokal-Finale.


(08.04.98) Ihre Meinung im Fan-Forum? Zur Newsübersicht Zur Hauptseite

 

Vom Pokal-Rausch in den Feier-Marathon - und dann das Triple?

Nach dem Pokalerfolg in Hamburg kommt der THW aus dem Feiern gar nicht mehr heraus: Sonntag abend gab's im Velvet und Nachtcafe die versprochene Party mit Spielern und Fans - die Zebras kamen gar nicht ins Bett, stattdessen wurde ein Mittagessen im Sophienhof eingenommen, danach ging's ab ins "LA" und gestern um 18 Uhr hatte dann THW-Coach Noka Serdarusic seine Jungs ins kroatische Restaurant "Rijeka" eingeladen. Aber spätestens morgen um 16.00 Uhr sind die Feierlichkeiten und Ehrungen nach einem Kaffeetrinken mit OB Gansel beendet.
Dann geht's wieder los mit hartem Training, denn der THW will jetzt das Triple aus Pokalsieg, EHF-Pokal und Meisterschaft! "Wir sind dabei natürlich auf einen Ausrutscher von Lemgo angewiesen", so THW-Kapitän Wislander zu den KN, "aber ich hoffe, der Pokalsieg war nur eine wichtige Zwischenstation zur möglichen Meisterschaft. Auf jeden Fall haben wir in Hamburg ein Zeichen gesetzt: Wir sind wieder in der Lage, große Spiele zu gewinnen. Und die anderen haben gesehen: Der THW ist wieder da!"
Im morgigen Bundesliga-Spiel SG Wallau-Massenheim gegen TBV Lemgo (20.00 Uhr), das für den THW vorentscheidend sein kann, bangen die Hessen um den Einsatz von Nationalspieler Steffen Weber. Der TBV kann dagegen Kapitän Volker Zerbe, der in Hamburg noch fehlte, wieder einsetzen. Drücken wir also Wallau die Daumen, daß die zwei Punkte in der Walter-Köbel-Halle in Rüsselsheim bleiben, denn dann könnte der THW den Titel wieder aus eigener Kraft holen (siehe Prognose und Restprogramm Meisterschaftskonkurrenten).


(07.04.98) Ihre Meinung im Fan-Forum? Zur Newsübersicht Zur Hauptseite

 

Eisenach-Spiel am 26.04.98, 15.30 Uhr

Das Bundesliga-Spiel des THW beim ThSV Eisenach ist auf So., den 26.04.98, 15.30 Uhr, verschoben worden. Der ursprüngliche Termin, der 18.04.98, ist ja durch das Hinspiel im EHF-Pokal-Finale gegen Flensburg bereits verplant (Anpfiff ist 20.40 Uhr).
Siehe THW-Bundesliga-Spiele, Termine und EHF-Pokal-Finale.


(06.04.98) Ihre Meinung im Fan-Forum? Zur Newsübersicht Zur Hauptseite

 

Zweiter Aufsteiger steht fest: HSG Dutenhofen/Münchholzhausen

In der 2. Bundesliga Süd hat der Handball-Europapokalfinalist HSG Dutenhofen/Münchholzhausen nach einem 21:29 (11:14)-Auswärtserfolg bei EHV Aue am drittletzten Spieltag vorzeitig den Aufstieg in die Bundesliga geschafft. Damit stehen die Mittelhessen nach dem VfL Bad Schwartau als zweiter Neuling fest.


(06.04.98) Ihre Meinung im Fan-Forum? Zur Newsübersicht Zur Hauptseite

 

Heute ab 20.00 Uhr Party im Nachtcafe und Velvet

Die THW-Spieler laden heute abend ab 20.00 Uhr alle Fans ein, mit ihnen im Nachtcafe und Velvet in Kiel den Pokaltriumph zu feiern!


(05.04.98) Ihre Meinung im Fan-Forum? Zur Newsübersicht Zur Hauptseite

 

THW erstmals Deutscher Pokalsieger - Grandioser 15:30-Sieg über den TV Niederwürzbach

[Bild: Pitti mit dem DHB-Pokal 1998] Der THW Kiel wurde mit einer taktisch, kämpferisch und technisch exzellenten Leistung im DHB-Pokal-Finale gegen den TV Niederwürzbach erstmals in seiner Geschichte Deutscher Pokalsieger. Die Saarländer, die nie den Hauch einer Chance hatten, wurden von den Zebras mit 15:30 (6:11) förmlich deklassiert.
Die Zebras, heute in den komplett schwarzen Trikots, gingen höchst motiviert in die Partie, Goran Stojanovic, der heute wie alle anderen Kieler auch einen glänzenden Tag erwischt hatte, hielt sofort den ersten Torwurf der Niederwürzbacher, aber Schmidt scheiterte von Außen an TVN-Torhüter Lavrov. Beide Seiten begingen darauf technische Fehler und Niederwürzbach-Star Jovanovic machte das 1:0 aus dem Rückraum (4. Minute). Das war's dann schon mit dem TVN, das 1:0 sollte die einzige Führung für die Saarländer in der kompletten Partie bleiben.
THW-Kapitän Wislander, dem man heute in jeder Minute den absoluten Siegeswillen ansah, erzielte ebenfalls aus dem Rückraum das 1:1-Unentschieden (5.) und Scheffler läutete noch in derselben Minute mit dem 1:2 durch Tempogegenstoß das Debakel für den TVN ein.
Stojanovic und Lavrov hielten in Folge je zweimal (Perunicic hatte zu schwach geworfen), doch Knorr, der im Angriff anstelle von Petersen am Kreis eingesetzt wurde, war hellwach und erzielte im Nachwurf das 1:3 (9.).
Baur konnte noch einmal auf 2:3 durch eine schöne Einzelaktion verkürzen (12.), doch dann ging bei den Zebras die Post ab: nach zwei Treffern von Perunicic (eine unhaltbare Rückraumgranate) und Knorr (vom Kreis) stand es 2:5 (15.) und der TVN mußte nach einem unschönen Foul von Beilschmied an Perunicic in Unterzahl agieren. Zunächst konnte der THW keinen Vorteil aus der Überzahlsituation ziehen, doch Niederwürzbach wechselte etwas zu früh ein (18.) und nach der daraus resultierenden erneuten Zeitstrafe traf Perunicic zum 3:6 (20.).
[Bild: Der Pott ist unser!] Das Team von Jörn-Uwe Lommel agierte inzwischen total hilflos vor der agilen aber sicheren Beton-Abwehr des THW, die Folge war, daß die wenigen Verzweiflungswürfe der Niederwürzbacher von Stojanovic allesamt gehalten wurden.
Nachdem Scheffler (Tempogegenstoß) und Olsson (Einzelaktion) zum 3:8 trafen (22.), nahm Lommel eine Auszeit, die aber keine Besserung brachte. Stattdessen erhöhte der THW in der 29. Minute zum 5:11. Obwohl Jovanovic, der noch halbwegs die Form des gestrigen Spieles zeigte, noch einmal zum 6:11-Halbzeitstand verkürzte, schien die Entscheidung zugunsten des THW schon gefallen.
In der zweiten Halbzeit ging das Debakel für den TVN nahtlos weiter: 6:13 (32.), 8:15 (37.), 9:18 (42.), die Niederwürzbacher standen dem sich in einen Rausch spielenden THW völlig hiflos gegenüber. Fast schon brutal nutzte der THW jetzt die Fehler des Gegners: Lavrov reklamierte noch ein vermeintliche Aus der Kieler, da schlug schon ein Rückraumtreffer von Perunicic zum 11:20 (47.) in seinem Gehäuse ein, der Rest war dann für die Zebras nur noch reine Formsache...
11:22 (49.), 14:28 (56.), man konnte das Ergebnis kaum glauben, das man auf der Anzeigetafel ablesen durfte! Die letzten Minuten erlebten der THW und seine über 1000 mitgereisten Fans wie im Rausch, stehende Ovationen begleiteten jede Aktion der Zebras, z.B. einen Rückhandtreffer von Magnus Wislander zum 14:29 (57.). Alle THW-Spieler kamen noch einmal zu ihrem Einsatz und Thomas Knorr machte den Triumph perfekt, als er nach Anspiel von Henning Siemens per Kempa-Trick zum Endstand von sage und schreibe 15:30 für den THW traf. Das war der höchste Sieg aller Zeit in einem deutschen Pokal-Finale!
Thomas Knorr, zusammen mit Perunicic mit jeweils sechs Toren bester Schütze des THW, war es auch, der als erster das Podium für die Siegerehrung stürmte. Die Spieler und die Fans schienen vor Begeisterung überzuschäumen, erst Recht, als der frischgebackene Pokalsieger seine vorbereiteten T-Shirts überstreifte:
"THW Kiel - Deutscher Pokalsieger 1998 und ..." und auf der Rückseite: "Wir haben noch nicht ganz fertig..."
Übrigens hat der THW damit die Teilnahme in einem europäischen Wettbewerb im nächsten Jahr schon sicher..., doch der THW ist heiß auf das Triple: Deutsche Meisterschaft und der EHF-Pokal sind noch zu holen!
Sport 3 im NDR-Fernsehen berichtet heute ab 22.00 Uhr über das Spiel.

Stimmen zum Spiel:

TVN-Trainer Jörn-Uwe Lommel:
Man muß das schon ein bißchen mit Humor nehmen. Die Vorbereitung war gut, aber die Umsetzung auf dem Platz schlecht. Wie Rehhagel immer sagt: "Die Wahrheit liegt auf dem Platz". Das war eine Demontage für uns.
THW-Trainer Noka Serdarusic:
Ich weiß, daß im Finale jeder ein spannendes Spiel erwartet. Es tut mir leid, aber ich habe auch so ein schönes Spiel gesehen - von meiner Mannschaft.
TVN-Manager Rudi Hartz:
[In der zweiten Halbzeit während einer Auszeit zu seiner Mannschaft (50. Minute):]
... Kämpfen bis zum Umfallen! Wir verlieren mit 15 Toren! [Wie wahr...] ... Kämpfen jetzt, das ist eine Pflicht! Das ist eine Blamage was Ihr hier macht! Raus! Bis zum letzten! ...
THW-Manager Uwe Schwenker:
Wir waren von Beginn an mit großem Engagement dabei, Grundstein war unsere Super-Deckungsleistung. Wir haben dem TVN zu keinem Zeitpunkt eine Chance gelassen.
[Und jetzt der Meistertitel?] Ich gehe fest davon aus, daß Lemgo in Wallau, Nettelstedt oder Wuppertal verliert und wir Meister werden. Jetzt wollen wir alle drei Titel!
Thomas Knorr
[Haben sie damit gerechnt, das es so deutlich wird?] Auf keinen Fall, der TVN hat gestern eine Superleistung gegen den TBV Lemgo gezeigt, wir waren gestern relativ schwach, und wußten nicht genau, wie wir dastehen, aber heute, daß war die beste Saisonleistung. Und wir haben verdient so hoch gewonnen würde ich sagen.
[Das war das 4. Spiel diese Woche, woher nehmen Sie die Kraft?] Ach wieso, Spielen macht mehr Spaß als Trainieren, von mir aus können wir jeden Tag spielen, wenn man sich nicht verlettzt geht das.
[Jetzt mehr Optimismus für die Meisterschaft?] Jetzt haben wir einen Titel geholt, zwei können wir noch holen, jetzt glaube ich, das wir's auch packen...
Wolfgang Schwenke
Wir haben heute Handball nicht gespielt sondern geschwebt. Niederwürzbach war gegen uns hilflos. Es war ein faires aber körperbetontes Spiel, wir haben ihnen den Schneid abgekauft und das Publikum ist auch super mitgegangen.

Finale: 05.04.98, So., 15.00: TV Niederwürzbach - THW Kiel: 14:30 (6:11) (in Hamburg)

TV Niederwürzbach:
Lavrov, Rocksien (n.e.); Schaaf (2), Haller, Beilschmied, Dittert, Schwarzer (5), Olavson, Rothenpieler (2), Baur (2), Hartz, Jovanovic (4/1); Trainer: Lommel
THW:
Stojanovic (1.-54.), Krieter (54.-60.); Wislander (3), Siemens (2), Schwenke (2), Menzel (2), Perunicic (6/2), Petersen (1), Knorr (6), Schmidt (2), Scheffler (3), Olsson (4); Trainer: Serdarusic
Schiedsrichter:
Lienhop (Ahnatal) / Meuler (Grebenstein)
Zeitstrafen:
Niederwürzbach: 3 (Beilschmied, Dittert, Jovanovic);
THW: 1 (Schwenke)
Siebenmeter:
Niederwürzbach: 2/1 (Baur wirft vorbei);
THW: 2/2
Spielfilm:
1. Hz.: 1:0, 1:3, 2:3, 2:5, 3:5, 3:9, 5:9, 5:11, 6:11;
2. Hz.: 6:13, 7:13, 7:17, 8:14, 8:15, 9:15, 9:18, 10:18, 10:19, 11:19, 11:22, 12:22, 12:13, 13:23, 13:24, 14:24, 14:29, 15:29, 15:30
Zuschauer:
4200 (ausverkauft) (Alsterdorfer Sporthalle, Hamburg)

Siehe DHB-Pokal, Finale.
Siehe auch Gegnerkader TV Niederwürzbach, Gegnerdaten TV Niederwürzbach und Homepage TV Niederwürzbach.


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Hameln bekommt Punkte nicht zurück

Das Bundesgericht des DHB hat am Freitag abend den Abzug von vier Punkten gegen die SG Hameln bestätigt. Hameln hatte in den Spielen gegen Essen und Gummersbach den in Island dopingesperrten Funir Johansson eingesetzt. Darauf hatte der DHB der SG die Punkte abgesprochen und die Spiele mit 0:2 Punkten und 0:0 Toren für die Gegner gewertet. In erster Instanz gab das DHB-Bundessportegricht der SG die Punkte zurück, dagegen legte der DHB Berufung ein. Die SG Hameln droht nun im Falle des Abstiegs mit einer "Millionen"klage gegen den DHB.
Siehe Tabelle.


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THW nach 28:24-Sieg gegen Schutterwald im Finale - Niederwürzbach schmeißt Lemgo raus

Der THW hat heute nachmittag in Hamburg durch einen 28:24-(13:14)-Sieg gegen den Zweitligisten TuS Schutterwald das DHB-Pokal-Finale erreicht. Dabei brauchten die Zebras 30 Minuten um zu halbwegs akzetabler Form zu finden. In der zweiten Halbzeit machte der spielerisch gute TuS zu viele Fehler und die größere Routine und Konsequenz des THW brachte den Ausschlag.
Gegner im Finale ist morgen, 15.30 Uhr, der TV Niederwürzbach, der in einem hochklassigen Match die deutlich spielerisch bessere Mannschaft war und mit einer geschlossen exzellenten Mannschaftsleistung den leichten Favoriten TBV Lemgo mit 26:30 (13:13) aus der DHB-Pokal-Finalrunde beförderte. Beste Torschützen des TVN waren Jovanovic (8/1), Rothenpieler (8), Schwarzer (6) (siehe auch Spielstatistik TVN - TBV), auf diese Spieler gilt es morgen im Finale besonders aufzupassen. Einen 30 Minuten-Bericht des Spiels gibt's morgen ab 15.30 Uhr im ZDF. Hinweis: Da die Redaktion natürlich in Hamburg ist, ist mit einem Update nicht vor 19.00 Uhr zu rechnen! Entnehmen Sie bitte bis dahin das Ergebnis dem ARD/ZDF-Videotext Seite 200ff (Sportübersicht).
Doch zurück zum Spiel des THW gegen den TuS Schutterwald: Der THW begann pomadig gegen die sehr offensiv eingestellte Deckung der Nord-Schwarzwälder, der TuS legte bis zum 5:6 (13.) ständig vor, in der 19. Minute ging der THW zwar erstmals in Führung (8:7), doch Unkonzentriertheit auf Kieler Seite und der Schutterwalder Rückraum mit einem Martin Reuter, der alleine in der ersten Halbzeit 7 blitzsaubere Treffer erzielte, ließen die roten Teufel aus der Ortenau erneut vorlegen: 9:10 (24.), 10:11 (25,), 11:12 (28.), 12:13 (29.): Torschütze jeweils Martin Reuter, den die THW-Deckung nicht angriff, sondern ignorierte.
Mit 13:14 ging man in die Kabine, doch nach der Pause agierte der THW konzentrierter, und bei Schutterwald schlichen sich im Gegensatz dazu immer mehr technische Fehler ein, bedingt unter anderem dadurch, daß die THW-Deckung nun viel konsequenter zu Werke ging. Nach dem 16:14 (35.), 19:16 (40.) und 22:18 (45.) verschwanden bei den mitgereisten Fans die Sorgen, der THW könnte eventuell ein Fiasko erleben. In den letzten Minuten hielt der THW dann die Schutterwälder souverän auf Distanz und erreichte mit minimalen Aufwand das Finale. An dem 28:24-Sieg des THW konnte auch eine offene Manndeckung des TuS in den letzten eineinhalb Minuten nichts mehr ändern.
Fazit: Nicht schön, aber erfolgreich gespielt. Um morgen gegen Niederwürzbach bestehen zu können, bedarf es jedoch einer erheblichen Steigerung.
Beim THW waren Perunicic und Olsson mit je sechs Treffern die erfolgreichsten Schützen. Alle anderen THW-Spieler wurden eingesetzt, alle eingesetzter Feldspieler trugen sich in die Torschützenliste ein. Auf Schutterwälder Seite überragte der Rückraumspieler Martin Reuter, der elf Tore(!) erzielte und der russische Regisseur Kalarash.

Stimmen zu den beiden Halbfinals:

Martin Reuter, bester Torschütze des TuS Schutterwald mit 11 Toren:
Wir haben ja zur Halbzeit geführt mit einem Tor, dann in der 2. Halbzeit, gerade am Anfang der 2. Halbzeit, haben wir es nicht geschafft, die Chancen zu nutzen, dann sind sie weggezogen, und wir mußten überhastet abschliessen, dann haben sie halt hinten dringestanden mit einem sehr guten Block. Wir haben dann mit vier Toren verloren, am Ende zurecht.
Wir sind sowieso hierher gefahren und haben gesagt: "Wir haben zwar keine Chance, aber die nutzen wir" wir wollten gegen Kiel gewinnen, das es nicht geklappt hat ist sehr schade, aber trotzdem war es ein tolles Erlebnis.
[Grund der Niederlage: Physis oder mentale Sperre?] Mentale Sperre denke ich nicht, wir haben halt die Chancen nicht genutzt, wenn wir die reinmachen, ist's länger knapp, Kiel wäre nervöser geworden.
THW-Trainer Noka Serdarusic:
[Hatten sie das erwartet, daß es so eng zu geht?] Was heißt "so eng", ich habe schon gewußt, daß Schutterwald nicht nach Hamburg gefahren ist, um gegen den THW zu verlieren, sondern daß sie alles geben würden. Daß sie in der Mannschaft einige gute Leute haben, das wußte ich schon vorher, wir haben vor ein/zwei Jahren schon mal gegen fast die gleiche Schutterwalder Mannschaft gespielt und hatten noch mehr Schwierigkeiten als heute, deshalb wußte ich, daß es nicht leicht wird.
[1. Halbzeit mit angezogener Handbremse?] Ich weiß es nicht, ob das "angezogene Handbremse" war, ich wollte in jedem Fall meine Mannschaft vor dem Spiel motivieren, weil ich wusste, wie schwer das sein kann, aber ich denke mir, man hat im ersten Spiel gesehen, daß die Lemgoer Spieler viel langsamer waren als die Niederwürzbacher, die Lemgoer waren auf dem Parkett genauso langsam wie der THW, wir haben vor ein paar Tagen gegeneinander gespielt, 31:30 verloren, das hat uns einige Kraft gekostet, Lemgo davor auch gegen Barcelona, wir gegen Split, und mußten alles geben um in Split zu gewinnen. Das war deutlich, daß Niederwürzbach heute die frischeste Mannschaft war und den besten Handball gespielt hat.
Niederwürzbach Trainer Jörn-Uwe Lommel:
Es war von vorne herein klar, daß wir auf Kraft spielen mußten. [Lemgo:] Ausgeruht [Lemgo, d.Red.] weiß ich nicht, wie's ausgegangen wäre, aber das war halt die Gunst der Stunde, und wir haben sie genutzt. Auschlaggebend waren die Abwehrabrbeit, die schnellen Tempogegenstöße, die Entschlossenheit von z.B. Jovanovic und Rothenpieler und das Fehlen von Volker Zerbe. Lemgo hat auf einem sehr hohen Level gespielt gegen Barcelona und vor allem gegen Kiel letzten Mittwoch, es ist fast unmöglich, daß eine Mannschaft diese Niveau halten kann und wir haben quasi nur darauf gewartet, daß Lemgo die Kräfte ausgehen.
[Zum THW:] Beide Mannschaften kennen sich sehr gut. Die erste Halbzeit des THW war sicherlich nur zum Warmspielen, aber Kiel hat jederzeit das Spiel beherrscht, sie müssen halt morgen sicherlich ein bißchen drauflegen.
THW-Trainer Noka Serdarusic:
Wir kennen uns schon sehr gut. Daß Niederwürzbach nochmal was draufzulegen hat, ist mir auch klar, aber ich hoffe, daß wir morgen ein bißchen schneller und pfiffiger Handball spielen und daß es morgen ein schönes Spiel wird. [Zur Finalrunde in Hamburg und zum TVN:] Das ist absolut das Beste, was Handball zu bieten hat, nicht nur in Deutschland sondern auch in Europa. Wenn man sieht: Rückraum mit Schaaf, dann Lawrow, Jovanovic in der Mitte, und dann darf man Dittert und Schwarzer nicht vergessen. Dazu dann noch meine Mannschaft und Lemgo, sowas sieht man nichtmal bei Europameisterschaften.

Halbfinale: 04.04.98, Sa., 15.30: THW Kiel - TuS Schutterwald: 28:24 (13:14) (in Hamburg)

THW:
Stojanovic (1.-24., 31.-60.), Krieter (25.-30.); Wislander (2), Siemens (2), Schwenke (1), Menzel (2), Perunicic (6), Petersen (3), Knorr (3), Schmidt (1), Scheffler (2), Olsson (6); Trainer: Serdarusic
TuS Schutterwald:
Fries, Kieffer; Engel (3), Bender, Roggisch, Kempf, Bohn (1), Stahl, Szczucki (1), Kalarash (5), Reuter (11), Berlinger, Schillng (3/3), Schmidt, Wiedemann; Trainer: Heuberger
Schiedsrichter:
Gremmel / Gremmel (Söhlde)
Zeitstrafen:
THW: 3 (zweimal Scheffler, Petersen);
Schutterwald: 4 (Engel, Bohn, Szczucki, Reuter)
Siebenmeter:
THW: 2/0 (Knorr wirft vorbei, Schwenke scheitert an Kieffer);
Schutterwald: 4/3 (Schilling scheitert an Stojanovic)
Spielfilm:
1. Hz.: 0:2, 1:2, 1:3, 2:3, 2:4, 4:4, 4:5, 5:5, 5:6, 7:6, 7:7, 8:7, 8:9, 9:9, 0:10, 10:10, 10:11, 11:11, 11:12, 12:12, 12:13, 13:13, 13:14;
2. Hz.: 16:14, 16:15, 17:15, 17:16, 19:16, 19:17, 20:17, 20:18, 22:18, 22:19, 24:19, 24:20, 26:20, 26:21, 27:21, 27:24, 28:24
Zuschauer:
4200 (ausverkauft) (Alsterdorfer Sporthalle, Hamburg)

Weitere Begegnungen unter DHB-Pokal, Halbfinale.
Siehe auch Gegnerkader TuS Schutterwald, Gegnerdaten TuS Schutterwald und den Homepages von TuS Schutterwald, TBV Lemgo und TV Niederwürzbach.

Spielstatistik TV Niederwürzbach - TBV Lemgo:

TV Niederwürzbach - TBV Lemgo: 29:26 (13:13):
Tore:
TVN: Jovanovic (8/1), Rothenpieler (8), Schwarzer (6), Dittert (4), Haller (1), Baur (1), Beilschmied (1)
TBV: Baumgartner (6/2), Stephan (6/1), Ganschow (5), Marosi (3/2), Siniak (2), Larsson (2), Schürmann (2)


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Vorschau auf die DHB-Pokal-Finalrunde

Morgen trifft der THW im DHB-Pokal-Halbfinale in Hamburg auf den z.Zt. Zweiten der 2. Bundesliga Süd, den TuS Schutterwald. Die Ausgangslage ist klar, jeder erwartet vom THW ein Weiterkommen, alles andere wäre für die Kieler eine große Enttäuschung. Im Gegnerkader vom TuS ragen z.Zt. vielleicht zwei Spieler hervor: Michael Schilling (RA), mit 153/77 Toren auf Platz 9 der Torschützenliste der 2. Bundeliga Süd, und der russische Mittelaufbauspieler Wladislaw Kalarash (136/3, 15.), der den Abgang von Magnus Andersson kompensieren sollte. Bekannt ist den THW-Fans sicherlich noch Torhüter Hans-Peter Fries, seit 1983 bei den roten Teufeln der Ortenau und Trainer Martin Heuberger, früher Kreisläufer des TuS.
Der Anpfiff des Spiels ist um 15.30 Uhr, vorab spielen im anderen Halbfinale um 13.45 Uhr der TBV Lemgo und der TV Niederwürzbach den ersten Finalteilnehmer aus.
Die dritten Programme übertragen 90 Minuten aus beiden Halbfinalen, ein 30-Minuten-Bericht vom das Finale, So., 05.04.98, 15.00 Uhr, wird vom ZDF gesendet.

Stimmen vor den Spielen:

Klaus Ritter, TuS Schutterwald:
Die Konzentration auf den Pokal hat uns einige Punkte in der zweiten Liga gekostet. Aber es hat sich gelohnt. Wir kommen als Außenseiter und freuen uns riesig auf das Erlebnis Hamburg. Wird sind auf unser Ausscheiden gegen den THWund eine heiße Samstag-Nacht vorbereitet.
Rudi Hartz, TV Niederwürzbach:
Es ist der Höhepunkt der Saison. Wir wollen in die Phalanx Kiel-Lemgo einbrechen. Schn die Endspielteilnahme könnte für uns die Eintrittskarte in den internationalen Wettbewerb bedeuten, wenn Kiel Meister wird.
Jörg Pohlmann, TBV Lemgo:
Wir bringen den Cup im Bus mit und wollen ihn auch auf der Rückfahrt dabeihaben.
Nach Barcelona im Europapokal und THW in der Meisterschaft konzentrieren wird uns nun ganz auf den Pokal. Niederwürzbach ist natürlich ein schweres Los. Aber wir sind in Hamburg noch ungeschlagen. Fünf Spiele, fünf Siege. Zwei Pokalendrunden und den Supercup gewonnen. Ich hätte nichts dagegen, wenn wir die Serie ausbauen könnten.

Hinweis: Da die Redaktion natürlich in Hamburg ist, ist mit einem Update jeweils nicht vor 19.00 Uhr zu rechnen! Entnehmen Sie bitte bis dahin die Ergebnisse dem ARD/ZDF-Videotext Seite 200ff (Sportübersicht).
Mehr Informationen zum Spiel gibt's unter Gegnerkader TuS Schutterwald, Gegnerdaten TuS Schutterwald, DHB-Pokal-Finalrunde und den Homepages von Schutterwald, Lemgo und Niederwürzbach.


(03.04.98) Ihre Meinung im Fan-Forum? Zur Newsübersicht Zur Hauptseite

 

Beide EHF-Pokal-Finalspiele live im DSF!

Das DSF wird beide EHF-Pokal-Finalspiele des THW gegen die SG Flensburg-Handewitt live übertragen:
Das Hinspiel ist am 18.04.98, 20.40 Uhr, das Rückspiel am 22.04.98, 20.30 Uhr.
Siehe EHF-Pokal, Finale.


(02.04.98) Ihre Meinung im Fan-Forum? Zur Newsübersicht Zur Hauptseite

 

12 Karten für die Pokalendrunde erhältlich!

Der THW-Gegner im DHB-Pokal-Halbfinale, der TuS Schutterwald, hat kurzfristig noch 12 Eintrittskarten für die Finalrunde am kommenden Wochenende in Hamburg abzugeben.
Die Karten sind telefonisch erhältlich nur am Do., den 02.04.98, zwischen 19.00 und 20.00 Uhr unter der Rufnummer 0781/59100.
Siehe DHB-Pokal, Finalrunde.


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EHF-Pokal-Finaltermine stehen fest

Nachdem die Auslosung des Heimrechts für das EHF-Pokal-Finale ergab, daß der THW zunächst auswärts bei der SG Flensburg-Handewitt antreten muß, sind hier nun die genauen Termine der beiden Spiele:
Das Hinspiel findet am Sa., den 18.04.98, um 20.40 Uhr in Flensburg statt, das Rückspiel am Mi., den 22.04.98, um 20.30 Uhr in Kiel. Der Verkauf für das Spiel in Flensburg läuft, der Verkauf für das Spiel in Kiel beginnt am Montag, den 06.04.98.
Siehe EHF-Pokal-Finale und Termine.
Siehe auch die offizielle SG Flensburg-Handewitt Homepage.


(01.04.98) Ihre Meinung im Fan-Forum? Zur Newsübersicht Zur Hauptseite

 

Meisterschaft bleibt offen: THW unterliegt in Lemgo knapp mit 31:30

Schade, für den THW hat es heute abend in Lemgo nicht ganz gereicht: Dabei hatte die "Woche der Wahrheit" für den THW mit dem Erreichen des EHF-Pokal-Finale so schön angefangen und in den ersten dreißig Minuten des heutigen Bundesligaspiels schien es so günstig für die Zebras weiterzulaufen: 11:14 stand es zur Halbzeit für die Kieler, doch nachdem man unerklärlicherweise in den ersten fünfzehn Minuten der 2. Halbzeit total einbrach, mußte man am Ende eine knappe 31:30-Niederlage einstecken. Somit bleibt die Bundesliga wohl bis zum letzten Spieltag spannend... (Siehe auch Prognose)
Vor 3625 Zuschauern in der ausverkauften Lipperlandhalle startete der THW grandios: in der 4. Minute hatten sich die Zebras mit 1:4 schon ein wenig abgesetzt, nach zehn Minuten führte man immerhin noch mit 4:6. Bis dahin hatten zwei Spieler des THW überragt: Perunicic hatte zu diesem frühen Zeitpunkt schon viermal getroffen(!) und der überragende Torhüter Stojanovic hatte den Lemgoern, die ohne ihren Mannschaftskapitän Volker Zerbe antreten mußten, schon zwei Siebenmeter abgeknöpft (gehalten gegen Stephan und Sinjak); der THW legte dann durch Kapitän Magnus Wislander noch ein Tor zum 4:7 (13.) drauf.
Beim 5:8 kam der THW in eine kritische Situation, als die Zebras durch Zeitstrafen gegen Scheffler und Petersen eine doppelte Unterzahl hinnehmen mußte: Prompt verkürzte Lemgo auf 7:8, doch der THW zeigte sich weiter souverän und erhöhte noch in Unterzahl sofort wieder. In der ca. 23. Minute stand es 8:11 für den Tabellenführer.
Nachdem beide Trainer ihre Auszeit genommen hatte (die zweite in der 28. Minute) führte der THW immer noch mit 8:10. Zum Halbzeitpfiff sah es weiter sehr gut aus auf dem Weg zur Meisterschaft: 11:14 stand es beim Gang in die Kabine, dabei hatte der THW bis dahin eine wirklich souveräne und meisterliche Partie gespielt. Auf Lemgoer Seite hatte bis dahin der Schweizer Nationalspieler Marc Baumgarter überzeugen können (sechs Treffer bis zur 30. Minute), der deutsche Nationalmannschaftsstar Daniel Stephan ging unter und hatte bis zur Pause kein Tor erzielen können.
Nach der Pause war Lemgo dann leider aufgewacht: das erste Tor von Stephan und zwei Tore von Bezdicek läuteten die Aufholjagd der Ostwestfalen ein, während die Zebras unkonzentriert agierten und zudem noch mit einer Zeitstrafenflut der schwachen Unparteiischen Lemme / Ullrich (Magdeburg) zu kämpfen hatten: In der 34. Minute konnte der TBV nach zwei Toren von Ganschow erstmals ausgleichen: 16:16 stand es und das Spiel kippte. Nach dem 17:16 von Lemgo und Ballverlust von Olsson erhöhte der TBV sogar auf 19:16 (39.), bitter für den THW, der die erste Halbzeit so klar dominiert hatte...
Und es kam noch schlimmer: die Mannschaft von Serdarusic brach förmlich zusammen, leistete sich plötzlich Fehler um Fehler und stand in der Abwehr, dem Prunkstück des THW, überhaupt nicht mehr sicher: 21:16 war das niederschmetternde Ergebnis in der 39. Minute. In der 46. sah es für die Kieler nicht viel besser aus: Bezdicek markierte das 21:15 und der TBV Lemgo, der schon seit fast zwei Jahren zu Hause nicht mehr verloren hat, schien seine Serie nicht beenden lassen zu wollen.
Doch der THW steckte nicht auf: nach dem 27:21 (49.) und einer erneuten Auszeit hatte der THW in der 55. Minute noch einmal auf 29:27 aufgeschlossen, eineinhalb Minuten vor Abpfiff stand es 30:28 und Mike Bezdiczek schien mit seinem 31:29-Treffer alles klar zu machen. Doch der THW setzte mit mit offener Manndeckung noch einmal alles auf eine Karte alles und Thomas Knorr, der mit sieben Treffern überragender Spieler der 2. Halbzeit war, traf acht Sekunden vor Schluß zum 31:30 - zu spät, Lemgo rettete den Sieg mit Hilfe der unsicheren Schiedsrichter und der größeren Routine. Durch diese knappe Niederlage bleibt die Meisterschaft weiter spannend, der THW hat zwar einen Pluspunkt mehr als Lemgo (siehe Tabelle, aber Lemgo hat noch ein Spiel mehr als der THW zu bestreiten - siehe auch das Restprogramm der Meisterschaftskonkurrenten.

Stimmen zum Spiel:

Gegner-Trainer Schewzow:
Wir haben heute keine Vorentscheidung gesehen.
THW-Trainer Noka Serdarusic:
Wir waren selber schuld, daß Lemgo Flügel bekommen hat. Zwei, drei Leute haben dummer Fehler begangen, daß hat die Moral der anderen in den Keller gezogen.

26. Spieltag: 01.04.98, Mi., 19.30: TBV Lemgo - THW Kiel: 31:30 (11:14)

Lemgo:
Grosser, F. Holpert; Bezdicek (3), Schürmann (1), Stephan (3), Tempelmeier (5), Marosi (2/2), Ganschow (2), Siniak (2), Larsson (5), Lause, Baumgartner (8); Trainer: Schewzow
THW:
Stojanovic, Krieter; Wislander (5), Siemens (2), Schwenke (1), Menzel (1), Perunicic (5/1), Petersen (3), Knorr (7/2), Schmidt (2), Scheffler (1), Olsson (3); Trainer: Serdarusic
Schiedsrichter:
Lemme / Ullrich (Magdeburg)
Zeitstrafen:
Lemgo: 4 (zweimal Bezdiczek, Larrson, Marosi);
THW: 6 (zweimal Olsson, zweimal Petersen, Scheffler, Schmidt)
Siebenmeter:
Lemgo: 5/2 (Stojanovic hält gegen Stephan, Sinjak und Marosi);
THW: 4/3 (Perunicic an die Latte)
Spielfilm:
1. Hz.: 0:2, 1:2, 1:4, 2:5, 4:6, 4:7, 5:8, 7:8, 7:11, 10:11, 10:13, 11:13, 11:14;
2. Hz.: 13:14, 13:15, 16:15, 16:16, 21:16, 21:17, 23:19, 25:19, 27:21, 29:27, 28:22, 28:25, 29:27, 30:27, 30:28, 31:28, 31:30
Zuschauer:
3625 (ausverkauft) (Lipperlandhalle, Lemgo)

Siehe Bundesligakurve und Bundesligatabelle.
Siehe auch Gegnerkader TBV Lemgo, Gegnerdaten TBV Lemgo, Hinspielbericht und Homepage TBV Lemgo.


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Kann der THW seine Superleistung gegen Split in Lemgo wiederholen?

Heute um 19.30 Uhr tritt der THW in Lemgo zum Spitzenspiel des 26. Spieltags an. Kann der THW seine hervorragende Form aus dem Split-Spiel in Halle am Lüttfeld herüberretten? "Der Einzug ins Finale war zweifellos ein Schub nach vorn", so THW-Coach Serdarusic zur KN. Nün müsse man auch die letzten drei Spiele der "Woche der Wahrheit" (Lemgo und evtl. zwei Pokalspiele) gut überstehen. "Dafür müssen wir alles geben. Es sind die wichtigsten Tage in der Vereinsgeschichte. Wenn das jeder in der Mannschaft kapiert, können wir am kommenden Montag schon eine kleine Feier veranstalten, vielleicht auch eine größere."
Über Lemgo (siehe auch Gegnerdaten TBV Lemgo und Gegnerkader TBV Lemgo) braucht man keine großen Worte mehr verlieren. Daß die Mannschaft in Form ist, hat sie trotz des Ausscheidens beim 34:32 gegen die wohl beste Mannschaft der Welt, den FC Barcelona, demonstriert - und in eigener Halle hat man in dieser Saison in der Bundesliga noch keinen Punkt abgegeben. Zur Zeit ist der Einsatz von Mannschaftskapitän Volker Zerbe bei Lemgo übrigens sehr fraglich. Er hatte sich im Champions League-Halbfinale in Barcelona verletzt.
Das Bundesliga-Hinspiel hat der THW klar mit 26:22 gewonnen, doch in Lemgo konnte man bei den letzten vier Auftritten keinen Blumentopf gewinnen...
Sollte der THW in Lemgo aber diese Saison gewinnen können, so wäre möglicherweise eine kleine Vorentscheidung gefallen, wenn man sich das Restprogramm der Titelkonkurrenten ansieht. Sollte man aber unterlegen, so wäre wohl weiterhin alles offen (siehe Prognose).
RSH überträgt ab 19.30 wie immer live, auch NDR 2 und Welle Nord wollen Berichte bringen.
Mehr Informationen zum Spiel gibt's unter Gegnerkader TBV Lemgo, Gegnerdaten TBV Lemgo, THW-Bundesligakurve, dem Hinspielbericht und der TBV Lemgo Homepage.


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