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Nachrichten im Monat 02/2000:


Neu: Fotos von Perunicic und Petersen

Ab sofort sind auch umfangreiche Galerien von Nenad Perunicic und Klaus-Dieter Petersen abrufbar.
Außerdem wurden die Galerien von Jacobsen, Olsson, Wislander und Lövgren erweitert.

Für die Benutzer, die Probleme mit unserem interaktiven Java-3D-Panorama haben, gibt es nun auch eine Apple Quicktime-Variante.


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THW im CL-Halbfinale gegen Badel Zagreb (CRO)

Der Wunsch von THW-Manager Uwe Schwenker hat sich erfüllt: Der THW trifft im Champions League-Halbfinale auf Badel Zagreb (CRO), das ergab heute die Auslosung bei der EHF in Wien. Weniger gewünscht ist sicherlich die Tatsache, daß der THW im Hinspiel Heimrecht hat. Spieltermine sind der 18./19. und 25./26. März. Die Zebras müssen erneut in die Alsterdorfer Sporthalle in Hamburg ausweichen, für das Hinspiel kommt momentan nur der 19. März in Betracht, da der Profi-Boxer Vladimir Klitschko am Vortag die Halle belegt.
Der einzige Unterschied des diesjährigen Semi-Finals zu den Paarungen im Vorjahr besteht damit in der Tatsache, daß diesmal der THW gegen Badel Zagreb antreten muß. Letztes Jahr war Portland San Antonio der Gegner der Kroaten. Im zweiten Halbfinale treffen - wie schon im Vorjahr - der FC Barcelona und Celje Pivovarna Lasko aufeinander.

Badel Zagreb, neunmal kroatischer Meister in Folge, stand in den 90ern siebenmal im Finale des Landesmeister-Wettbewerbs. 1992 und 1993 gelang der Sprung auf Europas Thron, 1994 mußte man sich Bidasoa Irun (ESP) geschlagen geben. In den letzten drei Spielzeiten erreichte Zagreb jedesmal das Endspiel der Champions League, scheiterte aber auch jedesmal an der "Übermannschaft" FC Barcelona.
"Badel kommt uns ganz gelegen. Die kennen wir am besten. Da haben wir noch eine alte Rechnung offen", meinte Uwe Schwenker nach der Auslosung. Im Champions League Halbfinale der Saison 1996/97 konnte der THW im Hinspiel in der Alsterdorfer Sporthalle nur ein 23:23-Unentschieden erreichen. Dieses Ergebnis reichte leider nicht zum Weiterkommen, denn in Zagreb verlor der THW trotz grandiosem Kampf knapp mit 23:25. Im "Dom Sportava" von Zagreb werden 10000 fanatischen Fans die Zebras erwarten: "Wir haben in dieser Atmosphäre auch bei der EM gespielt. Bei diesen verrückten Kroaten ist es nicht einfach zu bestehen", urteilte der schwedische Europameister Magnus Wislander.
Ist es ein Nachteil, erneut in Hamburg spielen zu müssen? "Obwohl die Stimmung für uns in Hamburg nicht schlecht ist, ist es kein richtiges Heimspiel", meint Serdarusic. "In der eigenen Wohnung fühlt man sich doch am wohlsten." Als ehemaliger Kroate weiß Noka natürlich genau, wie stark Badel Zagreb ist: "Das ist ein Spitzenteam", denn mit Kelentric, Basic, Jovic, Bilic, Dzomba, Valcic und Saracevic stehen sieben Spieler im Badel-Team, die auch für den Olympiasieger Kroatien bei der Europameisterschaft im eigenen Land spielten. Trainiert wird Badel zudem vom kroatischen Nationaltrainer Zovko. "Dazu kommen noch die Russen Kulintschenko und Andrej Lawrow [früher Torwart beim TV Niederwürzbach]", warnt Serdarusic.

Im EHF-Pokal-Halbfinale muß die SG Flensburg-Handewitt zunächst bei ABC Braga (POR) antreten. Der TV Großwallstadt hat im City-Cup-Halbfinal-Hinspiel Heimrecht gegen Pfadi Winterthur (SUI).


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Sie haben entschieden: Max Wislander ist der THW-Spieler des Jahrhunderts!

[Bild: Magnus Wislander] Sie haben entschieden: Für Sie ist Max Wislander (Foto) der "THW-Spieler des Jahrhunderts". Mit einer deutlichen Mehrheit von 65,1 Prozent - 195 Stimmen - liegt er mit deutlichem Abstand auf Platz eins. Wenn man seine Erfolge - mit dem THW und auch mit der schwedischen Nationalmannschaft betrachtet - kann man Ihre Entscheidung gut verstehen. Ob der THW in den 90ern seine fünf Meistertitel ohne unseren Max eingefahren hätte, wird unter den meisten Fans mehr als bezweifelt.
Auf Platz zwei kam das Kieler Handball-Idol Hein Dahlinger. 22 Internet-Benutzer, das waren 11,3 Prozent, stimmten für den fünffachen deutschen Meister. Ihm folgte dichtauf Uwe Schwenker mit 15 Stimmen (7,7 Prozent) - er hält mit 1224/357 Toren in 295 Spielen immer noch den THW-Bundesliga-Torrekord.
Daniel Stephan und Matthias Hahn konnten wir leider nicht in die Abstimmung mit aufnehmen... ;)

Und hier das komplette Ergebnis:

Magnus Wislander 127 65,1%
Hein Dahlinger 22 11,3%
Uwe Schwenker 15 7,7%
Michael Krieter 5 2,6%
Nikolaj Jacobsen 5 2,6%
Horst Wiemann 4 2,1%
Marek Panas 3 1,5%
Holger Oertel 3 1,5%
Staffan Olsson 2 1,0%
Dierk Berner 1 0,5%
Nenad Perunicic 1 0,5%
Fritz Westerheider 1 0,5%
Fynn Holpert 1 0,5%
Thomas Knorr 1 0,5%


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Sechs THW-Spieler in National-Team-Aufgebote berufen

Sechs THW-Spieler sind Anfang März für ihre Nationalmannschaften aktiv. Nationalmannschaftskapitän Klaus-Dieter Petersen (246 Spiele, 230 Tore) nimmt natürlich am Lehrgang vom 6. bis 12. März in Rotenburg/Fulda teil. Abgerundet wird die Maßnahme durch zwei Testspiele gegen Jugoslawien (Fr., 10.03., 19.30, in Dessau; So., 12.03., 17.00, in Rotenburg). Bei diesen Testspielen ist höchstwahrscheinlich auch Nenad Perunicic auf jugoslawischer Seite aktiv.
Auch die Skandinavier nutzen die Zeit für Testspiele: Unsere Schweden Max Wislander (311 Einsätze, 951 Tore), Staffan Olsson (294/714) und Stefan Lövgren (166/634) sind vom Tre-Kronor-Trainer Bengt Johansson zu Testspielen gegen Island (9.3. und 10.3.) gebeten worden. Mit dabei ist auch der zukünftige THW-Spieler Jonas Ernelind (30/80).
Im dänischen Aufgebot für den Adidas Interpost-Cup in Norwegen (9.-11.3.) ist natürlich Nikolaj Jacobsen, mit 483 Toren in 119 Einsätzen der dienstälteste dänische Spieler.


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THW-Rundreise nach Frankfurt und Eisenach beginnt

Der THW startet Mittwoch morgen seine Rundreise durch Deutschland. Mit dem Flieger geht's zum Gastspiel in Frankfurt, dort trifft man um 20.00 Uhr auf die SG W.M. Frankfurt. Nach dem Spiel geht es dann nicht zurück nach Kiel, sondern ins Quartier in Rotenburg/Fulda, wo auch trainiert wird, denn am Freitag muß der THW schon wieder in fremder Halle antreten, diesmal beim ThSV Eisenach (19.30 Uhr, live im DSF). "Wir brauchen alle vier Punkte", fordert Serdarusic vorab.

Logo SG W.M. Frankfurt Bei der SG lautete in den letzten Wochen das Motto "zurück in die Zukunft. Der frühere Präsident Bodo Ströhmann übernahm wieder das Zepter, und die SG W.M. Frankfurt wird in Zukunft wieder SG Wallau-Massenheim heißen, denn die Umbenennung in "SG W.M. Frankfurt" hatte für die Hessen keine spürbaren wirtschaftlichen Impulse gebracht.
Für die "Panther" ist es eines der "Spiele des Jahres": Bodo Ströhmann spricht vom Spiel gegen die schwedische Nationalmannschaft, Trainer Martin Schwalb sagt: "Wir können gegen den Meister nur gewinnen." Kein Wunder, daß der Kartenvorverkauf in Frankfurt gut angelaufen ist. Das liegt aber nicht nur am höchst attraktiven Gegner THW, gegen den es in der Vergangenheit immer packende, emtionale Duelle gab, sondern auch an der guten sportlichen Bilanz der SG in der Rückrunde:
Vor Weihnachten stand die SG mit 13:21 Punkten noch auf Platz 13 (siehe 17. Spieltag), dann folgten 6:0 Punkte (unter anderem ein Auswärtssieg in Lemgo). Leider verschlechterte dann eine Niederlage in Dormagen diese gute Bilanz. Dennoch - Wallau liegt nun mit 19:21 Punkten und Platz 11 (siehe Tabelle) im gesicherten Mittelfeld und kann sorgenfrei in die Zukunft schauen (siehe Bundesliga-Kurve SG W.M. Frankfurt).
So haben die Hessen dann auch in der Partie gegen den THW nichts zu verlieren - ganz im Gegensatz zu den Zebras, die in Frankfurt und Eisenach unbedingt punkten müssen, wenn sie den Anschluß an Flensburg und Lemgo nicht verlieren wollen. Diese beide Titelkonkurrenten haben dem THW vorgemacht, wie man beim Team von Martin Schwalb punktet. Auch Wetzlar und Essen konnten in Frankfurt gewinnen. Die Ballsporthalle scheint also keine uneinnehmbare Festung zu sein. Bleibt zu hoffen, daß der THW auch nach den Strapazen und dem Verletzungspech der letzten Wochen mental und körperlich fit genug ist, es Flensburg und Lemgo gleichzutun. Am Freitag waren die Zebras nach Nokas Aussage "platt". Und Niko Kibat der einzige THW-Spieler, der zur Zeit nicht in Behandlung ist.
Die letzten beiden Spiele konnte der THW für sich entscheiden: Am 10.3.99 gewannen die Zebras in Frankfurt knapp mit 25:23, auch das Hinspiel in dieser Saison war lange umkämpft. In einer hektischen Partie konnte sich der THW erst in der Endphase mit 30:26 durchsetzen (siehe Gegnerdaten).
Die Frankfurter Mannschaft stellten wir im Vorbericht zum Hinspiel ausführlich vor.

Die Oddset-Quoten für dieses Spiel: Sieg Wallau: 2.05 --- Unentschieden: 6.15 --- Sieg THW: 1.70

Radio-Tips:


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Rishon Le Zions Maymon will in die Bundesliga

Idan Maymon Er hat beim THW einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen: Idan Maymon (Foto), 21-facher Torschütze gegen den THW (siehe Extra-Bericht, Hinspielbericht und Rückspielbericht). "Nächste Saison will ich unbedingt in der Bundesliga spielen, ich habe auch schon einigen Leuten in Deutschland meine Telefonnnummer hinterlassen", erklärte der 25-jährige Linkshänder von Hapoel Rishon Le Zion.
Ob er aber für die Zebras in der Bundesliga antreten wird, ist fraglich: "Wir haben keinen Kontakt aufgenommen, ich habe nur von allen möglichen Leuten Telefonnummern und Visitenkarten bekommen, die sich für den Manager von Maymon halten", erklärte THW-Manager Uwe Schwenker.


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Keine Überraschungen im CL-Viertelfinale

Schwenker: Kein Wunschgegner

Die Überraschungen sind ausgeblieben. Im Champions League-Viertelfinale setzten sich die jeweils Gruppenersten durch. Damit sind der THW, Celje Piovarna Lasko, Badel Zagreb und der FC Barcelona für das Halbfinale (18./19. und 25./26. März) qualifiziert.
Einen "Wunschgegner" hat der THW nicht. "Die Auslosung ist ja kein Wunschkonzert. Im Prinzip ist es egal, wie der Gegner heißt. Ganz persönlich bin ich der Meinung, daß Badel Zagreb vielleicht der einfachste Weg ins Finale wäre", meinte Manager Uwe Schwenker gestern.
Die Auslosung für die Runde der letzten Vier findet am Di., den 29.2., um 11.00 Uhr in Wien statt (siehe www.eurohandball.com).


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Drei deutsche Vereine weiter - Lemgo raus

Drei deutsche Vereine haben sich in den europäischen Wettbewerben für das Halbfinale qualifiziert, nur der TBV Lemgo schied im Viertelfinale des Pokalsiegerwettbewerbs mit einer 16:23 Niederlage in Dunaferr aus. Der TV Großwallstadt kam im Viertelfinale des City-Cups mit einem blauen Auge davon. Nach Siebenmeterwerfen setzte sich der TVG mit 31:27 gegen Banik Karvina (CZE) durch.
Die SG Flensburg-Handewitt hatte dagegen im EHF-Pokal-Viertelfinale beim 28:24-Heimsieg gegen GOG Gudme (DEN) keine Probleme. Im Halbfinale ist bekanntermaßen auch der Champions League-Teilnehmer THW nach einem 26:22-Sieg gegen Hapoel Rishon Le Zion.
Die Auslosung für die Halbfinals finden am Di., den 29.2.2000, um 11.00 Uhr in Wien statt (siehe www.eurohandball.com).


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THW mit Mühe ins CL-Halbfinale

Mit Hängen und Würgen 26:22-Sieg gegen Rishon Le Zion

Der THW läuft ein Der THW hat mit mehr Mühe als erwartet das Halbfinale der Champions League erreicht. Gegen den israelischen Meister Hapoel Rishon Le Zion reichte es nur zu einem hart erarbeiteten, knappen 26:22 (15:10)-Sieg. Das Hinspiel hatte der THW in Rishon Le Zion mit 24:26 verloren.

"Wir müssen schon sehr, sehr schlecht spielen, um gegen Hapoel rauszufliegen", hatte THW-Coach Serdarusic vor dem Spiel erklärt. Deutlich besser als in Israel spielte der THW auch heute nicht. Doch vor 4000 Zuschauern in der Alsterdorfer Sporthalle reichte es immerhin zum Einzug ins Halbfinale - auch wenn das Spiel einige Male auf des Messers Schneide stand.
Wie schon in Rishon Le Zion hatte der THW auch diesmal deutliche Probleme im Angriff. Gegen die schnelle, bewegliche, offensive Deckung des israelischen Meisters wirkten die Zebras oft ideenlos. Und auch in der Deckung zeigten sich die Defizite aus dem Hinspiel erneut. Symptomatisch, daß Steinar Ege zwar den ersten Wurf von Idan Maymon, dem starken Halbrechten Hapoels, parieren konnte, der aber in der Folge dann doch zehnmal traf.
Idan Maymon Nach ausgeglichenem Beginn - der THW vergab frei einige dicke Chancen - konnte sich der deutsche Meister immerhin auf 4:2 (9.) absetzen, doch die Freude währte nicht lange: Zwei Tore von Maymon (Foto) und es stand 4:4 (10.). Ein erster deutlicherer Vorsprung war mit dem 8:5 (18.) gelungen. Als der THW auf 11:7 (22.) erhöhte, nahm der israelische Trainer Pupko eine Auszeit. Doch das stoppte den THW zunächst nicht, endlich einmal blitzte die "Schweden-Power" auf, als Wislander nach schönem Anspiel von Olsson (heute wieder fitgespritzt) zum 12:8 (24.) traf.
Die Zebras konnten sogar noch bis auf 15:10 erhöhen, mußten jedoch mit den Handicap einer doppelten Unterzahl in die Kabine gehen. Das bereitete nach Wiederanpfiff jedoch keine Probleme, 17:12 stand es nach 33. Minuten, Zuversicht machte sich unter den angereisten Kieler Fans breit. Doch irgendwie war der Wurm drin im Spiel des THW - nun sollte sich rächen, daß man in den ersten vierzig Minuten allzu lässig mit den erspielten Großchancen umgegangen war, Tor um Tor kam Hapoel heran. Zudem mußte der THW für einige Minuten auf Klaus-Dieter Petersen verzichten, der sich einige Augenbrauenverletzung zugezogen hatte.
Nach dem 17:19 (43.) erhöhte der THW zunächst wieder auf 21:17 (46.), doch wieder schloß Hapoel auf: 21:19 (49.), Hektik machte sich beim THW breit, die THW-Anhängerschaft wurde unruhig, einigen THW-Spielern sah man den Druck an, der auf ihnen lastete. Als der Kreisläufer der Gäste, Dan Livgot, zum 20:21 (50.) traf, war der THW in diesem Moment raus. Doch die Zebras rissen sich zusammen. Schön spielten sie immer noch nicht, aber kämpfen - das taten sie. Wie Martin Schmidt, dem man in seinen Aktionen förmlich ansah, daß er nach dem Frust von Rishon Le Zion (siehe Extrabericht) brannte. Er machte vom Kreis das 22:20 (51.), der THW war wieder im Rennen. Wislander erhöhte aus dem Rückraum sogar noch auf 23:20 (53.)
Jacobsen gegen Zaykman Doch wieder war es Idan Maymon, der leicht und locker aus dem Rückraum traf: Hapoel verkürzte erneut - Spielstand 23:21 (54.). Als dann Nikolaj Jacobsen, der seine vorherigen fünf Siebenmeter sicher verwandelt hatte, von der Strafwurflinie an dem guten israelischen Torhüter Zaykman scheiterte, schien das THW-Unternehmen "Champions League" wieder in höchster Gefahr. Doch nicht nur zu Nikos Glück leisteten sich die Gäste einen Fehlpaß und Petersen traf per Gegenstoß zum 24:21. Dabei wurde er übel vom Litauer Gevardilas, der auch schon im Hinspiel durch "rustikale Spielweise" aufgefallen war, gefoult. Der sah zu recht nach dritter Zeitstrafe die rote Karte.
Jubel auf dem Feld nach dem knappen Sieg Staffan Olsson machte dann in der 56. Minute per erneutem Gegenstoß zum 25:21 alles klar. Die restlichen vier Minuten brachte der THW nun über die Zeit, nach dem Schlußpfiff fielen sich die THW-Spieler und die Fans überglücklich in die Arme. Ein gutes, schönes Spiel war es sicherlich nicht, was der THW heute abend dem Hamburger Publikum bot. Aber den Willen zum Sieg und Kampfbereitschaft, das haben die Zebras jedem im Publikum über 60 Minuten demonstriert. Und letzlich zählt sowieso nur der Erfolg, und der ist momentan gegeben, denn der THW liegt mit dem Erreichen der Halbfinals in DHB-Pokal und Champions League und drei Punkten Rückstand auf Flensburg in der Meisterschaft voll im Soll...

Die Auslosung für das Halbfinale (18./19. und 25./26. März) findet am Dienstag, 11.00 Uhr, in Wien statt. Eins weiß der THW jedoch schon jetzt: Auch das Heimspiel im Halbfinale wird er erneut in der Alsterdorfer Sporthalle bestreiten müssen: Die Ostseehalle ist durch die "Riverdance"-Stepper belegt.

Stimmen zum Spiel:

[Bild: Pressekonferenz]
Von links: THW-Manager Schwenker, THW-Trainer Serdarusic, Hallensprecher Körting, Hapoels Trainer Pupko, Hapoels Präsidiums-Mitglied Krenkel
Hapoel-Trainer Amir Pupko:
Gratulation an den THW zum Einzug ins Halbfinale. Wir sind sehr enttäuscht, denn wir haben gut, sehr gut gespielt, aber es nicht geschafft. Eine Mannschaft, die gegen Kiel so spielt, ist eine sehr gute Mannschaft. Wir sind Amateure, Kiel nur Profis, das hat man heute auf dem Feld nicht gemerkt.
Die Kieler Spieler sind kräftiger, größer als wir, haben mehr Erfahrung, aber mit besseren Schiedsrichtern hätten wir es heute vielleicht schaffen können. Aber das Spiel ist zu Ende, deshalb hilft es nichts, zu träumen. Nun wünsche ich dem THW den Champions League-Sieg, damit wir später wenigstens sagen können, daß wir gegen den CL-Sieger ausgeschieden sind.
Ich bin sehr zufrieden mit meinen Spielern. Doch in den Phasen, wo wir ein, zwei verloren hatten, konnten wir das nicht kompensieren. Denn wir haben nur acht sehr gute Spieler, der Rest sind junge Talente, unsere Mittel sind für mehr einfach nicht da.
THW-Trainer Noka Serdarusic:
Nach dem Halbzeitstand von 15:10 gab es sicher keinen in der Halle, der gedacht hat, das wir noch einmal zittern müssen. Wir haben die ersten Halbzeit mit fünf Toren gewonnen, obwohl es nach zehn Minuten nur 4:4 stand und wir viele Chancen vergeben haben.
Nach dem 15:10 haben wir dann gedacht, daß wir das Ding locker nach Hause spielen. Aber Rishon hat auch einige sehr clevere Jungs, die auch Handball spielen können. Bei uns in der Deckung war dann zu wenig Bewegung. Klar, denn meine Jungs waren einfach platt, sie hatten ja auch kaum Pausen. Da standen dann eben nicht gerade die frischesten Sieben auf dem Feld. Sie haben aber trotzdem gekämpft und den Willen gezeigt. Heute fehlte im Angriff Schnelligkeit und Bewegung. Stefan Lövgren hätte da sehr gut hineingepaßt.
Rishon Le Zion ist nicht umsonst so weit gekommen. Ich habe die Ergebnisse der letzten zwei Jahre alle im Kopf, die haben schon einigen Weltklasse-Mannschaften ein Bein gestellt.

[Frage: Wer ist Wunschgegner für das Halbfinale? Barcelona?]
Ich habe schon immer gesagt, daß ich einen Traum habe: Ich möchte im Finale auf Barcelona treffen. Daher will ich natürlich nicht schon im Halbfinale auf sie stoßen. Lieber wäre mir daher Celje oder Zagreb. Mit ein bißchen Glück schaffen wir es dann ins Finale, denn Barcelona wird sicher das Endspiel erreichen. Sie sind die beste Mannschaft der Welt.

[Frage: Sind Sie an Idan Maymon von Hapoel Rishon Le Zion interessiert?]
Wir suchen immer noch nach einem Halbrechten. Maymon hat sich in diesen beiden Spielen super empfohlen. [Grinst] Ich werde gleich morgen mit Uwe [Schwenker] sprechen, aber bisher haben wir noch nichts unternommen...

Hapoels Präsidiums-Mitglied Krenkel:
Wir sind nun schon zehn Jahre Meister und elf Jahre Pokalsieger. Ich hoffe, daß diese Leistung den Handball in Israel voranbringt. Wenn mir einer vor der Saison gesagt hätte, "Ihr erreicht die Champions League", hätte ich mich gefreut. So aber ist mir selbst das Viertelfinale zu wenig, weil wir so dicht dran waren.
THW-Manager Uwe Schwenker:
Erst einmal bin ich froh, daß wir das Halbfinale erreicht haben. Doch es war sicher schwerer, als wir uns das vorgestellt hatten. Wenngleich wir schon von Videos und auch aus dem Hinspiel wußten, wie stark Hapoel ist. Sie haben einige hervorragende Individualisten, die auch sicher für Vereine aus unserer Region [Schwenker grinst] sehr interessant sind. Ich denke da besonders an einen Linkshänder...
Die Spieler sind momentan ziemlich ausgepowert, daher Kompliment für den gezeigten Willen und kämpferischen Einsatz. Kompliment aber auch an die Gäste, die sich hier sehr stark präsentiert haben.
Christian Scheffler:
Die Chance, den Sack früher zuzumachen, war ja gleich mehrfach da. Jetzt wünsche ich mir Barcelona.

Viertelfinale, Rückspiel: 25.02.00, Fr., 19.30: THW Kiel - Hapoel Rishon Le Zion (ISR): 26:22 (15:10)

Logo THW Kiel:
Ege (1.-60.), Geerken (ein 7m); Wislander (6), Jacobsen (8/5), Schwenke (1), Perunicic (5), Petersen (1), Schmidt (3), Scheffler (n.e.), Kibat (n.e.), Olsson (2); Trainer: Serdarusic
Logo Hapoel Rishon Le Zion (ISR Flagge ISR):
Zaykman (1.-60.), Berkovic (n.e.); Ben-Ayun, Olenik (1), Balsar (2), Gevardilas, Sabzuk (3), I. Maymon (10/3), Livgot (3), Dayan (1), Moriz (2); Trainer: Pupko
Schiedsrichter:
Goulao / Macau (Portugal)
Zeitstrafen:
THW: 4 (zweimal Wislander, Schwenke, Perunicic);
Rishon Le Zion: 5 (u.a. Olenik, dreimal Gevardilas)
Rote Karte:
Rishon Le Zion: Gevardilas nach dritter Zeitstrafe (50.)
Siebenmeter:
THW: 6/5 (Jacobsen scheitert an Zaykman);
Rishon Le Zion: 3/3
Spielfilm:
1. Hz.: 0:1, 2:1, 2:2, 4:2, 4:4, 5:4, 5:5, 8:5, 8:7, 11:7, 11:8, 12:8, 12:9, 13:9, 13:10, 15:10;
2. Hz.: 15:11, 16:11, 16:12, 17:12, 17:14, 18:14, 18:15, 19:15, 19:17, 21:17, 21:20, 23:20, 23:21, 25:21, 25:22, 26:22
Zuschauer:
4000 (Alsterdorfer Sporthalle, Hamburg)
Spielgraphik:
Spielgraphik


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Serdarusic und Rasmussen im Sport-Bild-Interview

[Bild: Noka Serdarusic] THW-Coach Noka Serdarusic (Foto) und Flensburgs Trainer Erik Veje Rasmussen trafen sich in Owschlag mit der Sport-Bild zum Doppel-Interview.
Hier einige interessante Aussagen der beiden Erfolgstrainer. Das komplette Interview ist in der aktuellen Sport-Bild-Ausgabe 8/2000 nachzulesen.

Wer wird Meister?
SerdarusicRasmussen:
"Ich hoffe, wir. Aber auch Flensburg, Magdeburg, Lemgo und Nordhorn haben noch Chancen." "Richtig. Es ist derzeit unmöglich vorauszusehen, wer es schaffen wird."

Nokas Erklärung, warum die SG so tief stapelt:

Wenn einer sagt, ich will nicht Meister werden, dann geben sich eben alle schneller damit zufrieden."

Ist es für Serdarusic wichtig, Flensburg hinter sich zu lassen?

Ich mache keine Unterschiede. Ich will auch vor Magdeburg oder Lemgo landen. Ich weiß gar nicht, warum unseren Klubs immer diese besondere Rivalität unterstellt wird. Weder Spieler noch Trainer haben etwas gegeneinander.
Noka, was ist wichtiger, Meister oder Champions League-Sieg?
Ein Sportler will alles gewinnen. Aber das Schönste ist immer das, was man nicht hat.
[Bild: SG-Trainer Erik Veje Rasmussen] Auch Rasmussen (Foto) hofft, daß der THW die, Champions League gewinnt:
Dann wird es für uns mit der Meisterschaft einfacher.
Daß der THW "schweden-lastig" ist, ist für Serdarusic Zufall. Wislander war eben schon seit 1990 da, weitere Schweden folgten dann. Er hätte z.B. auch gerne den Dänen Jörgensen gehabt, aber der entschied sich für Flensburg.
Die Idee, Bundesliga-Vereine zur Talentförderung zu verpflichten, findet Rasmussen "nicht dumm". Aber Serdarusic bezweifelt die Machbarkeit:
Wie soll das klappen, wenn ich mit meinem Team noch nicht einmal zwei Stunden Hallentraining am Tag bekomme? Ich trainiere in fünf verschiedenen Hallen. Und ich kann nicht eine Minute überziehen. Was sprechen wir da von Nachwuchsförderung?
Generell sind beide der Meinung, daß es im Jugendbereich in Deutschland hakt.

An der derzeitigen Verletzungswelle in der Bundesliga ist nach Serdarusics Meinung der dichtgedrängte Terminplan schuld:

Bundesliga, DHB- und Europapokal, dazu Nationalmannschaft. Meine Schweden kommen schnell auf sechzig Einsätze die Saison. Das stecken die so schnell nicht weg.
Eine Reduzierung auf 16 Mannschaften brächte für den Noka aber keinen großen Vorteil. Eher solle man nicht jedes Jahr ein großes Turnier spielen.

Für beide Trainer ist die Bundesliga die stärkste Liga der Welt, auch wenn nach Rasmussens Meinung

das beste Team der Welt, der FC Barcelona fehlt. Aber das Leistungsgefälle in Spanien ist größer.
Das sieht auch der THW-Trainer so:
Barcelona ist die spanische Nationalmannschaft. Der Tabellenvierte in Spanien wäre bei uns nur zweitligatauglich.
Die Finanzkapriolen einiger Klubs bewerten auch die beiden Spitzentrainer kritisch. Aber Serdarusic meint auch:
Spitzenklubs tun das nicht. Was hilft es, wenn ich drei Jahre richtig auftische und fahre dann den Verein in die Grütze.
Ins gleiche Horn stößt auch Rasmussen:
Die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit ist sehr unterschiedlich. Flensburg und Kiel haben noch Potential.


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THW Mannschaft des Jahres in Schleswig-Holstein

Der THW ist nach 1997 und 1998 auch 1999 wieder zur "schleswig-holsteinischen Mannschaft des Jahres" gewählt worden. In der Umfrage des Landessportverbandes unter schleswig-holsteinischen Sportjournalisten und den Vorsitzenden der Sportfachverbände verwies der THW seinen Dauerkonkurrenten SG Flensburg-Handewitt wieder einmal auf Platz zwei. Den dritten Platz teilen sich die U-19-Fußballer, die Rolltänzer Hampel/Nickel und die 49er-Segler Barth/Baur.
THW-Manager Uwe Schwenker reagierte mit Freude und Genugtuung auf die frohe Botschaft: "Wir haben im letzten Jahr mit dem Erringen des Doubles in Meisterschaft und Pokal wiederum eine erfolgreiche Saison hingelegt. Ich freue mich für meine Mannschaft. Es ist eine Bestätigung ihrer Leistung. Sie hat sich den Titel verdient." Daß mit Flensburg eine weitere Handball-Mannschaft gewählt wurde, sei die Bestätigung, daß die Sportart im Norden voll im Trend liege.


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Kartenvorverkauf für das Final-Four beginnt am 13. März

Nur 750 Karten für den THW

Der Kartenvorverkauf für die DHB-Pokal-Finalrunde am 1./2.4.2000 in Hamburg beginnt voraussichtlich am 13. März an den Kassen der Ostseehalle. Genau wie den anderen drei teilnehmenden Vereinen Flensburg, Minden und Wallau ist dem THW nur ein Kartenkontigent von 750 Tickets zugeteilt worden.
Die drei Spiele werden übrigens von N3 live übertragen.

Für das Rückspiel im Champions League-Viertelfinale gegen Hapoel Rishon Le Zion, das am Freitag in Hamburg (19.30 Uhr) stattfindet, gibt es nur noch heute Karten an der Kieler Ostseehalle.


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Das letzte Wort? Yoon für Schwenker "nicht finanzierbar"

[Bild: Manager Uwe Schwenker] THW-Manager Uwe Schwenker (Foto) dementiert heftig, mit dem VfL Rückraum-Star Kyung-Shin Yoon Verhandlungen geführt zu haben: "Wir haben nicht, wir werden nicht und wir wollen nicht mit Yoon sprechen. Er ist ein interessanter Spieler, aber wir können ihn nicht finanzieren. Der THW hat als Klassen-Primus eine Verantwortung, außerdem wollen wir nicht das Gehaltsgefüge sprengen", begründete Uwe Schwenker die ablehnde Haltung des THW. Yoon soll laut Kölner Stadt-Anzeiger beim VfL mehr als 800000(!) Mark pro Jahr verdienen. Es scheint, als sei das letzte Wort in der seit Wochen köchelnden Gerüchteküche um einen möglichen Transfer gesprochen.
Yoon hat in Gummersbach noch einen geltenden Vertrag bis 2001, doch aufgrund der Finanzprobleme der Oberbergischen war es in den letzten Wochen zu heftigen Spekualationen um den Koreaner gekommen. Ein Kölner Boulevard-Blatt sprach sogar von einem "Millionen-Deal" mit Kiel. Yoon selbst sagt in einem Interview mit der Kölnischen Rundschau, daß er gerne in Gummersbach bleiben würde. Auch er bestätigt, daß es bisher keine Kontakte zu anderen Vereinen gab: "Allerdings habe ich weder mit Kiel noch Flensburg gesprochen. Vor zwei oder drei Jahren hat Kiels Manager Schwenker mich einmal angesprochen. Seit dem gab es keine Kontakte mehr bezüglich eines Wechsels."


(23.02.2000) Ihre Meinung im Fan-Forum? Zur Newsübersicht Zur Hauptseite

 

Zwei Tore muß der THW aufholen

Noka heiß auf Champions League: Ich will alles

Logo Hapoel Rishon Le Zion Freitag zieht der Zebra-Troß wieder einmal in die Alsterdorfer Sporthalle in Hamburg, denn einmal mehr steht die Ostseehalle dem THW in einer entscheidenden Partie nicht zur Verfügung. Das war schon im März 1997 so, als der THW in Hamburg gegen Badel Zagreb antreten mußte. 23:23 ging die Partie aus, damit war damals das Ausscheiden im Viertelfinale so gut wie besiegelt.
Aber der THW hat nicht nur schlechte Erinnerungen an die Hamburger Sporthalle. Die zwei Pokaltriumphe 1998 und 1999 sind fest in das Gehirn der Kieler Spieler eingebrannt. Das sollten bei den Zebras doch am Freitag (Anpfiff 19.30 Uhr, live im DSF ab 19.30) keine Selbstzweifel aufkommen, daß der Zwei-Tore-Rückstand vom Hinspiel (24:26-Niederlage in Rishon Le Zion) wettzumachen ist.
Zudem sind die Israelis - zugegebenermaßen kampfstark und mit viel Herz bei der Sache - sicher nicht der übermächtige Gegner. Daß der THW in Israel verlor lag nicht zuletzt an der desolaten Vorstellung, die der deutsche Meister dort zeigte. Doch auf die leichte Schulter sollte der THW den Gegner aus dem Großraum Tel Aviv nicht (noch einmal) nehmen. Ein Großteil der Einzelspieler ist mehr als Bundesliga-tauglich, was sie auch schon in ihren Gruppenspielen bewiesen. Einmal bezwangen sie den CL-Mitfavoriten Celje, einmal hielten sie fast eine Halbzeit gut mit.
Das - wie von Handballexperten vorausgesagt - der halbrechte Idan Maymon und Spielmacher David Balsar brandgefährliche Akteure sind, bewies sich im Hinspiel. Maymon traf 11/2 mal, Balsar machte sechs Tore. THW-Trainer Noka Serdarusic zeigte sich beeindruckt.
Mehr über Idan Maymon und David Balsar. | Kader-Vorstellung zum Hinspiel.

Serdarusic ist jedenfalls zuversichtlich, daß der THW am Freitag das Halbfinale erreicht: "Wir müssen schon noch einmal sehr, sehr schlecht spielen, um gegen Hapoel rauszufliegen", meinte der Erfolgstrainer nach der schwachen Leistung in Israel. "Meine Mannschaft ist einfach besser als Le Zion." Vor allem in der Deckung müsse konzentrierter als im Hinspiel gearbeitet werden.
Noka betonte gegenüber der Hamburger Morgenpost noch einmal die Bedeutung der Partie für die Kieler Champions League-Träume: "Wir kriegen keine neue Chance." Seinen letzten Traum, das Besteigen des europäischen Handball-Throns will er sich nach Meisterschaften, Pokaltriumphen und EHF-Pokalsieg diese Saison endlich erfüllen: "Mein großes Ziel ist alles." Bitter ist für ihn, daß die Ostseehalle sowohl im Viertelfinale als auch im möglichen Halbfinale belegt ist: "Sportlich ist das eine Katastrophe, aber wir dürfen nicht weinen. Wir müssen da durch." Sollte der THW das Halbfinale erreichen, könnte er auf den FC Barcelona treffen: "Die sind wie der FC Bayern und wir der HSV. Bayern hat zwar die bessere Mannschaft, aber der HSV kann die Bayern schlagen." Doch zunächst müssen die Israelis besiegt werden.
Die Hapoel-Spieler, die nach dem Sieg am Sonntag in Rishon Le Zion mit stolzgeschwellter Brust die Halle verliessen, freuten sich jedenfalls schon sehr auf den Trip nach Norddeutschland - nicht nur wegen der Chance, das Halbfinale zu erreichen. Interessiert fragten sie die Kieler, wo es denn zur "Hamburger Reeperbahn" gehen würde. Von ihrem Hotel in Wellsee aus ist es sicher nicht gerade um die Ecke, aber nach dem Spiel in Hamburg sollte vielleicht noch ein Stündchen zur Besichtigung drin sein...
Die Partie leiten werden übrigens die Sportfreunde Goulao / Macau aus Portugal.

Internet-Benutzer zuversichtlich

In unserer immer noch laufenden Kurzumfrage, wie der THW in der Champions League abschneidet, sind die Benutzer zum Großteil zuversichlich, daß der THW sich gegen die Israelis durchsetzen wird:
64 Prozent der Abstimmenden trauen dem THW mindestens das Erreichen des Halbfinales zu, ein Zehntel glaubt sogar an den Champions League-Sieg.

Hinweis:

Da die THW-Internet-Redaktion natürlich auch beim Spiel in Hamburg ist, wird ein erstes Ergebnis-Update erst um ca. 23.30 Uhr erfolgen.

TV- und Radio-Tips:


(23.02.2000) Ihre Meinung im Fan-Forum? Zur Newsübersicht Zur Hauptseite

 

Stefan Lövgren für Welt-Handballer-Wahl 1999 nominiert

[Bild: Stefan Lövgren] Stefan Lövgren ist große Ehre zuteil geworden: Er wurde vom "World Handball Magazine", dem Magazin der EHF, für die Wahl zum "Welt-Handballer 1999" vorgeschlagen. Ingesamt können die Einsender zwischen sieben vorgeschlagenen Spielern wählen.
Hier alle vorgeschlagene Spieler, von denen vier in der Bundesliga spielen oder spielten: Und hier die Begründung des World Handball Magazine, warum Stefan Lövgren vorgeschlagen wurde:
Stefan Lövgren ist Kapitän der Weltmeister-Mannschaft und einer der weltbesten Rückraum-Spieler.
Bis zum 15. April 2000 können Handball-Interessierte aus aller Welt Ihren "Welt-Handballer 1999" bestimmen.
Senden Sie hierzu eine Postkarte an:
International Handball Federation
1999 World Handball Players
P.O.Box 312
CH - 4020 Basel


(23.02.2000) Ihre Meinung im Fan-Forum? Zur Newsübersicht Zur Hauptseite

 

Nachbericht zum Spiel in Rishon Le Zion

THW konzeptlos

Die Meinungen, warum der THW bei Hapoel Rishon Le Zion verloren hatte (siehe Bericht), gingen auseinander. Einige wollten in den russischen Unparteiischen den Grund für die Niederlage sehen, doch ein Großteil der Spieler, Offiziellen und Fans blieb realistisch. Manager Uwe Schwenker brachte es auf den Punkt: Der THW habe schlecht gespielt, "gerade die ersten 20 Minuten waren eine Katastrophe."
Katastrophal war besonders die Angriffsleistung. Kein Spielfluß, nur Einzelaktion. Symptomatisch für die Offensivleistung, daß Martin Schmidt auf Rechtsaußen völlig hängengelassen wurde: "Man kann ja nicht einmal sagen, ob ich gut oder schlecht gespielt habe. Ich habe den Ball ja gar nicht gehabt.. Ich hatte überhaupt keine Bindung zum Spiel, das ärgert mich maßlos." Pressebeobachter zählten weniger als zehn Ballkontakte des ehemaligen Nationalspielers. Allein stand er auf seiner Außenposition, während die anderen Zebras mit dem Kopf durch die Wand = Mitte wollten. "Bestimmt fünf Mal hätte ich den Ball haben müssen. Ob ich dann das Tor mache, ist ja erst die nächste Frage."

Israelis träumen vom Halbfinale

Idan Maymon erzielte 11/2 Tore gegen den THW Kein Frust dagegen bei den Israelis, die mit einem Achtel des THW-Etats - ca. 600000 Mark - dem THW ein Bein stellten. Mit stolzgeschwellter Brust kamen die Spieler von Hapoel der Halle. Rückraum-Star Idan Mayom (Foto), der gegen den THW 11/2 Tore erzielte, posierte vor der Halle für die weiblichen Fans auf der Motorhaube seines Autos. Der 25jährige gelernte Sportlehrer ist der einzige Vollprofi im Team von Hapoel. Um bei einem Jahrgeshalt von ca. 50000 Mark vom Sport leben zu können, muß seine Frau die gleiche Summe noch einmal erarbeiten.
Einen "Nebenjob" hat auch David Balsar. Der 22-jährige Spielmacher verdient bei Hapoel rund 2000 Mark im Monat. Das ist nichts gegen die Einkünfte aus seiner Modeltätigkeit in Europa, wo er unter anderem für Yves Saint Laurent und Dior arbeitet. Sein gutes Aussehen hat Noka Serdarusic sicher nicht sonderlich beeindruckt, wohl aber die Spielmacher-Qualitäten. Doch ob die israelischen Stars wie Maymon (erzielte alleine in den CL-Gruppenspielen 47 Tore!) und Balsar in die Handball-Bundesliga zu locken sind, bleibt fraglich. Die familiären Bindungen in der Heimat waren bisher stärker als alle Versuchungen von größeren europäischen Klubs.

Niederlage hat auch Vorteile

Die knappe Niederlage hat auch Vorteile für die Zebras: Der Kartenvorverkauf für Spiel im Hamburg zieht ob der (vermeintlichen?) Spannung noch einmal an, auch die Einschaltquote des DSF (überträgt live am Freitag ab 19.00 Uhr) wird sicherlich steigen.
Hapoel Rishon Le Zion sucht für das Spiel am Freitag übrigens noch einen Trikot-Sponsor.


(22.02.2000) Ihre Meinung im Fan-Forum? Zur Newsübersicht Zur Hauptseite

 

In Gummersbach weiter Gerüchte um Yoon

In der Region um Gummersbach köchelt die Gerüchteküche weiter. Immer noch wird über einen möglichen Wechsel des VfL-Rückraumstars Kyung-Shin Yoon nach der Saison spekuliert. Hinter vorgehaltener Hand wird ein Wechsel des Koreaners nach Essen oder Kiel für möglich gehalten - unter der Prämisse, daß der VfL aus finanziellen Gründen die Saison 2001/2002 nicht in der Bundesliga bestreiten wird.
Doch VfL-Beiratsvorsitzender Kienbaum wiegelt ab: "Das sind alles Gerüchte, unser Ziel bleibt es, einen abgespeckten Etat für die neue Saison zu erarbeiten. Wenn es weitergeht, wollen wir auch eine starke Mannschaft haben - und da spielt Yoon, der beim VfL noch einen Vertrag bis 2001 hat, eine wichtige Rolle. Zudem hat uns Yoon versichert, daß er noch kein einziges Telefonat mit den Kielern geführt habe."
Die Frage ist auch, ob der Torschützenkönig der letzten Saison in das Spielsystem und das Gehaltsgefüge des THW passen würde: Yoon soll laut Kölner Stadt-Anzeiger beim VfL rund 800000(!) Mark pro Jahr verdienen. Vielleicht wäre der THW da mit einem Idan Maymon - dem Star von Hapoel Rishon Le Zion - besser bedient...


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Neu: 360-Grad-Panorama der Ostseehalle

Für alle auswärtigen THW-Fans, die noch nie in der Ostseehalle waren, aber dennoch mal einen Blick in die "Kultstätte des deutschen Handballs" werfen wollen, präsentieren wir ab sofort das

360-Grad-Panorama der Ostseehalle.

Abrufbar ist das Panorama auch über die Menüpunkte Die Halle und Multimedia.

Für die "Virtual-Reality"-Ansicht muß die "Java"- und "JavaScript"-Unterstützung in Ihrem Browser aktiviert sein.

360 Grad-Ostseehallen-Panorama - Klicken Sie, um die 360-Grad-Ansicht aufzurufen!


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THW verliert in Rishon Le Zion mit 24:26

Enttäuschender THW - am Freitag müssen die Zebras nun eine Schippe drauflegen

Logo Hapoel Rishon Le Zion Der THW hat sein Viertelfinal-Hinspiel, seinen 50. Auftritt in der Champions League, knapp mit 24:26 (12:13) verloren. Das ist eine akzeptable Ausgangsposition für das Rückspiel, das am Freitag, den 25.2.2000, in Hamburg (Anpfiff 19.30, live im DSF ab 19.00) stattfindet.

Der Kieler Angriff begann nervös, beging einige Fehler und so führte Hapoel nach neun Minuten mit 4:2. Auch Nikolaj Jacobsen hatte sich von dieser Nervosität anstecken lassen und bereits einen Siebenmeter verworfen. In der zehnten Minute verkürzte dann Magnus Wislander immerhin auf 3:4.
Doch der THW machte weiter zu viele Fehler - besonders fatal, da die Gastgeber sicher aufspielten und ihrerseits sich kaum Fehler leisteten. Bitter auch, daß Nenad Perunicic, nachdem er den Ball nicht rechtzeitig freigab, in der 18. Minute (Spielstand 8:5) schon seine zweite Zeitstrafe kassierte. David Balsar, im Hauptberuf Student und Model, erhöhte sogar auf 9:5. Balsar verzichtete übrigens für dieses Spiel auf einen mit 30000 Dollar dotierten Modelauftritt in Mailand.
Auch in der 25. Minute lag der THW noch mit vier Toren im Rückstand, 8:12 war der Spielstand. Der israelische Meister hätte sogar auf fünf Tore erhöhen können, doch Steinar Ege parierte einen Strafwurf gegen den Star des Teams, Idan Maymon, der bis dahin schon viermal erfolgreich war.
Problem des THW blieb der mangelnde Spielaufbau. Die Zebras verzettelten sich gegen die zwar körperlich unterlegene, dafür aber sehr schnelle 5:1-Deckung von Hapoel, in Einzelaktionen. Die Folge: zu viele Fehler. Kurz vor Ende der ersten Halbzeit - Serdarusic hatte eine Auszeit genommen - legte der deutsche Meister dann endlich eine Schippe drauf: Tore von Jacobsen (zweimal - zum 7:12 und 8:12), Wislander, Petersen und Perunicic ließen den THW bis zur Pause bei nur einem Gegentreffer auf 12:13 herankommen.
Die Zebras kamen schnell wieder aus der Kabine, Noka Serdarusic hatte es kurz, knapp aber deutlich gehalten. Seine Unzufriedenheit war ihm deutlich an der Miene abzulesen. Die hellte sich natürlich auch nicht auf, als Idan Maymon mit seinem sechsten Treffer in der 32. Minute zum 14:12 traf. Rishon Le Zion erhöhte in der Folge dann sogar wieder auf 16:12.
Auch im Rest von Durchgang zwei gelang keine Leistungssteigerung bei den Zebras, die über weite Strecken enttäuschten. Beim Spielstand von 23:19 (52.) für Hapoel mußte man um den THW geradezu Angst haben, doch Tore von Jacobsen, mit 11 Treffern überragender Kieler, Olsson und Petersen ließen den THW mit 23:23 ausgleichen.
Idan Maymon erzielte 11/2 Tore gegen den THW Doch der Gastgeber zeigte sich konzentrierter, und ging kurz vor Schluß wieder erneut in Führung. So ist auch der 26:24 (13:12)-Sieg für die Israelis mehr als verdient. Überragender Spieler bei den Israelis war Idan Maymon (Foto) mit 11/2 Toren, gefolgt von Dan Livgot (6 Treffern). Für den THW traf Nikolaj Jacobsen mit 11/5 Toren am häufigsten. Der Rückraum dagegen hatte große Probleme, Magnus Wislander und Nenad Perunicic trafen nur je zweimal, auch Staffan Olsson - drei Tore - blieb blaß. Wolfgang Schwenke dagegen zeigte bei einigen Aktionen als Schütze und Anspieler, wie man gegen solch eine flinke Abwehr spielt - er traf dreimal.

Nachbericht Rishon Le Zion - THW.

Im EHF-Pokal-Viertelfinale gewann die SG Flensburg-Handewitt beim dänischen Vertreter GOG Gudme mit 24:22 (11:11). Der Spielverlauf war dabei knapper, als das Ergebnis vermuten läßt. Mehrere Male lag die SG mit einem Tor zurück, in der 52. Minute mußte sie sogar beim Stande von 18:20 zwei Tore aufholen.
Der TBV Lemgo schaffte im Viertelfinale des Pokalsiegerwettbewerbes gegen den ungarischen Spitzenverein Sportegyesület Dunaferr im Hinspiel in eigener Halle nur einen knappen 26:23 (12:12)-Sieg.
Der TV Großwallstadt verlor im City-Cup-Viertelfinale bei Banik Karvina (Tschechien) mit 26:28 (15:18). Mit dieser Zwei-Tore-Niederlage hat der TVG jedoch große Chancen, das Halbfinale zu erreichen.

Stimmen zum Spiel:

THW-Trainer Noka Serdarusic:
Wir müssen schon noch einmal sehr, sehr schlecht spielen, um gegen Hapoel rauszufliegen.

[Nenad Perunicic nahm er in Schutz:]
Es lag nicht allein an Nenad. Wenn ein Spiel so angelegt ist, sind auch die anderen gefordert, sich durchzusetzen und ins Spiel zu bringen.

[Zum Haupttorschützen Nikolaj Jacobsen:]
Niko hat die Siebenmeter sicher verwandelt und einige Male wurde er von den anderen in Szene gesetzt. Das war eine ganz normale Leistung. Niko hat nicht auf einem deutlich höheren Niveau gespielt als andere in der Mannschaft.

THW-Manager Uwe Schwenker:
Vor allem die ersten 20 Minuten waren eine Katastrophe.

Viertelfinale, Hinspiel: 20.02.00, So., 17.15 MEZ: Hapoel Rishon Le Zion (ISR) - THW Kiel: 26:24 (13:12)

Logo Hapoel Rishon Le Zion (ISR Flagge ISR):
Zaykman, Berkovic; Ben-Ayun, Olenik (2), Balsar (4), Gevardilas, Sabzuk (1), O. Maymon, I. Maymon (11/2), Livgot (6), Fireman, Dayan (1), Moriz (1); Trainer: Pupko
Logo THW Kiel:
Ege, Geerken; Wislander (2), Jacobsen (11/5), Schwenke (3), Perunicic (2), Petersen (3), Schmidt, Scheffler, Kibat, Olsson (3); Trainer: Serdarusic
Schiedsrichter:
Litvinov / Khudoerko (Saratov, Rußland)
Zeitstrafen:
Rishon Le Zion: 5 (u.a. dreimal Dayan);
THW: 6 (u.a. zweimal Perunicic)
Rote Karte:
Rishon Le Zion: Dayan nach dritter Zeitstrafe (56.)
Siebenmeter:
Rishon Le Zion: 5/2 (Steinar Ege pariert gegen I. Maymon und Dayan, Balsar an die Latte);
THW: 6/5 (Jacobsen verwirft, trifft aber im Nachwurf)
Spielfilm:
1. Hz.: 1:0, 1:1, 2:2, 4:2, 4:4, 7:4, 7:5, 9:5, 10:6, 12:7, 12:11, 13:11, 13:12;
2. Hz.: 14:12, 16:12, 16:15, 19:16, 21:17, 23:19, 23:23, 25:23, 25:24, 26:24
Zuschauer:
1200


(20.-22.02.2000) Ihre Meinung im Fan-Forum? Zur Newsübersicht Zur Hauptseite

 

THW auf dem Weg nach Israel

Der THW muß mehr als 2300km nach Israel reisen Der THW ist heute um 14.55 in die israelische Metropole Tel Aviv abgeflogen. Von dort geht's per Bus in die 15km südlich liegende 200000 Einwohner große Stadt Rishon Le Zion, der viertgrößten Stadt Israels. Dort bestreiten die Zebras am Samstag gegen Hapoel Rishon Le Zion das Champions League-Viertelfinal-Hinspiel. Anpfiff ist um 18.15 Ortszeit, das ist 17.15 Uhr MEZ.

Logo Hapoel Rishon Le Zion Der israelische Vorzeigeklub wurde 1968 gegründet, seit 1971 spielt Hapoel in der ersten israelischen Liga. Ende der 80er Jahre begann dann die Zeit der großen Erfolge: Zehnmal wurde man Meister (1988, 90,91,93,94,95,96,97,98 und 99), ebenfalls zehnmal Pokalsieger (1989, 90, 91,93,94,95,96,97,98 und 99).
International konnte man in den letzten Jahren nicht so viel bewegen, immerhin erreichte man in der Champions League 97/98, nachdem man sich in der Quali gegen US Ivry (FRA) durchgesetzt hatte, mit 6:6 Punkten einen respekatblen dritten Platz. In der Saison 98/99 schied man in der Qualifikationsrunde gegen Redbergslid Göteburg (SWE) aus, doch diese Saison dann der große Auftritt der Israelis auf der internationalen Bühne:
Rishon Le Zion setzte sich in der Qualifikationsrunde knapp gegen den portugiesischen Meister FC Porto durch und sorgte dann in den Spielen der Gruppe B für Furore. Besonders der 24:23-Heimsieg gegen die europäische Spitzenmannschaft Celje Pivovarno Lasko (Slowenien) sorgte nicht nur bei Handballexperten für große Aufmerksamkeit. Nach sechs Gruppenspielen hatte Hapoel sich dann mit 8:4 Punkten qualifiziert und den sicher nicht schlechten polnischen Meister Kielce hinter sich gelassen.
Das Erreichen des Viertelfinales ist sicherlich einer der größten Erfolge in der Vereinsgeschichte des israelischen Meisters. In der Region Tel Aviv fiebern die Handball-Fans schon seit Wochen auf das Spieg gegen den THW hin.
Der Kader des israelischen Meisters kann mit zwei ausländischen Spielern aufwarten: Linksaußen Yevgeni Olenik (27) aus der Ukraine und Kreisspieler Algirdas Gevardilas (27) aus Litauen. Dazu kommt der gebürtige Ukrainer Yevgeni Sabzuk (29, Linksaußen), der inzwischen einen israelischen Paß besitzt. Kein Wunder, daß die schnelle russische Handballschule das Spiel von Hapoel prägt. Als bester Spieler der Mannschaft gilt Kapitän Idan Maymon (Rückraum rechts), der in den Gruppenspielen 47(!) Tore warf. Fast alle israelischen Hapoel-Spieler sind zudem Nationalspieler. Trainiert wird das Team vom 38-jährigen Amir Pupko, einem ehemaligen israelischen Nationalspieler.

Das ist Nokas Meinung zum Spiel:

Ich hoffe, daß wir aus Tel Aviv als Sieger zurückkehren. Ich habe nur ein einziges Spiel gesehen, das Heimspiel von Hapoel Rishon Le Zion gegen Celje, das haben die Lübecker Schiedsrichter Bülow/Lübker gepfiffen. Die haben mir berichtet, daß es nicht nur ein hartes, sondern brutales Spiel war. Es gab drei rote Karten. Rishon Le Zion ist sicher nicht irgendeine Mannschaft. Sie haben zu Hause Celje mit einem Tor geschlagen und haben in Celje fast die gesamte erste Halbzeit ausgeglichen gestaltet, bevor Celje dann wegzog. Sie haben offiziell zwei Ausländer, aber eigentlich mehr, denn dort spielen einige russische Spieler jüdischer Abstammung, die nun einen israelischen Paß haben, z.B. Sabzuk, das ist ein ehemalig russischer Nationalspieler. Die haben ein paar wirklich gute Leute, und verstecken sich wirklich nicht. Was mir etwas Sorge macht: Wir haben russische Schiedsrichter...
Die russischen Unparteiischen sind das Duo Litvinov/Khudoerko, die auch schon das EM-Spiel Deutschland - Frankreich pfiffen, und vor ziemlich genau einem Jahr das Champions League-Viertelfinale zwischen dem THW und Portland San Antonio, das der THW 21:24 verlor, leiteten.
Dennoch ist Uwe Schwenker zuversichtlich: "In zwei Spielen sollten wir uns durchsetzen." Alles andere als ein Halbfinal-Einzug wäre eine Riesenenttäuschung.
Der THW reist übrigens erst am Montag, den 21.02.2000, nach Kiel zurück.

Radio-Tip:


(18./19.02.2000) Ihre Meinung im Fan-Forum? Zur Newsübersicht Zur Hauptseite

 

Wollte Noka einen Ungarn?

Am 26.1.2000 berichteten wir, daß THW-Trainer Noka Serdarusic mit einem noch geheimen Spieler als zweitem Mann auf Rückraum-Rechts neben Staffan Olsson liebäugelte. Die Spekulationen bei den THW-Fans waren natürlich groß, doch jetzt scheint das Geheimnis gelüftet:
Wunschkandidat von Serdarusic war scheinbar das ungarische Supertalent Lazslo Nagy, doch der Linkshänder hat inzwischen leider einen Vertrag beim FC Barcelona unterschrieben. So bliebt also weiter Kyung-Shin Yoon beim THW im Gespräch. Doch ob der Asiate von der Spielanlage her der Richtige für die Zebras ist, darüber streiten sowohl Fans als auch Experten.
Zudem ist der koreanische Handballer des Jahrhunderts sehr mit der Region Gummersbach und dem Verein verbunden, er betont immer wieder, daß er noch einen Vertrag über zwei Jahre besitzt, und diesen, gerade weil er sich im "guten Umfeld" so wohl fühlt, erfüllen will. Obwohl: "Sportlich würde der THW Kiel für mich eine große Herausforderung darstellen."


(18.02.2000) Ihre Meinung im Fan-Forum? Zur Newsübersicht Zur Hauptseite

 

Keine Überraschungen: DHB-Pokal-Endrunde komplett

THW im Halbfinale gegen Frankfurt

Die Endrunde in Hamburg (Spieltermin 1./2.4.2000) ist komplett: Durch einen knappen 25:22 (12:9)-Sieg über den VfL Gummersbach hat sich die SG Flensburg-Handewitt als letzte Mannschaft für das Final-Four qualifiziert.
Zuvor hatten schon GWD Minden (28:23 (16:11)-Sieg über den VfL Bad Schwartau), die SG W.M. Frankfurt (34:31 (15:15)-Sieg über den HC Wuppertal und der THW Kiel (29:27 (14:11)-Sieg über den SC Magdeburg) die Runde der letzten Vier erreicht.

Vor dem Pokalpartie in Flensburg fand bereits die Auslosung für das Final-Wochenende statt. Hier die ausgelosten Begegnungen:

SG Flensburg-Handewitt:GWD Minden
SG W.M. Frankfurt:THW Kiel


(17.02.2000) Ihre Meinung im Fan-Forum? Zur Newsübersicht Zur Hauptseite

 

THW nach Sieg über Magdeburg erneut in DHB-Pokal-Endrunde

Der THW steht zum dritten Mal in Folge in der Finalrunde des DHB-Pokals. Mit 29:27 (14:11) bezwangen die Zebras den SC Magdeburg und haben damit weiterhin die Möglichkeit, ihren DHB-Pokal-Titel erneut zu verteidigen.

Beide Teams gingen mit großen Verletzungsproblemen an den Start. Beim THW fehlten wie bekannt Stefan Lövgren und Michael Menzel, die Magdeburger mußten verletzungsbedingt auf ihre Russen Kuleschow und Atawin verzichten. Der deutsche Meister begann konzentriert, stand gut in der Deckung und lag in der vierten Minute mit 4:2 in Führung.
Die Magdeburger hatten große Probleme mit der THW-Abwehr, im Angriffspiel lief wenig zusammen. Besonders Nationalspieler Stefan Kretzschmar, der zunächst auf der für ihn ungewohnten Rückraum-Links-Position spielte, konnte keinerlei Akzente setzen. Bis zur 15. Minute erhöhten die Zebras den Vorsprung auf 7:3. Großen Anteil daran hatte Nenad Perunicic, der bis dahin schon dreimal getroffen hatte.
Michael Jahns Nach dem Anschluß auf 5:7 (18.) stellte SCM-Trainer Gislason seine Offensive um, Youngster Michael Jahns (Foto), in der letzen Saison noch Torschützenkönig der 2. Liga Nord, kam nun auf die Rückraum-Links-Position, Kretzschmar rückte auf seine gewohnte Außenstellung. Der Schachzug sollte sich für Magdeburg bezahlt machen, denn Jahns führte sich sofort gut ein, traf dreimal in Folge zum 6:7, 7:8, und 8:10 (23.).
Es sollte der THW-Deckung, die ansonsten nicht schlecht stand, bis zum Ende der Partie nicht gelingen, Jahns unter Kontrolle zu bringen. Der Sohn der DDR-Handball-Legende "Eisen-Harry" traf bis zum Schlußpfiff neunmal - Doch das sollte für den SCM nicht reichen.
Nach dem 14:11-Pausenstand blieb der THW auch im zweiten Durchgang stets mit zwei bis vier Toren in Front. Auch Schwächephasen der Gastgeber konnte der SCM nicht nutzen, denn die Ostdeutschen machten deutlich zu viele technische Fehler. In der 41. Minute - Spielstand 18:16 für den THW - dann eine weniger schöne Szene: Der gerade eingewechselte Beyreis foulte Nikolaj Jacobsen, als der in den Kreis sprang. Stefan Kretzschmar Die Folge: Rote Karte für den Magdeburger. Es sollte nicht die letzte bleiben, denn auch Stefan Kretzschmar (Foto) durfte nach dritter Zeitstrafe in der 50. Minute auf der Tribüne Platz nehmen.
In der Folge ließ sich der THW das Spiel dann weiterhin nicht aus der Hand nehmen. Als Magdeburg 100 Sekunden vor Schluß beim Stand von 25:28 den Ball verlor, war die Partie entschieden. Gueric Kervadec blieb mit den Treffern zum 26:29 und 27:29 nur noch Ergebniskosmetik.
[Bild: Nenad Perunicic] Beste Werfer beim THW waren Nikolaj Jacobsen (10/4) Tore, Nenad Perunicic (7, Foto) und Staffan Olsson (6). Für Magdeburg waren Jahns (9/1) und Liesegang (5) am erfolgreichsten.

Eine Bitte von Uwe Schwenker an alle THW-Fans:
Bitte fragen Sie noch nicht in der THW-Geschäftsstelle nach Karten für die Finalrunde in Hamburg. Über die Kartenverteilung wird erst in den nächsten Tagen entschieden.

Stimmen zum Spiel:

SCM-Trainer Alfred Gislason:
Wir hatten uns natürlich vorgenommen, hier zu gewinnen, auch wenn das nicht leicht ist. Wir sind dann aber nie so richtig in das Spiel gekommen, der THW lag immer mit zwei bis drei Toren in Führung. Bei uns hätte heute alles klappen müssen, damit wir hier gewinnen. Wir haben deutlich zu viele technische Fehler gemacht und in der Abwehr nicht agressiv genug gestanden, um die Überraschung zu schaffen.
Ein verdienter Sieg für den THW, viel Glück in Hamburg.

[Zur Leistung von Stefan Kretzschmar und Michael Jahns:] Stefan hat sehr unglücklich begonnen auf Rückraum-Links. Das ist ja auch nicht seine angestammte Position, aber ich habe ihn da spielen lassen, weil Jahns in den letzten Partie Probleme hatte. Stefan hat schlecht angefangen - mit technischen Fehlern und Stürmerfouls. In der zweiten Halbzeit war er dann etwas besser, aber er hat auch nicht so viele Bälle bekommen.
Zu Michael Jahns: Ich bin froh, daß er sich so gut verkauft hat.

THW-Trainer Noka Serdarusic:
Wir haben sehr ordentlich angefangen. In den ersten 30 Minuten haben wir sehr gut gespielt, gerade was die Deckung angeht, vielleicht haben wir da ein, zwei Tore zu viel bekommen, das waren dann die Bälle, an denen die Torhüter dran waren, aber die dann doch im Netz landeten. Insgesamt bin ich mit der ersten Halbzeit sehr zufrieden.
In der zweiten Halbzeit hatten wir nach zehn Minuten einen Vier-Tore-Vorsprung, dann kam mal wieder unsere alte Krankheit, gerade in Pokalspielen: Die Spieler wollen sich ausruhen, und machen das dann auf dem Feld, die Deckung z.B. wurde wesentlich breiter, die Räume größer. Aber wenn es richtig eng geworden wäre, dann hätten sie sicher anders gespielt. Ich bin froh, daß Nenad nun wieder fast voll dabei ist und wieder zur Form findet.

[Zum Spiel in Israel:]
Ich hoffe, daß wir aus Tel Aviv als Sieger zurückkehren. Ich habe nur ein einziges Spiel gesehen, das Heimspiel von Hapoel Rishon Le Zion gegen Celje, das haben die Lübecker Schiedsrichter Bülow/Lübker gepfiffen. Die haben mir berichtet, daß es ein sehr hartes Spiel war. Rishon Le Zion ist sicher nicht irgendeine Mannschaft. Sie haben zu Hause Celje mit einem Tor geschlagen und haben in Celje fast die gesamte erste Halbzeit ausgeglichen gestaltet, bevor Celje dann wegzog. Sie haben offiziell zwei Ausländer, aber eigentlich mehr, denn dort spielen einige russische Spieler jüdischer Abstammung, die nun einen israelischen Paß haben, z.B. Sabzuk, das ist ein ehemalig russischer Nationalspieler. Was mir etwas Sorge macht: Wir haben russische Schiedsrichter...

THW-Manager Uwe Schwenker:
Ich bin froh über das Erreichen des "Final-Fours". Wir haben heute deutlich energischer gespielt, als in den ersten Spielen nach der EM. Es sieht so aus, als ob die Spieler ihre mentalen Probleme überwunden haben.

Viertelfinale: 16.02.00, Mi., 20.00: THW Kiel - SC Magdeburg: 29:27 (14:11)

Logo THW Kiel:
Geerken (24.-50.), Ege (1.-24., 50.-60.) Wislander (1), Jacobsen (10/4), Schwenke, Perunicic (7), Petersen (2), Schmidt (3), Scheffler, Kibat, Olsson (6); Trainer: Serdarusic
Logo SC Magdeburg SC Magdeburg:
Fritz (1.-25., 50.-60), Gaudin (25.-50.); Machulla, Stefansson (5), Kervadec (4), Liesegang (5), Stiebler (1), Abati (1), Jahns (9/1), Mäuer, Kretzschmar (2), Beyreis; Trainer: Gislassson
Schiedsrichter:
Andler / Andler (Stuttgart)
Zeitstrafen:
THW: 3 (Perunicic), Schmidt, Olsson);
Madgeburg: 5 (Stefansson, Stiebler, dreimal Kretzschmar)
Rote Karten:
Magdeburg:
Beyreis nach Foul an Jacobsen (41.)
Kretzschmar nach dritter Zeitstrafe (50.)
Siebenmeter:
THW: 5/4 (Perunicic an den Pfosten);
Magdeburg: 2/1 (Kretzschmar setzt Aufsetzer über das Tor)
Spielfilm:
1. Hz.: 1:0, 1:2, 4:2, 4:3, 7:3, 7:6, 8:7, 8:7, 10:7, 10:8, 11:8, 11:9, 13:9, 13:11, 14:11;
2. Hz.: 15:11, 15:12, 16:12, 16:14, 17:14, 17:15, 18:15, 18:18, 20:16, 20:17, 22:17, 22:18, 23:18, 23:20, 24:20, 24:21, 25:21, 25:22, 27:22, 27:23, 28:23, 28:25, 29:25, 29:27
Zuschauer:
7250 (ausverkauft) (Ostseehalle, Kiel)
Spielgraphik:
Spielgraphik


(16.02.2000) Ihre Meinung im Fan-Forum? Zur Newsübersicht Zur Hauptseite

 

Nikolaj bleibt bis 2004! Auch Martin hat verlängert

[Bild: Nikolaj Jacobsen] Der THW hat einen weitere Stütze langfristig an sich gebunden: Unser Dänen-Turbo Nikolaj Jacobsen (Foto) verlängerte gestern seinen Vertrag, der noch bis 2001 galt, um weitere drei Jahre bis zum 30.6.2004.
"Was soll ich zur Vertragsverlängerung mit Nikolaj sagen", sagt Trainer Serdarusic, "er selbst hat allen Leuten gezeigt, warum wir ihn unbedingt halten wollen." Das wissen auch die Fans: 522 Tore in nur 72 Pflichtspielen und unglaubliche Trickwürfe ließen den sympathischen 119-fachen Nationalspieler innerhalb von eineinhalb Jahren zum Publikumsliebling werden.
"Ich habe mir hier einen Jugendtraum erfüllt", sagt Niko, "der THW ist genau der Verein, der zu mir paßt. Hier ist es sehr schön. Kiel ist der beste Klub der Welt." Auch privat ist alles perfekt: Frau Lenette und Tochter Freja fühlen sich hier sehr wohl, und außerdem braucht Nikolaj von Kiel aus nur zweieinhalb Stunden ins heimatliche Svendborg. So oft wie möglich trifft er sich dort mit seinen Brüdern.
Zahlen zur Vertragsverlängerung nannte THW-Manager Uwe Schwenker wie üblich nicht. Aber daß die Bezüge des Dänen ordentlich nachgebessert wurden, bestreitet er nicht: "Nikolaj hat's verdient."
Nikolaj Jacobsen reizen aber gerade auch die Perspektiven mit dem THW: "Wir haben einen herausragenden Kader, mit dem noch viel zu schaffen ist!" Dreimal konnte er mit seinem Heimatklub GOG Gudme die dänische Meisterschaft feiern, doch die letztjährige Meisterschaft mit dem THW war sein größtes sportliches Erlebnis überhaupt: "Erst der Sieg über Flensburg, dann die Feier mit 15000 Fans auf dem Rathausplatz - das vergesse ich nie!"

[Bild: Martin Schmidt] Der THW gab außerdem bekannt, daß Rechtsaußen Martin Schmidt (Foto), der seit 1991 bei den Zebras spielt, seinen Vertrag ebenfalls verlängert hat. Der 30-jährige 45-fache Nationalspieler wird nun mindestens bis zum 30.06.2002 beim THW bleiben.
"Die Vertragsverlängerungen spiegeln das Konzept unseres Klubs wider", erläutert THW-Manager Uwe Schwenker. "Wir sind der Verein in der Bundesliga mit der höchsten Verweildauer von Spielern. Das ist ein wichtiger Faktor, um die Identifikation mit den Fans zu gewährleisten."
Mit Nenad Perunicic (2004), Nikolaj Jacobsen (2004), Stefan Lövgren (2003), Steinar Ege, Klaus-Dieter Petersen und Martin Schmidt (alle 2002) hat der THW nun sechs Leistungsträger an sich gebunden, auch THW-Neuzugang Jonas Ernelind, von dem man sich einiges verspricht, hat einen Vertrag bis 2002.


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Mittwoch geht's gegen Magdeburg um den Einzug in die Finalrunde!

SaisonDatumTypBegegnungErgebnisGUV
HA
92/9331.03.1993DHB: 3. Runde SCM - THW21:14 V
93/9412.11.1994DHB: 4. Runde SCM - THW22:16 V
94/9512.01.1995DHB: Viertelfinale SCM - THW20:23 G
95/9631.01.1996DHB: 5. Runde SCM - THW23:19 (12:13) V
98/9927.03.1999DHB: Halbfinale THW - SCM29:20 (17:10)
in HH / Bericht
G
Im Viertelfinale des DHB-Pokals lautet am Mittwoch, 20.00 Uhr, die Partie THW Kiel gegen SC Magdeburg. Nichts ungewöhnliches, denn in den letzten acht Jahren mußte der THW nun alleine im Pokalwettbewerb sage und schreibe sechsmal gegen die Bördestädter antreten. Dreimal hatten die Zebras bisher das Nachsehen, zweimal konnten sie den SCM ausschalten (siehe Gegnerdaten Magdeburg).
Die Ostdeutschen, in den letzten Saisons immer als Titelkandidat gehandelt, bleiben weiter die launische Diva: Vor dem Heimspiel am vergangenen Mittwoch gegen den TBV Lemgo war der SCM ganz vorn mit dabei im Titelrennen. Zu Hause hatte man die Konkurrenten Kiel (siehe Bericht) und Flensburg bezwungen und lag mit 28:10 Punkten aussichtsreich auf Platz drei. Doch dann wieder einmal ein Aussetzer bei den Grün-Roten: In der "Festung Bördelandhalle", in der man noch nie verloren hatte, setzte es eine mehr als deutliche 19:27 (7:15)-Heimklatsche gegen einen verletzungsgeschwächten TBV Lemgo. Für diese Niederlage konnte man sich immerhin am Samstag in Großwallstadt teilweise rehabilitieren, als man einen Vier-Tore-Rückstand kurz vor Schluß noch zu einem 19:19 ausglich. Stefan Kretzschmar erzielte per Strafwurf in der Schlußminute den Ausgleichstreffer.
Vom Spielerkader her - den wir schon im Vorbericht zum Bundesliga-Hinspiel ausführlich vorstellten - ist klar, daß der SCM eine Spitzenmannschaft ist. Namen wie Kuleschow, Kretzschmar, Kervadec, Gaudin, Fritz, Stefansson und Atawin bürgen für Qualität. Dazu kommen bekannt starke Spieler wie Mäuer, Stiebler, Abati und Liesegang und junge, hoffnungsvolle Talente wie Jahns und Machulla. Doch der SCM steht unter Druck. "Ein Titel muß her", fordert SCM-Manager Hildebrand. Und nach der schwachen Leistung im EHF-Pokal - der SCM flog im Achtelfinale gegen ABC Braga aus dem Wettbewerb - muß man sich nun auf die beiden verbleibenden Titelchancen konzentrieren. Ein Sieg gegen den THW in der Ostseehalle, um die DHB-Pokal-Finalrunde zu erreichen, käme da natürlich gerade recht.
Das Bundesliga-Auswärtsspiel in Magdeburg verlor der THW am 2. Januar mit 28:25, das letzte Heimspiel wurde genauso wie alle vorherigen gewonnen (27:24-Sieg).

Die Oddset-Quoten für dieses Spiel lauten: THW-Sieg 1.25 - Unentschieden 6.40 - SCM-Sieg 3.45.

An den Kassen der Ostseehalle gibt es nur noch 150 Karten für dieses Spiel!
Für das Champions League-Viertelfinale in Hamburg gegen Hapoel Rishon Le Zion am 25.2. gibt es noch rund 1000 Karten! In der Ostseehalle können vor dem Magdeburg-Spiel Tickets mit Vorverkaufsrecht für ein mögliches CL-Halbfinale gekauft werden.

Letzte Aktualisierung vom 16.2.:

Der SCM muß ohne Abwehrchef Atawin und Spielmacher Kuleschow antreten, beim THW, bei dem Stefan Lövgren fehlt, ist der Einsatz von Nenad Perunicic und Wolfgang Schwenke gefährdet.
Dennoch fordert THW-Trainer Noka Serdarusic: "Wir wollen nach Hamburg!"

Radio-Tips:


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Es gibt noch Karten für Pokal-Viertelfinale gegen Magdeburg!

Alle THW-Freunde, die wegen der "Dauerkarten-Problematik" schon seit langem auf eine Gelegenheit warten, die Zebras gegen einen wirklich attraktiven Gegner in einer entscheidenden Partie zu sehen, sollten zugreifen:
Für das DHB-Pokal-Viertelfinale am Mittwoch, den 16.2., 20.00 Uhr, gibt es noch rund 800 Karten. Größere Spannung als gegen den Meisterschafts-Mitfavoriten Magdeburg im Kampf um den Einzug in die Endrunde kann man kaum erwarten!
Lesen Sie mehr im Vorbericht zum Spiel!


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Vorverkauf für Landesderby in Lübeck

Logo VfL Bad Schwartau Am 15. März steigt in der Lübecker Hansehalle das Landesderby zwischen dem VfL Bad Schwartau und dem THW Kiel. Wegen des großen Interesses startet der Vorverkauf bereits am 19. Februar an den Vorverkaufstellen des VfL Bad Schwartau.


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Eisenach-Spiel vorverlegt - DSF überträgt live

DSF-Logo Das Bundesliga-Spiel des THW beim ThSV Eisenach wurde um einen Tag auf den 3. März, 20.30 Uhr, vorverlegt. Grund: Das DSF wird das Match als "Spiel der Woche" live übertragen.
Beide Teams haben sich mit der Vorverlegung einverstanden erklärt, obwohl dies große Belastungen für die Kader bedeutet. Eisenach tritt am 1. März zu Hause gegen Dormagen an, der THW muß am gleichen Tag in Wallau 'ran. Das ist auch der Grund, warum der THW erst gar nicht aus Frankfurt nach Kiel zurückkehren wird. Stattdessen macht man Quartier in Rotenburg/Fulda, um dann halbwegs ausgeruht in Eisenach antreten zu können.


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Infos über Rishon Le Zion

Logo Hapoel Rishon Le Zion Endlich haben wir Informationen über den Gegner des THW im Champions League-Viertelfinale, Hapoel Rishon Le Zion. Der israelische Vorzeigeklub wurde 1968 gegründet, seit 1971 spielt Hapoel in der ersten israelischen Liga. Ende der 80er Jahre begann dann die Zeit der großen Erfolge: Zehnmal wurde man Meister (1988, 90,91,93,94,95,96,97,98 und 99), ebenfalls zehnmal Pokalsieger (1989, 90, 91,93,94,95,96,97,98 und 99).
International konnte man in den letzten Jahren nicht so viel bewegen, immerhin erreichte man in der Champions League 97/98, nachdem man sich in der Quali gegen US Ivry (FRA) durchgesetzt hatte, mit 6:6 Punkten einen respekatblen dritten Platz. In der Saison 98/99 schied man in der Qualifikationsrunde gegen Redbergslid Göteburg (SWE) aus, doch diese Saison dann der große Auftritt der Israelis auf der internationalen Bühne:
Rishon Le Zion setzte sich in der Qualifikationsrunde knapp gegen den portugiesischen Meister FC Porto durch und sorgte dann in den Spielen der Gruppe B für Furore. Besonders der 24:23-Heimsieg gegen die europäische Spitzenmannschaft Celje Pivovarno Lasko (Slowenien) sorgte nicht nur bei Handballexperten für große Aufmerksamkeit. Nach sechs Gruppenspielen hatte Hapoel sich dann mit 8:4 Punkten qualifiziert und den sicher nicht schlechten polnischen Meister Kielce hinter sich gelassen.
Der Kader des israelischen Meisters kann mit zwei ausländischen Spielern aufwarten: Linksaußen Yevgeni Olenik (27) aus der Ukraine und Kreisspieler Algirdas Gevardilas (27) aus Litauen. Dazu kommt der gebürtige Ukrainer Yevgeni Sabzuk (29, Linksaußen), der inzwischen einen israelischen Paß besitzt. Als bester Spieler der Mannschaft gilt Kapitän Idan Maymon (Rückraum rechts). Fast alle israelischen Hapoel-Spieler sind zudem israelische Nationalspieler. Trainiert wird das Team vom 38-jährigen Amir Pupko, einem ehemaligen israelischen Nationalspieler.

Danke an den Webmaster von Celje Pivovarno Lasko für erste Informationen (siehe auch Celje-Homepage).


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Dezimierter THW siegt in Schutterwald

Die großen Verletzungssorgen konnten den THW heute abend in Offenburg nicht stoppen. Mit 21:32 (18:8) gewinnt der THW beim Tabellenletzten TuS Schutterwald und ist damit Dritter hinter dem TBV Lemgo und Spitzenreiter SG Flensburg-Handewitt, die heute im Heimspiel gegen Minden ebenfalls gewann. Vor 2200 Zuschauern überzeugte vor allem Nikolaj Jacobsen, der acht Treffer für die Kieler erzielte. Bei den enttäuschenden Gastgebern war Kreisläufer Thorsten Kantimm mit sechs Toren bester Werfer. Vielleicht kann der deutliche Sieg in Schutterwald die geschundenen Zebras mental wieder aufbauen. Physisch konnte sich der THW beim Abstiegskandidaten Schutterwald immerhin schonen.

Eine konzentrierte Anfangsphase vor 2200 Zuschauern genügte dem THW, um als Sieger die Offenburger Sporthalle zu verlassen. Mit einer 4:0-Führung starteten die Zebras, nach 15 Minuten stand es 11:3 gegen einen nervösen TuS, dem die Kieler Nachricthen die Bundesliga-Tauglichkeit absprachen. Sieben der elf Treffer der ersten Viertelstunde hatten die Außen Martin Schmidt und Nikolaj Jacobsen per Tempogegenstoß und Außentreffern beigesteuert. Kurz vor der Pause traf dann Nenad Perunicic, der mit einem steifen Nacken "fitgespritzt" ins Spiel ging, vom Kreis mit seinem einzigen Treffer zum Halbzeitstand von 18:8 für den THW.
Nach dem Wechsel ließ der THW es verständlicherweise - Mittwoch geht's im Pokal schon wieder gegen Magdeburg weiter - langsamer angehen. Möglichst wenig Aufwand hieß die Maxime. Niko Kibat kam für 20 Minuten ins Match, Christian Scheffler half auf der für ihn ungewohnten rechten Seite aus. Der Vorsprung schmolz von 15 Toren (28:13, 48.) Minute zum Abpfiff auf elf Zähler zusammen, doch der TuS war auch für einen angeschlagenen THW nicht mehr als ein Sparringspartner. Auffälligster Spieler beim THW war Martin Schmidt mit sechs Treffern, Nikolaj Jacobsen traf mit 8/3 Toren am häufigsten.

Stimmen zum Spiel und der Situation in der Liga:

TuS-Trainer Thomas Happe:
Gegen Kiel kann man verlieren, aber der Auftritt der Mannschaft ist für mich unerklärlich. Ich weiß nicht, weshalb sie sich so unter Druck gesetzt hat. Wir haben wie paralysiert gespielt. Ich sah in der ersten Halbzeit fast Lähmungserscheinungen im Team.
Von unseren eigentlichen Leistungsträgern bin ich enttäuscht. Wenn ein Andreas Blank von einem Staffan Olsson versetzt wird, ist das eine Erfahrung, die er als junger Spieler machen muß, aus der er lernen kann. Passiert das aber einem erfahrenen Sieler, kann ich auf diese Erfahrung gerne verzichten.
THW-Trainer Noka Serdarusic:
So wie es jetzt aussieht, muß ich mit zehn Mann über die Saison kommen. Ob ich das schaffe, weiß ich nicht.
TuS-Kapitän Thorsten Kantimm:
Wir hatten zuviel Respekt und machten dadurch im Angriff zuviele leichte Fehler.
Staffan Olsson und Magnus Wislander zur Terminhatz:
Das ist doch alles nur noch Geldmacherei. Früher hatten wir nach einer EM oder WM vier Wochen Pause oder Urlaub und konnten uns erholen. Diese hohe Belastung hält auf Dauer keiner durch.
THW-Manager Uwe Schwenker:
Die beiden sind zwar physisch nicht am Ende, aber mental ausgepowert. Sie nehmen ihren Job sehr ernst. Aber wir müssen sehen, dass wir mit nur noch elf gesunden Spielern durch die Saison kommen.
Alle Mannschaften leiden gleich. Dafür ist wenigstens das Titel-Rennen wieder völlig offen.

20. Spieltag: 12.02.00, Sa., 19.30: TuS Schutterwald - THW Kiel: 21:32 (8:18)

Logo TuS Schutterwald:
Schneider, Bischoff; Kaniowski (2), Springel, Roggisch (2), Kempf, Sharnikau (4), Kantimm (6), Beblinger (2), Schilling (2), Blank (1), Klüttermann (2); Trainer: Happe
Logo THW Kiel:
Ege (1.-40.), Geerken (40.-60.); Wislander (6), Jacobsen (8/3), Schwenke (4), Perunicic (1), Petersen (1), Schmidt (6), Scheffler (2), Kibat (1), Olsson (3); Trainer: Serdarusic
Schiedsrichter:
Caris (Alpen) / Förster (Viersen)
Zeitstrafen:
Schutterwald: 1 (Roggisch);
THW: 2 (zweimal Wislander
Siebenmeter:
Schutterwald: 2/0 (Berblinger wirft über das Tor und scheitert an Ege);
THW: 3/3
Spielfilm:
1. Hz.: 0:4, 1:4, 1:6, 2:6, 2:8, 3:11, 6:11, 6:15, 7:15, 8:16, 8:18;
2. Hz.: 8:20, 10:23, 13:28, 16:28, 16:30, 19:30, 21:31, 21:32
Zuschauer:
2200 (Sporthalle, Offenburg)


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Neue Umfrage: Kann der THW noch Meister werden?

Viele Handballexperten bezweifeln, daß der THW mit seinen großen Verletzungssorgen noch eine Chance in der Meisterschaft hat. Wie sehen Sie die Situation der Zebras?
Stimmen Sie oben rechts auf dieser Seite unter 'Kurzumfrage' mit ab!

Natürlich laufen unsere anderen Umfragen, z.B. hinsichtlich der Champions League, weiter!


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Karlchens Einwurf: Wintergedanken

Ab sofort werden wir in loser Reihenfolge immer einmal wieder "Karlchens Einwurf" aus dem Zebra-Magazin veröffentlichen:
Es ist Winter, der Wind braust um das Haus, Regen prasselt auf's Dach, wohl dem, der jetzt an einem Kamin sitzen kann. Ach, überhaupt läuft das Leben geruhsamer ab. Das ist die Zeit, alte Photoalben herauszuholen und sich an die Vergangenheit zu erinnern. Ein dicker Ordner aus den 80er und 90er Jahre liegt vor mir, voller THW-Meldungen. Erinnert sich noch einer an Valeri Savko von Milbertshofen, der 2,20 m Riese hat Kay Germann 'mal einen Schneidezahn ausgeschlagen und dann 1987 ein junger Spieler kommt zum THW, Wolfgang Schwenke. Überhaupt ist interessantes auf den alten Bildern zu sehen, ich wußte gar nicht, daß Martin 'mal so lange Zottel hatte, wie heißt das noch `mal: "Vokuhila"?
Und ein Hoch auf alle Fälle auf Camilla Wislander. Ihr ist es zu verdanken, daß Max 1990 zu uns kam, weil ihr Spanien einfach zu weit von Schweden entfernt war. Da kann Camilla auch ruhig einmal flaxen, etwa wenn sie über Max Wurfkraft meint, "das seien überhaupt keine Würfe, das ist ja wie beim Fangball". Solche Neckereien kann er ruhig über sich ergehen lassen, warum auch nicht, wenn man 10 Tore in einem EM-Finale wirft. Und es gibt ein paar Dinge, die ändern sich wohl nie. Da siegen unsere Jungs zum ersten mal in der Geschichte Kiels in der Grugahalle in Essen und was gibt es von Trainer Noka zur Belohnung: klar, am nächsten Morgen dürfen sie zum Waldlauf. Seine Begründung, während des Spiels hätten ihm einige der Jungs zu sehr geschwitzt. Als Noka 1993 nach Kiel kam, stand ihm damals die jüngste Mannschaft der Bundesliga zur Verfügung, Durchschnittsalter etwas über 23 Jahre. Das also hat sich geändert, auch in Hinsicht auf Neuzugänge, denn als Linksaußen Christian Scheffler und Rechtsaußen Martin Schmidt 1991 zu den Zebras kamen, wurden hauptsächlich junge, unbekannte Spieler eingekauft. Heute ist das anders, dafür bekommen wir Zuschauer das, was wir uns laut einer Statistik vom Anfang dieses Jahrzehnts am meisten vom THW wünschen: "Schöne Kombinationen und schöne Tore". Die gibt es jetzt stets dutzendweise. Überhaupt diese Statistik vom Anfang des Jahrzehnts, auch heute wird sie noch gelten. Heute wie damals erstaunlich für eine Sportveranstaltung, ein Drittel aller Zuschauer sind Frauen. Der THW-Besucher war im Durchschnitt 38,4 Jahre alt, heute dürfte er also Mitte 40 sein. Die THW-Gemeinde, eine verschworene Gemeinschaft, schon damals gab es nur Dauerkarten, so daß der Spiegel 1988 meinte, eher bekommt man Karten für den Wiener Opernball, als für ein Spiel des THW. Alte Photos und Geschichten, ein Teil des THW und auch von vielen Zuschauern. Eine Geschichte, an der ständig weiter geschrieben wird ... bei jedem Spiel.


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THW-Rumpfteam nach Schutterwald

Logo TuS Schutterwald Der THW fährt mit einem Rumpfteam zum Tabellenletzten Schutterwald: #Lövgren und Menzel fallen für drei Wochen bzw. sogar endgültig aus (siehe Bericht), Olsson (Schulterzerrung), Schmidt und Ege sind angeschlagen.
So nimmt Trainer Noka Serdarusic, dem kaum noch Alternativen bleiben, dann auch THW-Youngster Nico Kibat mit in den Nord-Schwarzwald: Nico ist selbst in Altenholz, das in der zweiten Liga gegen den Abstieg spielt, nicht die erste Wahl. Vielleicht kann er die eine oder andere Minute helfen, damit andere eine kleine Verschnaufpause auf der Bank bekommen können."
Doch trotz aller Verletzungssorgen muß der THW beim TuS gewinnen können. Die Männer aus der Ortenau haben bisher gerade mal einen positiven Zähler auf ihrem Punktekonto (siehe Tabelle). Am zweiten Spieltag gelang zu Hause ein Unentschieden gegen Dormagen, seitdem hagelte es aber wieder nur Niederlagen (siehe Spielübersicht).
Auch der Wechsel des Trainers - das Schutterwälder Urgestein Martin Heuberger gab auf, Ex-TUSEM-Spieler Thomas Happe kam Ende November - brachte bisher keinen Erfolg. Zudem hat der Kader des TuS wegen akuter Finanzprobleme mitten in der Saison den Abgang von Martin Reuter, Andreas Bulei, Szymon Szszucki und Philippe Schaaf zu verkraften. Neu hinzugekommen ist am Dienstag der weißrussische Jungnationalspieler Igor Sharnikau (23), von dem sich TuS-Coach Happe "am Samstag gegen Kiel eine Belebung verspricht".
Im letzten Jahr gewann der THW mit 29:22 (13:11) in der Ortenau (siehe auch Gegnerdaten), beim 34:24-Sieg in dieser Saison war der TuS in der Ostseehalle ohne jede Chance. Noka vertraut jedenfalls auf eine deutliche Steigerung: "Man hat uns schon des öfteren abgeschrieben, meistens war das ein Fehler."
Fetzig wird's wohl nicht nur ab dem Anpfiff (19.30 Uhr) in der Offenburger Eishalle werden, sondern auch nach Spielende in der Schutterwälder Mörburg-Halle. Um den Haushalt zu sanieren, hat der TuS dieses wie auch einige andere Spiele an Sponsoren verkauft, nach dem Spiel gibt's dann ein Unterhaltungsprogramm mit "Oldie-Night". Der THW unterstützt die Aktion mit eine Autogrammstunde.

Radio-Tips:


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Glück im Ünglück für Lövgren: "Nur" drei Wochen Pause

"Memel" wird am 1. März operiert

Mit schmerzverzerrtem Gesicht muß Lövgren die Halle
verlassen
Stefan Lövgren fällt drei Wochen aus.
Stefan Lövgren und der THW hatten Glück im Unglück: Der Verdacht auf einen Ermüdungsbruch im rechten Fuß (wir berichteten) hat sich glücklicherweise nicht bewahrheitet.
Die gestrige Diagnose ergab eine schwere Verrenkung im Grundgelenk des großen Zehs mit Kapseleinriß. Lövgren kann sich nur an Krücken fortbewegen, drei Wochen muß der Schwede nun aussetzen.

An dem Karriereende von Michael Menzel (wir berichteten) gibt es dagegen leider nichts zu rütteln: Wegen des fortgeschrittenen Knorpelschadens im lädierten Knie wird "Memel" voraussichtlich am 1. März operiert werden. Leistungssport ist für den 32-jährigen nicht mehr möglich. Das bedeutet für den THW, daß Martin Schmidt die Saison auf Rechtsaußen als Einzelkämpfer zu Ende spielen muß...


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DSF überträgt Champions League-Spiel

DSF-Logo Das DSF das Champions League-Viertelfinalspiel des THW gegen Hapoel Rishon Le Zion (ISR) am 25.2.2000 ab 19.30 Uhr live.


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Neuer Fragebogen

Wir wollen noch besser werden. Deswegen brauchen wir Ihre Meinung! Wir würden uns freuen, wenn Sie den neuen Fragebogen ausfüllen würden.


(10.02.2000) Ihre Meinung im Fan-Forum? Zur Newsübersicht Zur Hauptseite

 

Neue Fotos von Olsson und Jacobsen

Ab sofort sind neue Fotos von Staffan Olsson und Nikolaj Jacobsen abrufbar.


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Spiel gegen Rishon um eine halbe Stunde vorverlegt

Das Champions League-Viertelfinalspiel, das der THW am 25.2.2000 in Hamburg gegen Hapoel Rishon Le Zion bestreitet, ist von 20.00 Uhr auf 19.30 Uhr vorverlegt worden.


(09.02.2000) Ihre Meinung im Fan-Forum? Zur Newsübersicht Zur Hauptseite

 

Krampfsieg über Wuppertal - Große Verletzungssorgen beim THW

Muß der THW seine Ziele nach unten korrigieren?

Lövgren fällt möglicherweise lange aus, Menzel muß Karriere beenden
[Bild: Michael Menzel] In einer niveauarmen Partie schlug der THW heute abend den HC Wuppertal mit 26:23 (14:11). Doch auch trotz des Sieges konnte konnte weder bei den Fans, noch beim THW Freude aufkommen, denn nach Spielende hagelte es Hiobsbotschaften für die Zebra-Führung. Stefan Lövgren fällt möglicherweise sechs bis acht Wochen aus, Michael Menzel (Foto) muß seine Karriere sogar mit sofortiger Wirkung beenden: Sein Knorpelschaden im Knie läßt Leistungssport nicht mehr zu. Dazu später mehr, zunächst zum Spiel:
Von Beginn an war in der Begegnung der Wurm drin. Der THW hatte Probleme in der Deckung, besonders gegen den Norweger Stig Rasch (bester Schütze mit sieben Toren), und konnte im Angriff auch nur bedingt überzeugen. Nur Staffan Olsson packte die Keule aus, und konnte vier seiner fünf durch Gewaltwürfe erzielten Tore in der ersten Halbzeit markieren.
Bruno Martini beim Warmmachen Der französische Nationaltorhüter Bruno Martini. Er zeigte später mit zwölf Paraden und einem gehaltenen 7m eine gute Leistung

Erst beim 10:8 in der 21. Minute gelang den Zebras erstmals eine Zwei-Tore-Führung. Zu diesem Zeitpunkt hatte THW-Coach Serdarusic schon ausgiebig von seinem Wechelrecht Gebrauch gemacht. Für Axel Geerken, der in den ersten vierzehn Minuten wenig angefaßt hatte, kam Steinar Ege ins Kieler Tor, Klaus-Dieter Petersen war eine Minute zuvor in den Deckungsverband für Stefan Lövgren eingewechselt worden. Am Kreis spielte Wislander und ab der 15. Minute durfte Publikumsliebling Nikolaj Jacobsen bis zum Halbzeitpfiff eine Denkpause einlegen. Er hatte nach einem technischen Fehler beim Strafwurf die Schiedsrichter beleidigt und eine Zeitstrafe kassiert - diese Unbeherrschtheit sah Noka verständlicherweise gar nicht gern.
Auch die Unparteiischen Dang/Zacharias hatten sich inzwischen dem niedrigen Niveau der Partie angepaßt. Eine 5:4-Feldüberzahl nach Zeitstrafen gegen Schwenke, Häusler und Martini (Meckern) nutzte der THW immerhin, um auf 12:9 (25.) zu erhöhen. Diesen Drei-Tore-Vorsprung konnte der Deutsche Meister bis zum Pausenpfiff beim 14:11 halten.
Auch die Durchsage, daß Titelkonkurrent Flensburg zur Pause in Essen mit 9:12 zurücklag, konnte die Zebras im zweiten Durchgang nicht beflügeln. Das Spiel blieb schwach, einziger Lichtblick war, daß der THW das Zepter weiter in der Hand hielt. Die Stationen der zweiten Halbzeit: 15:13 (33.), 19:16 (42.), 22:18 (47.), 23:20 (50.). Kuriose Szene dann in der 50. Minute: Der gerade eingewechselte Bodo Leckelt kassierte eine Zeitstrafe, und sah plötzlich rot. Die Wuppertaler Bank hatte vergessen, ihn auf dem Spielberichtsbogen nachzutragen. Das war dem HCW schon im letzten Jahr gegen den THW passiert. Damals sah Saric in der 2. Minute die rote Karte, weil er nicht ordnungsgemäß eingetragen war.

Stefan Lövgren am Boden
Stefan Lövgren am Boden.
Mit schmerzverzerrtem Gesicht muß er die Halle
verlassen
Er könnte mindestens sechs bis acht Wochen ausfallen.
Als Stefan Lövgren (Foto) dann in der 57. Minute per Einzelaktion zum 26:22 traf, war das Spiel entschieden, alles schien "in Butter" zu sein. Doch dann die 59. Minute: Erneut Lövgren, diesmal beim Tempogegenstoß: Beim Wurf knickt der Schwede um, bleibt am Boden liegen. Mit schmerzverzerrtem Gesicht muß er aus der Halle getragen werden. Erste Diagnose von THW-Doc Brandecker: Verdacht auf Mittelfußknochenbruch, möglicherweise sechs bis acht Wochen Pause.
Lesen Sie, was Dr. Brandecker über Stefans Verletzung sagt.

Und noch eine bittere Hiobsbotschaft nach dem Spiel: An seinem heutigen 32. Geburtstag bestritt Michael Menzel (Foto) sein definitiv letztes Spiel für den THW. Ein fortgeschrittener Knorpelschaden im Knie macht Leistungssport für ihn ab sofort unmöglich.
Dr. Brandecker erklärt, warum "Memel" nicht mehr spielen kann.

Zu diesen schlimmen Nachrichten kommen noch die Verletzungen von Steinar Ege und Staffan Olsson. Unser Norweger laboriert schon seit Wochen an einer Knochenabsplitterung an der Ferse, kann frühstens in drei Wochen wieder schmerzfrei spielen, und auch Staffan ist wegen einer Zerrung im Schulterblatt des Wurfarms nur mit Spritzen spielbereit.
Nach solcher einer Flut von Negativmeldungen konnte auch der Sieg und die Tatsache, daß Konkurrent Flensburg in Essen mit 22:29 verloren hatten, die Mienen der THW-Verantwortlichen nicht aufhellen. Schön und gut, daß man nun auf drei Punkte an die SG herangerückt ist, doch mit zehn bis elf Mann die Saison zu Ende spielen zu müssen, macht eine weitere Aufholjagd bei der momentanen Dreifachbelastung fast unmöglich.

Stimmen zum Spiel:

[Bild: Pressekonferenz]
Von links: THW-Manager Uwe Schwenker, THW-Arzt Dr. Detlev Brandecker, THW-Trainer Noka Serdarusic, Hallensprecher Rolf Körting, HCW-Trainer Stephan Schoene
HCW-Trainer Stephan Schoene:
Nach solch einem Spiel stellt sich die Frage: Soll man zufrieden sein? Mit dem Spiel vielleicht, mit dem Ergebnis sicher nicht. Wir hätten gewinnen können, konnten den Spieß aber nicht umdrehen. Ich habe meiner Mannschaft schon in der Kabine deutlich gesagt, daß ich über die Ego-Aktionen im Verlauf der zweiten Welle sehr verärgert bin. Solche Aktionen hätten nicht sein müssen. Fünf, sechs, sieben mal ist das passiert. Wenn man den Außen oder den Kreis anspielt, hat man eine 80 Prozent Torchance, dann hätten wir das Spiel offen gestalten können. Das hat mich geärgert, das kann ich so nicht akzeptieren.
Unser Positionsangriff in den ersten 20 Minuten war gut, die Spielzüge haben geklappt, das war nicht von schlechten Eltern. Aber in der Deckung sind wir zu weit raus gekommen, das hat der THW ausgenutzt und ist mit einigen Aktionen durchgebrochen. Im zweiten Teil der ersten Halbzeit war's dann umgekehrt: Vorne herrschte Hektik.
In der zweiten Halbzeit hatten wir zunächst Probleme, als der THW auf 5:1-Deckung umstellte und Perunicic vorgezogen spielte. Daran mußten wir uns erst gewöhnen, dann haben wir die Chancen ganz gut herausgespielt. Gegen Kiel auswärts zu gewinnen ist immer eine schwere Aufgabe, das weiß jeder. Deshalb brauchen wir nicht mit hängenden Köpfen nach Wuppertal zurückzufahren. Wir haben demnächst wichtige Spiele, wir müssen in Bundesliga und Pokal zweimal gegen Wallau antreten. Als Pokalviertelfinalist muß man die Chance wahrnehmen, in die Endrunde zu kommen, gerade wenn man wie wir noch nie einen Titel geholt hat. Wichtig ist natürlich aber auch für uns, den Abstieg zu vermeiden.
Glückwunsch an den THW:

[Frage: Wie kam es zur roten Karte gegen Leckelt?]
Unser Betreuer, der normalerweise den Spielberichtsbogen ausfüllt, war verhindert. Deswegen hatten wir einen Bogen vorbereitet und kurz vor dem Spiel einen Spieler gestrichen, um später eine Entscheidung treffen zu können. Dann haben wir vergessen, Leckelt nachzutragen.

THW-Trainer Noka Serdarusic:
Zum Spiel brauche ich ja nicht mehr so viel zu sagen, das hast Du [Stephan Schoene] ja schon erledigt. Nur kurz dazu: Ich hoffe, daß Ihr so schnell hier nicht wieder eine solche Chance bekommt, den THW zu schlagen.
Das war heute sicherlich eines der schlechtesten Spiele in der Ostseehalle in dieser Saison. Von der Deckung bin ich enttäuscht, mit dem Angriff in der ersten Halbzeit bin ich halbwegs zufrieden, in der zweiten Halbzeit waren wir auch da konfus.
Klar, das Spiel in Gummersbach war eine Riesenenttäuschung, da mußte sich die Mannnschaft einiges anhören, auch von mir. In Gummersbach haben wir aber sogar noch besser gespielt als heute. Sicher, die Kritik hat sie natürlich für das Spiel heute nicht unbedingt aufgebaut, die Mannschaft war nicht hundertprozentig da. Hoffentlich fangen wir bald wieder an, Handball zu spielen.
Nun müssen wir sehen, wie wir mit zehn bis elf Mann über die Runden kommen. Eher zehn, denn Nico Kibat hat mehr für Altenholz gespielt und trainiert, als für uns, deswegen kann ich ihn nicht als vollwertigen Ersatz ansehen. Und wenn man bedenkt, was in den nächsten Wochen auf uns wartet - z.B. Europapokal, Flensburg, Lemgo - das müssen wir eben nun mit zehn Mann durchstehen, es geht eben nicht anders. Die Wechselfrist ist am 15. Januar abgelaufen, wir könnten höchstens noch einen Spieler verpflichten, der nirgendswoanders eingesetzt wurde, und der würde dem THW sicher nicht weiterhelfen. Eine vorzeitige Verpflichtung von Jonas Ernelind ist schon aus diesem Grund ausgeschlossen.
Wenn man mal ein wenig zurückdenkt, wir haben auch früher schon nur mit zehn, elf Mann gespielt, aber jetzt sind auch von diesen zehn, elf Mann einige nicht fit, das macht mir Sorgen.
THW-Arzt Dr. Detlev Brandecker:
Zunächst zu Michael Menzel:
Wir wußten, daß das voroperierte Knie ein Risiko darstellen würde. Ein Einsatz war zwar aus medizinischer Sicht vertretbar, das wurde eng mit dem Spieler und dem Trainer abgestimmt, aber es blieb ein Rest-Risiko. Heute ist nun leider der Zeitpunkt gekommen, wo objektive Faktoren Leistungssport unmöglich machen. Heute morgen haben wir bei einer weiteren Kernspin-Tomographie festgestellt, daß sein Knorpelschaden weiter fortgeschritten ist. Wir hoffen, daß wir die Knorpel für Alters- und Freizeitsport wieder herstellen können, aber Michaels Karriere als Berufssportler ist heute zu Ende gegangen.

Nun zu Stefan Lövgren:
Es besteht der Verdacht auf einen Ermüdungsbruch im linken Mittelfuß. Sollte sich dies bestätigen, würde er mindestens sechs bis acht Wochen ausfallen.

THW-Manager Uwe Schwenker:
Wir können jetzt nicht den Kopf in den Sand stecken. Sicher, die Situation ist unbefriedigend. Wir wußten schon vor der Saison, daß es schwierig werden könnte. Wir sind wahrscheinlich die Mannschaft mit der höchsten Belastung überhaupt - Bundesliga, Pokal, Champions League, Nationalmannschaft. Daß sowas passieren könnte, war klar. Vielleicht müssen wir nun unsere Ziele nach unten korrigieren. Der Druck auf uns wird nun eher kleiner als größer - und der Druck, der auf der Mannschaft lastete, war schon enorm hoch. Vielleicht fallen sogar noch zwei weitere Spieler länger aus. Eigentlich hätten wir mit einem größeren Kader in die Saison gehen müssen, aber das wäre nur mit einem erheblich größeren finanziellem Risiko gegangen.

19. Spieltag: 09.02.00, Mi., 20.00: THW Kiel - HC Wuppertal: 26:23 (14:11)

Logo THW Kiel:
Ege (14.-60.), Geerken (1.-14., ein 7m); Wislander (3), Jacobsen (5/3), Schwenke, Menzel, Perunicic (6), Petersen, Lövgren (4), Schmidt (2), Scheffler (1), Olsson (5); Trainer: Serdarusic
Logo HC Wuppertal:
Martini (1.-22., 24.-60.), Andersson (22.-24. und ein 7m); Sigurdsson (4), Grimsson (4/3), Felixsson (1), Dedu (3), Strauß (n.e.), Leckelt, Schürmann, Rasch (7), Häusler, Filippv (4), Beelmann (n.e.); Trainer: Schoene
Schiedsrichter:
Dang (Kriftel) / Zacharias (Mainz)
Zeitstrafen:
THW: 4 (Schwenke, Jacobsen, Petersen, Olsson);
Wuppertal: 5 (Martini, Dedu, Leckelt, zweimal Häusler)
Rote Karte:
Wuppertal: Rote Karte für Leckelt, 50. Minute, war nicht im Spielberichtsbogen eingetragen
Siebenmeter:
THW: 4/3 (Jacobsen scheitert an Martini);
Wuppertal: 3/3
Spielfilm:
1. Hz.: 1:0, 1:2, 3:2, 3:3, 4:3, 4:4, 5:4, 5:5, 6:5, 6:6, 7:6, 7:7, 8:7, 8:8, 10:8, 10:9, 12:9, 12:10, 13:10, 13:11, 14:11;
2. Hz.: 15:11, 15:12, 15:13, 17:13, 17:15, 18:15, 18:16, 19:16, 19:17, 20:17, 20:18, 22:18, 22:20, 23:20, 23:21, 24:21, 24:22, 26:22, 26:23
Zuschauer:
7250 (ausverkauft) (Ostseehalle, Kiel)
Spielgraphik:
Spielgraphik


(09.02.2000) Ihre Meinung im Fan-Forum? Zur Newsübersicht Zur Hauptseite

 

Ernelind will ein Teil des Kieler Erfolges werden

[Bild: Nikolaj Jacobsen] THW-Neuzugang Jonas Ernelind stand uns in einem E-Mail-Interview Rede und Antwort. Dabei kam heraus, daß Stefan Lövgren nicht unerheblichen Anteil an der Verpflichtung des 23-jährigen schwedischen Nationalspielers hatte...
Bei dieser Gelegenheit haben wir dann natürlich auch unsere Spielerseite über Jonas Ernelind aktualisiert.


(08.02.2000) Ihre Meinung im Fan-Forum? Zur Newsübersicht Zur Hauptseite

 

Jacobsen mal wieder in der Mannschaft der Woche

Logo Handball-Woche [Bild: Nikolaj Jacobsen] Eine Meldung, die Handball-Experten und THW-Fans nicht mehr sonderlich aufregt: Nikolaj Jacobsen (Foto rechts) ist einmal mehr von der Handball-Woche für die "Mannschaft der Woche" nominiert wurden. Es war das sechste Mal in dieser Saison.
Unser Dänen-Turbo bleibt nach seinen 15 Toren im Spiel gegen Gummersbach zwar mit 123/54 Toren in 16 Spielen (Schnitt 7,68) weiter auf Platz drei der Bundesliga-Torschützenliste, doch er ist seinem Freund und Top-Torjäger Lars Christiansen (Platz eins mit 145/70 Toren in 19 Spielen = 7,63 pro Match) deutlich auf die Pelle gerückt. Platz zwei belegt weiter der Gummersbacher Rückraum-Star Kyung-Shin Yoon mit 126/10 Toren in 19 Spielen. Der Koreaner ist auch der Schütze mit den mit Abstand am meisten Feldtoren.


(08.02.2000) Ihre Meinung im Fan-Forum? Zur Newsübersicht Zur Hauptseite

 

Endlich wieder ein Heimspiel - Wuppertal kommt

Logo HC Wuppertal Nach vier Auswärtsspielen in Folge darf der THW am Mittwoch, 20.00 Uhr, endlich wieder einmal in der Ostseehalle Station machen, bevor er zu vier weiteren Auftritten in der Fremde startet. Gegner am Mittwoch ist der HC Wuppertal, der nach einem ausgeglichenen Start Anfang Oktober mit 5:7 Punkten noch Tabellensechster war (siehe Bundesliga-Kurve Wuppertal), dann aber eine Negativ-Serie von 1:19 Punkten hinlegte und sich plötzlich Mitte Dezember auf Platz 16 wiederfand. Nach zwei Heimsiegen gegen die Abstiegskonkurrenten ist mit Tabellenplatz 15 und 10:26 Punkten die Abstiegsgefahr keineswegs gebannt.
In gegnerischen Hallen war der HC in dieser Saison bisher ein gern gesehener Gast, nur einmal gelang ein Sieg (in Dormagen), ansonsten wurden die Punkte brav an die Hausherren abgeliefert. Hoffen wir, daß das auch am Mittwoch so bleibt. Denn die Truppe von Trainer Stephan Schoene, die wir im Vorbericht zum Hinspiel vorstellten, ist keine schlechte. Das mußte auch der THW feststellen, der bei seinem Auftritt in Wuppertal nur knapp gewinnen konnte.
Top-Scorer Stig Rasch Zwei Veränderung hat es seit dem Hinspiel im Kader der Wuppertaler gegeben: Für den nach der "Disco-Affäre" geschaßten Torhüter Chrischa Hannawald spielt nun der französische Nationalkeeper Bruno Martini (112 Länderspiele) im Kasten, zudem wechselte im Dezember Rechtsaußen Holger Beelmann von der HSG Nordhorn zum HCW. Erfolgreichste Torschützen für Wuppertal sind momentan die Nationalspieler Stig Rasch (Norwegen, RL, 80 Tore, Foto) und Dimitri Filippov (Rußland, LA/RM, 79 Tore).
Im letzten Jahr gelang dem THW ein klarer 36:13-Sieg gegen Wuppertal (siehe Bericht und Gegnerdaten - das war der höchste Heimsieg in der THW-Bundesliga-Geschichte. Solch ein Erfolgserlebnis würde den Zebras momentan sicher gut tun...

Update: Serdarusic verärgert

Nach der Niederlage in Gummersbach zeigt sich Noka Serdarusic vor der Partie gegen Wuppertal ratlos: "Warum brennen sie nur vor dem eigenen Publikum, warum nicht auch auswärts? Ich habe keine Erklärung für die Auswärtsschwäche. Das macht mir keinen Spaß mehr", sagt Serdarusic verärgert. Die EM als Ausrede läßt er nicht gelten: "Kaputt oder nicht, wir hatten unsere Chancen, aber wir haben sie nicht genutzt. Der letzte Fehlpaß und der letzte Wurf kamen von Nenad Perunicic, nicht von den Schweden. Wislander hat zwar in der Abwehr schlecht gestanden und den letzten Schritt gespart. Olsson hat wegen einer Zerrung in der Wurfarm-Schulter gar nicht werfen können. Aber entscheidend war, daß wir in vielen Szenen den Ball leichtfertig weggegeben haben, das war's."
Pitti meint: "Wir dürfen nicht soviel auf die Tabelle zu schielen, sondern erst mal Leistung zu bringen. Natürlich wollen wir noch Meister werden. Aber wir müssen erst mal die Spiele gewinnen und dann rechnen."
Die Gäste aus Wuppertal hält Serdarusic für gefährlicher, als ihr fünfzehnter Tabellenplatz ausdrücken mag. Einen Hauptgrund für die momentane schlechte Plazierung sieht er in den langen Verletzungen von Stig Rasch und Dagur Sigurdsson - doch die sind beide am Mittwoch wieder mit dabei.

TV- und Radio-Tips:


(07./08.02.2000) Ihre Meinung im Fan-Forum? Zur Newsübersicht Zur Hauptseite

 

Staffan: Wir schaffen es noch

[Bild: Staffan Olsson] Kurz nach der EM sprach Hallenheft-Redakteur Sascha Klahn mit Staffan Olsson über den erneuten Titelgewinn, die Chancen des THW in der Meisterschaft und seine Zukunft.


(06.02.2000) Ihre Meinung im Fan-Forum? Zur Newsübersicht Zur Hauptseite

 

Neu: Kurven aller Bundesligisten

Neu: Ab sofort gibt's auf der Seite Alle Spieltage Links zu den Kurven aller Bundesligisten.
Ein Beispiel: Die Kurve der SG Flensburg-Handewitt.


(06.02.2000) Ihre Meinung im Fan-Forum? Zur Newsübersicht Zur Hauptseite

 

Unnötige Niederlage in Gummersbach

Auch 15 Jacobsen-Tore retteten den THW nicht

Logo VfL Gummersbach Der THW bleibt im Jahr 2000 weiter sieglos. Nach der Niederlage in Magdeburg am 2. Januar konnten die Zebras heute beim Tabellenelften Gummersbach ebenfalls nicht punkten. Mit 27:28 (14:11) unterlagen sie beim krisengeschüttelten VfL und verpaßten damit die Chance, der SG Flensburg-Handewitt, die heute in Magdeburg mit 20:24 verlor, auf drei Punkte gefährlich nahe zu kommen.
In der ersten Halbzeit war noch alles im grünen Bereich. Nach 3:1-THW-Vorsprung (4.) konnte der VfL zwar erstmals mit 8:7 durch Amalou in Führung gehen (19.), doch dieser Rückstand wurde durch einen Zwischenspurt in zwei Minuten durch Tore von Jacobsen und zweimal Lövgren in eine 10:8-Führung umgedreht. Mit einem 14:11-Vorsprung ging's in die Pause. Auffälligster Spieler in der ersten Halbzeit war wieder einmal Nikolaj Jacobsen, der in den ersten 30 Minuten 7/4 Tore erzielte. Alles sprach für einen Sieg des THW über das Team, das nach dem Rücktritt von Arno Ehret heute das erste Mal von Co-Trainer Esad Kurtagic gecoacht wurde.
Zu Beginn des zweiten Durchgangs hatte der THW weiter die Partie im Griff (Zwischenstand 16:12), die Halle wurde totenstill, alles schien klar. Doch dann zu viele Fehler im Angriffsspiel des THW und Gummersbach glich zum 20:20 (45.) aus. Jetzt war die Partie wieder völlig offen und so sollte sie bis in die letzte Sekunde bleiben.
[Bild: Nikolaj Jacobsen] Zweieinhalb Minuten vor Abpfiff stand es 26:26, dann traf Houlet, der schon zuvor drei Tore in Folge für den VfL gemacht hatte, zum 27:26. "58:00" zeigte die Hallenuhr, als Jacobsen (Foto) zum Strafwurf für den THW antrat. Der Däne, der insgesamt 14/8 Tore erzielte, zeigte keine Nerven und verwandelte gewohnt sicher zum 27:27-Ausgleich. Gummersbach war nun in Unterzahl im Angriff und Houlet beging ein Stürmerfoul. Nun hätte der THW alles klar machen können, doch ein Fehlpaß von Nenad Perunicic 50 Sekunden vor Schluß machte einen (doppelten) Punktgewinn unmöglich. Stattdessen traf Oliver Plohmann per Tempogegenstoß 15 Sekunden vor der Schlußsirene zum 28:27 für den VfL. 10 Sekunden waren auf der Uhr verblieben, da bekam Perunicic noch einmal das Leder in die Hand, warf überhastet, traf nur den Fuß von VfL-Torhüter Stankiewicz - die Niederlage war perfekt. Dabei hätte eine durchschnittliche Leistung für den THW genügt, um zu punkten, denn der VfL bot laut "Kieler Nachrichten" nur "Magerkost".
Doch es war nicht nur Nenad Perunicic, der mit seinen zwei Fehlern kurz vor Schluß Schuld an der Niederlage hatte. Fast die gesamte Mannschaft war schlecht drauf, insbesondere viele der EM-Teilnehmer - inklusive der Europameister Lövgren, Olsson und Wislander. Besonders im Angriff war die Fehlerquote ungewohnt hoch, und am Ende stimmte es dann auch in der Deckung nicht mehr. Eine gute Leistung zeigte immerhin Axel Geerken, der von der 18. bis 57. Minute das Tor hütete. Und hätte Jacobsen nicht 15/8(!) Tore erzielt, der THW hätte sich noch stärker blamiert.

Stimmen zum Spiel:

THW-Trainer Noka Serdarusic:
Eine völlig indiskutable Leistung. Wer nicht in der Lage ist, klare Führungen über die Zeit zu bringen, hat den Titel nicht verdient. Der Meisterschaftszug ist für uns abgefahren. Wir haben gezeigt, daß wir in diesem Jahr auswärts nichts auf die Reihe bekommen und viel schlechter sind als die Jahre zuvor. Das war's wohl.
THW-Manager Uwe Schwenker zu der Aussage vieler Spieler, man sei einfach platt gewesen:
Das ist mir zu einfach. Wenn ich vor allem daran denke, wie sich die Schweden bei der EM ins Getümmel geworfen haben. Davon habe ich heute nichts gesehen.
Nenad Perunicic tieftraurig:
Ich bin der Loser, ich habe alles verbockt. 59 Minuten habe ich mich gut gefühlt, dann herrschte in meinem Kopf plötzlich das blanke Chaos.

29. Spieltag: 06.02.00, So., 16.00: VfL Gummersbach - THW Kiel: 28:27 (11:14)

Logo VfL Gummersbach:
Stankiewicz, Zereicke (einige 7m); Ilper (4), Fog (3), Yoon (3), Beers, Houlet (6), Brajkovic, Axner (2/1), Plohmann (2), Amalou (1), Khodkov (8); Trainer: Kutageic
Logo THW Kiel:
Ege (1.-18., 57.-60.), Geerken (18.-57.); Wislander (2), Jacobsen (15/8), Schwenke, Menzel (1), Perunicic (3), Petersen, Lövgren (3), Schmidt (2), Scheffler (n.e.), Olsson (1); Trainer: Serdarusic
Schiedsrichter:
Heinz / Hock (Waiblingen)
Zeitstrafen:
Gummersbach: 4 (zweimal Ilper, zweimal Fog);
THW: 1 (Wislander)
Siebenmeter:
Gummersbach: 1/1;
THW: 9/8 (Stankiewicz hält gegen Jacobsen, der den Abpraller verwandelt)
Spielfilm:
1. Hz.: 0:2, 1:2, 1:3, 2:3, 3:5, 5:7, 8:7, 8:10, 9:10, 9:11, 10:11, 10:14, 11:14;
2. Hz.: 12:14, 12:16, 15:16, 15:17, 17:19, 19:19, 20:20, 20:22, 21:22, 23:25, 26:25, 26:26, 27:26, 27:27, 28:27
Zuschauer:
2000 (ausverkauft) (Eugen-Haas-Halle, Gummersbach)


(06./07.02.2000) Ihre Meinung im Fan-Forum? Zur Newsübersicht Zur Hauptseite

 

Bundesliga beginnt wieder - THW muß nach Gummersbach

THW noch mit Verletzungssorgen - Gummersbach ohne Trainer

Endlich beginnt die Bundesliga wieder! Nach der EM-Pause muß der THW, der Montag aus Zagreb zurückkehrte, zum ersten Mal wieder am Sonntag, 16.00 Uhr, beim VfL Gummersbach antreten.

Leider haben Petersen und Lövgren Verletzungen aus Kroatien mitgebracht: "Pitti" erlitt bei der EM ein Stauchungstrauma im Mittelfinger der Wurfhand. "Eine schmerzhafte Angelegenheit, die nur langsam verheilt", sagt THW-Arzt Dr. Brandecker. Doch größere Sorgen bereitet ihm Stefan Lövgren, der sich vor dem EM-Halbfinale einen leichten Muskelfaserriß in der linken Wade zuzug. Sein Einsatz im Endspiel gegen Rußland "hat seinen Zustand natürlich nicht gebessert." Ein dosierter Einsatz in Gummersbach sei aber möglich. Vier Wochen müsse Lövgren aber kürzer treten, bevor er wieder völlig fit sei. "Das Risiko eines Muskelbündelrisses besteht aber permanent."
Halbwegs fit sind aber immerhin Wolfgang Schwenke (Adduktoren), Martin Schmidt (Bänderriß im Knöchel) und Steinar Ege (Fersenbeinprellung). Sie können zwar im Moment nur eingeschränkt trainieren, ein Einsatz in Gummersbach ist aber kein Problem.
Logo VfL Gummersbach Gastgeber VfL hat dagegen richtige Probleme: Nachdem die Finanzkrise abgewendet wurde (wir berichteten), steht nun das nächste Problem ins Gummersbacher Haus: VfL-Coach Arno Ehret hat seinen Vertrag mit den Oberbergischen mit sofortiger Wirkung gelöst und wird Schweizer Nationaltrainer. "Nach Analyse der der derzeitigen Situation macht es Sinn, den Vertrag in beiderseitigem Einvernehmen aufzulösen", erklärte der ehemalige Bundestrainer. Zum Interimscoach wurde der bisherige Co-Trainer Esad Kurtagic bestimmt. Ob Hauptsponsor SMM nach dieser erneuten Negativnachricht weiter zu der Zusage steht, noch einmal 1,5 Millionen Mark in den Verein zu pumpen, ist bei Handballexperten umstritten.

Doch zurück zum sportlichen Aspekt des Spiels, dessen Voraussetzungen klar sind: Der THW, Tabellenzweiter mit 27:9 Punkten, muß beim VfL Gummersbach (12. mit 15:21 Punkten) unbedingt punkten, will er am Spitzenreiter Flensburg, der bei seinem Auftritt beim VfL am 26.9. übrigens überraschend mit 26:27 verlor, dranbleiben.
Kyung-Shin Yoon Den Kader des VfL stellten wir im Vorbericht zum Hinspiel in der Ostseehalle vor, das der THW klar mit 27:14 (15:5) gewann (siehe Bericht). Von der Leistung her stabilisiert zeigte sich vor der EM Oleg Khodkov (80 Tore), der hinter Yung-Shin Yoon (116/10 Tore) auf Platz zwei der Gummersbacher Torschützenliste liegt. Der Russe ist sicherlich heiß, sich für die EM-Finalniederlage an unseren drei Schweden zu revanchieren. Ob dagegen der Koreaner Yoon (Foto) völlig fit ist, bleibt abzuwarten. Der Rückraumstar, an dem auch der THW großes Interesse hatte, kam erst vor zwei Tagen von den Asien-Spielen aus Japan zurück, wo er sein Heimatland zu den olymischen Spielen schoß.
Im letzten Jahr gelang dem THW in der Eugen-Haas-Halle ein 30:17 (11:10)-Sieg. Das war der höchste Auswärtssieg in der Zebra-Bundesligageschichte. Daß sich der VfL auch diesmal wieder so leicht geschlagen gibt, ist unwahrscheinlich. Eher ist ein "jetzt erst recht"-Effekt bei den Gummersbacher Spielern zu befürchten.

Radio-Tips:


(04.02.2000) Ihre Meinung im Fan-Forum? Zur Newsübersicht Zur Hauptseite

 

Neu: Foto-Galerien

Ab sofort gibt's Foto-Galerien zu den einzelnen Spielern und zu anderen Themen. Wir werden nach und nach die Galerien erweitern.
Umfangreich sind jetzt schon die Galerien zum THW Kiel allgemein und zu Magnus Wislander.

Links zu den einzelnen Foto-Galerien finden Sie auf der neuen Multimedia-Seite oder den entsprechenden Spielerseiten.
Auf die Multimedia-Seite haben wir ab sofort auch den Abschnitt Sounds verlagert.

Wir planen in Zukunft noch die Erweiterung um 360-Grad-Bilder (von der Ostseehalle) und Videos.


(04.02.2000) Ihre Meinung im Fan-Forum? Zur Newsübersicht Zur Hauptseite

 

Schwedens Trainer Johansson über seine Kieler

"Wislander bester Spieler der Welt"

In einem aktuellen Interview mit den Kieler Nachrichten hat der schwedische Nationaltrainer Bengt Johansson über seine Kieler Spieler geplaudert.
[Bild: Magnus Wislander] Der Erfolgstrainer über Magnus:
Magnus Wislander ist klar der beste Kreisläufer des Turniers gewesen. Für mich ist er ohnehin der beste Spieler der Welt, da er auf jeder Position sowohl im Angriff als auch in der Abwehr spielen kann. Er spielt bei uns jetzt viel am Kreis, da sein ganzes Spiel etwas langsamer geworden ist. Und es ist unglaublich, vier Spieler stehen zusammen auf dem Feld, aber den Ball bekommt nur einer: eben Magnus Wislander.

[Bild: Staffan Olsson] [Bild: Stefan Lövgren] Über Staffan Olsson und Stefan Lövgren sagt er:
Staffan Olsson war in den letzten Spielen leicht angeschlagen. Aber er ist für unser Team unglaublich wichtig. Er ist der beste Anspieler des Turniers gewesen, dazu mein wichtigster Abwehrspieler.
Stefan Lövgren hat ebenfalls trotz seiner Verletzung brillant gespielt. Er liebt das schnelle Spiel und spielt im Nationalteam wohl etwas besser als beim THW.

[Bild: Jonas Ernelind] Was kann er uns über unseren Neuzugang Jonas Ernelind verraten?
Er ist einer der herausragender Spieler in der schwedischen Liga, und mit 23 Jahren gehört ihm sicher die Zukunft. Er ist aktuell meine Nummer drei auf Rechtsaußen, ein brillanter Techniker, der wenig Fehler macht.
Wie lange können die "alten Schweden" noch spielen?
Die Besten werden immer spielen, egal wie alt sie sind. Sydney und Olympia ist unser großes Ziel. Da werden sie alle dabei sein, wenn sie gesund sind. Und Magnus wird solange Nationalmannschaft spielen, wie er beim THW spielt.


(01.02.2000) Ihre Meinung im Fan-Forum? Zur Newsübersicht Zur Hauptseite

 

Petersen "gewohnt beständig"

[lBild: Klaus-Dieter Petersen] In der aktuellen Ausgabe der Handball-Woche bewertete HW-Redakteur Burchard Forth die deutschen Nationalspieler.
Hier ist Klaus-Dieter Petersens (Foto) Einzelkritik:
Defensive Aufgaben gewohnt beständig gelöst, in der Offensive nicht die Klasse eines Christian Schwarzers, konnte aber des öfteren nur siebenmeterreif gestoppt werden.


(01.02.2000) Ihre Meinung im Fan-Forum? Zur Newsübersicht Zur Hauptseite